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Einsteins Lichtuhr

   
Auf Seite 350 des Buches oder hier  konstruieren wir eine "Lichtuhr", also einen Kasten, in dem wir einfach einen Lichtstrahl zwischen oben und unten im Sekundentakt hin und her reflektieren; wir verglichen das mit den  winzigen Räumen , in denen Kugelfelder oszillieren oder Elektronenwellen hin und her pulsieren. Und da hatten wir ja schon entdeckt, dass Beschleunigung diese Räume verändert und die Atome sich auf diese Veränderung einstellen müssen, was - weil nicht instantan möglich -  die Trägheit erzeugt. Es erzeugt aber noch etwas Anderes, wie wir gleich sehen werden: es verändert den Gang von Uhren...

    Natürlich denkt man bei diesen Ausführungen sofort an das Lichtuhrenschema, das Einstein in seiner ersten Arbeit ZEBK im § 3 (S.899) andeutet. Aber "unsere" Uhr unterscheidet sich insoferne, als sie ausschließlich durch Beschleunigungen verändert wird und sich besonders auf alle physikalischen Vorgänge innerhalb atomarer Felder bezieht. Der verlangsamte Gang ist also kein Messresultat aufgrund der Relativität der Bewegung - wie bei Einstein - sondern er ist real. Wir haben im Buch behauptet und aufgezeigt, dass Uhren ganz schlicht und einfach tatsächlich langsamer werden, wenn man sie bewegt - aber: absolut bewegt, demnach beschleunigt! (Identität von Ruhe und gleichförmiger Bewegung!)

    Wir haben also nur oberflächlich betrachtet, Einsteins Uhr kopiert. Unsere Uhr läuft nicht deshalb langsamer (oder schneller), weil tatsächlich die Zeit langsamer (durch Bewegung) oder schneller läuft (auf dem Berg). Sie verändert ihren Gang schlichtweg deshalb, weil sich ganz konkret diejenigen Bauelemente ändern, die die Frequenz bestimmen (Veränderung von Quantenzuständen). Zeitveränderung bezeichnet also eine Identität: Die Änderung der frequenzbestimmten Bauteile ist mit der Aussage identisch, die Uhr ändere ihre Frequenz. Der Gang der Uhr verändert sich demnach  "wirklich", die Uhr geht "falsch" - und mit der Zeit hat das eigentlich gar nichts zu tun.2

  


        ruhende Uhr                                      bewegte Uhr

  


    Ausnahmslos alle kausalen Prozesse in unserer T.A.O.-Matrix  sind den Wechselwirkungen von Feldern unterworfen. Ihr Ablauf wird beeinflusst von der Dichte von Impulsen, von Polarisationen und vor allem von Geometrien - nämlich von Verzerrungen, Dehnungen oder Krümmungen! Das ist innerhalb des Szenarios, das wir mit Schub, Abstoßung, Druckschatten und Krümmkraft entwickelten, weitgehend kovariant mit Lage und Richtung der entsprechenden elektromagnetischen Prozesse. Beschleunigung greift auf jeden Fall in die Kräfteverteilung eines Körpers oder einer Uhr ein - und wir erklärten damit in erster Linie die Trägheit.

     Einstein verfolgte mit seiner Lichtuhr einen ganz anderen Zweck. Er demonstrierte damit die Relativität der Zeit und die Relativität der Bewegung. In Ermangelung eines absoluten Bezugspunktes war das zwar ein logischer Schritt (der absolute Äther erwies sich ja als Chimäre), aber über die Auswirkungen dieses Schritts (die Spezielle Relativitätstheorie) werden wir hier nicht viel Worte verlieren.

   Wir haben im Gegensatz zur Relativität, die zu paradoxen Schlussfolgerungen führt und sich als Konjunktiv-Theorie entpuppt (für die "Beobachter" ist alles nur Schein, nichts ist real sondern stets das Ergebnis einer Messung bzw. einer Transformation) innerhalb unserer T.A.O.-Matrix-Theorie teilweise andere, im  wesentlichen folgende Standpunkte eingenommen:

