Aktuelle Standard-Theorie-News rational interpretiert

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Re: Aktuelle Standard-Theorie-News rational interpretiert

Beitragvon Kurt » Sa 20. Sep 2014, 22:05

Jondalar hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Wenn ein Haus lauter senkrechte Wände hat steigt die Etagenfläche bei jedem Stockwerk an.

Kurt



Senkrecht zu was?


Zur gemittelten Erdoberfläche.

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Re: Aktuelle Standard-Theorie-News rational interpretiert

Beitragvon Kurt » Sa 20. Sep 2014, 22:12

Spacerat hat geschrieben:
Jondalar hat geschrieben:Senkrecht zu was?
Senkrecht zum Boden natürlich. Fundamente würden Kurts Tisch zum Einsturz bringen. Deswegen kann man sie da nicht drauflegen und deswegen existieren sie auch nicht.


Nunja, bisher hat noch niemand den Tisch ins wanken, erst recht nicht zum Einsturz, gebracht, denn all die -gewichtigen- Dinge die so behauptet werden wurden nicht auf den Tisch gelegt, denn es gibt sie halt nicht.
Also: Fazit: kein Problem für den Tisch.

Es wurde auch noch nichts darauf gelegt was darauf hindeuten würde dass beim Doppelspalt mit Materie der Hinschaueffekt auf gar seltsame Weise zum Verschwinden des Musters führt.
Was draufgelegt wurde ist die Erklärung wieso das Überlagerungsmuster entsteht (also die Ursache dafür) und warum es beim Hinschauen verschwindet.

(es wurden auch keine Quanten draufgelegt, denn diese gar seltsamen Kumpanen sind auch nur das Produkt der Phantasie und deren die diesen Hirngespinnsten nachlaufen/nacheifern)

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Re: Aktuelle Standard-Theorie-News rational interpretiert

Beitragvon Jondalar » Sa 20. Sep 2014, 22:13

Ja, seht Ihr, da liegt auch schon der Unterschied begraben.

Wenn ich senkrecht zur gemittelten Erdoberfläche nehme, wird das Haus tatsächlich nach oben immer breiter, aber senkrecht zum Fundament bleibt es natürlich oben genauso breit wie unten.

Früher sagte man Lotrecht, aber das wäre dann Kurts Interpretation und ergäbe immer schiefe Häuser.
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Re: der innere Aufbau der Erde

Beitragvon McDaniel-77 » Sa 20. Sep 2014, 22:25

Danke Yukterez für die Plots mit der Dichtefunktion!

Meine Intuition sagt mir, dass eine Erde, aufgebaut wie eine Zwiebel mit unterschiedlich dichten Schichten, kein Schwerefeld nach dem 1/r²-Prinzip besitzen kann.

In Wiki wird der Erdkern mit einer Dichte von 13 g/cm³ bis 1.200 km Radius angegeben, dann von 1.200 km bis 3.400 km eine Dichte um 11 g/cm³. Der Mantel von 3.400 km bis 5.650 km eine Dichte von rund 5 g/cm³.

V_kugel_inner_core = 4/3 * r³ * 3,14 = 7.238.229.473 km³
m_inner_core = 7,2*e+21 dm³ * 13 kg/dm³ = 9,4*10^22 kg

V_kugelschale_outer_core = 4/3 * r_outer_core³ * 3,14 - 4/3 * r_inner_core³ * 3,14 = 1,6e+11 km³
m_outer_core = 1,6e+23 dm³ * 11 kg/dm³ = 1,76*10^24 kg

V_mantle = 4/3 * r_mantle³ * 3,14 - 4/3 * r_outer_core³ * 3,14 = 5,95e+11 km³
m_mantle = 5,95e+23 dm³ + 5 kg/dm³ = 2,97e+24 kg

V_rest = 3,17e+11 km³
m_rest = 3,17e+23 dm³ * 3,5 kg/dm³ = 1,109e+24 kg

m_gesamt = m_inner_core + m_outer_core + m_mantle + m_rest = 5,934e+24 kg.

