Quo vadis, USA?

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Nord Stream: Das verräterische Schweigen

Beitragvon ZQUANTUM » Mi 19. Okt 2022, 16:47

-----der Bundesregierung...

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Aufnahmen der beschädigten Pipeline (17. Oktober 2022)

Auszug:

Die Aussage lautet, die Regierung sei "nach sorgfältiger Abwägung zu dem Schluss gekommen, dass weitere Auskünfte aus Gründen des Staatswohls nicht – auch nicht in eingestufter Form – erteilt werden können". Dann erfolgt eine Berufung auf eine Drittparteiregel, nach der geheimdienstliche Erkenntnisse anderer Länder nicht bekannt gegeben werden könnten, und dann wird noch eins draufgelegt: "Die erbetenen Informationen berühren somit derart schutzbedürftige Geheimhaltungsinteressen, dass das Staatswohl gegenüber dem parlamentarischen Informationsrecht überwiegt."

Jetzt einmal als Erstes – diese Drittparteiregel ist etwas, das sehr nach Laune zum Einsatz gebracht wird. Schließlich wird immer wieder von Regierungsseite geraunt, es gebe diese oder jene geheimdienstlichen Erkenntnisse; so etwas hat den ungeheuren Vorteil, dass man auf diese Weise Behauptungen aufstellen kann, die man nicht beweisen muss. Und dabei wird immer wieder auch gern auf vermeintliche britische oder US-amerikanischen Erkenntnisse verwiesen. Sprich, in Wirklichkeit kommt diese Regel nur dann zum Einsatz, wenn das Ergebnis nicht gefällt. Nachdem wir es bei der Ostsee mit einer Gegend zu tun haben, die maximal überwacht ist, kann man dieses Argument auch ziehen, wenn man eigene Erkenntnisse hat, die man nicht herausrücken will, nur weil andere ebenfalls solche Erkenntnisse haben und vorgeschoben werden können.


https://rtde.live/meinung/151906-nord-s ... regierung/

Z.
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Putin pustet Zelenskys Kerzen aus

Beitragvon Yukterez » Mi 19. Okt 2022, 16:51

Bild Mikesch hat geschrieben:Von der ukrainischen Seite hört man nichts.

Das kommt daher dass denen gerade Hören und Sehen vergeht:

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Die einzigen Orte wo es gerade hell ist sind jene wo's gerade brennt, aber dort knallt es wiederum zu laut um was zu hören.

Das Licht ausknipsend,

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das Imperium der Lügen

Beitragvon Yukterez » Mi 19. Okt 2022, 17:02

Bild Z hat geschrieben:Die Aussage lautet, die Regierung sei "nach sorgfältiger Abwägung zu dem Schluss gekommen, dass weitere Auskünfte aus Gründen des Staatswohls nicht – auch nicht in eingestufter Form – erteilt werden können". Dann erfolgt eine Berufung auf eine Drittparteiregel, nach der geheimdienstliche Erkenntnisse anderer Länder nicht bekannt gegeben werden könnten, und dann wird noch eins draufgelegt: "Die erbetenen Informationen berühren somit derart schutzbedürftige Geheimhaltungsinteressen, dass das Staatswohl gegenüber dem parlamentarischen Informationsrecht überwiegt."

Wie Martin Sellner immer sagt, wir können sie nicht zwingen die Wahrheit zu sagen, aber wir können sie zwingen immer unglaubwürdiger zu lügen.

Quod erat demonstrandum,

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play stupid games, win stupid prices

Beitragvon Yukterez » Mi 19. Okt 2022, 17:17

Zuerst Pipelines und Brücken vandalieren, und dann herumheulen wenn man eine auf den Deckel kriegt, ich hoffe das war es den Khokhools wert:

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Ihnen gleich sagen können hättend dass so etwas nicht ohne Konsequenzen bleiben kann,

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Re: Quo vadis, USA?

Beitragvon Mikesch » Mi 19. Okt 2022, 18:11

Surowikin, der gesamtverantwortliche russische General für die Imperialarmee Putins, musste heute im russischen Fernsehen zugeben, dass die miitärische Lage im nördlichen Kherson Oblast ziemlich schwierig ist.
Und das schwierige Entscheidungen nötig sein könnten, stammlte er herum. (Hörte sich jedenfalls sehr merkwürdig an.)

Ich nehme an, dass Putin ihn dazu gezwungen hat, um eine Begründung zu haben, das Kriegsrecht in den vier illegal anektierten ukrainischen Gebieten ausrufen zu können.

