Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Frau Holle » Fr 4. Okt 2024, 20:44

Harald Maurer hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:Also ist dir klar, dass man ein- und dieselbe Uhr zweimal in Folge mit der eigenen Uhr vergleichen muss um festzustellen, welche "langsamer geht"? Das ist ja eine ganz grundsätzliche Sache, die noch gar nichts mit einer SRT zu tun hat.

Das klingt logisch. Schließt aber nicht aus, dass die bewegte Uhr zwischen den Vergleichen so ähnliches aufführt, wie du es den Pendeluhren zugeschrieben hast.

Was habe ich denen denn zugeschrieben? Dass eine überrundet werden kann? Das kann man leicht ausschließen, indem man beide kontinuierlich zählen lässt, so dass niemals dieselbe Uhrzeit zweimal auf derselben Uhr erscheint. Jede Anzeige einer Uhr ist einmalig für genau diese Uhr im ganzen Universum. Genau so ist es ja in der Realität wegen des sog. Zeitpfeils. Die Zeit läuft immer von der Vergangenheit in Richtung Zukunft und nicht anders rum. Jede Uhr dokumentiert diese Zeit, indem sie einfach stur weiterzählt. Jede Anzeige einer Uhr ist ein einmaliges Ereignis im Universum, das sich nicht wiederholen kann. Es hat immer einen Ort und eine Zeit, eben den Ort der Uhr und die Zeitanzeige der Uhr.

Aber trotzdem braucht es dann zwei Uhrenvergleiche: Eine einzige Momentaufnahme von zwei Uhren sagt nichts darüber aus, welche schneller oder langsamer läuft. Denn man kann ja nicht wissen, wann sie gestartet sind. Vielleicht ist die mit der kleineren Anzeige nur später gestartet, läuft schneller als die andere und ist gerade dabei die andere einzuholen mit der Zeitanzeige. Auf einem einzigen Schnappschuss kann man das nicht erkennen. Man braucht zwingend die Differenzen von zwei Schnappschüssen. Ich hoffe das ist klar soweit. Es ist eine ganz grundsätzliche, triviale Binsenweisheit.

Harald Maurer hat geschrieben:Moderne Methoden schließen wir jedenfalls aus. GPS gab es 1905 ja noch nicht.

Sehr gut. Es geht ja um Fundamentales, das vom Geschwurbel über GPS nur verschleiert werden soll. Wenn man grundsätzlich über Milch redet, dann meint man nicht die, die bei ALDI wächst, sondern die, die direkt von der Kuh abgezapft wird. :D

Harald Maurer hat geschrieben:Also worauf willst du hinaus?

Auf solche Binsenweisheiten, deren man sich erst mal bewusst sein muss, bevor man anfängt über die SRT und die mit ihr eingeführte Raumzeit zu reden. Man muss wissen, was ein Ereignis ist, und dass die Anzeige einer Uhr eben ein solches ist, ein absolutes, einmaliges Ereignis. Um diese geht es nämlich in der ganzen RT: Die Frage ist immer, wann etwas wo geschieht, als einmaliges Ereignis, und wie man es mit Koordinaten angeben kann.

Die Koordinaten beziehen sich logischerweise auf Bezugsysteme, die man grundsätzlich frei wählen darf. Für die SRT sind es üblicherweise Inertialsysteme, die in gleichförmiger geradliniger Bewegung zueinander sind. In jeden Inertialsystem hat ein Ereignis 4 Koordinaten, 3 Ortskoordinaten im Raum und eine Zeitkoordinate, die von der am Ort des Ereignisses permanent im IS ruhenden Uhr angezeigt wird. Der Einfachheit halber begnügt man sich meist mit einer Ortskoordinate, wegen der eindimensionalen, geradlinigen Bewegung.

Zur eigentlichen Sache:

Diese Binsenweisheiten kommen in deinen Überlegungen zur Unmöglichkeit der RdG gelinde gesagt zu kurz, d.h. sie werden übergangen und überhaupt nicht bedacht, was dich direkt zu falschen Schlüssen führt.

Fortsetzung folgt, falls es erwünscht und von den anderen zugelassen wird... üblicherweise werden ernsthafte Beiträge wie dieser ja sofort mit Smalltalk zugemüllt....
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Kurt » Fr 4. Okt 2024, 22:20

Frau Holle hat geschrieben:
Zur eigentlichen Sache:
Diese Binsenweisheiten kommen in deinen Überlegungen zur Unmöglichkeit der RdG gelinde gesagt zu kurz, d.h. sie werden übergangen und überhaupt nicht bedacht, was dich direkt zu falschen Schlüssen führt.


Du hast es ja selber eindrucksvoll zelebriert (eigentlich sollte ich sagen: versucht).
Hast einen "Wechsel" ins IS "Zug" gemacht, und schon hat sich die U2 anders verhalten.
Welch ein Wunder!

