mmgarbsen hat geschrieben:Hallo Gerhard Kemme,
Du schreibst: > Wissenschaft hat etwas mit der Anwendung von Methoden zu tun. < Oh nein, mein lieber Kemme. Wissenschaft hat in erster Linie etwas mit Wissen zu tun.
Nein. Das hat etwas mit Wissen schaffen zu tun
Die Anwendung von Methoden ist Auftrag an die Praktiker.
Auch das ist nicht richtig. Der "Praktiker" wendet Wissen an.
Ich verweigere auch niemanden die Anerkennung über die Erbringung von Leistung.
Es kommt nicht auf die Leistung an (Arbeit/Zeit) sondern auf das Ergebnis und das artet manchmal in Arbeit aus. Die darf man anerkennen.
Aber Ehre wem Ehre gebührt. Die Errungenschaften des technischen Fortschritts haben wir doch meistens den Einfällen von Tüftlern, Bastlern oder Erfindern zu verdanken.
Diffamiert. Das sind die, welche das Wissen anwenden und auch Wissen schaffen.
Wissenschaftler haben doch fast immer das theoretisch zu erklären versucht, was in der Praxis schon hervorragend funktioniert.
Die Praxis resultiert aus der "allgemeinen" Naturbeobachtung und umfasst viele Einflußgrößen. Der richtige Wissenschaftler extrahiert ein Problem auf einen unanwendbaren Idealfall. Aber auch das ist wichtig! Die Summe der Lösung der "idealen" Teilprobleme ergibt dann die Lösung des praktischen Proiblems.
Das gilt nicht nur für Auto und Straßenbahn, sondern auch für elektrische und elektronische Geräte u. v. m. Bevor Wissenschaftler mit befremdlichem Vokabular beschreiben, was man mit elektr. Strom so alles machen kann, sollten sie erstmal plausibel erklären, was überhaupt elektr. Strom ist.
Das ist eben die Kunst mancher Wissenschaftler, ihr tatsächliches Unwissen mit gewaltigem Wortschwall tarnen zu können. Wer erstarrt da nicht in Ehrfurcht?
Selbst die Grundlagen der Raumfahrt haben wir nicht der Wissenschaft zu verdanken, sondern der zusammengewürfelten Entwicklungsgruppe um Wernher v. Braun.
Da waren durchaus Wissenschaftler. Sie haben Wissen geschaffen. Ein Entwickler ist auch kein Automat, welchen man ersetzen könnte. Er schafft Wissen. Wie man universelles Wissen anwendet. Sonst wäre er kein Entwickler. Ein Wissenschaftler wäre als Entwickler wahrscheinlich eine Totalniete! Seine Ausbildung reicht dazu meist nicht aus. 95%-99% der Wissenschaftler sind zudem keine Wissenschaftler, da sie kein Wissen schaffen. Jeder Konstrukteur schafft dagegen neues Wissen, da es einmalig, noch nicht dagewesen ist. Sonst bräuchte man keinen Konstrukteur.
Ich kriege immer einen dicken Hals, wenn mir jemand schreibt, daß ich ohne die Wissenschaften kein Fernsehen und keinen Computer hätte. Oder daß ich nicht telefoniern oder autofahren könnte, wenn nicht ein wissenschaftlicher Personenkreis dafür gesorgt hätte.
Doch. Das waren Wissenschaftler. Allerdings echte und nicht eingebildete. Das waren z.B. Ingenieure.
Natürlich sind meine Ansichten nicht öffentliche Meinung. Aber trotzdem kann sich die Allgemeinheit ein paar Gedanken darüber machen. Und wenn sie das nicht tut, dann ist mir das auch wurscht.
Recht hast Du. Was die Allgemeinheit denkt ist uninteressant. Man selbst muß mit sich zufrieden sein. Die öffentliche Meinung wird uns nur von einer kleinen Minderheit vorgegaukelt. Sogar im wissenschaftlichen Bereich zählt nicht das einzelne Genie sondern die zwangsweise dumme, weil durchschnittliche Mehrheitsmeinung. Der normale Wissenschaftler tituliert sich heute bereits als solcher, wenn er wissenschaftliches Gerät spült oder wissenschaftliche Räume reinigt. Selbst eine einfache Addition wird heute bereits als wissenschaftliche Theorie angesehen, wozu es eines Experten für die Verifizierung bedarf. Lass mal in gewissen Kreisen das Problem untersuchen, was 3m/s + 5m/s in Wahrheit sind! Jeder selbsternannter Wissenschaftler wird zu einem Ergebnis etwa 7,99.. m/s kommen. Diese Idioten bringen es sogar fertig, sich als "Experten" für spezielle Probleme anbiedern zu wollen.
PS: Und wenn Du wissen willst, was ich über EM-Wellen oder Atome zu sagen habe, dann googel halt mal ein bißchen.
Habe nichts gefunden. Der heiße Tip war zu unspezifisch.
Lieben Gruß
die ungläubige