Steinewerfen

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Re: Steinewerfen

Beitragvon Ernst » Di 26. Jan 2010, 11:48

nocheinPoet hat geschrieben: Warum nicht einfach SRT, Rakete oder Zug, haben wir doch auch eine ZD drin?

Darum nicht, weil diese Dinger praktisch nur zum Gedankenexperiment taugen. Der Mond dagegen ist so wunderbar real und mit seinem v_orbit besitzt er praktisch eine schon relativistisch relavante Geschwindigkeit, die zu ca. 3 min ZD / Jahr führt. Meine Armbanduhr mit 1 min Fehler / Jahr läßt sich da schon als grobe Referenz benutzen. Jede professionelle Quarzuhr geschweige denn Atomuhr ist um Größenordnungen genauer.

Danke für die Links. Die ART benötigt wohl doch eine tiefere mathematische Beschäftigung. Zur Auskunft über den einfachen Sachverhalt zum Mond wünschte ich mir daher die Aussage eines Isiders.
Harald hat ja Inzwischen den ART Einfluß benannt. Der ist mit -0,02159 Sekunden praktisch erstmal vernachlässigbar.
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Re: Steinewerfen

Beitragvon Ernst » Di 26. Jan 2010, 12:01

Harald Maurer hat geschrieben:
Will man den ART Effekt einbeziehen, muss man 0,02159 Sekunden abziehen. Um diesen Betrag läuft eine Monduhr der Erduhr in einem Jahr voraus (gerechnet mit 380 000 km Entfernung).

Danke.
Längenmessungen auf dem Mond an Stäben, die in Richtung Mond-Erde ausgerichtet sind, unterliegen keiner LK, da sie senkrecht zur Bewegungsrichtung positioniert sind. Ist auch das richtig?

Gruß
Ernst
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Re: Steinewerfen

Beitragvon Hannes » Di 26. Jan 2010, 12:13

Hallo Harald !

    Richtig.
    Will man den ART Effekt einbeziehen, muss man 0,02159 Sekunden abziehen. Um diesen Betrag läuft eine Monduhr der Erduhr in einem Jahr voraus (gerechnet mit 380 000 km Entfernung).

Was bringt dir die komplizierte Berechnung ? Für welche Uhr stimmt das ?
Für eine Pendeluhr oder eine Unruh-Uhr oder für eine Atomuhr ?
Baust du Uhren, weil du ihren Fehlgang berechnen willst ?
Der Mann auf dem Mond braucht doch nur auf die Erdumdrehung schauen, dann sieht er
sowieso die genaue Zeit.
Lass dich nicht von den Relativisten in ihre krausen Berechnungen ziehen !

Mit Gruß
Hannes
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Re: Steinewerfen

Beitragvon Ernst » Di 26. Jan 2010, 12:33

Hannes hat geschrieben: Was bringt dir die komplizierte Berechnung ?

Es geht hier puristisch um die Aussagen der RT. Und da bringt solche Berechnung Ansätze zu deren Kommentierung. Man kann nur das kritisieren, das man gut verstanden hat.

Gruß
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Re: Steinewerfen

Beitragvon Harald Maurer » Di 26. Jan 2010, 12:38

Ernst hat geschrieben:Längenmessungen auf dem Mond an Stäben, die in Richtung Mond-Erde ausgerichtet sind, unterliegen keiner LK, da sie senkrecht zur Bewegungsrichtung positioniert sind. Ist auch das richtig?


Ja, richtig!

Hannes hat geschrieben:Was bringt dir die komplizierte Berechnung ?


Die ist gar nicht so kompliziert, und sie sagt mir, wie das Gravitationspotenzial den Gang einer Uhr beeinflusst!

Hannes hat geschrieben:Für eine Pendeluhr oder eine Unruh-Uhr oder für eine Atomuhr ?


Für jede Uhr! Eine Pendeluhr, die sich umgekehrt vehält wie eine Atomuhr (weil sie von der Gravitation angetrieben wird) zeigt den Effekt natürlich auch in umgekehrtem Sinn!

Hannes hat geschrieben:Baust du Uhren, weil du ihren Fehlgang berechnen willst ?


Nee, ich baue gar keine Uhren. Ich benutze sie. Wenn ich genauen Gang brauche, ist es gut, wenn sich ein Fehlgang berechnen lässt!

Hannes hat geschrieben:Der Mann auf dem Mond braucht doch nur auf die Erdumdrehung schauen, dann sieht er
sowieso die genaue Zeit.


Ja, die Erdzeit. Es könnte sein, dass er sich nach Mondzeit orientieren will. Oder seine Uhren nach Erdzeit justieren - dann wird er feststellen, dass die Uhren falsch gehen. Und zwar um den Betrag, den die ART vorgibt. Übrigens auch nach Newton berechenbar. Ich rechne mit Newton - und kriege dasselbe raus wie mit der ART.

Hannes hat geschrieben:Lass dich nicht von den Relativisten in ihre krausen Berechnungen ziehen !