Kurt

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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon bumbumpeng » Fr 4. Okt 2024, 22:50

Frau Holle hat geschrieben:, u
Die Koordinaten beziehen sich logischerweise auf Bezugsysteme, die man grundsätzlich frei wählen darf. Für die SRT sind es üblicherweise Inertialsysteme, die in gleichförmiger geradliniger Bewegung zueinander sind.
In jeden Inertialsystem hat ein Ereignis 4 Koordinaten, 3 Ortskoordinaten im Raum und eine Zeitkoordinate,
die von der am Ort des Ereignisses permanent im IS ruhenden Uhr angezeigt wird. Der Einfachheit halber begnügt man sich meist mit einer Ortskoordinate, wegen der eindimensionalen, geradlinigen Bewegung.

[b]Fortsetzung folgt, falls es erwünscht und von den anderen zugelassen wird... üblicherweise werden ernsthafte Beiträge wie dieser
Die Physik des Universums hat den direkten Bezug festgelegt. Das ist nicht frei wählbar.
Es bewegt sich der Zug und nicht der Bahnsteig !!!

Es gibt definitiv KEINE Zeitkoordinate.

Was soll eine eindimensionale, geradlinige Bewegung sein? Wo solls die im großen Universum geben?
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Lagrange » Sa 5. Okt 2024, 08:58

Frau Holle hat geschrieben:...
Zur eigentlichen Sache:

Diese Binsenweisheiten kommen in deinen Überlegungen zur Unmöglichkeit der RdG gelinde gesagt zu kurz, d.h. sie werden übergangen und überhaupt nicht bedacht, was dich direkt zu falschen Schlüssen führt.

Fortsetzung folgt, falls es erwünscht und von den anderen zugelassen wird... üblicherweise werden ernsthafte Beiträge wie dieser ja sofort mit Smalltalk zugemüllt....

Kommt noch was, oder war das schon?
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Frau Holle » Sa 5. Okt 2024, 09:04

bumbumpeng hat geschrieben:Es gibt definitiv KEINE Zeitkoordinate.

Klar, dass du deine Pillen nicht nehmen kannst wie der Doc gesagt hat. Du weißt ja nicht wann. Und darum hast auch du nie eine Schule besucht, wusstest ja nie wann der Unterricht beginnt. Jetzt wird mir alles klar... im Unterschied zu dir weiß ich wann "jetzt" ist und könnte sogar eine Zahl dazu nennen, weil ich Zeitkoordinaten habe und du halt nicht, armes Kerlchen. :lol:
 
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Frau Holle » Sa 5. Okt 2024, 10:46

@Harald Maurer

Harald Maurer hat geschrieben:Ich brenne darauf, meine logischen Fehler endlich kennen zu lernen.

Hoffe das gilt noch.

Deine Fehler zeige ich dir nur, wenn du etwas Rückmeldung gibst. Sonst schreibe ich mir unnötig den Arm ab und am Ende wischst du alles beiseite, indem du den Minimalkonsens einfach nicht gelten lässt, der zwingend notwendig ist zum Verständnis der Argumentation. So kennt man das nämlich von anderen hier. Darauf habe ich keine Lust und spare mir lieber die Mühe.

Harald Maurer hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:Also ist dir klar, dass man ein- und dieselbe Uhr zweimal in Folge mit der eigenen Uhr vergleichen muss um festzustellen, welche "langsamer geht"? Das ist ja eine ganz grundsätzliche Sache, die noch gar nichts mit einer SRT zu tun hat.

Das klingt logisch.

Das ist logisch! Eine zwingend notwendiger Minimalkonsens, sonst brauchen wir gar nicht weiter reden.

Also nochmal, nur um sicher zu gehen:
Frau Holle hat geschrieben:Eine einzige Momentaufnahme von zwei Uhren sagt nichts darüber aus, welche schneller oder langsamer läuft. Denn man kann ja nicht wissen, wann sie gestartet sind. Vielleicht ist die mit der kleineren Anzeige nur später gestartet, läuft schneller als die andere und ist gerade dabei die andere einzuholen mit der Zeitanzeige. Auf einem einzigen Schnappschuss kann man das nicht erkennen. Man braucht zwingend die Differenzen von zwei Schnappschüssen. Ich hoffe das ist klar soweit. Es ist eine ganz grundsätzliche, triviale Binsenweisheit.

Das möchte ich später nicht mehr bestritten sehen. Wenn du da noch irgend einen Einwand hast, dann jetzt!

Ich warte auf deine Bestätigung.
 
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Harald Maurer » Sa 5. Okt 2024, 11:00

Frau Holle hat geschrieben:Das ist logisch! Eine zwingend notwendiger Minimalkonsens

Ja als Minimalkonsens vertretbar. Es geht hier offenbar um die Erstellung einer Systemzeit. Das kann man mit zwei Uhren bewerkstelligen, man kann aber auch mehrere Uhren einsetzen bzw. diese Uhren auf unterschiedliche Weise synchronisieren. Ich gehe jetzt mal auf Deinen Entwurf mit zwei Uhren ein, denn Du arbeitest Dich an die RdG heran.
Frau Holle hat geschrieben:Auf einem einzigen Schnappschuss kann man das nicht erkennen. Man braucht zwingend die Differenzen von zwei Schnappschüssen.