   Die Lichtgeschwindigkeit setzt sich aus der konstanten Ausbreitung und der Bewegung der Quelle zusammen. Nur die Ausbreitung ist unabhängig von der Quelle. Licht ist aber eine Aufeinanderfolge von Ausbreitungen, und diese bewegen sich samt der Quelle. Deshalb rotiert auch jede Lichtsphäre mit der Erdoberfläche mit. Jeder Mittelpunkt einer sich ausbreitenden Lichtsphäre (oder der Startpunkt eines Laserpulses etc.) bildet für den kurzen Moment seiner Existenz einen absoluten Bezugspunkt. Bewegungen und Geschwindigkeiten sind auf Bezugspunkte solcher Art relativierbar. Das heißt, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht unabhängig vom Beobachter ist und relative Überlichtgeschwindigkeiten in gewissen Fällen nicht ausgeschlossen werden müssen (zwei Lampen im Zimmer, die sich gegenseitig anstrahlen z. B. oder die Flucht der Galaxien...) Das Relativitätsprinzip wird insoferne erfüllt, als die Definition von Inertialsystemen nur im Sinne Newtons notwendig ist. Da elektromagnetische Phänomene (Elektrodynamik, Licht, Atom etc.) nicht instantan existieren, sondern aus dem kontinuierlichen Aufbau von Feldern bestehen, die mit Lichtquellen oder bewegten Systemen "mitgehen", sind von mitbewegten Beobachtern die allenfalls auftretenden Doppler-Effekte nicht messbar. Die Sonderstellung der Lichtmanifestation innerhalb einer grundlegenden absoluten Matrix (T.A.O.) ist auch durch die Bewegungshierarchien des Universums schwer feststellbar. Zwillingsparadoxon und ähnliche Paradoxa der SRT sind Hirngespinste, deren Auflösungen gar nicht notwendig sind. 

   Es gibt noch einen Unterschied zur Einsteinschen Auffassung, der sich auf die Lorentz-Kontraktion bezieht. In unserer T.A.O.-Matrix-Theorie haben wir diese Kontraktion in Bewegungsrichtung ebenfalls als real erkannt - allerdings nur während Beschleunigungen. Gleichförmige Bewegungen heben die Kontraktion auf. Bei Einstein ist auch die Kontraktion (eng verbunden mit der Zeitdilatation) ein reines Messprodukt oder Transformationsergebnis. Ein bewegter Stab "erscheint" dem ruhenden Beobachter verkürzt. In unserer Theorie werden Körper tatsächlich gestaucht, solange eine Kraft anliegt. Auch hier gibt es durch die Negation des "starren Körpers" eine gewisse Ähnlichkeit zur (modernen) SRT (Einstein selbst schrieb seine Arbeit noch für "starre Körper"!). Unsere Lichtuhr steht unserer Argumentation deshalb nicht entgegen, weil es angesichts eines bewegten Atomfeldes keine Rolle spielt, in welcher Lage sich das Atom befindet. Unsere Uhr stellt daher nur einen senkrechten Ausschnitt aller Bewegungsabläufe in einem materiellen Feld dar.

  Einsteins Uhr als Erklärungsschema für die Dehnung der "Zeit" hat einen gravierenden Fehler: Sie kann eigentlich aus mehreren Gründen nicht funktionieren. Abgesehen davon, dass uns Einstein auferlegt, in geradezu mystischer Weise daran zu glauben, dass der eine Beobachter etwas bestätigen muss, was dem anderen nur erscheint (für einen mitbewegten Beobachter muss c langsamer erscheinen, da er ja von der Bewegung nichts weiß, für den ruhenden Beobachter liegt ein Reflexionswinkel vor, der wiederum vom anderen nicht konstatiert werden kann usw.) hat uns das Genie eine Uhr präsentiert, die aufgrund seiner eigenen Theorie sofort ad absurdum geführt werden kann:

    Zuerst der Normalfall: Ruhen wir relativ zu einer Lichtuhr aus zwei Spiegeln im Abstand von 1 m, dann legt der Lichtstrahl pro Tick eine Strecke von 2 m zurück. Bewegt sich die Uhr relativ zu uns mit 0,5 c, dann legt der Lichtstrahl für uns pro Tick 2*sqrt(12+0,52) = 2,24 m zurück. Da das Licht immer noch genauso schnell ist, braucht es jetzt länger. Ergo: Die bewegte Uhr scheint für uns langsamer zu gehen als die ruhende. Das sieht nach simpler Logik aus - und offenbar sind deshalb Generationen von Physikern darauf reingefallen.

    Die bewegte Uhr könnte nun auch umkippen und sich liegend weiter bewegen (in Ruhe wäre die Zeiteinheit T nach wie vor 2l/c), aber  nun fällt die schöne Zick-Zacklinie weg, und jetzt bekommen wir aber ein Problem mit dieser Uhr, denn sie muss sich nun im Sinne der Lorentzkontraktion um den Gamma-Faktor verkürzen, um mit der Herleitung  aus c+v und c-v im gleichen Maße langsamer zu werden wie im senkrechten Zustand1

T'= l'/(c-v)+l'/(c+v)= g² 2 l'/c = g 2lc

sie müsste also  ( T'=
g T)  um den Gammafaktor tatsächlich kürzer werden, was aber nicht die Theorie Einsteins, sondern jene von Lorentz bestätigen würde! 3

Wir könnten im wahrsten Sinn des Wortes feststellen: Einsteins Lichtuhr ist (um)gefallen!

