Diskussionskultur

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Re: Diskussionskultur

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 27. Mai 2009, 10:50

Heinrich Katscher hat geschrieben:
Ihrer Behauptung

"Insofen kommt es wie zwischen unteschiedlichen Religionen durchaus auch darauf an, einen Dialog zwischen Fachleuten aus der ostdeutschen sozialistischen Wissenschaftstradition und der westlich kapitalistischen Wissenschaftstradition zu führen,"
wäre auch in meinem Interesse. Meiner Erfahrung nach gibt es jedoch nur eine internationale Wissenschaftstradition. Die von Ihnen erwähnten pseudowissenschaftlichen Beiworte ostdeutsch, westdeutsch, sozialistisch, kapitalistisch haben mit Wissen nichts zu tun und sind nur ideologischer Herkunft.


Es stellt nur deinen weltweiten Herrschaftsanspruch dar, die Besonderheiten der Kulturen und Traditionen in den Gebieten der Erde verkennen zu wollen. Wer dann diesem Herrschaftsanspruch des "Heinrich katschers" widerspricht, wird dann diskriminiert und beleidigt - nur da gibt es Widerstände - weltweit.
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Re: Diskussionskultur

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 27. Mai 2009, 18:37

Bruno hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Es stellt nur deinen weltweiten Herrschaftsanspruch dar...


Wegen unüberwindbarer kultureller Differenzen zwischen DDR und BRD versucht H. Katscher die Weltherrschaft an sich zu reißen? :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Gruß


Und das ganz ohne Materie bzw. Masse, sondern nur mit dem Geist!


... mit revolutionärem Geist - so wie gewohnt und immer!
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Re: Diskussionskultur

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 27. Mai 2009, 20:40

Heinrich Katscher hat geschrieben:Ihrer Befürchtung, ich wolle den "tief verankerten Begriff der Masse" eliminieren, ist grundlos. Ich empfehle nur, den
unklaren „Masse“-Begriff durch den eindeutigen „Stoffmenge“-Ausdruck zu ersetzen. Dies versucht auch die Physikalisch technischen Reichsanstalt der BRD mit dem Projekt, das heutige kg-Prototyp durch eine zählbare Atom- bzww. Nukleonmenge zu ersetzen.
Siehe http://www.ep4.ruhr-uni-bochum.de/imper ... gr__en.pdf

Deutungsversuche sollten an dieser Stelle eher Pluralismus feststellen, wo nicht hinter jedem Versuch der Eliminierung physikalischer Begriffe und Einheiten gleich eine neue weltweite Norm folgt. Völlig unabhängig davon ist, dass es Fachsprachen gibt, die an bestimmten Instituten und in unterschiedlichen Firmen existieren. Wenn es in keinem Schulbuch der BRD mehr den Begriff Masse gibt, dann hat sich dein Veränderungsansatz ausgewirkt, was allerdings - wie du hier liest - ziemlichen Widerstand hervorruft. Es gibt Begriffsinhalte, welche über die Nennung eines Begriffes Verständigung sichern. Der Begriffsinhalt des chemischen Begriffs "Stoffmenge" unterscheidet sich fundamental von dem Begriffsinhalt des physikalischen Begriffes "Masse", weil es Begriffe aus zwei völlig unterschiedlichen Fachdisziplinen sind. Bei "Masse" wird von physikalischen Fachleuten "Bewegung", "Massenträgheit" und "Gegenkraft" assoziiert - dies sind alles keine chemischen Themen.
Heinrich Katscher hat geschrieben:Ihre Behauptung, „ es (sei) nun einmal keine Kleinigkeit, wenn jemand aus einer völlig anderen Ecke der Erde nun so ebenmal die tragenden Fundamente des Denkens und der Sprache weg nehmen will." evoziert die Frage nach Ihren Geographiekenntnissen. Sie scheinen nicht zu wissen, dass Prag als Universitätsstadt im Zentrum Europas liegt und dass auch die deutsche Wissenschaft auf den Schultern Ticho de Brahes, Johannes Keplers, Albert Einstein u.a. ruht. Deren Wirken in Prag ist allgemein bekannt.

