Rudi Knoth hat geschrieben:Hier mal ein kleines einfaches Gedankenexperiment von mir zu diesem Thema. Ich gehe vom Prinzip
des hier beschriebene Undulators aus. Dazu betrachte ich die Situation in einem Bezugssystem, in dem der Elektronenstrahl ruht. Dann sieht dies in diesem Bezugssystem so aus, daß die Elektronen senkrecht zum Strahl wegen des Magnetfeldes schwingen. Daher strahlen sie auch entlang der Bewegungsrichtung ab. In diesem Bezugssystem ist wegen der Längenkontraktion der Abstand der Magnete verkürzt. Da sich in diesem Bezugssystem das Labor entgegengesetzt bewegt, ist der Strahl im Laborsystem gebündelt und mit einer noch höheren Frequenz auf das Experiment auftreffen.
So denke mir diesen Vorgang bei beschleunigten Ladungen.
Gruß
Rudi Knoth
Naja gut, das ist einfach und verständlich – wenn man bereits voraussetzt, dass beschleunigte Ladungen EM-Wellen und Photonen abstrahlen. Nur geht es mir bis jetzt noch darum im Detail zu verstehen, was da im elektr. Feld genau passiert, damit eine EM-
Welle entsteht.
Wie gesagt ist mir nicht klar, warum bei der einmaligen Beschleunigung in nur eine Richtung (nicht wieder zurück wie beim Undulator) bereits Frequenzen auftreten können (Plural). Physissche Welle(n) ganz ohne Schwingung an der Quelle? Denn die Ladung schwingt doch dabei gar nicht im Raum, im Unterschied zu deinem Undulator, wo die Elektronen senkrecht zum Strahl schwingen.
Irgend ein Puzzleteil fehlt mir da noch von der linearen Beschleunigung zur Welle bzw. Schwingung...
Die KI sagt, dass bereits die entstehende steile Flanke fouriermäßig die Überlagerung vieler Frequenzen sei. Das Thema hatten wir schon mal mit Kurt zum Rechtecksignal. Dann sind diese Frequenzen also physisch real? Es überlagern sich dann tatsächlich viele Frequenzen zu einem Wellenpaket = Photon?
KI hat geschrieben:Jedes Signal a(t) lässt sich als Frequenzüberlagerung schreiben:
=\int A(f)\;e^{i2\pi ft}\;df)
Eine „Flanke“ ist physikalisch immer eine Überlagerung vieler Frequenzen.
Typisch:
sehr kurzer Puls → viele hohe Frequenzen
langsamer Verlauf → eher niedrige Frequenzen
Die Formel E=hf verführt zu der Vorstellung: jedes Photon hat eine Frequenz
Das stimmt nur für: ideale, unendliche Sinuswellen (physikalisch unrealistisch)
In realen Situationen: Photonen sind fast immer Wellenpakete
Damit hätten wir dann wohl den gesuchten Zusammenhang zwischen einmaliger, linearer Beschleunigung a(t) mit vielen Frequenzen.
An dem Punkt geht es mir aber wie Kurt: Sieht erst mal aus wie ein mathematischer Trick.
Wenn das wirklich stimmt, dann erzeugt nicht nur die physische Überlagerung vieler Schwingungen z.B. einen linearen Verlauf, sondern auch umgekehrt: Ein linearer Verlauf erzeugt physisch ganz reale Schwingungen. Das ist nun wirklich sehr erstaunlich, wie ich finde.