Zeit

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Re: Zeit

Beitragvon Hannes » Mo 27. Dez 2010, 09:05

Hallo Kurt !
Denn das was wir beobachten können existiert nur jetzt.
Die Denke in Zeit und Vergangenheit lenkt davon ab.
Darum die Klarstellungs/Schärfungs-versuch.

Wenn wir ewig leben könnten,wäre für uns Zeit nicht so wichtig.
Sämtliche belebte Natur ist von der Zeit abhängig.
In jedem Gen ist die Zeit eingebaut, ob bei Pflanze oder bei Tier.
Ein Denken in Zeit und Vergangenheit lenkt nicht ab.

Wir könnten ohne Vergleich mit bereits erlebtem oder vererbtem
Wissen einen jetzt ablaufenden Vorgang nicht einordnen und nicht
verstehen.

Selbst die unbelebte Natur hat Abläufe, die zeitabhängig sind.
Du brauchst nur den Atomzerfall betrachten.
Ich würde an deiner Stelle nicht so böse auf die Zeit sein.

Mit Gruß Hannes
Hannes
 
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Raum und Zeit

Beitragvon rmw » Mo 27. Dez 2010, 09:38

Kurt hat geschrieben:Es vergeht keine Zeit weil keine existiert.Raum gibts nicht, das ist ein "Ding" das unser -Selbstschutz- erfunden hat.

Also ich weis auch nicht warum du Raum und Zeit abschaffen willst.
Wenn du einen Ball wirfst dann ist die Wurfparabel genau definiert durch Ort des Balls zu einem bestimmten Zeitpunkt. Im Grunde genommen sind alle Vorgänge durch Ortsveränderung während der Zeit gekennzeichnet.
Wir können zwar weder Ortsveränderung im Raum direkt feststellen, genau so wenig wie wir eine Veränderung der Zeit unmittelbar festellen können. Wir können aber Vorgänge miteinander vergleichen. Wie du diese Veränderungen bezeichnen willst, ob du es Raum und Zeit nennst, oder sonst irgend eine Bezeichnung verwenden willst ist gleichgültig.
Also wie gesagt, was du damit bezwecken willst das du die Begriffe Raum und Zeit abschaffen willst verstehe ich wirklich nicht.
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Re: Zeit

Beitragvon Mordred » Mo 27. Dez 2010, 11:37

Kurt hat geschrieben:Nein, Trugschluss.
Es vergeht keine Zeit weil keine existiert.
Sie existiert so lange nicht, solange es keinen gibt, der sie zählt.
Dennoch unterliegt diesem Phänomen sämtliches innerhalb unseres Universums.

Kurt hat geschrieben:Raum gibts nicht, das ist ein "Ding" das unser -Selbstschutz- erfunden hat.
Selbstschutz ?
Vor was sollten wir uns den "schützen" ?
Sollten wir uns vielleicht auch vor der Länge schützen und haben sie deshalb als/in eine Maßeinheit unterteilt ?
Ich muss mich doch nicht vor etwas schützen, nur weil ich erkannt habe, dass da etwas ist, was ich messen oder zählen kann....?!


Kurt hat geschrieben:Länge, Höhe, Breite, sind Definitionen unseres Gehirns,
Nein, unser Gehirn ist nur in der Lage, solche Dinge zu erkennen, und einzuteilen.
Mehr nicht !
Kurt hat geschrieben: die Natur braucht sie nicht.
Und wie sie die braucht, nur sind wir Menschen jene, die es verstanden haben dies zu erkennen und einzuteilen. Mehr nicht !
Kurt hat geschrieben:Und durch Zählen vergeht keine Zeit, durch Zählen wird Zeit "erzeugt".
Andersrum.
Nur weil Du cm an cm reihen kannst hast Du noch keinen Stab.
Erst brauchst Du einen "Stab", dann kannst Du beginnen dessen "Länge" einzuteilen.
Ohne Stab keine Länge, und ohne Zeit kein Takt den es zu zählen gäbe.
Kurt hat geschrieben:Wenn wir die Natur verstehen wollen, sehen was abläuft, dann ist es unvermeidlich dass wir die Vorstellungen die sich in unserem "Naturprüfapparat" angesammelt haben weglegen und unvoreingenommen hinschauen.
Wir wschauen unvoreingenommen hin, und dann erkennen wir etwas. Werten das aus, machen experimente, und bestätigen oder widerlegen.
Und dass es Zeit gibt, bestätigt sich erstmal in unserer Existenz, aber gleich darauf beginnen wir zu zählen und ein zu teilen.
Vor 10.000 Jahren gab es schon Sonnentempel welche Angaben über Baujahr, Sonnenwenden und vieles mehr beschrieben.
Die hatten zwar noch kein tick Tack, aber was Zeit war und ist, wussten sie schon sehr genau.