Ich weiß jetzt nicht wie du auf Prag kommst, ich kann deine prager Identität momentan genauso wenig bestätigen wie die Identität des "Heinrich Kaschner" - dies liegt allerdings eventuell auch daran, dass ich mich nur Minuten darum gekümmert habe. Wer allerdings längere Zeit als Wissenschaftler in Osteuropa gearbeitet hat, der wird eine andere Sozialisation erfahren haben, als jemand, der in einem westeuropäischen Land sich wissenschaftlich betätigt hat. Ohne Wert- oder Qualifikationsurteile in die eine oder andere Richtung aussprechen zu wollen, stelle ich doch fest, dass mancher die gelernte Wissenschaftsnorm nun als selbstverständliche Weltnorm ansieht - und da bin ich nicht derselben Meinung, d.h. es stehen nunmehr unterschiedliche Normen und Ansprüche nebeneinander, die zuvor per Eisernem Vorhang klar räumlich getrennt waren.
Heinrich Katscher hat geschrieben:Im dritten Beitrag nehme ich zur Kenntnis, dass die Aussagen, die ich zitiert habe, zu Ihrer „ eigenen Sprache, Diktion und Person“ gehören. Die deutsche Sprache ist dadurch Gott sei Dank in keiner Weise betroffen.

Solche Aussagen entsprechen einer hochherrschaftlichen Denktradition, d.h. die Herrschenden verkünden, was kulturell Sache ist und der Untertan hat nix zu melden. Wenn bestimmte Begriffe eliminiert werden, dann ist dies durchaus Sache der Bürger - und zu denen gehöre ich nun einmal, ob es dir passt oder nicht. Und als Bürger habe ich bezüglich der Sprache ein Wörtchen mit zu reden.
Heinrich Katscher hat geschrieben:„kosmopolitisches Erfahrungswissen“ ist international. Deshalb sind „die physikalischen und mathematischen Konzepte auf unterschiedlichen Kontinenten“ nicht unterschiedlich, wie Sie behaupten. sie müssen gleich sein, weil anderenfalls eine gegenseitige Verständigung unmöglich wäre. Deshalb sollte es auch Ihnen egal sein, ob ich vom afrikanischen, asiatischen oder europäischen Kontinent stamme oder ob ich in Wien, Zürich oder Hamburg aufgewachsen bin. Sie sollten begreifen, dass ich auch als Chinese oder Suaheli einen Kopf, zwei Hände und zwei Füsse hätte und mich von Ihnen höchstens durch meine Toleranz und mein Denkvermögen unterscheiden kann.

Dies sind Inhalte einer internationalistischen Denkweise, die den Respekt vor den Menschen der unterschiedlichen Gebiete der Erde verloren hat. Die von dir angesprochene Einheitsnorm wäre nur die Norm einer einseitigen Weltherrschaft. Richtig ist, dass es Tatsache ist, dass es keine Verständigung gibt, weil dazu auch die Akzeptanz von Andersdenkenden erforderlich wäre. Somit wird der von dir formulierte Anspruch einer einheitlichen Weltherrschaft nur dadurch in Reichweite kommen, dass eine riesige Anzahl von Wissenschaftlern ins Abseits gestellt wird, was diese sich dann wiederum nicht gefallen lassen, wodurch diese Einheitsnorm nicht funktionieren wird. Die Vokabel "Verständigung" ist locker notiert, die Praktizierung von "Verständigung" ist allerdings dann beinahe unmöglich - da will ich mich mit kontroversen Paarungen von Namen nicht auslassen.
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Re: Diskussionskultur

Beitragvon Heinrich Katscher » Do 28. Mai 2009, 00:08

Gerhard Kemme hat geschrieben:
Heinrich Katscher hat geschrieben:Ich empfehle, den unklaren „Masse“-Begriff durch den eindeutigen „Stoffmenge“-Ausdruck zu ersetzen.

