Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Do 25. Okt 2018, 13:52

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:Damit die Maxwellschen Gleichungen gültig bleiben, muss die Lichtgeschwindigkeit in beiden zueinander bewegten IS konstant c sein.
Wenn das ganze Problem die Maxwellschen Gleichungen sein sollen... Die sind mit meiner Theorie sogar kompatibel. c±v gilt ja nur für in einer (ich nenne es mal kurz) Isotropie bewegte Objekte und das ist bei Maxwell nicht anders - z.B. bei Induktion und Durchflutung.
Diese Gleichung (aus dem erweiterten Durchflutungsgesetz) gilt bei Maxwell:

Links stehen nur Konstanten. Dann gilt das auch für rechts der Gleichung
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Hantierer » Do 25. Okt 2018, 13:54

Lagrange hat geschrieben:Quatsch. Das Ergebnis verstößt nicht gegen das Relativitätsprinzip.


Nu ja, also wenn Einstein die Lichtausbreitung als "allgemeines Gesetz" im Sinne des RP versteht, dann ist das ein Verstoß. Deswegen sehe ich ja das Relativitätsprinzip, so wie es Einstein formuliert hat, als problematisch an, weil man da noch spezifizieren muss, was denn "allgemeine Gesetze für das Naturgeschehen" sind. Später schreibt er dann, dass c die Rolle einer Grenzgeschwindigkeit in der SRT spielt und da stellt sich dann natürlich die Frage: Ist das dann auch ein "allgemeines Gesetz" im Sinn des Relativitätsprinzips? Wenn es das sein soll, ergibt es meiner Meinung nach gar keinen Sinn mehr - was soll eine Grenzgeschwindigkeit sein, die man auf jedes beliebige Bezugssystem beziehen kann?

Mikesch hat geschrieben:Man hat bisher mit intensiver Suche noch keinen Beweis sichern können, das Raumzeit ein Medium wäre.


Ich denke schon, spätestens die Gravitationswellen lassen den Schluss zu. Was sonst soll diese ominösen Wellen denn übertragen?

Und was sich krümmen können soll und was damit Materie beeinflusst, muss irgendetwas sein. Und wenn es außerdem noch das Licht beeinflusst, so dass Gravitationsfelder als optische Medien verstanden werden müssen, das Licht aber keine Masse hat (ohne Veränderung des Mediums(?) - nicht beschleunigt oder gebremst werden kann) liefert die gekrümmte Raumzeit, wenn man sie mal als Überträgermedium für die Lichtwellen betrachtet, eine gute Erklärung, wie auch das masselose Licht von der Gravitation beeinflusst wird.

Ansonsten hat man das Problem, dass man irgendwelche theoretischen Teilchen braucht, um die Wirkungen zu übertragen. Ich finde es unklug, sich auf was festzulegen, was man noch nicht genau weiß.

Mikesch hat geschrieben:Damit die Maxwellschen Gleichungen gültig bleiben, muss die Lichtgeschwindigkeit in beiden zueinander bewegten IS konstant c sein. Sind sie aber nicht, wenn in einem IS die Lichtgeschwindigkeit c+v (oder wie hier c-v) ist. Der Strom und die Spannung von elektrischen Kreisen in beiden IS sind aber messbar gleich. Das kann nur dann der Fall sein, wenn die Lichtgeschwindigkeit c in beiden IS konstant c ist.


Konstant in Bezug zu was? Auch auf die Gefahr, dass es dann meinen Horizont übersteigt, wie wurde das gemessen?

Ich würde ja die Einweglichtmessungen machen und da würde ich nebenbei nicht nur die Lichtgeschwindigkeit untersuchen, sondern auch Laufzeiten von Strom in bewegten Leitern bzw. beide miteinander vergleichen.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Do 25. Okt 2018, 14:02

Mikesch hat geschrieben:Diese Gleichung (aus dem erweiterten Durchflutungsgesetz) gilt bei Maxwell:

