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SPIEGEL ONLINE - 17. August 2004, 16:52
URL: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,313697,00.html

13,6 Milliarden Jahre
 
Milchstraße ist fast so alt wie das Universum

Die Milchstraße ist kaum jünger als das Weltall selbst. Neue Messungen ergaben, dass die ersten Sterne unserer Galaxie bereits vor 13,6 Milliarden Jahren entstanden - am Ende des "Dunklen Zeitalters" nach dem Urknall.

Kugelsternhaufen NGC 6397: Treffen der Ältesten

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ESO

Kugelsternhaufen NGC 6397: Treffen der Ältesten

Als sich die kosmische Ursuppe nach dem Urknall abkühlte, brach das "Dunkle Zeitalter" herein: Sonnen gab es noch nicht, im jungen Universum herrschte tiefe Finsternis. Erst nach 200 Millionen Jahren, so der derzeitige Forschungsstand, zündeten die ersten Sonnen ihr nukleares Feuer und ermöglichten die Entstehung aller anderen Himmelskörper.

Schon in dieser frühen Periode des Weltalls entstanden die ersten Sterne der Milchstraße, wie Astronomen der Europäischen Südsternwarte (Eso) jetzt herausgefunden haben. Mit dem Paranal-Observatorium in Chile nahmen die Forscher den 7200 Lichtjahre entfernten Kugelsternhaufen NGC 6397 im Sternbild Ara ins Visier. Erstmals maßen sie den Gehalt an Beryllium in zweien seiner Sterne.

Dabei stellte sich heraus, dass die Sonnen bereits vor 13,4 Milliarden Jahren entstanden sind - und nicht die ersten in der Milchstraße waren. Denn das Beryllium in den kosmischen Methusalems konnte nicht beim Urknall, sondern erst durch die Explosion der ersten Sonnen entstehen. Wann diese erste, längst vergangene Generation von Sternen der Milchstraße entstand, war bislang unklar.

Eso-Teleskope auf dem Paranal-Gipfel in Chile: Beryllium verrät das Alter der Milchstraße

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European Southern Observatory

Eso-Teleskope auf dem Paranal-Gipfel in Chile: Beryllium verrät das Alter der Milchstraße

Beryllium-9 entsteht, wenn Supernovae schwere Atomkerne durch den Raum schleudern und diese auf leichtere Kerne treffen. Das in den Sternen von NGC 6397 gefundene Beryllium muss sich über etwa 200 Millionen Jahre in der jungen Milchstraße angereichert haben, glaubt das Team um den Eso-Astronomen Luca Pasquini. Die Galaxie sei deshalb rund 13,6 Milliarden Jahre alt.

Dieser Wert ergibt nur scheinbar einen Widerspruch zu bisherigen Theorien über das Alter des Universums, das derzeit - unter anderem anhand der kosmischen Hintergrundstrahlung, dem "Nachglühen" des Urknalls - auf 13,7 Milliarden Jahre beziffert wird.
1 Wegen des 200 Millionen Jahre langen, sternenlosen "Dunklen Zeitalters" dürfte die Milchstraße demnach höchstens 13,5 Milliarden Jahre alt sein.

"Die Theorien haben noch immer eine große Fehlertoleranz", betont Pasquini im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Sein Team gab für das Alter der Milchstraße eine mögliche Abweichung von bis zu 800 Millionen Jahren an. "Mit 13,6 Milliarden Jahren passt der durch die Beryllium-Messung ermittelte Wert sehr gut zu den Annahmen über das Alter des Universums", so Pasquini.

