Hamburg. Am Montag stellte der Spiegel ein dreiminütiges Video über die Evakuierung von Zivilisten aus dem Stahlwerk »Asowstal« in Mariupol ins Netz.
Darin kam Natalia Usmanowa zu Wort, die vor dem Ukraine-Krieg in dem Werk angestellt war und mit ihren Kindern und ihrem Mann dort Schutz gesucht hatte.
Das »Asow«-Regiment habe in zwei grauenhaften Monaten mehrfach ihre Evakuierung verhindert, erklärte sie im Spiegel-Video: »Wir haben versucht zu fliehen, wussten von den humanitären Korridoren, von der Evakuierung, aber wurden nicht rausgelassen.«
Auf Youtube fand sich am Mittwoch auch ein längeres Video, dem die Interviewauszüge entnommen waren. »Sie haben uns im Bunker festgehalten«, wird Usmanowa da noch etwas deutlicher. »Sie haben sich dahinter versteckt, dass sie angeblich um unsere Sicherheit besorgt sind.« Immer wieder seien sie angebrüllt worden: »Geht zurück in den Bunker!« Nach der Evakuierung habe die Familie entschieden, nicht in die Ukraine zurückzukehren: »Die Ukraine ist als Staat für mich gestorben.«
Mittlerweile hat der Spiegel das Video »wegen nachträglich festgestellter inhaltlicher Unstimmigkeiten vorübergehend von der Seite genommen«.
Er beruft sich darauf, das Videomaterial von der Nachrichtenagentur Reuters bezogen zu haben. (jW)
https://www.jungewelt.de/artikel/425938 ... iegel.html
Lückenpresse.
Z.
PS: 6.5 Abend
LAUT DEM RUSSISCHEN VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM KONNTEN HEUTE INSGESAMT 51 ZIVILISTEN (DARUNTER 11 KINDER) AUS DEM STAHLWERK "ASOWSTAL" EVAKUIERT WERDEN
UPDATE 7.5
Am 7. Mai meldete das Joint Coordination Headquarters for Humanitarian Response in der Ukraine, dass eine humanitäre Operation zur Evakuierung von Zivilisten aus dem Werk Azovstal abgeschlossen wurde.
Vom 5. bis 7. Mai wurden 51 weitere Zivilisten aus den Kellern evakuiert.
Insgesamt 182 Menschen, darunter ältere Menschen, Frauen und Kinder, wurden aus dem Territorium des Azovstal-Werks in Mariupol evakuiert, teilte das Hauptquartier der territorialen Verteidigung der DVR am 7. Mai mit. Am 6. Mai teilte der UN-Generalsekretär dies mit Etwa 500 Menschen wurden aus dem blockierten Werk und den angrenzenden Gebieten gebracht.
https://southfront.org/humanitarian-ope ... completed/