Deutungsversuche sollten an dieser Stelle eher Pluralismus feststellen, ................ Völlig unabhängig davon ist, dass es Fachsprachen gibt, die an bestimmten Instituten und in unterschiedlichen Firmen existieren. ........... Es gibt Begriffsinhalte, welche über die Nennung eines Begriffes Verständigung sichern. Der Begriffsinhalt des chemischen Begriffs "Stoffmenge" unterscheidet sich fundamental von dem Begriffsinhalt des physikalischen Begriffes "Masse", weil es Begriffe aus zwei völlig unterschiedlichen Fachdisziplinen sind. Bei "Masse" wird von physikalischen Fachleuten "Bewegung", "Massenträgheit" und "Gegenkraft" assoziiert - dies sind alles keine chemischen Themen.


Herr Kemme protestiert hiemit gegen mein Empfehlung, den unklaren „Masse“-Begriff durch den eindeutigen „Stoffmenge“-Ausdruck zu ersetzen, den ich im themenbereich Relativitätstheorie veröffentlicht habe,
Herr Kemme reiht hiemit dieses Thema zur „Diskussionskultur“ weshalb ich hier dazu Stellung nehmen will:

Meiner Ansicht nach sollte die Formulierung „unklare Masse“ genügen, den Pluralismus diese Wortes zu evozieren.
Nicht nur „Massen“, sondern auch (aus Stoffmengen bestehende) Körper können Trägheit und Gewicht haben und Kraftwirkungen evozieren. Überdies sind Stoffmengen definierte Gebilde, die bei jeder Geschwindigkeit konstant sind und keine „relativistische Masse“ haben, das will ich Herrn Kemme betonen.

Gerade die Tatsache, dass es Fachsprachen gibt, die an bestimmten Instituten und in unterschiedlichen Firmen existieren, erschwert die Bildung einer einheitlichen Physik. Wenn z.B. ein Institut LLichtjahre als Entfernungsmass verwendet und ein anderes Institut in Angström misst, können Laien schwer erkennen, dass Zehnerpotenzen der SI-Einheit Meter klaren Einblick über ihr Grössenverhältnis bieten, wie nachfolgendes Beispiel zeigt:

1 Lichtjahr = 9,5 E15 m
1 A = 1,0 E-9 m

Die sozialen und politischen Aussagen und Vermutungen des Herrn Kemme wecken in mir das Gefühl, Herrn Kemme genüge die hochdeutsche Sprache nicht als Bindeglied zwischen dem kmütlichen Weanarisch und dem prüssisch´n Platt und dass zwischen Hamburg und Wien Kontinente oder Ozeane zu liegen scheinen. Darüber zu diskutieren oder zu polemisieren, lehne ich ab.

Mit freundlichen Grüßen
Heinrich katscher, Prag
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Re: Diskussionskultur

Beitragvon Gerhard Kemme » Fr 29. Mai 2009, 18:04

Heinrich Katscher hat geschrieben:Meiner Ansicht nach sollte die Formulierung „unklare Masse“ genügen, den Pluralismus diese Wortes zu evozieren.