Markus Becker

Zitatende

Link zum Thema: http://www.pm-magazin.de/de/wissensnews/wn_id1176.htm

Alter Galaxienhaufen im jungen Universum entdeckt

Galaxienhaufen bestehen aus mehreren hundert oder sogar tausenden Galaxien, die allein durch ihre Schwerkraft aneinander gebunden sind. Die eigentliche Masse des Galaxienhaufens machen jedoch nicht die Galaxien selbst aus, sondern die nicht leuchtende "Dunkle Materie" und heißes Gas, das sich zwischen den Galaxien befindet. Dieses Gas, das die Masse der sichtbaren Galaxien um etwa das Fünffache übertrifft, strahlt aufgrund seiner hohen Temperaturen von bis zu 100 Millionen Grad hauptsächlich im Röntgenbereich. Deshalb lassen sich Haufen verhältnismäßig leicht auf Röntgenaufnahmen des Himmels als diffuse, neblig leuchtende Flecken nachweisen. Eben dieses Röntgenlicht haben Astrophysiker des AIP auf Aufnahmen des Röntgenobservatoriums XMM-Newton der ESA entdeckt. Mit der am AIP entwickelten Software wurden Röntgenaufnahmen auf der Suche nach solchen Nebelflecken durchmustert. Bei Untersuchungen einer nahen Galaxie tauchte im Gesichtsfeld eine derartig diffus leuchtende Lichtquelle auf. Aus dieser Richtung wurden bei einer über zwölfstündigen Messung nur 280 Photonen gezählt, im Schnitt also alle zweieinhalb Minuten ein Lichtteilchen. Diese extrem geringe Strahlung galt als erstes Indiz für die große Entfernung der Quelle. Nachfolgende Beobachtungen wurden mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der University of Michigan, des MPE (Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik) und der ESO (European Southern Observatory) im roten und nahinfraroten Spektralbereich durchgeführt. Sie zeigten eine Ansammlung von Galaxien mit einer auffällig roten Färbung am Ort des Röntgennebels. Mit weiteren detaillierten VLT-Aufnahmen konnte auf eine Rekordrotverschiebung und damit Rekordentfernung von neun Milliarden Lichtjahren geschlossen werden. Die Masse des Haufens wurde auf ungefähr 1000 Milchstraßen abgeschätzt und ist damit vergleichbar mit den großen Galaxienhaufen im heutigen Universum. Wie sich ein so komplexes Gebilde in "nur" rund 5 Milliarden Jahren entwickeln konnte, steht gewissermaßen in den Sternen.
                                                                                          Zitatende

Links zum Thema :Junge Riesengalaxie aus der Kindheit des Universums
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Zu viele Rentner im Kosmos
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Galaxien sind älter als gedacht
Vor dem großen Knall
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  Dazu mein Kommentar:  Es ist offensichtlich, dass sich die Kosmologen immer mehr in ein Dickicht widersprüchlicher Theorien verstricken. Dass alle diese Altersangaben reinste Spekulationen sind, erkennt man leicht an der mangelnden Logik ihrer Begründungen. Kein Wunder, dass es aufgrund dieses Erklärungsnotstandes letztlich zu abstrusen Fehlbehauptungen kommt, die ausschließlich aus der Luft gegriffen sind. Man kann aus der kosmischen Hintergrundstrahlung, dem "Nachglühen" des Urknalls, ja alles mögliche herauslesen, nur eines nicht: das Alter des Universums. Zu dem Zeitpunkt, als mehrere Physiker (u.a. Peebles und Gamov) eine derartige Strahlung vermutet hatten und zumindest größenordungsgemäß die Temperatur recht gut voraussagten, waren sie unter Annahme einer geschätzten Dichte der Massenverteilung im Universum mit Hilfe des  Boltzmannschen Strahlungsgesetzes vom Licht  der Sterne und Galaxien ausgegangen. Hätte man als Ausgangspunkt das Alter des Universums genommen, so müsste ihnen dieses Alter schon vorher bekannt gewesen sein - das aber wäre seinerzeit mit dem Hubble-Gesetz nicht mit 13,7 Millionen Jahren zu errechnen gewesen, da dieses Gesetz inzwischen kräftige Korrekturen über sich hat ergehen lassen müssen!  Wie immer auch die Werte der Hintergrundstrahlung damals errechnet wurden, das Alter des Universums konnte dabei keine Rolle gespielt haben; auch Physiker, die stationäre Modelle zugrunde gelegt hatten, erzielten Werte, die später tatsächlich gemessen wurden. Daher ist diese Strahlung nicht einmal als unumstößlicher Beweis für die Expansion zu werten. Die Übereinstimmung der vorausgesagten mit den gemessenen Werten kann jedenfalls nicht mit dem Ater des Universums in Zusammenhang gebracht werden, da diese Beziehung erst im Nachhinein - so wie im obigen Artikel! -  ohne wissenschaftliche Grundlage hergestellt wird! 
H.M.

Lesen Sie auch die interessanten Ausführungen in Wolfgang Neundorfs Beitrag "GOTTES URKNALL" !