Wasserkugel

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Re: Wasserkugel

Beitragvon Britta » So 25. Apr 2010, 19:49

Sebastian Hauk hat geschrieben:Hallo Britta,

und das bestätigt dann, dass die Gravitation für die Gezeiten verantwortlich ist. Die Zentrifugalkraft wäre auch unlogisch, weil sich dann doch nicht Ebbe und Flut immer abwechseln würden.

Ich hab das schon ein paarmal erlebt. Ist echt heftig.


Ich habe jetzt nur die normal Ebbe an der Nordsee erlebt. Und so im Watt entlangehen ist schon was besonderes.

Gruß

Sebastian

In Ländern wie Australien ist es lebenswichtig, dass zu wissen. Gerade wenn man viel mit dem Boot unterwegs ist oder gerne schwimmen geht. Da kann die einsetzende Ebbe einen erfassen und man ist ziemlich schnell bis zum Great Barriere Reef gespült. Da bleibt dann noch nicht mal die Badehose übrig, wenn die Haie Hunger haben. :mrgreen:

Wenn die Zentrifugalkraft verantwortlich wäre, müssten wir die ja dann bei diesen Konstellationen auch spüren. Obwohl, manche Menschen bei Vollmond...
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Re: Wasserkugel

Beitragvon Ernst » So 25. Apr 2010, 19:57

Kurt hat geschrieben:ist nur mit dem Zusammenwirken der Anziehungskräfte zwischen Erde und Mond sowie zwischen Erde und Sonne zu erklären
Das ist einfach falsch, so wie noch so manche Beschreibung in diesem Artikel

Bitte Kurt. Das steht so im Link von Harald, das steht beschrieben in meinem Link von der Uni Münster. Das steht so in der Kommentierung der Arbeit Newtons. Das hat man dir hier und an anderer Stelle erklärt. Kann es daher nicht wahrscheinlich sein, daß Du Dich irrst?
Es existiert in der Himmelsmechanik keine andere relevante Kraft, wie die Gravitation. Sie verursacht daher auch alle mechanischen Abläufe im Universum. Und daher auch der Gezeiten. Gezeitenkräfte treten in allen gravitationsbeschleunigten Massen auf. Und weil die Rotation des Mondes um die Erde auch eine beschleunigte Bewegung ist, treten hier gleichfalls Gezeitenkräfte auf; mit "Bäuchen vorne und hinten".
In den angegebenen Links ist alles gesagt.

Gruß
Ernst
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Re: Wasserkugel

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 26. Apr 2010, 19:00

Sebastian Hauk hat geschrieben:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gezeiten

Das Gravitationsfeld ist inhomogen und bewirkt aus diesem Grund die Gezeiten. So habe ich das jetzt verstanden.


Die Benutzung von Informationsquellen ist gut und schön, doch sollte bedacht werden, dass dort anonyme Autoren ihre Weisheiten zum Besten geben und besonders Kritiker oder Editoren zum Artikel "Gezeiten" sofort mundtot gemacht und gesperrt werden, wenn sie die Äußerung ihrer eigenen Kenntnisse nicht sofort unterlassen. In Anbetracht dieses Sachverhaltes sollte eventuell auch der eigene Denkapparat aktiviert werden, um dem Phänomen der Gezeiten auf die Spur zu kommen.

Das Problem ist doch, dass die Deformation des Gravitationsfeldes mit hoher Geschwindigkeit um den Globus kreist, so dass die realen Flutberge - oder was es auch immer sei - dieser Rotationsbewegung folgen müssten. So und jetzt kommst du mit deiner eigenen Erklärung wie das geschieht: Existieren da Strömungen der Ozeane, die mit mehr 1648 km/h - d.h. mehr als Schallgeschwindigkeit - dafür sorgen, dass die Flutberge immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind?

mfg
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Re: Wasserkugel

Beitragvon Sebastian Hauk » Mo 26. Apr 2010, 19:21

Hallo Herr Kemme,

Das Problem ist doch, dass die Deformation des Gravitationsfeldes mit hoher Geschwindigkeit um den Globus kreist,


der Mond braucht etwa 28 Tage um die Erde zu umrunden.