Der Begriff "Pluralismus" bezog sich auf Menschengruppen. Zu früheren Zeiten sprach man auch von unterschiedlichen "Schulen". Insofern wäre es wünschenswert, wenn Heinrich Katscher bezüglich seiner Änderungsabsichten nur sich selber oder eine Gruppe, zu der er sich zugehörig fühlt, als Adressat seiner Änderungen auswählen würde. Deine Ansichten zum physikalischen Begriff der "Masse" sind momentan noch deine Privatmeinungen, die du leider ohne den Willen, Verständnis und Verständigung herbei zu führen, einfach nach der Methode "steter Tropfen höhlt den Stein" ständig wiederholst. Zunehmender Pluralismus in einer Gegend schafft durchaus Änderungen in den wissenschaftlichen Grundlagen - wie sollte es anders sein - doch der Weg in eine neue pluralistische Wissenschaftslandschaft wurde bei der Einführung der Rechtschreibreform vorgegangen und würde nach langjähriger Arbeit von Expertengruppen dann einen "Duden" schaffen, der mit einer Vielzahl von Ausnahmeregeln einen kleinen Anhalt für die Verständigung in einer pluralistisch strukturierten Region gibt.
Heinrich Katscher hat geschrieben:
Nicht nur „Massen“, sondern auch (aus Stoffmengen bestehende) Körper können Trägheit und Gewicht haben und Kraftwirkungen evozieren. Überdies sind Stoffmengen definierte Gebilde, die bei jeder Geschwindigkeit konstant sind und keine „relativistische Masse“ haben, das will ich Herrn Kemme betonen.

Änderungswünsche bezüglich tradierter Begriffe in anderen Weltgegenden und in anderen politischen und religiösen Systemen würden sicherlich viele Leute gerne anmelden und immer wird es einige auf den ersten Blick überzeugende Gründe geben, nun gerade dieser Bevölkerungsgruppe ihre Begriffe zu klauen, so dass sie unfähig wird, bestimmte Aufgaben des Lebens zu bewältigen. Die Argumentation, den Begriff physikalischen "Masse" durch den chemischen Begriff der "Stoffmenge" zu ersetzen, entspräche dem Ansinnen die Vokabel "Haus" durch "Klettergerüst" zu ersetzen. Ein anderes Beispiel - das wie dein Ansinnen, den Begriff "Masse" zu eliminieren, wirkt - ist das Eliminieren jedes dritten Buchstaben aus dem Alphabet. Dies hätte zur Folge, dass die Nutzer des bisherigen Alphabetes sich nur noch mit größten Schwierigkeiten verständigen können. Insofern geht es nicht um die Abwägung, ob der Begriff "Masse" gut oder schlecht wäre und ob die Ersetzung durch den chemischen Begriff "Stoffmenge" besser wäre, sondern einzig und alleine darum, dass du das Interesse anderer Menschen und anderer Gebiete an Verständigung akzeptierst oder ob du "uns" ein Leben ohne Verständigungs- und Denkmöglichkeit als "Urhorde" aufzwingen willst.
Heinrich Katscher hat geschrieben:Gerade die Tatsache, dass es Fachsprachen gibt, die an bestimmten Instituten und in unterschiedlichen Firmen existieren, erschwert die Bildung einer einheitlichen Physik. Wenn z.B. ein Institut LLichtjahre als Entfernungsmass verwendet und ein anderes Institut in Angström misst, können Laien schwer erkennen, dass Zehnerpotenzen der SI-Einheit Meter klaren Einblick über ihr Grössenverhältnis bieten, wie nachfolgendes Beispiel zeigt:

In einer globalisierten Gesellschaft mit pluralistisch strukturierten Bevölkerungen in offenen Weltgegenden, kann es keine einheitliche Physik geben. Bezüglich der Rechtschreibung ist dies gerade durchexerziert worden. Nimm' doch bitte einmal den Duden zur Neuen Deutschen Rechtschreibung mit allen Ausnahme- und Sonderregeln zur Hand und informiere dich über dessen Entstehungsgeschichte - das ist ein riesiger Aufwand, Pluralismus in einen Zusammenhang zu bringen, der ein Mindestmaß an Verständigung sichert. Auch zu früheren Zeiten gab es unterschiedliche Schulen zu einem Fachgebiet, welche sich ziemliche Wortgefechte lieferten. In der heutigen Zeit werden wir einfach eine Vielzahl von Physiken haben, die nebeneinander existieren und eventuell noch etwas im Dialog miteinander bleiben. An den Schulen, wo ich mal unterrichtet hatte, war es so, dass bestimmte Lehrbücher einfach als Norm und Leitfaden der Fachinhalte für die betreffende Schule nach Absprache mit Prüfungsinstanzen festgelegt wurden. Allerdings hatte der Lehrer damals noch eine gewisse Freiheit in der Unterrichtsgestaltung.
Heinrich Katscher hat geschrieben:Die sozialen und politischen Aussagen und Vermutungen des Herrn Kemme wecken in mir das Gefühl, Herrn Kemme genüge die hochdeutsche Sprache nicht als Bindeglied zwischen dem kmütlichen Weanarisch und dem prüssisch´n Platt und dass zwischen Hamburg und Wien Kontinente oder Ozeane zu liegen scheinen. Darüber zu diskutieren oder zu polemisieren, lehne ich ab.

