Neoklassische Relativitätstheorie von Kieran D. Kelly

Hier werden diverse Äthermodelle diskutiert

Re: Neoklassische Relativitätstheorie von Kieran D. Kelly

Beitragvon Ralf Maeder » So 8. Mai 2022, 19:47

Seine Aussage scheint widerspruechlich zu diesem Zeitpunkt: "Nichts, nicht einmal Licht, kann sich von A nach B mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, denn ein Teil seiner Geschwindigkeit wird immer fuer die Schwingung benoetigt." = "Nothing, not even light, can travel from A to B at the speed of light because some fraction of the speed is always required for oscillation."

Widerspruechlich sage ich, denn c ist ja nun mal Lichtgeschwindigkeit. Laut Kelly kann also selbst Licht sich nicht mit voller Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Sicherlich ein wichtiger Punkt aus meiner Sicht, der auf den vermeintlichen Widerspruch hin durchdacht werden sollte.

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Re: Neoklassische Relativitätstheorie von Kieran D. Kelly

Beitragvon Ralf Maeder » So 8. Mai 2022, 19:51

Kurt hat geschrieben:
Ralf Maeder hat geschrieben:
"Die Lichtgeschwindigkeit ist...


Hallo Ralf,

ich finde man sollte zuerst klären was Geschwindigkeit bedeutet.

Gehst du mit mir konform das es dasda ist?

v=s*t

Wobei
v für Geschwindigkeit steht
s für eine Strecke
t für eine Zeiteinheit

s in Metern
t in Sekunden
v in Meter pro Sekunde.


Das bedeutet, dass einer Geschwindigkeitsangabe eine Strecke und eine Zeiteinheit zugrunde liegt und angeben sein muss, bzw. vollkommen klar ist.
Ist das nicht der Fall ist die Angabe wertlos.

Kurt

.

Kurt, ob man die Schwingungsgeschwindigkeit und die Bewegungsgeschwindigkeit einer elektromagnetischen Welle laut Maxwell's mathematischer Beschreibung so ausdruecken kann wie du es tust, das geht ueber meinen Horizont hinaus.

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Re: Neoklassische Relativitätstheorie von Kieran D. Kelly

Beitragvon bumbumpeng » So 8. Mai 2022, 19:56

Ralf Maeder hat geschrieben:Hier seine erstaunliche Schlussfolgerung: "Nichts, nicht einmal Licht, kann sich von A nach B mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, denn ein Teil seiner Geschwindigkeit wird immer fuer die Schwingung benoetigt." = "Nothing, not even light, can travel from A to B at the speed of light because some fraction of the speed is always required for oscillation."

Mein Gedanke zu diesem ist der: wenn seine Ausganspraemisse physikalisch und mathematisch korrekt ist und seine mathematischen Ableitungen nicht fehlerhaft sind, dann sind seine Schlussfolgerungen durchaus schockierend, denn sie entziehen etliche Aussagen und Interpretation zu vielen Teilbereichen, die die Relativitaetstheorie ausmachen, den Boden.

Hallo Ralf Maeder,

Licht ist lediglich Energie in Form von Schwingungen, das sich mit LG ausbreitet. Ob Langwelle oder Höhenstrahlung spielt keine Rolle. Das Medium entscheidet über die Ausbreitungsgeschwindigkeit.

Vergleiche mit dem Schall.
Da entscheidet das Medium. Luft ist nicht gleich Luft. Temperatur und Druck wirken sich aus.

Es hat aber m.E. nichts mit der RT zu tun, sondern es widerspricht der normalen Physik.

Mir ist völlig unklar, was Kelly überhaupt will???
Zuletzt geändert von bumbumpeng am So 8. Mai 2022, 20:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neoklassische Relativitätstheorie von Kieran D. Kelly

Beitragvon Kurt » So 8. Mai 2022, 20:00

Ralf Maeder hat geschrieben:

...so ausdruecken kann wie du es tust, das geht ueber meinen Horizont hinaus


Hm, das glaub ich dir nicht.

Sag was du da nicht zu verstehen glaubst.

Kurt

.
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Re: Neoklassische Relativitätstheorie von Kieran D. Kelly

Beitragvon bumbumpeng » So 8. Mai 2022, 20:04

Ralf Maeder hat geschrieben:Laut Kelly kann also selbst Licht sich nicht mit voller Lichtgeschwindigkeit ausbreiten.

Da irrt der Junge aber ganz gewaltig.
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Re: Neoklassische Relativitätstheorie von Kieran D. Kelly

Beitragvon McMurdo » So 8. Mai 2022, 20:14

bumbumpeng hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:
Ist die Trägheit anders, dann ändert sich auch die LG ein wenig.


