Hexenjagt à la AC

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Re: Was soll Licht sein

Beitragvon scharo » Sa 24. Jul 2010, 19:15

Hallo Hannes,

„Wenn du sagst, Licht hat Partikeleigenschaften,ist das nachvollziehbar. Aber in erster Linie ist es Welle.“

Ja, ich meine, Licht besteht (besonders im Vakuum, Luft, Gase) aus Partikeln. In festen Stoffen müsste sich als Welle ausbreiten, an die Oberfläche solcher Stoffen kommt es zur Absorption und entsprechend zur Emission. Auch in erster Linie, meine die ursprüngliche Emission an die Oberfläche der Quelle, ist sie aus Teilchen.
Ich halte das Licht nicht als EM-Welle, Licht ist Licht, EM-Welle ist EM-Welle.
Für diese meinen Überzeugungen, Vorstellungen habe ich meine Gründe.
Und jetzt die alte Thema anzufangen, was Licht sein könnte und ob ein Äther existiere, fehlt mir die Zeit. Es ist eine so durchgekaute Thema und auch noch irgendwie weiter zu kommen, muss man in Einzelheiten sich vertiefen, am Ende bringt das überhaupt nichts – jeder behält seine Vorstellung. Wenn ich schon sehe, wie einige von uns sich an irgendwelche obsolete Theorien festhalten und augenstechende Gegenargumente (gefestigte durch Experimente Erfahrung) ignorieren, da vergeht mir die Lust darüber zu diskutieren.

Gruß
Ljudmil
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Re: Mitgeführter Äther

Beitragvon Ernst » Sa 24. Jul 2010, 19:24

Chief hat geschrieben:Es fehlt die kinematisch-dynamische Betrachtung. Welche "dynamische Richtung" haben die Wellen im Bezug zum bewegten Äther?

Die Wellen können jede Richtung in Bezug zum bewegten Äther haben. Aber stets werden sie vom bewegten Äther mitgeführt. Würden sie von einem lichtleitenden Äther nicht mitgeführt, dann wäre es kein lichtleitender Äther.

Es ist klar dass tan(alpha)=v/c gilt.

Klar, für Emission bzw. für mit Partikeleigenschaften ausgestatteten em Wellen.

Auch wenn du das 1000 mal wiederholst wird es kein Bisschen richtiger.

Steter Tropfen höhlt den Stein. :mrgreen:

Dein letztes Bild sagt alles.

Gruß
Ernst
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Re: Hexenjagt à la AC

Beitragvon Kurt » Sa 24. Jul 2010, 19:59

Chief hat geschrieben:nach deiner Theorie kämen die Punkte senkrecht nach unten und der Aberrationswinkel wäre nicht zu ermitteln.


Halt Stop, da fehlt noch die entscheidenden Betrachtungsweise.

Chief hat geschrieben:Übrigens deine Erklärung zum Uhr-Paradoxon (im AC) ist sehr gut.
Kurt hat geschrieben:
Die Uhr hat null v, die Grundlage für die (andere) Geschwindigkeit des Myons ist auf dieses v, also auf Null bezogen.

Jetzt kommen die Überlegungen wieso die Uhr und das Myon wissen dass der eine ruht, der andere bewegt ist.
Es könnte ja genau umgekehrt sein, dann aber würde sich genau der umgekehrte Sachverhalt einstellen.
Also was bestimmt die Grundlage für die Geschwindigkeiten?


Ich kann mich jetzt garnicht erinnern das jemand darauf eingegangen ist.


Zu dem Bild.
Du hast einen geraden Strich von der Quelle zum Ziel (Erdoberfläche) gezeichnet.
Dieser existiert aber nicht.
Das Licht durchläuft drei Bezüge.
Jeder dieser Bezüger wirkt auf das laufende Licht ein.
So wies gezeichnet ist sieht es ein Beobachter der im Bezug "Träger ruhend" ruht.
Ein im Bezug "mitgehenden Träger" ruhender Beobachter, also jemand der auf der Erdoberfläche sitzt, sieht das Licht von der rechten Seite auf sich zukommen.
Er sieht es so kommen das es direkt in das gezeichnete Fernrohr passt.

Die Sternenaberration ist nur zu verstehen wenn man in Bezügen denkt.
Die ganze Natur ist nur zu verstehen wenn man in Bezügen denkt.