Am besten kümmerst du dich um den "Aufbau Ost" und verschwendest weniger Gedanken an westeuropäische Weltgegenden.
Zuletzt geändert von Gerhard Kemme am Fr 29. Mai 2009, 21:29, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Diskussionskultur

Beitragvon Heinrich Katscher » So 31. Mai 2009, 01:12

Gerhard Kemme hat geschrieben:
Der Begriff "Pluralismus" bezog sich auf Menschengruppen. Zu früheren Zeiten sprach man auch von unterschiedlichen "Schulen". ..........
Deine Ansichten zum physikalischen Begriff der "Masse" sind momentan noch deine Privatmeinungen, die du leider ohne den Willen, Verständnis und Verständigung herbei zu führen, einfach nach der Methode "steter Tropfen höhlt den Stein" ständig wiederholst.
Zunehmender Pluralismus in einer Gegend schafft durchaus Änderungen in den wissenschaftlichen Grundlagen ........


Herr Kemme beschreibt treffend die Absicht, die ich mit meinen Beiträgen verfolge. Nach der Methode "steter Tropfen höhlt den Stein" versuche ich tatsächlich, unterschiedlichen Schulen zu zeigen, dass die Grundlagen der Physik relativ einfach sind und dass ihre Beschreibung mit unterschiedlichen Worten und Methoden diese Tatsache verschleiert. Nicht immer stosse ich auf Verständnis - ähnlich wie hier.

Der Massebegriff, den verschiedene Schulen lehren, erschwert nämlich die Erkenntnis, es sei möglich, mittels der SI-Masseinheit KILOGRAM als Mengen- und Normvolum-Einheit, Körper mit Masse-Eigenschaften einfacher zu beschreiben als dies mit den unklaren Begriffen "physikalische und chemische Masse, träge und schwere Masse, Ruhemasse und relativistischer Masse"möglich ist.
Heinrich Katscher hat geschrieben:
Nicht nur „Massen“, sondern auch (aus Stoffmengen bestehende) Körper können Trägheit und Gewicht haben und Kraftwirkungen evozieren. Überdies sind Stoffmengen definierte Gebilde, die bei jeder Geschwindigkeit konstant sind und keine „relativistische Masse“ haben.

Gerhard Kemme hat geschrieben:Änderungswünsche bezüglich tradierter Begriffe in anderen Weltgegenden und in anderen politischen und religiösen Systemen würden sicherlich viele Leute gerne anmelden und immer wird es einige auf den ersten Blick überzeugende Gründe geben, nun gerade dieser Bevölkerungsgruppe ihre Begriffe zu klauen, so dass sie unfähig wird, bestimmte Aufgaben des Lebens zu bewältigen.

