Sebastian Hauk hat geschrieben:Hallo Herr Kemme,Es stellt sich die Frage nach dem Wahrheitsbegriff: Handelt es sich um eine wahre Aussage, wenn durch ständige Wiederholung in allen Medien, eine bestimmte Erklärung eines Phänomens im Bewusstsein der Menschen verankert ist - oder handelt es sich erst dann um eine wahre Aussage, wenn sich eine Erklärung auch in Diskussionen mit kritischen Fachleuten bewährt. In diesem Falle ist Wikipedia vom Grundkonzept her durchaus so angelegt, dass ein Sachverhalt erörtert werden kann und die momentan überzeugendste Version als Artikel dann publiziert wird.
eine Enzyklopädie ist nicht dazu da, um neues Wissen zu schaffen, sondern eine Enzyklodödie ist dazu da, das aktuelle Wissen wiederzugeben.
Aus diesem Grund sollte dort nur im Diskussionsteil eine andere Gezeiten-Theorie diskutiert werden. Und dort sollte auch so etwas zulässig sein. Das ist dann meine Meinung dazu. Es könnte ja auch noch einen Link im Text geben, zu den alternativen Gezeiten-Theorien.![]()
In einer globalisierten Welt und einer pluralistischen - wiedervereinigten - bundesrepublikanischen Gesellschaft, gibt es keine "Akademie der Wissenschaften" oder sonstwas, wo der momentane Kenntnisstand der Menschheit einfach abgeholt werden kann. Es stehen sich zu den einzelnen Themen unterschiedliche Auffassungen gegenüber und man wird erleben, dass sich einige das Mäntelchen unabänderlicher Wahrheit gerne umhängen wollen, indem sie sich als "etabliert" bezeichnen oder ihre Theorien als "Standardtheorien" benennen oder sich auf sonstwas für Autoritäten beziehen die an jedem Ort zu jeder Zeit gefeiert werden. Dem gegenüber steht der Anspruch, dass Theorien oder wissenschaftliche Aussagen sich zu bewähren haben, indem sie sich der Qualitätsprüfung in Diskussionen stellen.
Das Thema "Gezeiten" ist strittig - da gibt es keine überzeugende Standardtheorie, die man an irgendeiner Uni oder gar bei Wikipedia einfach abholen könne.
Fixpunkte einer "Gezeiten-Theorie" wären:
- Berücksichtigung des Mediums Wasser als einem Flüssigkörper, der aus einzelnen Teilen - d.h. H2O-Molekülen - und einer jeweiligen Gesamtheit als Volumen besteht.
Berücksichtigung der hohen Zentrifugalkraft durch die Erdrotation und auch Berücksichtigung des Vorganges, wie das Wasser in die Kreisbahn gelenkt wird.
Berücksichtigung der Fliehkraft des Erde-Mond-Systems eventuell als ausschlaggebende kleine Kraft (Katalysator-Effekt).
Berücksichtigung der Mondanziehung eventuell als ausschlaggebende kleine Kraft (Katalysator-Effekt).
Berücksichtigung von "Schiebungen" und ihren Geschwindigkeiten, die bei der Fortpflanzung einer Druckänderung auftreten.
mfg