Links stehen nur Konstanten. Dann gilt das auch für rechts der Gleichung
Und? Besteht auch nur eine einzige Maxwell-Gleichung nur aus Konstanten? Was gäbe es denn dann noch zu berechnen? Wozu gibt es dann überhaupt noch Gleichungen? Gerade bei Durchflutung und Induktion spielt auch Geschwindigkeit eine Rolle und die ist sicher keine Konstante.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Do 25. Okt 2018, 16:52

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:Diese Gleichung (aus dem erweiterten Durchflutungsgesetz) gilt bei Maxwell:

Links stehen nur Konstanten. Dann gilt das auch für rechts der Gleichung
Und? Besteht auch nur eine einzige Maxwell-Gleichung nur aus Konstanten? Was gäbe es denn dann noch zu berechnen? Wozu gibt es dann überhaupt noch Gleichungen? Gerade bei Durchflutung und Induktion spielt auch Geschwindigkeit eine Rolle und die ist sicher keine Konstante.
Das ist unzweifelhaft richtig.
Richtig ist aber auch, dass das Produkt der elektrischen und magnetischen Feldkonstante eben genau proportional zum Kehrtwert der Lichtgeschwindigkeit gemäss Formel oben ergibt. Das ist eine Schlussfolgerung aus den 4 Maxwellschen Gleichungen.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Do 25. Okt 2018, 18:02

Mikesch hat geschrieben:Richtig ist aber auch, dass das Produkt der elektrischen und magnetischen Feldkonstante eben genau proportional zum Kehrtwert der Lichtgeschwindigkeit gemäss Formel oben ergibt. Das ist eine Schlussfolgerung aus den 4 Maxwellschen Gleichungen.
Es bleibt trotzdem mit meiner Theorie kompatibel.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Fr 26. Okt 2018, 09:26

Hantierer hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Quatsch. Das Ergebnis verstößt nicht gegen das Relativitätsprinzip.

Nu ja, also wenn Einstein die Lichtausbreitung als "allgemeines Gesetz" im Sinne des RP versteht, dann ist das ein Verstoß. Deswegen sehe ich ja das Relativitätsprinzip, so wie es Einstein formuliert hat, als problematisch an, weil man da noch spezifizieren muss, was denn "allgemeine Gesetze für das Naturgeschehen" sind. Später schreibt er dann, dass c die Rolle einer Grenzgeschwindigkeit in der SRT spielt und da stellt sich dann natürlich die Frage: Ist das dann auch ein "allgemeines Gesetz" im Sinn des Relativitätsprinzips? Wenn es das sein soll, ergibt es meiner Meinung nach gar keinen Sinn mehr - was soll eine Grenzgeschwindigkeit sein, die man auf jedes beliebige Bezugssystem beziehen kann?

Zuerst hat er berechnet:

Wir fragen nach der Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Lichtstrahles relativ zum Wagen ...
w ist die gesuchte Geschwindigkeit des Lichtes gegen den Wagen, für welche also gilt:
w = c - v

und festgestellt:

Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Lichtstrahles relativ zum Wagen ergibt sich also als kleiner als c.

Das ist selbstverständlich in Ordnung. Er hat also alles richtig gemacht.

Seine nächste Behauptung:

Dies Ergebnis verstößt aber gegen das im § 5 dargelegte Relativitätsprinzip.

ist sinnlos. Da ist kein Verstoß gegen §5.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Fr 26. Okt 2018, 10:18

Lagrange hat geschrieben:
Hantierer hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Quatsch. Das Ergebnis verstößt nicht gegen das Relativitätsprinzip.

Nu ja, also wenn Einstein die Lichtausbreitung als "allgemeines Gesetz" im Sinne des RP versteht, dann ist das ein Verstoß. Deswegen sehe ich ja das Relativitätsprinzip, so wie es Einstein formuliert hat, als problematisch an, weil man da noch spezifizieren muss, was denn "allgemeine Gesetze für das Naturgeschehen" sind. Später schreibt er dann, dass c die Rolle einer Grenzgeschwindigkeit in der SRT spielt und da stellt sich dann natürlich die Frage: Ist das dann auch ein "allgemeines Gesetz" im Sinn des Relativitätsprinzips? Wenn es das sein soll, ergibt es meiner Meinung nach gar keinen Sinn mehr - was soll eine Grenzgeschwindigkeit sein, die man auf jedes beliebige Bezugssystem beziehen kann?