Warum die Bevölkerungsgruppe, die Herr Kemme vertritt, durch Erwägung meines Vorschlags bestimmte Aufgaben des Lebens nicht bewältigen könnte oder Schaden erleiden sollte, ist mir unklar.
Gerhard Kemme hat geschrieben:
den Begriff physikalischen "Masse" durch den chemischen Begriff der "Stoffmenge" zu ersetzen, entspräche dem Ansinnen die Vokabel "Haus" durch "Klettergerüst" zu ersetzen. ……….dein Ansinnen, den Begriff "Masse" zu eliminieren, wirkt (wie) das Eliminieren jedes dritten Buchstaben aus dem Alphabet.

ist wie an den Haaren herbeigezogen. Vor allem ist mein Vorschlag
Gerhard Kemme hat geschrieben:Insofern geht es nicht um die Abwägung, ob der Begriff "Masse" gut oder schlecht wäre und ob die Ersetzung durch den chemischen Begriff "Stoffmenge" besser wäre, sondern einzig und alleine darum, dass du das Interesse anderer Menschen und anderer Gebiete an Verständigung akzeptierst oder ob du "uns" ein Leben ohne Verständigungs- und Denkmöglichkeit als "Urhorde" aufzwingen willst.

Keiner Urhorde, sondern denkenden Menschen bestimmt, die ihn annehmen oder ablehnen können, wobei ich weiterhin der Ansicht bin, dass
Heinrich Katscher hat geschrieben:Gerade die Tatsache, dass es Fachsprachen gibt, die an bestimmten Instituten und in unterschiedlichen Firmen existieren, erschwert die Bildung einer einheitlichen Physik. Wenn z.B. ein Institut LLichtjahre als Entfernungsmass verwendet und ein anderes Institut in Angström misst, können Laien schwer erkennen, dass Zehnerpotenzen der SI-Einheit Meter klaren Einblick über ihr Grössenverhältnis bieten,

Herrn Kemmes Meinung
Gerhard Kemme hat geschrieben:In einer globalisierten Gesellschaft mit pluralistisch strukturierten Bevölkerungen in offenen Weltgegenden, kann es keine einheitliche Physik geben…………. In der heutigen Zeit werden wir einfach eine Vielzahl von Physiken haben, die nebeneinander existieren und eventuell noch etwas im Dialog miteinander bleiben. An den Schulen, wo ich mal unterrichtet hatte, war es so, dass bestimmte Lehrbücher einfach als Norm und Leitfaden der Fachinhalte für die betreffende Schule nach Absprache mit Prüfungsinstanzen festgelegt wurden. Allerdings hatte der Lehrer damals noch eine gewisse Freiheit in der Unterrichtsgestaltung.
Am besten kümmerst du dich um den "Aufbau Ost" und verschwendest weniger Gedanken an westeuropäische Weltgegenden.

teile ich nicht, weil ich der Ansicht bin, es gäbe nur eine Physik, ,jedoch viele ihrer Deutungen.

Gedankenfreiheit ist auch mein Ansinnen, weil wir, ich meine Herrn Kemme und mich, in einer Europäischen Union vereint sind, die sich nicht nur von Osten nach Westen, sondern auch von Norden (Hamburg) nach Süden (Prag und Wien) reicht. Und ohne ihre Freidenker wie Giordano Bruno, Galileo Galilei und Johannes Kepler wären wir heute vielleicht noch beim geozentrischen Planetensystem. Ein „status Quo“ kann keinen Fortshritt bringen

Heinrich Katscher, Prag
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Re: Diskussionskultur

Beitragvon Harald Maurer » So 31. Mai 2009, 22:45

webfox hat geschrieben:kann mir die Regie einmal erklären warum in diesem Thread der User Namens 'Kemme' seinen, sagen wir, rechtslastiges Mulm:..aufwirbel und abschliessend sogar farblich markieren darf?