Der Erdkern besäße nach diesen angeben eine Masse von 1,854e+24 kg und wäre von der Oberfläche rund 3.000 km entfernt.
Bild

Dann erhält man für ein Kilogramm eine Kraft F_vom_erdkern = 3 N.
Und der Rest würde mit 6,8 N an einem Kilogramm ziehen, also stimmt es mathematisch wieder mit 9,81 kg m/s².

Aber nur wenn es genauso ist, wie es behauptet wird ;-).

Bei der Berechung der Gravitation geht man immer vom Punktmassen aus, das alleine ist schon unrealistisch.

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Re: der innere Aufbau der Erde

Beitragvon Kurt » Sa 20. Sep 2014, 22:47

McDaniel-77 hat geschrieben:Bei der Berechung der Gravitation geht man immer vom Punktmassen aus, das alleine ist schon unrealistisch.


Richtig, das ist ein Fehler, dieser ist aber zu vernachlässigen wenn es um grosse Entfernungen geht.
Ein weiterer Fehler ist dass man von Anziehung ausgeht, es zieht sich nichts an.

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Re: der innere Aufbau der Erde

Beitragvon Yukterez » Sa 20. Sep 2014, 23:15

McDaniel-77 hat geschrieben:Bei der Berechung der Gravitation geht man immer vom Punktmassen aus, das alleine ist schon unrealistisch.

Erstens tut man das bekanntlich nicht immer: http://en.wikipedia.org/wiki/Shell_theorem#Inside_a_shell
und schon gar nicht innerhalb eines Körpers, wie das auch am angesprochenen Plot ersichtlich ist.
Zweitens gilt immer noch http://en.wikipedia.org/wiki/Shell_theorem#Outside_a_shell
was, wie jeder weiß, auch gut so ist:

Bild hat geschrieben:
  • A spherically symmetric body affects external objects gravitationally as though all of its mass were concentrated at a point at its centre.
  • If the body is a spherically symmetric shell (i.e., a hollow ball), no net gravitational force is exerted by the shell on any object inside, regardless of the object's location within the shell.

Bild, Bild
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Re: Aktuelle Standard-Theorie-News rational interpretiert

Beitragvon Kurt » Sa 20. Sep 2014, 23:24

Spacerat hat geschrieben:@McDaniel:
Da kann ich Kurt zur Abwechslung mal nur Beipflichten, zumindest was Punktmassen und Entfernungen angeht.


Willst du die Realität kennen dann nimm den Rest mit.

Spacerat hat geschrieben:Ok, die Beschleunigung am Berührungspunkt wäre wohl 0 aber wie siehts an den Polen aus? ziehen die sich weiter an oder streben nur Flüssigkeiten eine Kugelform an


Gravitation ergibt immer eine Kugel, zumindest wird diese angestrebt.

Spacerat hat geschrieben:Evtl. streben verschieden geladene Ladungsträger in Atomen ja auch eine Kugelform an, dass würde zumindest in mein Konzept passen.


Da wird keine Kugelform angestrebt weil es keine Ladungsträger gibt, und zwar deswegen weil es keine Ladungen gibt.
Die Kugelform entsteht durch Eigenbeschleunigung der Basisteilchen, können diese sich im gebundenem Haufen frei bewegen entsteht eine Kugel.

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Re: der innere Aufbau der Erde

Beitragvon Ernst » So 21. Sep 2014, 11:13

McDaniel-77 hat geschrieben:Meine Intuition sagt mir, dass eine Erde, aufgebaut wie eine Zwiebel mit unterschiedlich dichten Schichten, kein Schwerefeld nach dem 1/r²-Prinzip besitzen kann.


http://de.wikipedia.org/wiki/Gravitation

Bild
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Re: Aktuelle Standard-Theorie-News rational interpretiert

Beitragvon McDaniel-77 » So 21. Sep 2014, 11:28

22. Weiterer Hinweis auf Natur der Dunklen Materie?

Auf Astro-News ist zu lesen:
http://www.astronews.com/news/artikel/2014/09/1409-027.shtml
Am CERN in Genf wurden gestern die neusten Ergebnisse des Alpha-Magnet-Spektrometers (AMS) vorgestellt, das an Bord der Internationalen Raumstation ISS die Partikel der kosmischen Strahlung misst.

