Gerhard Kemme hat geschrieben:Nachfolgend das Beispiel für eine Longitudinalwelle:
und ich frage mich, ob durch einen Polarisationsfilter - oder auf das Mechanische übertragen - einen Spalt ausgeschlossen werden kann, dass es sich um eine Welle handelt, die auch longitudinale Eingenschaften hätte. Meiner Ansicht nach zeigt die entsprechende Reaktion auf Polarisationsfilter oder Spalt, dass ein transversaler Wellenanteil vorhanden ist, aber es wird nicht ausgeschlossen, dass ein longitudinaler Anteil vorhanden ist. Es könnten die stationären schwingenden Teilchen einer "gemischten Welle" transversal rauf und runter schwingen und gleichzeitig in Längsrichtung rhythmisch komprimiert und entspannt werden, da das Ausbreiten der Welle eine Druckausübung bei elastischer Aufhängung der Schwingteilchen erfordert, wobei die Teilchen durch die Druckausübung in Schwingungen geraten. Jedes Teilchen, das so die nachfolgenden Teilchen angestoßen hat, schwingt selber nach und dies wären Schwingungen in Ausbreitungsrichtung.
mfg
Schauma mal etwas genauer hin.
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Ich hab ihn in drei Teile aufgeteilt, das reicht aus um anzudeten wie die Bewegungen ablaufen.
Wärend im unterem Teil des Strahlers die Elektronen nach oben laufen, stehen sie im mittlerem Teil -still- und bewegen sich im oberem Teil nach unten.
Da es sich um einen resonanten Schwingkörper handelt muss es so sein.
Die Summe aller Bewegungen auf dem strahler ist insgesamt Null.
Hier der gesamte Strahler mit seinen Bewegungen.
(wie immer eine Momentaufnahme!)
....| v
....| v
....| =
....| =
....| ^
....| ^
E
....| ^
....| ^
....| =
....| =
....| v
....| v
Das bedeutet dass in Längsrichtung des Strahlers keinerlei resultierende Bewegungen vorhanden sind.
Das bedeutet dass sich, aus ausreichendem Abstand betrachtet, alle Bewegungen auskompensieren.
Das bedeutet dass ein Dipol in Längsrichtung keine Strahlung abgibt.
Wie kommt nun das Sendesignal zustande?
Ganz einfach, es werden ja Elektronen bewegt.
Ihre Wirkungen auf den Träger gehen ja nicht schnurgerade nur in ihre Bewegungsrichtung, sondern auch seitwärts davon.
So wie ein Tennisball die Luft auch seitwäts wegschiebt, so -in etwa- auch bei den Elektronen.
Als resultierendes Signal bleibt also nur das übrig dass sich nicht selbst auskompensiert.
Die in Bewegungsrichtung der Elektronen enstehenden Wirkungen im Träger kompensieren sich ja komplett aus, es bleiben nur die -seitwärtigen- übrig.
Wenn man nun den Bwegungsrichtungen Druckwirkungen/Richtungen zuschreibt dann ergibt sich dieses Bild.
....| v >
....| v >
....| =
....| =
....| ^ <
....| ^ <
E
....| ^ <
....| ^ <
....| =
....| =
....| v >
....| v >
die Pfeile > und < deuten die Druckwirkungsrichtung an.
ich kanns nur 2d darstellen, bei 3d muss man seine Phantasie spielen lassen.
Da gehts dann nicht nach > <, sondern kegelartig.
Das Ergebnis ist die Polarisation des Sendesignals.
Denn wenn man einen Empfangsdipol 90 grad gedreht verwendet dann kann er die Differenzen nicht auswerten und gerät nicht in Resonanz.
Denn der Empfangsdipol -lebt- von den Differenzen die beim Sender erzeugt werden. Nur wenn er in Resonanz gebracht werden kann, er ist ja ein reiner Resonanzkörper, dann kann er auch empfangen.
Licht/Funk beruht auf der Differenz des abgesendeten longitudinalen Signals und darauf das Sender und Empfänger Resonanzkörper sind.
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Diese Richtung
....| v >>>>>>>>>>>>>>>>
und diese Richtung
....| ^ <<<<<<<<<<<<<<<
und alle Zwischenwerte des Sinussignals,
liegen gleichzeitig "in der Luft", also werden im Träger weitergeleitet.
Es gibt also nicht die Richtung über die ganze Höhe wie Gerhards Bild es zeigt, sondern sowohl als auch Bewegung.
....| v >
....| v >
....| =
....| =
....| ^ <
....| ^ <
E
....| ^ <
....| ^ <
....| =
....| =
....| v >
....| v >
Wenn nun diese -sowohl als auch- Bewegungsrichtungen auf einen Dipol treffen dann geschieht genau das Gleiche wie beim Sender.
Die Elektronen des Dipols machen die selben Bewegungen wie beim Sender.
Es entsteht das Empfangssignal an der Auskoppelspule (E).
Die Resonanzschwingung auf der Antenne wird hier nicht von der Spule aufgezwungen, sondern von den longitudinal einkommenden Trägerdruckunterschieden.
Diese zwingen die (freien) Elektronen sich zu bewegen, denn diese sind es die hier betroffen sind.
Da sie nur auf/ab können regen sie damit die Resonanz auf der Antenne an.
Darum muss die Antenne auch in der richtigen Lage sein, darum ist -Polarität- vorhanden.
Wenn die Empfangsantenne 90 grad dazu liegt dann kompensieren sich die Druckschwankungen aus und es gibt kein Empfangssignal.
Zusammenfassend:
Die Bewegungen der Elektronen auf dem Diopl sind in Längsrichtung zum Dipol, hier auf/ab.
Die Druckausgleichsvorgänge im Trägermedium laufen longitudinal ab.
Die Bewegungsunterschiede (Richtungen) innerhalb des Trägers ergeben sich dadurch dass die Elektronenbewegungen auf dem Dipol unterschiedlich sind (gleichzeitig auf und ab).
Gleiches gilt auch für ein Polfilter das noch im sichtbarem Licht ist.
Da passiert Ähnliches wie bei der Dipolantenne.
Kurt