Diese Berechnungen sind gar nicht so kraus und haben Sinn. Denn Uhren verhalten sich je nach Gravitationspotenzial tatsächlich unterschiedlich. Wobei das nicht zwangsläufig die ART bestätigt sondern auch ein konkreter Einfluss des Gravitationsfeldes sein kann. Es gibt keinen Zweifel daran, dass z.B. Atomuhren in den GPS-Satelliten vorlaufen. ´Das kann aber als Bestätigung der ART nicht gewertet werden, weil quantitativ wegen ständiger Manipulation der Daten das Ausmaß des Effektes nicht genau genug erfasst werden kann. Denoch macht es Sinn, mit den RT zu rechnen. Als Ursache dafür kann man m.E. wählen zwischen Einstein und Lorentz.

Grüße
Harald
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Re: Steinewerfen

Beitragvon Hannes » Di 26. Jan 2010, 15:17

Hallo Harald !

    Diese Berechnungen sind gar nicht so kraus und haben Sinn. Denn Uhren verhalten sich je nach Gravitationspotenzial tatsächlich unterschiedlich. Wobei das nicht zwangsläufig die ART bestätigt sondern auch ein konkreter Einfluss des Gravitationsfeldes sein kann.

Deine Argumente sind verständlich und kann man akzeptieren.
Wir sind damit in die ART abgekommen, die ich sowieso nicht für falsch halte.

Mit bestem Gruß

Hannes
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Re: Steinewerfen

Beitragvon Harald Maurer » Di 26. Jan 2010, 16:22

Chief hat geschrieben:Meiner Meinung nach rechnet Lorentz mit den wahren Physikalischen Größen im Bezug zum ruhenden Äther - also keine RT. Das dürfte schon ein gewaltiger Unterschied zur Einsteinschen Theorie sein.


Ja, das ist es auch!
Aber mathematisch bleibt es sich egal. Dem Physiker reicht das ;)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Steinewerfen

Beitragvon Gerhard Kemme » Di 26. Jan 2010, 18:39

Harald Maurer hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:Was bringt dir die komplizierte Berechnung ?


Die ist gar nicht so kompliziert, und sie sagt mir, wie das Gravitationspotenzial den Gang einer Uhr beeinflusst!

Würdest du auch sagen, dass das Gravitationspotential die Stellung eines Lichtschalters beeinflusst, so dass ab einer gewissen Höhe der Schalter im Flugzeug gegen alle Federkraft in die entgegengesetzte Position geschaltet wird? Wenn also die Aussage von dir gemacht wird, dass das Gravitationspotential den Gang einer Uhr beeinflusst, dann wäre das nicht glaubhaft - es sei du würdest einen Nachweis führen, dass bei einer Uhr die Gravitationskraft größer wäre als die Kraft, welche von der Uhrenmechanik oder Uhrenelektronik ausgeübt wird. Denke bitte daran, dass durch eine Änderung der Gravitationskraft im Rahmen der Gezeiten ein Gewicht von 1 kg, welches auf dem Boden liegt, auch nicht plötzlich einige Millimeter vom Erdboden gehoben wird. Damit sich eine Bewegungsänderung vollzieht, muss der Anteil der Gravitationskraft an der Kräftesumme in einem Wecker größer sein, als die Federkräfte in einer Uhr.
Harald Maurer hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:Für eine Pendeluhr oder eine Unruh-Uhr oder für eine Atomuhr ?


Für jede Uhr!

Diese Aussage bedarf, wenn sie ernstgemeint und überzeugend sein soll, eines Nachweises. Da Verstellungen von Mechaniken, nur dann stattfinden, wenn die Kraft, welche die Verstellung bewirken soll, tatsächlich größer ist als die Kraft, welche die Mechanik in ihrem Gang stabilisiert.
Harald Maurer hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:Baust du Uhren, weil du ihren Fehlgang berechnen willst ?


Nee, ich baue gar keine Uhren. Ich benutze sie. Wenn ich genauen Gang brauche, ist es gut, wenn sich ein Fehlgang berechnen lässt!

Und bei Sportwettkämpfen berechnen die Schiedsrichter den Fehlgang der Uhren?? Das große Missverständnis bezieht sich hier vermutlich auf die Verwendung von Atom- oder Pendeluhren in dynamischen Situationen bei wechselnden Höhen - für solche Bedingungen sind solche Uhren nicht geeignet. Was nicht ausschließt, dass eine Atomuhr für die Verwendung in einem Satelliten einjustiert wird, so dass sie korrekte Zeit anzeigt, solange keine Höhenänderung erfolgt.
Harald Maurer hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:Der Mann auf dem Mond braucht doch nur auf die Erdumdrehung schauen, dann sieht er
sowieso die genaue Zeit.


Ja, die Erdzeit. Es könnte sein, dass er sich nach Mondzeit orientieren will. Oder seine Uhren nach Erdzeit justieren - dann wird er feststellen, dass die Uhren falsch gehen. Und zwar um den Betrag, den die ART vorgibt. Übrigens auch nach Newton berechenbar. Ich rechne mit Newton - und kriege dasselbe raus wie mit der ART.

