Um auch etwas Sinnvolles zu schreiben:
Der Apollo Guidance Computer (AGC) konnte sich auf alles ausrichten, z.B. sich relativ zur Oberfläche zu drehen oder sich absolut zur Sonne ausrichten.
Der erstere Fall war z.B. bei einen Hohmann-Transfer (oder Kurskorrekturen allgemein) notwendig, der zweite wurde z.B. bei Außenbordmanövern verwendet (den Grund habe ich mehrfach erwähnt, was aber nicht bedeutet, dass man sich individuell nicht für eine andere Lage entscheiden konnte).
Die restliche Zeit wurde eine langsame Rollbewegung ausgeführt, wieder auf die Sonne ausgerichtet. Dadurch wurde die thermische Belastung zwischen "Tag"- und "Nacht"-Seite des CSM-LM Stacks verringert. Ein geplantes aktives Kühlsystem konnte so durch eine Software Lösung ersetzt werden, was die weise Entscheidung, die Lageregelung zu digitalisieren, bestätigt.
Die gewünschte Lage wurde über eine "Reference to Stable Member Matrix" eingegeben, die manuell über eine Konsole eingetippt wurde. Damit war man sehr flexibel, das hat aber deutlich mehr Training gebraucht als ein paar Schalter einzustellen.
https://en.wikipedia.org/wiki/REFSMMATAußerdem konnten einzelne Schubdüsen deaktiviert oder die Regelung einzelner Achsen abgeschaltet werden.
Letzteres war bei Koppelmanövern wichtig, weil sonst hätten die Partner gegeneinander geregelt.
Auch die Genauigkeit (dead band) konnte verstellt werden, die normalerweise konnte mit einer treibstoffsparenden 10 Grad Abweichung geflogen werden, bei Kurskorrekturen musste natürlich genauer geregelt werden. Die Software dafür wurde von den Mathematikern des MIT entwickelt, "Programmierer" als solches gab es damals noch kaum.
Der AGC war für seine Zeit richtungsweisend, zuvor hat man analoge Sequenzer und Regler benutzt.
https://en.wikipedia.org/wiki/Apollo_Guidance_Computer