Geh mal vor den Urknall, ....was war da an Zeit ?
War da auch schon Zeit ?
Was sind Milliarden von "Jahren" die vergehen, wenn sie keiner misst ?
Steht nun die Zeit still, oder existiert sie erst gar nicht ?
Raum war jedenfalls keiner da, ...aber Zeit ?
Ab wann funktioniert, ..."Zeit"

Vergeht für einen Stein in einer dunklen Kiste auch die Zeit ?
Nur weil er sie nicht messen kann, ..nicht ?
Also der Eindruck von Zeit, berechtigt diese erst zu sein ?
Oder schert sich die Zeit nicht darum was und welchen Eindruck sie auf wen auch immer macht?
Denn auch für den Stein in der Kiste wird das Vergehen der Zeit nicht, Diese nicht beeindrucken. Sie vergeht, selbst für sich selbst unbewusst !

Raum, Zeit, Längen, alles Dinge die einfach sind.
Wären sie nicht, könnten wir nicht darüber sinnieren.

Diese Dinge aber zu begreifen, und Einzuteilen, sind Erungenschaften des Menschen.
Und sollte es Irgendwo im Universum uns ähnlich Intelligente Lebensformen geben, bin ich mir sicher, das auch Diese es verstehen Dinge wie Zeit zu definieren und einzuteilen.

Gruß Mordred
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Re: Zeit

Beitragvon Britta » Mo 27. Dez 2010, 14:19

Kurt hat geschrieben:Nein, Trugschluss.
Es vergeht keine Zeit weil keine existiert.
Raum gibts nicht, das ist ein "Ding" das unser -Selbstschutz- erfunden hat.
Länge, Höhe, Breite, sind Definitionen unseres Gehirns, die Natur braucht sie nicht.
Und durch Zählen vergeht keine Zeit, durch Zählen wird Zeit "erzeugt".


Die Welt in der du lebst scheint recht komisch zu sein. :lol:
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Re: Zeit

Beitragvon Ernst » Mo 27. Dez 2010, 18:48

Kurt hat geschrieben: Darauf dass er keiner Vergangenheit bearf, auch keiner Zeit, um versehen/erklären zu können was abgeht.

Kurt, Deine Thesen sind tatsächlich äußerst abwegig. Du lebst in einer anderen merkwürdigen Welt, in der die Kausalität abgeschafft ist. Du lebst jetzt. Ohne Vergangenheit. Ohne Zeugung durch Deine Eltern; du kannst Deine Existenz auch ohne Geburt verstehen/erklären.
Was reimst du dir da nur zusammen?
Rational ist das alles nicht. Eher eine surrealistische Wunderwelt. Reif für einen Utopie Thriller. Den verfilmten "Mann ohne Gedächtnis" gibt es aber wohl schon.
Aber lustig ist die Vorstellung schon.

Gruß
Ernst
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Re: Zeit

Beitragvon Kurt » Mo 27. Dez 2010, 22:21

Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben: Darauf dass er keiner Vergangenheit bearf, auch keiner Zeit, um versehen/erklären zu können was abgeht.

Kurt, Deine Thesen sind tatsächlich äußerst abwegig. Du lebst in einer anderen merkwürdigen Welt, in der die Kausalität abgeschafft ist.