Ich habe gegoogelt und festgestellt, dass der Ausdruck "Lebensraum" zwar historisch belastet ist, er dennoch in vielen Zusammenhängen verwendet wird, weil er eben nicht nur die Bedeutung aus der NS-Zeit, sondern schlicht und einfach die Bedeutung eines Raumes hat, in welchem bestimmte Lebewesen ihre biologische Nische innehaben - also gibt es Lebensräume für alles Mögliche (mein Lebensraum ist z.B. die Steiermark) als da wäre Lebensraum Wald, Lebensraum Stadt, Lebensraum Meer, Lebensraum Heide, Wiese, Wasser, Hecke usw.usw. Jedenfalls würde hier in Österreich niemand wegen Verwendung dieses Begriffes wegen NS-Wiederbetätigung belangt werden, und auch nicht für den Ausdruck "revolutionärer Geist", welcher ebenfalls in allen möglichen Zusammenhängen ganz lapidar Verwendung findet, zum Beispiel in diesem Artikel über die Auslieferung eines BMW an Hänsch (http://www.7-forum.com/news/forum/Revolutionaerer-Geist-trifft-auf-revolut-1841.html)

Ich sehe daher in der Verwendung dieser Begriffe keinen inkriminierenden Tatbestand. Hätte ich nicht gegoogelt, wüsste ich auch über den "Lebensraum" der NS-Zeit nichts so wie ich auch über diese Zeit gar nichts wissen will, weil sie mich nicht interessiert. Ich habe daher keinen Grund gesehen, Herrn Kemme für diese Begriffe zu reglementieren und sehe auch jetzt keinen Grund dafür. Die Ausdrücke sind im Rahmen einer Diskussion gefallen und nicht in der Absicht, einen anderen Teilnehmer anzugreifen.

Der gelöschte Beitrag von webfox hingegen wurde ausschließlich in der Absicht gepostet, einen anderen Teilnehmer zu denunzieren und zu beleidigen. Er enthielt keinerlei Behandlung irgendeines für dieses Forum vorgesehenen Themas. Er wurde daher im Sinne meiner diesbezüglichen Ankündigung entfernt. Auch in Zukunft werden Beiträge entfernt werden, die nur einen Angriff auf die Person eines Teilnehmers enthalten.

Grüße
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Re: Diskussionskultur

Beitragvon Harald Maurer » Mo 1. Jun 2009, 08:51

pauli hat geschrieben:wie kommt es, dass du nach "Lebensraum" googelst aber nicht nach Kemmes Führerverehrung?

Der Begriff "Lebensraum" wurde in meinem Forum verwendet, der Begriff "Führerverehrung" aber nicht. Wieso sollte ich nach privaten Dingen, Einstellungen, Hobbys oder politischen Ausrichtungen eines Forumsteilnehmers googeln? Das geht mich doch alles gar nichts an! Ich kann ja speziell nicht nach solchen Dingen von Teilnehmern googeln, die ihr Angriffe gegen Forumsmitglieder aus der anonymen Deckung heraus starten, so wie Du zum Beispiel. Vielleicht hast auch Du irgendwelche Leichen im Keller 8-)
Was ein Teilnehmer "öffentlich" bekennt, kann für mich nicht relevant sein, solange er es nicht in meinem Forum tut. Für mich zählt nur, in welcher Weise der Teilnehmer hier auftritt, wie er diskutiert und welche Themen er behandelt. Das gilt ja auch für Dich und alle anderen. Was ein Teilnehmer "verehrt", ist seine Privatangelegenheit, solange er im Forum nicht Handlungen setzt, die laut Strafgesetzbuch verfolgt werden. Ich habe nun die Beiträge von Kemme einer Prüfung durch alle in Österreich in Frage kommenden Gesetzestexte
( http://www.unet.univie.ac.at/~a9806511/materialien/verbotsgesetz.htm ) unterzogen und keine diesbezügliche Verfehlung feststellen können. Deshalb geht jede Hetze oder Aufforderung zu ungerechtem Handeln. speziell wenn sie von anonymer Seite erfolgt, ins Leere.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Diskussionskultur

