Es gibt eine erhebliche Abweichung von der wissenschftlichen Auslegung zur Bedeutung einer Theorie und im allgemeinen Sprachgebrauch, die Sie offensichtlich verwenden.
Das was Sie meinen ist in der Wissentschaft eine Hypothese, eine Idee.
Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch ist für eine Theorie wesentlich härtere Kriterien zu erfüllen*:
logischeEine Theorie muss in sich logisch sein. Dazu bedient man sich der Mathematik, um mit dieser formalen Sprache die Logik der Theorie zu prüfen.
nachprüfbareDie Hypothese ist experimentell zu bestätigen und darf kein Ergebnis haben, was dieser Theorie widerspricht.
konsistenteDie Theorien ist widerspruchsfrei und mit den Naturgesetzen "vernetzt"
Daraus folgt: Theorien in der Wissenschaft bauen aufeinander auf. Eine Theorie beschreibt NICHT fehlerfrei die Gesamtheit der Naturgesetze. Beispiel: Die Newtonschen Gesetze sind weiterhin gültig, allerdings nur für niedrige Geschwindigkeiten. Die SRT beschreibt die gleichen Umstände für hohe Geschwindigkeiten. Für niedrige Geschwindigkeiten kommt die SRT auf die gleichen Ergebnisse wie Newton.
Zum VT-Thema "Interessengruppen wollen die SRT": Es gibt einen Nobel-Preis für den Nachweis, dass eine Theorie noch durch eine neue Theorie zu toppen ist.
Bernhard hat geschrieben:
Streit um das richtige Modell (Theorie)
So what, ständige wissenschaftliche Übung.
Bernhard hat geschrieben:
Wenn mit einer Wellen-Theorie besser gearbeitet werden kann als mit einer Teilchen Theorien, was spricht dagegen dass dieser Fachbereich mit Wellen-Modellen arbeitet. Und umgekehrt, was spricht dagegen dass ein anderer Fachbereich mit einem Teilchen-Modell arbeitet.
Wird doch gemacht und die Modelle sind zueinander widerspruchsfrei. Je nachdem, welche Antworten ich benötige nehme ich den einen oder den anderen Ansatz.
Bernhard hat geschrieben:
Jedes Modell oder Theorie ist immer abhängig von der Beobachtung (Außer SRT/ART/LT da diese so scheint es mir vollkommen hypothetisch sind)
LT ist eine mathematische Methode, keine Theorie o.ä..Der Rest sind Theorien oder auch nicht, darüber wird hier im Forum ja gestritten.
Bernhard hat geschrieben:
Und je Einflussreicher eine Gruppe ist, desto mehr Gewicht hat eine solche Vorstellung (Modell, Theorie). Parallele Ideen (Modelle, Theorien) haben darin keinen Platz. Man versucht ganz verzweifelt das "non plus Ultra" Modell zu finden, mit der dann die Gesamte Natur vom kleinsten bis zum Größten erklärt werden könne.
Das ist Quatsch und eine völlige Unkenntnis der wissenschaftlichen Arbeitsweise (s.o.).
Bernhard hat geschrieben:
Ein Beispiel ... usw.
Da das bisher nicht beobachtet wurde, macht sich auch keiner in dieser Richtung Gedanken. Ist eher Aufgabe der Esoterik.
Bernhard hat geschrieben:
Niemand weis das - niemand, und deshalb bin ich der Meinung sollten Modelle nach dem Nutzwert bewertet werden. Würde man das Modell der SRT/ART/LT nach dem Nutzwert bewerten, so würden diese ganz schlecht abschneiden wobei alt bewerte Modelle besser abschneiden würden.
Super Idee: Statt objektiver Kriterien (s.o.) wird eine Nutzwertanalyse gemacht. Da kann dann jede Lobbygruppe so für sich festlegen, welchen Nutzen das für sie bringt und dann entscheidet ein Parlament (oder wer eigentlich?) darüber, wer gewinnt (Also die einflußreichste Gruppe wahrscheinlich).
Bernhard hat geschrieben:
Mein Vorschlag ist Toleranz walten zu lassen und mit mehreren Modellen parallel zu arbeiten und sich nicht fest zu legen welches Modell nun das "richtigere" Modell ist sondern, dass das Modell verwendet wird das zum Arbeiten am besten geeignet ist.
Das hat sich ja jetzt wohl erledigt.
Mike
*Ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Leider weis ich den Urheber nicht mehr und zitiere sinngemäß (hoffentlich)