Bild
Bild
Wiki - Alpha-Magnet-Spektrometer hat geschrieben:Detektorbeschreibung
AMS-02 hat eine Masse von 8,5 Tonnen, die Abmessungen sind 3,1 m × 3,4 m × 4,5 m und die geometrische Akzeptanz beträgt 0,5 m²sr. Für die zentrale Komponente des Detektors war ursprünglich ein supraleitender Magnet mit maximaler Feldstärke 0,86 Tesla, der mit suprafluidem Helium auf 1,8 Kelvin gekühlt worden wäre, geplant.
Dieser wurde zur Laufzeitverlängerung des AMS-02 durch den 1.200 kg schweren Neodym-Permanentmagneten von AMS-01 mit 0,15 Tesla ersetzt. Im Innenraum des Magneten befindet sich ein doppelseitig strukturierter Silizium-Streifendetektor mit einer aktiven Fläche von 6,5 m². Damit wird der Durchgang von geladenen Teilchen auf acht Ebenen mit einer Einzelpunktauflösung von 10 µm vermessen.

Die Flugbahnen von geladenen Teilchen werden in dem Magnetfeld dieses Magnetspektrometers gekrümmt. Anhand der Krümmung können der Impuls der geladenen Teilchen und das Ladungsvorzeichen bis zu Teilchenenergien von 1000 GeV bestimmt werden. Die Stabilität des Spurdetektors wird mit Hilfe eines Laseralignmentsystems mit einer Präzision von 5 µm überwacht. Seitlich ist der Spurdetektor vom Anti-Coincidence-Counter (ACC) umgeben, der den seitlichen Durchgang von geladenen Teilchen detektieren soll. Mit Hilfe eines Sternensensors und eines GPS-Empfängers wird die genaue Ausrichtung des Experimentes anhand von Fixsternen überwacht.


Zurück zu den Astro-News:

Nach Angaben von Professor Dr. Samuel C.C. Ting, Sprecher des AMS-Projektes, basieren die Resultate auf etwa 41 Milliarden in den letzten drei Jahren mit dem Teilchendetektor AMS aufgezeichneten Ereignissen. Etwa 10 Millionen davon wurden als Elektronen und Positronen identifiziert.

41 Milliarden Ereignisse in 3 Jahren, entspricht etwa 433 Ereignissen pro Sekunde.
Die präzise Messung des Positronen-Anteils könnte entscheidende Hinweise zum Verständnis des Ursprungs der Dunklen Materie liefern. So könnten etwa Kollisionen von Teilchen der Dunklen Materie einen Positronen-Überschuss erzeugen. Kollisionen der gewöhnlichen kosmischen Strahlung mit dem interstellaren Medium haben zur Folge, dass der Positronen-Anteil bei steigender Energie kontinuierlich abnimmt, was den jetzt vorgestellten Ergebnissen von AMS widerspricht.


Wissen diese sog. Wissenschaftler nicht, dass sich die ISS mit dem AMS in nur etwa über 400 km Höhe in der Erdumlaufbahn befindet?
Weiter scheint unbekannt, dass die Sonne hochenergetische Strahlung in Form von Gamma- und Röntgen-Strahlung aussendet und nebenbei auch noch Teilchen-Strahlung in Form eines Plasmas emittiert?
Doch sie wissen es!
Wiki . ANS hat geschrieben:Ergebnisse
Im April 2013 veröffentlichte die AMS-Kollaboration erste Ergebnisse des Experiments. Dazu wurden 30 Milliarden Teilchen analysiert, darunter mehr als 400.000 Positronen. Dabei konnte der vom Fermi-Teleskop und von Pamela beobachtete Überschuss an hochenergetischen Positronen bestätigt werden.

... Um die kosmische Gammastrahlung vom tausendfach höherem Strahlungshintergrund zu unterscheiden, ist das LAT (Large Area Telescope) zusätzlich mit einem segmentiert aufgebauten Antikoinzidenzdetektor aus Plastikszintillatoren und Photomultipliern umgeben...


Das Fermi Gamma-ray Space Telescope umkreist die Erde in etwa 565 km Höhe. Interessant finde ich, dass man etwas messen möchte, was von einem 1.000-fach stärkeren Signal gestört wird.