Okay, mindestens 2 Schnappschüsse. Aber es dürfen auch mehr als 2 sein, oder nicht?
Also, wie geht es weiter?
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Skeptiker » Sa 5. Okt 2024, 11:11

Harald Maurer hat geschrieben:In der SRT werden objektiv gleichzeitige Ereignisse mittels falsch gehender oder falsch synchronisierter Uhren zu ungleichzeitigen Ereignissen umdefiniert. Das ist so als wenn der Mond explodiert und die Uhr in Rom zeigt 16 Uhr, wogegen die Uhr in Moskau soeben auf 17 Uhr steht. Wer daraus eine Relativität der Gleichzeitigkeit konstruiert, ist ein Dummkopf. Nur wer die SRT versteht, kann auch feststellen, dass es sich um Unsinn handelt.

Deine Kritik zielt auf ein fundamentales Konzept der speziellen Relativitätstheorie (SRT) ab, nämlich die Relativität der Gleichzeitigkeit. Das Problem dabei ist, dass dieses Konzept oft missverstanden wird, wenn man es aus der Perspektive der klassischen Physik betrachtet. Es ist jedoch wichtig, zwischen dem Verständnis der SRT und den Vorannahmen der klassischen Physik zu unterscheiden.

In der SRT basiert die Relativität der Gleichzeitigkeit nicht auf der "Fehlsynchronisation" von Uhren, sondern auf der Erkenntnis, dass Zeit und Raum keine absoluten Größen sind. Einstein zeigte, dass die Lichtgeschwindigkeit in allen Inertialsystemen konstant ist und dass Zeit und Raum je nach Beobachter unterschiedlich gemessen werden. Das bedeutet, dass zwei Ereignisse, die für einen Beobachter gleichzeitig sind, für einen anderen, der sich relativ zu ihm bewegt, nicht gleichzeitig sein müssen.

Das Beispiel mit den Uhren in Rom und Moskau ist eine Analogie, die sich auf Zeitzonen bezieht, was jedoch nicht direkt die Relativität der Gleichzeitigkeit in der SRT beschreibt. In der Relativitätstheorie geht es nicht um unterschiedliche Uhrzeiten aufgrund von Zeitkonventionen, sondern darum, dass unterschiedliche Beobachter in verschiedenen Inertialsystemen tatsächlich unterschiedliche Zeitpunkte für dieselben Ereignisse messen können.

Wer die SRT ablehnt, weil sie dem Alltagsverständnis widerspricht, verkennt die experimentell bestätigte Realität dieser Effekte. Viele Experimente haben die Voraussagen der SRT, einschließlich der Relativität der Gleichzeitigkeit, bestätigt, zum Beispiel die Messungen von Myonen oder die Zeitdilatation in schnellen Teilchenbeschleunigern.

Es geht also nicht um "falsch gehende" Uhren, sondern um die tiefgreifende Tatsache, dass Raum und Zeit miteinander verknüpft sind und sich mit der Relativbewegung von Beobachtern verändern.
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Harald Maurer » Sa 5. Okt 2024, 11:18

Skeptiker hat geschrieben:Einstein zeigte, dass die Lichtgeschwindigkeit in allen Inertialsystemen konstant ist und dass Zeit und Raum je nach Beobachter unterschiedlich gemessen werden.

Das hat er nicht gezeigt, sondern postuliert. Ein Postulat ist eine Aussage, die nicht zu beweisen ist. Und es gibt auch keinen Beweis. Nachdem die LG unterschiedlichst gemessen wurde, ist sie 1983 aufgrund einer Berechnung von Louis Essen mit 299792,458 km/s amtlich festgelegt worden (codata).
Man sollte in diesen Debatten immer höchst genau sein und keine falschen Behauptungen aufstellen.
Grüße
Harald Maurer
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Re: Holle's großer Irrtum vom angeblichen Bezugssystem

Beitragvon Harald Maurer » Sa 5. Okt 2024, 11:24

Skeptiker hat geschrieben:In der Relativitätstheorie geht es nicht um unterschiedliche Uhrzeiten aufgrund von Zeitkonventionen, sondern darum, dass unterschiedliche Beobachter in verschiedenen Inertialsystemen tatsächlich unterschiedliche Zeitpunkte für dieselben Ereignisse messen können.

Unterschiedliche Zeitpunkte für ein und dieselben Ereignisse sind lediglich unterschiedliche Anzeigen auf Uhren, das ändert aber nichts an dem Moment, an dem das Ereignis geschieht und dieser Moment mit allen anderen Momenten im Universum zusammenfällt. Schon Newton unterschied deshalb eine universelle (absolute) Zeit mit einer individuellen Zeit.
Grüße
Harald Maurer
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