(Bitte auch Beitrag "Konstanz und Isotropie des Lichts" beachten!)


1    Hier eine genaue Durchrechnung des Problems: 
Zeiteinheit 1, Geschwindigkeit 0,5 c, Spiegelabstand 1 LS:           ruhend 2,00 sec.
Aufrecht bewegt mit o,5 c = 2l/c*1/sqrt 1/(1-v²/c²) = 2l/c * 1,1547344 = 2,31 sec.
Liegend:                    2l/c * 1/(1-v²/c²) = 2/1 * 1/1-o,5²/1²) = 2*1,33 = 2,66 sec.

Man muss daher von vornherein eine Lorentzkontraktion einführen, um wegen Ableitung c+v und c-v zu vermeiden, dass sie durch eine andere Lage in eine "falsch" gehende Uhr verwandelt wird, weil sie ja stehend sonst schneller ist als liegend. In diesem Sinne ist die Formel zu verstehen:

T'= l'/(c-v) + l'/(c+v)=
g² 2 l'/c = g 2lc , damit T' = g T!

Das bedeutet aber, die Kontraktion muss real vorliegen! Sie "erscheint" dem ruhenden Beobachter nicht nur. Eine reale Lorentz-Kontraktion bei gleichförmig linearer Bewegung ist noch nie experimentell bestätigt worden. In der T.A.O.-Matrix-Theorie tritt diese Kontraktion nur bei  Beschleunigung auf. Nimmt man die Kontraktion auch an der stehend bewegten Uhr an, wirkt sie sich gering aus, führt aber dazu, dass die Uhr abermals unterschiedlich läuft...

2  Zitat aus "Gravitation" v. W. M. Bauer, Seite 22: "Uhrenparadoxon: In einem Raumschiff bleibt im Zustand der Schwerelosigkeit eine Pendeluhr stehen, und eine Sanduhr hört zu rinnen auf. Daraus folgert niemand, dass die Zeit stehen bleibt. Wenn dagegen eine Atomuhr unter bestimmten äußeren Bedingungen eine Gangabweichung zeigt, glaubt man relativistische Mystifikationen des Zeitbegriffs damit in Verbindung bringen zu müssen."

3 Diese Seite wurde in diversen Foren des Web diskutiert und das einzige Argument, das Relativisten vorzubringen hatten, war die Feststellung, auch diese Seite müsse von jemanden verfasst worden sein, der keine Ahnung von der SRT habe - denn die SRT und die Lorentzsche Theorie seien ja identisch. Wer immer dieses behauptet, hat selbst keine Ahnung von diesen Theorien! Bei Lorentz ist die Längenkontraktion absolut ... und bei Einstein ist sie relativ, eben nur aus dem relativ dazu bewegten IS wahrnehmbar. Dieser Unterschied ist elementar: Lorentz Annahme wurde bis heute nicht nachgewiesen, Einsteins Kontraktion ist dagegen von vornherein nicht falsifizierbar und als physikalische Theorie daher ohne Relevanz. Einstein hat zwar die Gleichungen von Lorentz eingesetzt, die Grundannahmen der beiden Theorien sind jedoch völlig unterschiedlich.

Zum Unterschied zwischen Lorentz und Einstein folgender Link: "Nicht Einstein'sche Relativität" v. Herbert Dingle

Eine gute und knappe Beschreibung der beiden Theorien von Klaus Kassner habe ich gefunden auf http://itp.nat.uni-magdeburg.de/~kassner/srt/crashcourse/aethertheorie.html
"Man kann Einsteins und Lorentzens Vorstellungen etwa so charakterisieren: Bei Einstein sind Längenkontraktion und Zeitdilatation Konsequenzen der Struktur der Raumzeit selbst (ein bewegter Maßstab verändert sich selbst überhaupt nicht, aber die relativen Gewichte von Raum und Zeit sind für verschieden bewegte Maßstäbe verschieden, nicht die Uhr ändert sich bei einer Bewegung, sondern die Zeit selbst), bei Lorentz sind sie Wirkungen auf die Materialien, (d.h. bewegte Maßstäbe verkürzen sich, bewegte Uhren gehen langsamer) so dass Zeit und Raum verändert *erscheinen*, obwohl sie es nicht wirklich sind. Lorentz lässt also Zeit und Raum fest und verändert die Eigenschaften der Materialien, während Einstein die Eigenschaften der Materialien unverändert lässt und Zeit und Raum ändert (wobei die *Raumzeit* ungeändert bleibt)."

Interessanter Link zur Lichtuhr: "Das Phänomen der Einsteinschen Zeitdilatation"

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