Zurück zu Astro-News:

Je nach den Eigenschaften der Dunklen Materie hat der überschüssige Positronen-Anteil eine ganz eigene Signatur. Die neuen Ergebnisse lassen auf die Beobachtung eines neuen physikalischen Phänomens schließen und seien, so das Team, mit der Existenz eines Neutralinos, eines möglichen Teilchens der Dunklen Materie, vereinbar.

Wiki zum Neutralino: "In der Elementarteilchenphysik sind Neutralinos hypothetische Elementarteilchen, die in supersymmetrischen Theorien auftreten. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass jedem (Quanten-)Feld ein Partnerfeld zugeordnet wird, das sich im Spin vom Original um den Betrag 1/2 unterscheidet. Da die Ausgangsfelder hier Bosonen sind (ganzzahliger Spin), müssen die Neutralinos selbst somit Fermionen sein (halbzahliger Spin). Insbesondere sind Neutralinos Majorana-Fermionen, d. h. sie haben keine elektrische Ladung und unterscheiden sich daher nicht von ihren Antiteilchen."
Astro-News hat geschrieben:Insbesondere zeigt sich im Bereich zwischen 20 und 200 GeV überraschenderweise, dass die Änderungsrate des Positronen-Flusses höher ist als die Änderungsrate des Elektronen-Flusses. Damit wird klar, dass der Überschuss des Positronen-Anteils auf einen relativen Überschuss von hochenergetischen Positronen zurückzuführen ist – wie er bei einer Kollision Dunkler Materie zu erwarten ist –, und nicht auf den relativen Verlust beziehungsweise die relative Abnahme hochenergetischer Elektronen.

...Das Alpha-Magnet-Spektrometer (AMS) ist ein sieben Tonnen schweres und 1,5 Milliarden Euro teures Instrument, das zehn Jahre lang von mehr als 500 Forschern und Ingenieuren aus 16 Ländern entwickelt wurde.


Woher kommen Positronen?
Wiki - Beta-Plus-Zerfall hat geschrieben:Der β+-Zerfall tritt bei protonenreichen Nukliden auf. Hierbei wird ein Proton des Kerns in ein Neutron umgewandelt. Dabei entsteht zusammen mit einem Positron (Positronenstrahlung) ein Elektron-Neutrino. Wie beim β−-Zerfall bleibt die Massenzahl unverändert, jedoch verringert sich die Kernladungszahl um 1, das Element geht also in seinen Vorgänger im Periodensystem über.


Jetzt die Quiz-Frage: "Aus was besteht ein Neutron und wie entsteht ein Neutron?"

Vier Worte: "Das kann nicht sein!"

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Re: Aktuelle Standard-Theorie-News rational interpretiert

Beitragvon Jan » So 21. Sep 2014, 15:12

@ McDaniel
Solche pseudowissenschaftliche Sensationsberichte wiederholen sich ständig.
Egal ob Dunkle Materie für die Ausrottung der Dinosaurier verantwortlich ist oder die Galaxien
zusammenhält. Beobachtungen und präzise Messungen lassen auf die Existenz von DM schließen.
Im Halo entfernter Galaxien wird DM vermutet. Ein supermassereicher Galaxienhaufen enthällt
große Mengen von DM. Hab ich Gravitationslinsen schon erwähnt? Jetzt sollen auch noch Positronen einen Hinweis auf DM liefern. Die Gespensterjagd geht weiter.
Erst Neutrinos, Axiome dann Wimps und jetzt auch noch Neutralinos oder auch Majorana-Fermionen, Antineutrinos. Alles mega-giga im Elektronenvoltbereich.
Phänomene, die bei Kollision von DM zu erwarten sind.
Dabei ist noch nicht einmal klar, woraus diese besteht.
Die neuen Erkenntnisse, die überraschenden Ergebnisse, die präzisen Messungen, die genauen
Beobachtungen – könnten, lassen darauf schließen, geben Rückschlüsse, liefern Beweise, wäre ein Hinweis …....
Die sog. Wissenschaftler lassen was durchsickern (nichts genaues weis man nicht)
Das reicht für die Sensationsjournalisten für einen fetten Bericht.
Wenn dieser bei Astronews erscheint, dann gilt das schon als seriöse Wissenschaft.
Jan
 
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Registriert: Do 27. Mär 2014, 21:55

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