Nein Leute, ihr lebt in einer seltsamen Welt.
Ihr versucht die Natur zu verstehen indem ihr sie falsch betrachtet.

Die Kausalität ist eine Logikforderung die Elementar ist.
Die Natur ist unendlich logisch, sie ist die Logik pur.

Ich bin Praktiker, alt genug um gesehen haben zu können dass die Kausalität elementar ist, ebenso die Einfachheit der Natur, das was wir als Natur bezeichnen.

Ernst hat geschrieben:Du lebst jetzt. Ohne Vergangenheit. Ohne Zeugung durch Deine Eltern; du kannst Deine Existenz auch ohne Geburt verstehen/erklären.
Was reimst du dir da nur zusammen?
Rational ist das alles nicht. Eher eine surrealistische Wunderwelt. Reif für einen Utopie Thriller. Den verfilmten "Mann ohne Gedächtnis" gibt es aber wohl schon.
Aber lustig ist die Vorstellung schon.


Nun, Mann ohne Gedächtnis, Natur ohne Gedächtnis.

Die Natur denkt nur von einem Zustand zum anderem, mehr ist da nicht.
Sie ist viel zu geizig/sparsam/genial einfach, um sich etwas merken zu müssen.

Kausalität, Schritt nach einem Schritt.
Schritt nach dem Schritt.
Schritt nach der Dauer des laufenden Schrittes.

Wenn ihr mir irgendwie den Begriff Zeit aufdrängen wollt dann in Form der Dauer eines Schrittes.
Da lass ich mit mir reden, nein nur nachdenken.
Aber es ist einfacher den Begriff so zu verwenden wie er geboren wurde, als Mengenverwalter, Mengen an Ereignissen.

Mordred hat geschrieben:
Raum, Zeit, Längen, alles Dinge die einfach sind.
Wären sie nicht, könnten wir nicht darüber sinnieren.


Sie sind nicht, es sei denn man betrachtet das was als Gedanken existiert als existent.

Was ist denn Raum? Eben, nichts.
Oder in unserer denkart vier Wände , ein Boden und oben ein Deckel drauf.
Da fragt man sich schon wo denn oben sein soll.

Zeit ist eh klar, Zeit ist das was der Perpendeckel mehr oder weniger exakt zusammenzählt/zusammentaktet.

Länge, nun, das ist das was durch Aneinanderreihung in einer Linie aneinandergereit ist, von uns als Länge bezeichnet wird.
Dabei ist e vollkommen egal welche Referenz als Länge 1 verwendet wird.


--Wicki ------------------
Kausalität (lat. causa „Ursache“) bezeichnet die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung, betrifft also die Abfolge aufeinander bezogener Ereignisse/Zustände. Die Kausalität (ein kausales Ereignis) hat eine feste zeitliche Richtung, die immer von der Ursache ausgeht, auf die die Wirkung folgt. Kurz: Ein Ereignis oder der Zustand A ist die Ursache für die Wirkung B, wenn B von A herbeigeführt wird. Beispiel: „Der Tritt auf das Gaspedal verursacht, dass das Auto beschleunigt“.
--------------------------

betrifft also die Abfolge aufeinander bezogener Ereignisse/Zustände

Nun Leute, Frage! Warum versucht ihr mehr zu sehen als ist????

Zustand auf Zustand

Mehr ist nicht.
All die faszinierenden, ok, Punkt.

Lange rede, kurzer Sinn.

Ganz einfach.
Willst du die wundervollen Umstände die in der "Natur" herrschen -sehen-,
dann nimm Hilfsbegriffe zur Hand, Begriffe wie Zeit, Raum, Energie .....

Willst du die "Natur" -verstehen-, ihre geniale Einfachheit erkennen, dann...
Dann denke von einem Jetztzustand zum nächsten.
Wenn das verstanden ist dann ist die Natur verstanden.
Denn mehr gibts/ist nicht.

Danke für euerer Verständnis und die anständige Art der Kommunikation.


