Dekohärenz

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Re: Dekohärenz

Beitragvon Kurt » Do 1. Nov 2012, 11:40

All hat geschrieben:Alles Wissen beruht auf Glauben, auch deins. Alles Wissen entsteht durch DENKEN.


Nein, Glauben beruht auf Nichtwissen, bzw. Wissen nicht -sehen- wollen!

All hat geschrieben:Die Grundlage des Wissens beruht deshalb auf Glauben, weil wir einen Anhaltspunkt (ABSOLUT) benötigen, der uns mit dem Denken beginnen lassen kann.


Du magst glauben das Wissen auf absoluten Anhaltspunkten beruht, so wie es in der RT üblich ist, es gibt aber keinen absoluten Anhaltspunkt.
Wenn du denkst, und nicht das was du glaubst als Gedachtes ansiehst, dann wirst du selber dahinterkommen.
Denn Geglaubtes hat mit Gedachtem nur ganz entfernt was zu tun.

Beginne so wie es überall gemacht wird, setze Bezugsgrössen fest die auf irgendetwas aufsetzen, denn mehr hast du ja nicht.

Du merkst an das ich ja von Dauer rede, aber keine Zeit haben will.

Die Dauer ist nicht auf irgendwas bezogen, also hat keine Grösse, nur eine Existenz.
Dauer heisst dass etwas irgendwie erkennbar/nachvollziehbar/annehmbar lange anhält, andauert.

Um der Dauer eine Grösse "Länge" zu verabreichen ist es nötig eine Referenz zu bemühen.
Eine Referenz die als Grundlage für die Aussage zur "Länge" der Dauer herhält.

Ein Beispiel:
die Minute hat eine Dauer von 60 Sekunden.

Ich habe mich auf eine Referenzgrösse bezogen und diese als Mengenzahl der Dauer der Minute zugewiesen.
Die Referenz habe ich willkürlich festgelegt, denn -die Sekunde- gibt es nicht.
Es gibt auch keine "Zeit" von der ich mir die Referenzsekunde ableiten könnte.
Ich habe also eine willkürlich gewählte Sekunde genommen und sie als Menge für die Dauer der Minute verwendet.

Wenn du glaubst dass sowas wie Zeit existiert dann glaube es nicht, sondern denke, versuche zu ergründen wo dieses Ding sein könnte, wie es gemessen werden kann.
Und versuche zu verstehen wenn ich dir schreibe dass das was die Uhr anzeigt Zeit ist.

Gruss Kurt
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Re: Dekohärenz

Beitragvon All » Do 1. Nov 2012, 14:30

@ chief

Die Erklärung von Gluon ging nicht daneben. Er ist nämlich auf meinen Denkfehler eingegangen. Er hat den Fehler in meiner Schilderung sofort erkannt.



@ Kurt

Das ERSTE was von dir immer kommt ist -NEIN-

Nehmen wir aber mal deine Definiton

Glaube=Nichtwissen.

Im Umkehrschluss ist

Nichtwisssen=Glaube


Also haben wir als Grundlage den Glauben.

Glauben kann man aber noch wie folgt interpretieren:

Man vertraut auf die Richtigkeit der Annahmen. Hier ist das Wort VERTRAUEN wichtig.


Ansonsten bastelst du dir deine eigenen Einheiten zurecht und argumentierst damit recht blauäugig.

Dauer--Existenz-erkennbar andauert- Größe- Länge- Dauer.

Du beschreibst lediglich etwas, was unter dem Überbegriff Veränderung gerade noch Gültigkeit hat. Das, was du machst, ruft maximal Irritationen bei anderen hervor, aber kein Verständnis für dein Anliegen.

Lass uns aufhören, es hat kein Zweck.
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Re: Dekohärenz

Beitragvon Gluon » Do 1. Nov 2012, 17:42

Hallo All,

All hat geschrieben:Ich komme mit dem Beobachter in der Quantenphysik nicht klar. Dieser Beobachter ist ja Teil des Experimentes. Da dieser Bereich sich ja unserer direkten Wahrnehmung entzieht, können doch eigentlich nur mathematische Formeln eingesetzt werden, die mit als Beobachter dienen. So wird aber doch eine Theorie noch theoretischer als sie schon ist. Kann man das so formulieren?