Wenn du die im Bezug "ruhender Träger" laufenden Lichtpeaks anschaust dann wird sichtbar das links mehr laufen als rechts.
Aus Sicht "rotirender Stern, mitrotierender Träger" ist das ganz anders.
Hier werden links und rechts gleichviel Peaks abgegeben.

Wenn du unten auf der Erde diese Peaks anschaust dann kommen sie da wiederum unterschiedlich an, zwar im gleichem Abstand wie im Bezug "ruhender Träger", denn die Erde dreht sich hier nicht, sie bewegt sich nur nach rechts (aus Sicht des Bezuges "ruhender Träger").

Hier bei diesem Bild ist es so wie überall, ohne die Nennung des Bezuges der Aussage ist jede Aussage wertlos.


Gruss Kurt
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Re: Hexenjagt à la AC

Beitragvon Hannes » So 25. Jul 2010, 07:45

Hallo Kollegen !

Ich habe mich an der Diskussion über Aberration des Sternenlichtes bis jetzt nicht beteiligt.
Aber ich schlage vor, zuerst einmal die Fakten zusammenzutragen.

Dass man mit dem Aberrationswinkel Messungen vornehmen kann, glaube ich,ist unbestritten.

Welche Messungen kommen da in Frage?
Legen wir fest: Die Meßstrecke A- B ist die Strecke Teleskop- angepeilter Stern.

Wir haben es mit mehreren Bewegungen zu tun, die sich überlagern.
1.Die Bewegung der Erde (Teleskop) radial gegen den Stern.
2.Die Bewegung der Erde rund um die Sonne
3.Die Erddrehung
4.Eventuelle Bewegung der Luftschichten.

zu1:Die Bewegung gegen den Stern scheidet als Radialbewegung aus. Mit dem Aberrationswinkel kann man nur
horizontal (senkrecht zur Meßstrecke) verlaufende Bewegungen erkennen.
zu 2:Die Bewegung der Erde um die Ekliptik ist ziemlich groß, verändert sich aber nur jahreszeitlich.
zu 3:Die Bewegung mit der Erdrotation verändert sich mit der Erddrehung täglich mehrmals, ist aber wesentlich
geringer
zu4:die Bewegung der Luftschichten ist die geringste Bewegung und ich glaube nicht, dass sie meßbar sein kann.

Da die Luftschicht ( Atmosphäre) mit dem Teleskop mitbewegt wird, wird sie kaum Einfluss auf den Aberrationswinkel
haben.
Der Aberrationswinkel entsteht daher hauptsächlich durch die Erdrotation und durch die Bewegung der Erde um die Sonne.

Hannes
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Re: Hexenjagt à la AC

Beitragvon Ernst » So 25. Jul 2010, 11:32

Chief hat geschrieben: Ich versuche nur die Aberration zu erklären. Vielleicht kann man das ganz gut auf der Animation von fb... sehen wenn das Teleskop als unbewegt (auf der Endposition) aufgefasst wird. Es ist egal ob der Äther oder der Stern als bewegt betrachtet wird (Äthergrenze ist die gestrichelte Linie). Vielleicht könnte fb... eine neue Animation dazu machen

1. Die Animation ist eine frühe Darstellung der Verhältnisse bei Haralds Versuchs-Konstellation. Die späteren Darstellungen von fb..., anderen und mir zeigen klar, daß in diesem Fall das Licht aus Richtung der wahren Position des Senders am Empfänger eintrifft und somit keine Aberration vorhanden ist.
Übrigens in dieser Hinsicht übereinstimmend mit der Lichtaberration bei fehlendem Äther. Da keine Relativbewegung Sender/Empfänger stattfindet, existiert keine Aberration, was der Erfahrung entspricht.

2. Diese Darstellung entspricht zudem einem nicht mitgeführten Äther. Sender und Empfänger bewegen sich identisch in einem homogenen Äther.
Auch Dein Flugzeugbeispiel entspricht keinem mitgeführten Äther, sondern der Äther ist für Flugzeug und Bodenstation homogen. Und deshalb tritt dort auch wegen der Relativbewegung Flugzeug/Boden Aberration auf.

3. Die Verhältnisse in einem mitgeführten Äther sind anders. Dort findet zwischen Sender und Empfänger eine Relativbewegung des Äthers im Äther statt. Und die bewirkt eine Rückverlegung des Eintrittswinkels am Empfänger. Wie Kurt darstellte.