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 1. Jun 2009, 11:34

Meistens geht es bei kritischen Anmerkungen um User mit Klarnamen und nachvollziebarer Identität, wobei über die Gründe, warum grade die, nur spekuliert werden kann. Wenn Beiträge mich wiederum etwas tangieren, so kann ich eigentlich beruhigen, dass es mir um Physikalisches geht - insbesondere an dieser Stelle. Allerdings wird die Freiheit, im Themenbereich Physik seine Meinung zu sagen, ziemlich eingeschränkt, wenn an anderer Stelle Sprache sehr eng kanalisiert wird. So würde es dann überall Sprachbarrieren geben, die keine Wissenschaft nach bisherigem Verständnis mehr zuließe. Dass man über alles sprechen könne, sollte die Devise sein, doch das gleitet schnell in den Foren auf eine persönliche Ebene ab - aber das ist eigentlich auf allen öffentlich zugänglichen Boards so.
Die Physik wie andere Wissenschaften auch bettet sich in die Sprach- und Begriffswelt der Menschen ein. So wird man es bei physikalischen Erörterungen nicht vermeiden können, diese Sphäre zu berühren. Und jeder sollte sich im Klaren darüber sein, dass bei Abänderung eines physikalischen Begriffsinhaltes auch eine völlig andere Physik bzw. sogar eine Unphysik dabei heraus kommt. Dasselbe gilt für die Entfernung bestimmter Begriffe und physikalischer Größen. Wenn also jemand den Begriff "Masse" für die Gebiete abschaffen will, in denen diese Vokabel mit ihrer Bedeutung Verwendung findet, dann wird es etwas Widerspruch geben und es sollte Verständnis dafür vorhanden sein, dass dies nicht ebenmal nach der Devise "flink - forsch - falsch" ablaufen kann, sondern einer sehr detaillierten und zeitaufwendigen Erörterung bedarf. Als Beispiel wurde bereits die Rechtschreibreform in der BRD angeführt, die als Ergebnis sehr langer Arbeit einen neuen Rechtschreibduden hervor gebracht hat, in welchem es von Ausnahmeregelungen nur so wimmelt. Nur so kann einem Pluralismus Rechnung getragen werden - meine ich. Alles andere ist einseitig und führt zur Überschätzung und Verabsolutierung der eigenen Meinung - wobei diese Haltung dann mit einer völligen Abwertung anderer Ansichten einhergeht. So sollten vorhandene gewachsene Begriffe etwas akzeptiert und nicht gleich beseitigt werden. Wer allerdings sehr locker eine solche Eliminierung fordert, der wird sich auch dem Vergleich stellen müssen, dass der Anspruch auf Beseitigung von Begriffen, die von anderen Leuten seit mehr als hundert Jahren verwendet werden und welche die Grundlage ihres Denkens und Handelns sind, durchaus als respektlose Anmaßung bezeichnet werden kann und dies andersherum, wenn unsereins dies machen würde, zu sonstwas für Schimpfereien führen würde.

mfg
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Re: Diskussionskultur

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 1. Jun 2009, 15:43

Harald Maurer hat geschrieben:
Der gelöschte Beitrag von webfox hingegen wurde ausschließlich in der Absicht gepostet, einen anderen Teilnehmer zu denunzieren und zu beleidigen. Er enthielt keinerlei Behandlung irgendeines für dieses Forum vorgesehenen Themas. Er wurde daher im Sinne meiner diesbezüglichen Ankündigung entfernt. Auch in Zukunft werden Beiträge entfernt werden, die nur einen Angriff auf die Person eines Teilnehmers enthalten.


Dazu würde ich zu weiterer Information der Leser anführen:

Der anonyme Teilnehmer "webfox" greift nicht nur einen bestimmten Internet-Benutzer an, sondern wütet in der Forenlandschaft (einschließlich per E-Mail) und hetzt grundsätzlich alle Kritiker der Relativitätstheorie, mit Pöbeleien, Beleidigungen, Verleumdungen und Denunziationen vom untersten Niveau (zum Beispiel im Gästebuch von Helmut Hille, im Blog von Ekkehard Friebe und in vielen meiner Threads in anderen Foren).

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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