Das eine sind die Behauptungen und das andere sind die Begründungen. Geschrieben werden kann alles Mögliche, d.h. jede Schreibstelle kann mit mindestens 39 Zeichen gefüllt werden. Allerdings käme es darauf an, ob Aussagen überzeugen und dazu wären Begründungen für Behauptungen zu geben. Selbstverständlich geht eine Uhr auf der Erde und auf dem Mond gleich. Nimmt man zwei Uhren, macht Uhrenvergleich, reist mit der einen zum Mond, kehrt zurück und vergleicht die Zeitangaben auf den Uhren, dann stimmen die angezeigten Zeiten überein. Was denn sonst.
Harald Maurer hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:Lass dich nicht von den Relativisten in ihre krausen Berechnungen ziehen !


Diese Berechnungen sind gar nicht so kraus und haben Sinn. Denn Uhren verhalten sich je nach Gravitationspotenzial tatsächlich unterschiedlich. Wobei das nicht zwangsläufig die ART bestätigt sondern auch ein konkreter Einfluss des Gravitationsfeldes sein kann. Es gibt keinen Zweifel daran, dass z.B. Atomuhren in den GPS-Satelliten vorlaufen. ´Das kann aber als Bestätigung der ART nicht gewertet werden, weil quantitativ wegen ständiger Manipulation der Daten das Ausmaß des Effektes nicht genau genug erfasst werden kann. Denoch macht es Sinn, mit den RT zu rechnen. Als Ursache dafür kann man m.E. wählen zwischen Einstein und Lorentz.

Das Gravitationspotenzial kratzt eine Rolex oder sonstige Schweizer Uhr nicht im Geringsten - das sind doch die alten ART-Märchen.

mfg
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Re: Steinewerfen

Beitragvon Ernst » Di 26. Jan 2010, 20:10

Das Gravitationspotenzial kratzt eine Rolex oder sonstige Schweizer Uhr nicht im Geringsten - das sind doch die alten ART-Märchen.

Schon deshalb, weil kein Potentialsensor eingebaut ist. Sie hat einfach kein Sinnesorgan für Potential, genausowenig wie eins für gleichförmige Geschwindigkeit. Sie weiß auch nicht ob sie auf dem Mond oder auf der Erde ist. Sie tickt stur im gleichen Takt vor sich hin.
Ernst
 
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Re: Steinewerfen

Beitragvon Kurt » Di 26. Jan 2010, 21:26

Ernst hat geschrieben:
Das Gravitationspotenzial kratzt eine Rolex oder sonstige Schweizer Uhr nicht im Geringsten - das sind doch die alten ART-Märchen.

Schon deshalb, weil kein Potentialsensor eingebaut ist. Sie hat einfach kein Sinnesorgan für Potential, genausowenig wie eins für gleichförmige Geschwindigkeit. Sie weiß auch nicht ob sie auf dem Mond oder auf der Erde ist. Sie tickt stur im gleichen Takt vor sich hin.

Und nochwas, sie misst keine Zeit, sie erzeugt die Zeit.
Zeit ist das was Uhren zeigen, so Albert.
Und eine Uhr zeigt, das was sie zeigt wird Zeit genannt, eine Menge an, die Menge an von ihr gezählten, selbsterzeugten Impulse/Schwingungen/Pendelbewegungen/Atomschwingungen/Fremdtakte/Xysilons.
Egal was sie zählt, sie zählt.

UND SONST TUT SIE NICHTS.

Richtig, nein es ist falsch, sie hat "Sinnesorgane"
Ihre Ganggeschwindigkeit hängt von den Umständen ab deren sie ausgesetzt ist.
Ganggeschwindigkeit ist die Wiederholdauer der Taktereignisse.
Diese werden bei einer Atomuhr durch die Resonanz der Atome bestimmt.
Diese sind nicht starr und überall gleich, nein!
Sie sind immer und unausweichlich und selbstverständlich von den Umständen denen sie ausgesetzt sind geprägt.
Die Schwingung des CS133 Atoms hängt ab von:
- dem grundsätzlichem Aaufbau des CS 133
- der Bewegung und der Geschwindigkeit gegen den Bezug den der Ort bereitstellt
- dem an diesem Ort herrschendem "Trägerdruck"
- der Temperatur denen die Atome ausgesetzt sind.
- all den sonstigen Einflüssen die da noch mitreden.

Allein mit der Frequenzbeobachtung einer Atomuhr ist erkennbar ob und wie schnell sie sich bewegt.
Genau so wie die Frequenz eines Quarzes Auskunft über seine Temperatur (Bewegungsmenge und Amplitude der Bausteine) gibt, so ist es auch bei der Atomuhr.
Der ganze Bremborium um Zeit ist ein solcher, sonst nichts.
Es existiert keine, das ist halt so.
Ich bin auch nicht schuld daran.

Kurt

Das Schutzrecht für Geschwindigkeitsmesser aufgrung von Frequenzänderungen sei hiermit angemeldet.
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