Gruss Kurt


Ps: irgendwann habe ich mal die Dauer eines Jetzt festgelegt.
Es dauert, und das ist wirklich rein willkürlich gewählt, den 1.234 x 10^77 ten Teil einer SI-Sekunde.

Die "Naturgesetze" und der Übergang ins nächste Jetzt.
Das ist , mehr ist nicht, mehr bedarf es nicht.
Kurt
 
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Re: Zeit

Beitragvon Kurt » Mo 27. Dez 2010, 23:54

Mordred hat geschrieben:Die hatten zwar noch kein tick Tack, aber was Zeit war und ist, wussten sie schon sehr genau.


Mordred, was ist Zeit?
Was wussten sie schon sehr genau?
Was wissen -wir- heute über die Zeit?

Gruss Kurt
Zuletzt geändert von Kurt am Di 28. Dez 2010, 00:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Raum und Zeit

Beitragvon Kurt » Di 28. Dez 2010, 00:04

rmw hat geschrieben:Wenn du einen Ball wirfst dann ist die Wurfparabel genau definiert durch Ort des Balls zu einem bestimmten Zeitpunkt. Im Grunde genommen sind alle Vorgänge durch Ortsveränderung während der Zeit gekennzeichnet.


Welches wir -so sehen-.
Und wie -siehts- die Natur?
Was braucht sie damit der Ball so fliegt wie er fliegt.
Braucht sie Zeit, Vergangenheit, Zukunft, Berechnungen?
Macht die Natur irgendwelche Zwischenergebnisse (Vergangenheit) um diese für weitere Berechnungen und Lenkungen bereiststehend zu haben?

"Wir" brauchen den Vergleich zu identischen/ähnlichen Vorgängen die gewesen sind um daraus schliessen zu können was kommen wird.
"Wir" müssen also -aufheben- (Vergangenheit) und -vorausschauen- (Zukunft) damit wir das erahnen können was dann ev eintritt.

Braucht die "Natur" das auch?
Nein, sie kennt nur den Augenblick und die Naturgesetzte, das reicht, mehr ist nicht.

Wenn wir Menschleins das auch können, aus diesen Umständen die "Zukunft", den Ballflug, vorauszuberechnen, dann, ja dann Glückwunsch, dann ist die Natur (ausreichend) verstanden.
Zumindest ihr prinzipielles Wirken erkannt.


Gruss Kurt
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Re: Zeit

Beitragvon Kurt » Di 28. Dez 2010, 00:13

Hannes hat geschrieben:Wir könnten ohne Vergleich mit bereits erlebtem oder vererbtem
Wissen einen jetzt ablaufenden Vorgang nicht einordnen und nicht
verstehen.


Genau das mein ich.
Wir brauchen -Vergangenheit- damit wir die -Zukunft- sagen können.

Die "Natur" nicht, sie hat den Jetztzustand und ihr Gesetz(e).
Sie braucht einen Taktgeber der den Jetztzustand in den Jetztzustand überführt.
Bei der -Überführung- wird "repariert".
Und schon läufts.

-Überführung- ist der Wechsel vom Jetzt ins Jetzt, -Repariert- ist die Wirkung der Naturgesetze.

Eine schönere und bessere Erklärung für die Trägheit gibts nicht, es bedarf auch keiner anderen.

Gruss Kurt


* Jetzt: der Moment der ev. unverändert besteht.
Er besteht nur ein einziges mal, dann ist er weg.
Dann herrscht das Jetzt.
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Re: Raum und Zeit

Beitragvon Kurt » Di 28. Dez 2010, 00:29

Highway hat geschrieben:Es geht in der Physik nicht darum der Natur was zu geben, es geht vielmehr darum zu erkennen wie die Natur es macht...


Eben, davon rede ich ja die ganze Zeit.
Zu erkennen wie sie es macht.

Occams Stoppelmesser sollte wirklich viel konsequenenter angesetzt werden.
Es gibt viele alte Zöpfe abzuschneiden.


Gruss Kurt
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