Ebbe und Flut entstehen durch das Spiel von Anziehungs- und Fliehkräften zwischen der Erde und dem Mond. Der Mond umkreist die Erde in rund 28 Tagen. Die Anziehungskraft der Erde wirkt auf den Mond ein. Diese Kraft wirkt der Fliehkraft des Mondes bei seiner Bewegung um die Erde entgegen.Aber auch der Mond zieht die Erde an, allerdings schwächer.


http://www.wasistwas.de/wissenschaft/eu ... ?tx_ttnews

Also so schnell ist das dann auch wieder nicht.

so dass die realen Flutberge - oder was es auch immer sei - dieser Rotationsbewegung folgen müssten. So und jetzt kommst du mit deiner eigenen Erklärung wie das geschieht: Existieren da Strömungen der Ozeane, die mit mehr 1648 km/h - d.h. mehr als Schallgeschwindigkeit - dafür sorgen, dass die Flutberge immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind?


Des Weiteren wird die Gravitation auch nicht einmal ein und abgeschaltet, sondern sie wird langsam stärker und schwächer.

Gruß

Sebastian

P.S.

Und wikipedia ist eine Enzyklädie. Und gehört somit zu den Nachschlagewerken. Hier wollen Menschen also wissen, wie die die Gezeiten erklärt werden. In einem Forum kann dann diskutiert werden.
Zuletzt geändert von Sebastian Hauk am Mo 26. Apr 2010, 19:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wasserkugel

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 26. Apr 2010, 19:24

Sebastian Hauk hat geschrieben:Hallo Kurt,

und das dürfte Dich besonders interessieren:

Das Mond-Gravitationsfeld übt allerdings nicht auf jeden Punkt der Erde die gleiche Beschleunigung aus. Auf der mondnahen Seite der Erde ist das Gravitationsfeld etwas stärker als die in die Erde gewandte Fliehkraft, und es bildet sich der erste Flutberg. Auf der mondfernen Seite ist die vom Mond abgewandte Fliehkraft stärker als die Mondgravitation, und es bildet sich der zweite Flutberg.



Nebenbei:
Man kann die physikalischen Begriffe wie beim Mikado auch alle durcheinander bringen - zumindest hätte ich immer eine gewisse Schwierigkeit damit, dass mein kleiner Hufeisenmagnet auf die parkenden Automobile eine Beschleunigung ausübt, da Beschleunigung die Einheit m/s² hat und sich somit irgendeine Ortsveränderung vollziehen müsste. Wenn eine wirkende Kraft durch eine Reibungskraft in Gegenrichtung ausgeglichen wird, dann gibt es keine Beschleunigung. Warum wird nicht davon gesprochen, dass die wirkende Gravitationskraft unterschiedlich ist?

In der Sache:
Es wäre ja die Frage WIE sich der Flutberg bildet, wenn der Mond über einem Ort auf dem Ozean steht. Stellt man ein 1-kg-Gewicht irgendwo hin und der Mond steht genau über dem Platz des Gewichtes, dann hebt sich dieses Gewicht nicht, da die Erdschwerkraft als Gegenkraft bei weitem überwiegt. Wenn du uns also einmal mit (d)einer Erläuterung verwöhnen könntest - wie das geht, hätten einige gerne gewusst.

mfg
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Re: Wasserkugel

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 26. Apr 2010, 19:35

Sebastian Hauk hat geschrieben:Hallo Herr Kemme,

Das Problem ist doch, dass die Deformation des Gravitationsfeldes mit hoher Geschwindigkeit um den Globus kreist,


der Mond braucht etwa 28 Tage um die Erde zu umrunden.


Selbst in Gesprächen sollte man vor einer Antwort, zumindest für eine Sekunde das Gehirn einschalten. Bei dem Notieren eines Beitrages sollte das Nachdenken möglichst einige Minuten dauern. In diesem Sinne sei daran erinnert, dass die Erde zusammen mit ihren Ozeanen und Meeren rotiert, so dass die Achse des langsam in 28 Tagen kreisenden Erde-Mond-Systems als vergleichsweise unbewegt angenommen werden kann, so dass sich die Erde mit ihrer hohen Rotationsgeschwindigkeit von ca. 1648 km/h unter der Deformation des Gravitationsfeldes weg dreht.

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Re: Wasserkugel

Beitragvon Sebastian Hauk » Mo 26. Apr 2010, 19:42

Hallo Herr Kemm,

Warum wird nicht davon gesprochen, dass die wirkende Gravitationskraft unterschiedlich ist?


die Gezeiten resultieren daraus, dass die Stärke der Gravitationskraft unterschiedlich ist.