Gruß
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Re: Hexenjagt à la AC

Beitragvon Kurt » So 25. Jul 2010, 12:42

Hallo Denker,

dieses Bild zeigt zwei Linien.
Die blaue zeigt einen geraden "Lichtstrahl" von der Quelle zum Ziel.
Die rote zeigt den "Lichtstrahl" der durch den Bezug den die Erde erzwingt, gebogen wird.

Ein in den Lichtweg gestelltes Fernrohr muss wegen der Bewegung der Erde nach rechts (Drehung usw. wurden weggelassen) nach rechts geneigt wein.
Und zwar soviel dass seine Bewegung nach rechts die Lichtlaudauer durch es hindurch ausgleicht.

Interessant wird es nun wenn man den roten bWeg anschaut.
Nun muss das Fernrohr anders geneigt sein um "in lichte" zu bleiben.

Diese -ander- Neigung ist es die beweisen kann dass eine Bezugsbildung fürs Lichtlaufen vorliegt.
Es sind drei(vier) Bezüge gezeichnet, in jedem muss das Rohr anders geneigt sein.

Wenn bekannt ist wie diese Neigungen sind dann lässt sich daraus auf die Bezugsbildung, deren Reichweite und Verhalten, schliessen.
Vielleicht hat jemand Zugriff auf entsprechende Daten.

Gruss Kurt
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Re: Hexenjagt à la AC

Beitragvon Ernst » So 25. Jul 2010, 12:52

Chief hat geschrieben: Genau wie im Flugzeug-Beobachter Beispiel.

Das ist ein Beispiel für "normalen" Äther. Im mitgeführten Äther muß das Flugzeug in seinem Umfeld den Äther mitführen und nahe dem Boden muß der Äther ruhen. (Für bessere Größenverhältnisse muß das Flugzeug ein Stern und weit weg sein.)
Dadurch wird der Aberrationswinkel verändert und stimmt nicht mehr mit der Beobachtung Δtan α = Δv/c überein.

Gruß
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Re: Hexenjagt à la AC

Beitragvon Ernst » So 25. Jul 2010, 13:04

Kurt hat geschrieben: Wenn bekannt ist wie diese Neigungen sind dann lässt sich daraus auf die Bezugsbildung, deren Reichweite und Verhalten, schliessen.
Vielleicht hat jemand Zugriff auf entsprechende Daten.

Das ist von Astronomen vielfach gemessen worden und immer ergibt sich Δtan α = Δv/c, wobei die Geschwindigkeitsdifferenz aus dem Erdorbit resultiert. Das entspricht genau der Aberration gemäß der blauen Linie. Ein Einfluß eines mitgeführten Äthers bzw. Deiner Bezüge ist mithin nicht vorhanden.

Gruß
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Re: Hexenjagt à la AC

Beitragvon Kurt » So 25. Jul 2010, 13:23

Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben: Wenn bekannt ist wie diese Neigungen sind dann lässt sich daraus auf die Bezugsbildung, deren Reichweite und Verhalten, schliessen.
Vielleicht hat jemand Zugriff auf entsprechende Daten.

Das ist von Astronomen vielfach gemessen worden und immer ergibt sich Δtan α = Δv/c, wobei die Geschwindigkeitsdifferenz aus dem Erdorbit resultiert. Das entspricht genau der Aberration gemäß der blauen Linie. Ein Einfluß eines mitgeführten Äthers bzw. Deiner Bezüge ist mithin nicht vorhanden.



Hallo Ernst, WO haben die Astronomen gemessen?
In welchem Bezug?

Gruss Kurt
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Re: Hexenjagt à la AC

Beitragvon Kurt » So 25. Jul 2010, 15:07

Chief hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:WO haben die Astronomen gemessen?
In welchem Bezug?"

Auf der Erde.


Da ergibt sich die Nachfrage nach:

- welches Objekt(e) wurde beobachtet
- welche Geschwindigkeit(en) wurde angenommen
- wie weit war das Objekt von der Erdoberfläche enftfernt "Erdorbit"
- in welchen Höhen wurde gemessen (Höhe der Messapparatur über der Erdoberfläche)

Denn wenn es sich im "Bezug_3" befunden hat, das auszumessende Objekt auch, dann ist keine Aberration in der von mir behaupteten Art vorhanden.

Gruss Kurt
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