Der Beobachter ist ein bisschen das Erbe aus den 1920er Jahren, als die Quantenmechanik entwickelt wurde. Zu der Zeit stand tatsächlich noch ein Beobachter hinter dem Leuchtschirm und hat die Elektroneneinschläge gezählt. Heute begegnet uns der Beobachter fast nur noch in populärwissenschaftlicher Aufbereitung. In der experimentellen Quantenmechanik ist der Messprozess das entscheidende. Da hat man meistens computerbetriebene Photonen- oder Ionen-zähler. Die Beobachtung durch Personen wurde also durch die Detektion mit Apparaten abgelöst. Dadurch ist auch eigentlich die ganze Diskussion über die Wechselwirkung mit dem Bewusstsein des Experimentators vom Tisch. Es sollte, um Schrödingers Katze zu verwenden, egal sein, ob ein Mensch in die Kiste guckt, oder ob mit technischen Methoden die Lebensfunktionen des Tiers überwacht werden.

Gruß,
Gluon
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Re: Dekohärenz

Beitragvon Kurt » Do 1. Nov 2012, 19:04

Gluon hat geschrieben:computerbetriebene Photonen- oder Ionen-zähler.


Wo hast du einen solchen (Photonenzähler) schon mal in Aktion gesehen, oder wo gibts so einen?
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Re: Dekohärenz

Beitragvon All » Do 1. Nov 2012, 19:23

Hallo Gluon

Danke.

Ein Quant ist ein Überbegriff für kleine unteilbare Größen in der Physik.

Ein Photon z.B. ist  ein Energiequant. Wenn man unsere normale Anschauung nimmt, dann könnte man meinen, dass diese Quanten lauter Einzelteile wären, die durch das Universum „fliegen“. Energie als solche werte ich aus meinem normalen Verständnis als etwas, was kompakt ist, also nicht aus Einzelteilen besteht.

Passen Quanten eigentlich in unsere normale Anschauung, so dass sie beschreibbar und verstehbar sind? Oder sind sie reine mathematische Konstrukte?

Innerhalb mathematischer Berechnungen, soll der Raum ja nicht als solcher notwendig sein. Mathematische Beschreibungen sind demnach hintergrundunabhängig, kommen also ohne Raum oder Äther aus.

Kann man Quanten als Einzelteile betrachten, die aber trotzdem in sich zusammenhängen, also eine Verbindung haben?

Oder anders gefragt. Bis (vor der) zur Messung (Doppelspaltexperiment) kann man ja nicht genau sagen, was da abläuft. Vor der Messung sind es Wellen, nach der Messung werden ja Quanten gewissermaßen am Schirm als „Einzelteile“ sichtbar. Kann man sagen, dass die Quanten nach der Messung ihre ursprüngliche Verbindung aber nicht aufgeben?

Wie werden Quanten physikalisch eingeordnet? Sorgen Sie für eine Auflösung des Universums oder für die Entstehung? Falls die Frage unverständlich ist, werde ich noch gerne etwas ergänzend dazu schreiben.




Gruß

All
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Re: Dekohärenz

Beitragvon Kurt » Do 1. Nov 2012, 21:19

All hat geschrieben:@ Kurt

Das ERSTE was von dir immer kommt ist -NEIN-

Nehmen wir aber mal deine Definiton

Glaube=Nichtwissen.

Im Umkehrschluss ist

Nichtwisssen=Glaube


Was ist daran falsch?

Und was ist daran falsch?
Ein Beispiel:
die Minute hat eine Dauer von 60 Sekunden.

Ich habe mich auf eine Referenzgrösse bezogen und diese als Mengenzahl der Dauer der Minute zugewiesen.
Die Referenz habe ich willkürlich festgelegt, denn -die Sekunde- gibt es nicht.
Es gibt auch keine "Zeit" von der ich mir die Referenzsekunde ableiten könnte.
Ich habe also eine willkürlich gewählte Sekunde genommen und sie als Menge für die Dauer der Minute verwendet.


Gruss Kurt
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Re: Dekohärenz

Beitragvon Gluon » Mo 5. Nov 2012, 12:10

Hallo All,

Über das Photon habe ich vor kurzem gerade was geschrieben. Es ist ein Lichtquant, in dem Sinne, dass Licht definierter Wellenlänge immer nur in Energiepakten proportional zur Frequenz erzeugt und vernichtet werden kann. Dass heißt aber nicht, das Energie selbst nur in Paketen existiert. Schließlich gibt es beliebige Wellenlängen.

Gruß,
Gluon
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