Zuerst hat er berechnet:
Wir fragen nach der Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Lichtstrahles relativ zum Wagen ...
w ist die gesuchte Geschwindigkeit des Lichtes gegen den Wagen, für welche also gilt:
w = c - v

und festgestellt:
Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Lichtstrahles relativ zum Wagen ergibt sich also als kleiner als c.

Das ist selbstverständlich in Ordnung. Er hat also alles richtig gemacht.

Seine nächste Behauptung:

Dies Ergebnis verstößt aber gegen das im § 5 dargelegte Relativitätsprinzip.

ist sinnlos. Da ist kein Verstoß gegen §5.

In §5 steht aber das Gegenteil der vorangetroffenen Aussagen. Das ist ja wohl ein klarer Verstoß. Wie kommst du darauf, dass das kein Verstoß wäre?
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Fr 26. Okt 2018, 10:54

Mikesch hat geschrieben:In §5 steht aber das Gegenteil der vorangetroffenen Aussagen.

Wo?
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Fr 26. Okt 2018, 11:13

Gerade ist mir ein gravierender Unterschied zwischen meiner und der Einsteinschen Uhrensyncronisation aufgefallen.

Wenn ich das richtig verstehe schickt Einstein ein EM-Signal zum Zeitpunkt t1 an Uhr 2 und misst die Gesamtlaufzeit bis das Signal bei Uhr 2 ankommt, dort reflektiert wird und zum Zeitpunkt t2 wieder bei Uhr 1 ankommt. Diese Gesamtlaufzeit beträgt

Davon ausgehend, dass das Licht auf beiden Strecken mit der selben Geschwindigkeit unterwegs war und sich die Uhren zueinander nicht bewegen, berechnet Uhr 1 einen Zeitstempel für Uhr 2 mit

moduliert ihn auf das EM-Signal und schickt ihn an Uhr 2 welche diesen 2 nur noch in ihre Register schreiben muss.
Bei diesem Vorgehen fehlt mir persönlich aber die Bestätigung einer Annahme, von welcher hier schlicht ausgegangen wird - Sind die Laufzeiten auf Hin- und Rückweg tatsächlich gleich oder ist es möglich, dass sie unterschiedlich sein könnten? Ich gehe weiter davon aus, dass Uhr 1 und Uhr 2 zueinander unbewegt sind und deswegen, gleich schnell laufen, deswegen funktioniert im ersten Schritt auch die Einsteinsche Uhrensynchonisation, welche bei mir ebenfalls enthalten ist. Nachdem initial synchronisiert wurde, sendet Uhr 2 die eigenen Zeitstempel auf einem zweiten Kanal an Uhr 1 zurück, wodurch Uhr 1 nun über 3 Zeitstempel verfügt, mit denen sie über

und

an die Laufzeiten der beiden Einzelstrecken kommt.

ergibt auch hier wieder die Gesamtlaufzeit, aus welcher wie zuvor der Zeitstempel

berechnet werden kann, mit welcher Uhr 2 initial synchronisiert wird.
Die Frage ist jetzt, welche Annahme schlicht und ergreifend nicht zutreffen kann, wenn tH und tR so unverfrohren sind, unterschiedlich hoch zu sein? Träfe dann nicht

und

zu? Würde dies dann einen nicht auf die Idee

bringen, woraus

und

hervorgeht?
Soviel erstmal von meiner Seite zum Thema absolute Geschwindigkeit im Raum nicht feststellbar und c in jedem Inertialsystem konstant.
Nicht von Bedeutung
 

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Fr 26. Okt 2018, 17:44

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:Die Frage ist jetzt, welche Annahme schlicht und ergreifend nicht zutreffen kann, wenn tH und tR so unverfrohren sind, unterschiedlich hoch zu sein?
Die Isotropie und Konstanz der LG sind durch folgende Experimente belegt. Damit ist tH und tR nachweislich gleich.
Michelson-Morley-Experiment, Resonator-Experimente, Kennedy-Thorndike-Experiment, Mößbauer-Rotor-Experiment, Hammar-Experiment, Messungen der Neutrinogeschwindigkeit
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