Sieht möglicherweise nicht gut aus für Surowikin.
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Re: Nord Stream: Das verräterische Schweigen

Beitragvon Mikesch » Mi 19. Okt 2022, 18:12

ZQUANTUM hat geschrieben:-----der Bundesregierung...

Auszug:

Die Aussage lautet, die Regierung sei "nach sorgfältiger Abwägung zu dem Schluss gekommen, dass weitere Auskünfte aus Gründen des Staatswohls nicht – auch nicht in eingestufter Form – erteilt werden können". Dann erfolgt eine Berufung auf eine Drittparteiregel, nach der geheimdienstliche Erkenntnisse anderer Länder nicht bekannt gegeben werden könnten, und dann wird noch eins draufgelegt: "Die erbetenen Informationen berühren somit derart schutzbedürftige Geheimhaltungsinteressen, dass das Staatswohl gegenüber dem parlamentarischen Informationsrecht überwiegt."

Jetzt einmal als Erstes – diese Drittparteiregel ist etwas, das sehr nach Laune zum Einsatz gebracht wird. Schließlich wird immer wieder von Regierungsseite geraunt, es gebe diese oder jene geheimdienstlichen Erkenntnisse; so etwas hat den ungeheuren Vorteil, dass man auf diese Weise Behauptungen aufstellen kann, die man nicht beweisen muss. Und dabei wird immer wieder auch gern auf vermeintliche britische oder US-amerikanischen Erkenntnisse verwiesen. Sprich, in Wirklichkeit kommt diese Regel nur dann zum Einsatz, wenn das Ergebnis nicht gefällt. Nachdem wir es bei der Ostsee mit einer Gegend zu tun haben, die maximal überwacht ist, kann man dieses Argument auch ziehen, wenn man eigene Erkenntnisse hat, die man nicht herausrücken will, nur weil andere ebenfalls solche Erkenntnisse haben und vorgeschoben werden können.


https://rtde.live/meinung/151906-nord-s ... regierung/

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... meint jedenfalls Putins Propagandaabteilung.
Na, dann muss es ja stimmen.
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Re: Quo vadis, USA?

Beitragvon Daniel K. » Mi 19. Okt 2022, 18:26

Mikesch hat geschrieben:
Das Licht ausknipsend, ...

Peterle träumt wieder an der Front ein Held zu sein, wenn er sein Nachtisch-Licht ausknipst, mehr knipst er nicht aus. Davon abgesehen ist jeder Angriff auf ein Kraftwerk ein Kriegsverbrechen und Peterle freut sich wie ein Honigkuchenpferdchen.


Mikesch hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:
Die müssen sich beeilen, um Cherson sieht es nicht gut aus für die Russen.

... Zumindest sagen das die russischen Militärs. Immerhin verlassen die Beamten und Kollaborateure ja wohl wirklich die nördliche Cherson Oblast. Anderseits melden die Milblogger starke ukrainische Verbände im Südabschnitt bei Orikhiv und östlich davon. Das passt auch zu den enormen Artilleriebeschuss, den die Ukrainer in den Abschnitt beim Eisenbahnkreuz Tokmak vornehmen. Da auch kaum Versorgungen über die Krimbrücke und den Fähren möglich sind, wird alles andere durch diesen Korridor über Melitopol geleitet. Was für die Ukrainer ein gefundenes Fressen ist, liegen doch die Kommunikationsabschnitte in der Reichweite der konventionellen und reichweitengesteigerte Artillerie, was für einen Beschuss deutlich billiger als HIMARS Raketen ist.
Anderseits wäre das allein auch eine Erklärung für den starken Beschuss und es gibt keine Vorbereitung für einen Angriff.

In Cherson wiederum liegen zwar nominell starke russische Verbände, wie die 105. Motschützen, die sind personell, versorgungsmässig, phsychisch und moralisch so am Ende, dass deren Gefechtswert nicht mehr annähernd so groß ist, wie im Februar. Die Milblogger melden seit Mittag ukrainische Verstöße in Richtung Beryslav. Ob das jetzt eine Offensive ist oder nur Erkundungsangriffe ist unklar. Im ersten Fall jedenfalls ist das brandgefährlich für die Russen, weil das bedeutet, das sie im Falle eines ukrainischen Erfolgs komplett abgeschnitten von ihrer Versorgung sind. Dann ist der Fall von Cherson nur eine Frage der Zeit und damit rückt die Rückeroberung der Krim plötzlich in den Fokus. Von der ukrainischen Seite hört man nichts. Nur das die Russen mit ihrer Artillerie schießen.