In der Sache:
Es wäre ja die Frage WIE sich der Flutberg bildet, wenn der Mond über einem Ort auf dem Ozean steht. Stellt man ein 1-kg-Gewicht irgendwo hin und der Mond steht genau über dem Platz des Gewichtes, dann hebt sich dieses Gewicht nicht, da die Erdschwerkraft als Gegenkraft bei weitem überwiegt. Wenn du uns also einmal mit (d)einer Erläuterung verwöhnen könntest - wie das geht, hätten einige gerne gewusst.


Ich nehme mal an, dass die Gravitation in der Lage ist Körper zu verfomen.

Gruß

Sebastian
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Re: Wasserkugel

Beitragvon Sebastian Hauk » Mo 26. Apr 2010, 19:47

Hallo Herr Kemme,

so dass sich die Erde mit ihrer hohen Rotationsgeschwindigkeit von ca. 1648 km/h unter der Deformation des Gravitationsfeldes weg dreht.


ein guter Einwand. Dann muss es daran liegen, dass sich die Stärke der Gravitationskraft nur langsam abbaut und nicht auf Knpfdruck.

Das Wasser müsste sich also langsam zurückziehen. Und zwar mit einer ganz bestimmten Geschwindigkeit.

Gruß

Sebastian
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Re: Wasserkugel

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 26. Apr 2010, 19:50

Sebastian Hauk hat geschrieben:P.S.

Und wikipedia ist eine Enzyklädie. Und gehört somit zu den Nachschlagewerken. Hier wollen Menschen also wissen, wie die die Gezeiten erklärt werden. In einem Forum kann dann diskutiert werden.


Es stellt sich die Frage nach dem Wahrheitsbegriff: Handelt es sich um eine wahre Aussage, wenn durch ständige Wiederholung in allen Medien, eine bestimmte Erklärung eines Phänomens im Bewusstsein der Menschen verankert ist - oder handelt es sich erst dann um eine wahre Aussage, wenn sich eine Erklärung auch in Diskussionen mit kritischen Fachleuten bewährt. In diesem Falle ist Wikipedia vom Grundkonzept her durchaus so angelegt, dass ein Sachverhalt erörtert werden kann und die momentan überzeugendste Version als Artikel dann publiziert wird. In der Praxis können allerdings weder Diskussionen noch Editierungen von Artikeln stattfinden, weil dann sofort eine Benutzersperrung erfolgt. Das in den Artikeln präsentierte Wissen wäre somit mit größter Vorsicht zu genießen, d.h. es stecken dort viele systematische und ideologische Fehler drin - d.h. es handelt sich um anonyme Autoren, die dort über ihre Artikel unnachsichtig und ohne Verantwortlichkeit herrschen. Deswegen wäre es schön, wenn in diesem Forum, dann auch einmal ernsthaft per eigener Kopfanstrengung erörtert wird, was Sache sei.

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Re: Wasserkugel

Beitragvon Sebastian Hauk » Mo 26. Apr 2010, 19:55

Hallo Herr Kemme,

Es stellt sich die Frage nach dem Wahrheitsbegriff: Handelt es sich um eine wahre Aussage, wenn durch ständige Wiederholung in allen Medien, eine bestimmte Erklärung eines Phänomens im Bewusstsein der Menschen verankert ist - oder handelt es sich erst dann um eine wahre Aussage, wenn sich eine Erklärung auch in Diskussionen mit kritischen Fachleuten bewährt. In diesem Falle ist Wikipedia vom Grundkonzept her durchaus so angelegt, dass ein Sachverhalt erörtert werden kann und die momentan überzeugendste Version als Artikel dann publiziert wird.


eine Enzyklopädie ist nicht dazu da, um neues Wissen zu schaffen, sondern eine Enzyklopädie ist dazu da, das aktuelle Wissen wiederzugeben.

Aus diesem Grund sollte dort nur im Diskussionsteil eine andere Gezeiten-Theorie diskutiert werden. Und dort sollte auch so etwas zulässig sein. Das ist dann meine Meinung dazu. Es könnte ja auch noch einen Link im Text geben, zu den alternativen Gezeiten-Theorien. :)

Gruß

Sebastian
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