Also: Kann sein das Cherson angegriffen wird, kann auch sein das Melitopol angegriffen wird, kann auch alles ganz anders sein oder das Gegenteil. Wir werden das hinterher erfahren.
Ich glaube vorerst nicht, dass da was in Gange ist.

Prognosen sind in der Regel nicht einfach, ich gehe davon aus, die Ukrainer wird das in Cherson versuchen und auch weiter im Osten, was soll sie sonst machen, auch zeitnah. Und Kriegsverbrecher Putin wird Mangels substanzieller Erfolge auf dem Feld weiter die Infrastruktur der Ukrainer angreifen. Nun kann man sich das ansehen, läuft es so weiter wird Putin es in einem Monat schaffen können, also könnte so sein, dass 1.000.000 bis 10.000.000 Ukrainer ohne Strom, Wasser und Gas im Winter sitzen, was wohl zu vielen 1.000 Toten führen wird.

Frage ist, was macht man, die Ukraine und die Welt, die Ukraine könnte kapitulieren, wird sich nicht. Also schaut sich der Westen an, wie das nun ohne wenn und aber ein ganz klarer Genozid wird?

Ein Völkermord, kann das die Welt so hinnehmen, weil Putin ja mit Atomwaffen droht?

Ich denke nicht, ich sehe hier zwei Möglichkeiten, die erste harte ist zu sagen, egal ob Atomwaffen oder das Zerstören aller Kraftwerke, das ist Genozid, geht nicht, da greifen wir ein, die NATO hohlt alles vom Himmel in der Ukraine, was russisch ist. Und mehr, sie wird gegen die Russen in der Ukraine direkt eingreifen, ja könnte zum 3. Weltkrieg eskalieren. Dann die etwas weniger harte Möglichkeit, man gibt der Ukraine mehr Waffen, viel mehr, sie haben aktuell so 22 HIMARS das hat schon Wirkung, geht mehr, man gibt der Ukraine noch 100 davon und mehr Haubitzen und Raketen die 320 km weit reichen.

Man "sagt" Russland, wir geben der Ukraine die Möglichkeit viele weitere 10.000 russische Soldaten zu töten, ist grausam, aber Putin will ja den Krieg und scheißt auf das Leben seines Volkes.
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Re: play stupid games, win stupid prices

Beitragvon Daniel K. » Mi 19. Okt 2022, 18:28

Yukterez hat geschrieben:
Zuerst Pipelines und Brücken vandalieren, und dann herumheulen wenn man eine auf den Deckel kriegt, ...

Die Pipelines wurden recht sicher von den Russen zerstört und die Brücken in der Ukraine gehören eh der Ukraine, und die bei der Krim ist illegal und nach Völkerrecht ein legitimes Ziel, da wird Kriegsgerät illegal in die Ukraine drüber transportiert. Peterle hat einfach keinen Plan und keinen Ahnung.
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Putin unstoppable

Beitragvon Yukterez » Mi 19. Okt 2022, 18:35

Bild nocheinPotato hat geschrieben:Man "sagt" Russland, wir geben der Ukraine die Möglichkeit viele weitere 10.000 russische Soldaten zu töten, ist grausam, aber Putin will ja den Krieg und scheißt auf das Leben seines Volkes.

LOL na da wird Putin mit "what else is new" antworten, erstens machen die das sowieso bereits die ganze Zeit, und Putin kann es auch nur recht sein wenn die Nato vor dem finalen Endkampf schon ihr ganzes Pulver in der Ukraine verschossen hat so dass sie bei der Heimverteidigung mit leeren Händen dastehen wird, da kannst du ihm ja eh kein größeres Geschenk machen:

Bild Papa Gonzalo hat geschrieben:The germans already have an ammunition shortage, and the Nato weapons destroyed in Ukraine will cost the triple price to rebuild due to ressource shortages.

Bild, Bild
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Re: play stupid games, win stupid prices

Beitragvon Mikesch » Mi 19. Okt 2022, 18:58

Daniel K. hat geschrieben:Die Pipelines wurden recht sicher von den Russen zerstört...
Wieso das denn?
Es kann auch eine Opposition innerhalb des Kremls sein. Und es gibt noch mehr Spieler, die in Frage kommen.
Methodisch kann man sich solchen Fragestellungen mit der Spieltheorie nähern, um zu Handlungsoptionen zu kommen. So eindeutig, wie du das formulierst, ist es nämlich nicht.

Daniel K. hat geschrieben: Peterle hat einfach keinen Plan und keinen Ahnung.
Simon ist nur ein Troll. Dem ist das egal, ob es stimmt oder nicht, Hauptsache man reagiert auf ihn.
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