Das geben die Maxwellgleichungen aber nicht her.
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Re: Neoklassische Relativitätstheorie von Kieran D. Kelly

Beitragvon Ralf Maeder » So 8. Mai 2022, 22:24

Kurt hat geschrieben:
Ralf Maeder hat geschrieben:

Kurt, ob man die Schwingungsgeschwindigkeit und die Bewegungsgeschwindigkeit einer elektromagnetischen Welle laut Maxwell's mathematischer Beschreibung so ausdruecken kann wie du es tust, das geht ueber meinen Horizont hinaus.

Ralf Maeder

Ich verstehe, dass deine Formel eine sehr simple Formel ist, allgemein anerkannt und nachvollziehbar. Ob diese allerdings in einer dreidimensionalen Maxwellgleichung Anwendung finden kann, weiss ich nicht, handelt es sich hier doch um eine Wellenbewegung in drei Dimensionen, wo lediglich die resultierende kombinierte Bewegungsgeschwindigkeit der Welle in c resultiert.

Meine Intuition sagt mir, dass es keine einfache Spiralbewegung zum Beispiel ist, sondern komplexer. In der Tat hatte ich im Internet gestoebert, ob ich visuelle Interpretationen zum mathematischen Modell einer dreidimensionalen elektromagnetischen Welle finden koennte. Ich war ueberrascht, dass es dazu kaum intuitives Material gibt. Das Beste was ich finden konnte, war eine Visualization einer Quantenwelle in 3d:
https://www.youtube.com/watch?v=imdFhDbWDyM

Gruss Ralf Maeder
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Re: Neoklassische Relativitätstheorie von Kieran D. Kelly

Beitragvon bumbumpeng » Mo 9. Mai 2022, 04:49

Ralf Maeder hat geschrieben:
Meine Intuition sagt mir, dass es keine einfache Spiralbewegung zum Beispiel ist, sondern komplexer. In der Tat hatte ich im Internet gestoebert, ob ich visuelle Interpretationen zum mathematischen Modell einer dreidimensionalen elektromagnetischen Welle finden koennte. Ich war ueberrascht, dass es dazu kaum intuitives Material gibt. Das Beste was ich finden konnte, war eine Visualization einer Quantenwelle in 3d:

Hallo Ralf Maeder,

Man nehme einen Laser. Ein Laser hat i.d.R. nur eine Frequenz. Dieser geht ziemlich exakt nur in eine Richtung. Das wird bei der Entfernungsmessung zum Mond angewendet. Das wird bei den Gravitationswellendetektoren angewendet. Da ist kein 3D, da ist ein ganz feiner haarscharfer Strahl in eine Richtung und funktioniert.
Das Ganze hat also nichts mit 3D zu tun. E.-m. Wellen breiten sich normal in alle Richtungen mit LG aus.
Mir ist dabei unklar, was die LG mit einer angeblichen 3D Welle zu tun haben soll? Mir ist unklar, was D. Kelly überhaupt damit sagen will?

Licht ist sicher keine exakte Sinuswelle, wie wir sie aus der Radiowelle kennen. Weißes Licht setzt sich sowieso aus dem gesamten Spektrum zusammen. Aber das ist eine andere Sache, denn hierbei geht es um die Ausbreitungsgeschwindigkeit.

Funk kommt von Funken. Die Zündanlagen in KFZ erzeugen Störungen in Funkempfängern, weil sie e.-m. Signale generieren.
Wie exakt die Welle aussieht und ob die spiralförmig ist, ist für mich uninteressant. Sie breitet sich mit c aus.
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Re: Neoklassische Relativitätstheorie von Kieran D. Kelly

Beitragvon Rudi Knoth » Mo 9. Mai 2022, 06:54

@bumbumpeng » So 8. Mai 2022, 19:09


Mich interessiert, wie man e.-m. Wellen, die sowieso mit LG unterwegs sind, beschleunigen will? Was soll eingesperrt bedeuten?

Die Welle hat keine Träge Masse, sondern die Felder haben eine minimale Trägheit bei der Umpolung, gleich einem Pendel.


Nach meinem Wissen war dies ein Gedankenexperiment, in dem man eine Elektromagnetische Welle in einen "Spiegelkasten einsperrt". Dies soll dann eine zusätzliche träge Masse besitzen. Und für diese gilt dann die Beziehung M=E/c**2.

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Neoklassische Relativitätstheorie von Kieran D. Kelly

Beitragvon Rudi Knoth » Mo 9. Mai 2022, 07:21

Und jetzt noch einige Bemerkungen zum Ausgangsthema:

Soweit ich dieses Werk verstanden habe, interpretiert der Autor die Maxwellgleichungen auf seine eigene Art. Er betrachtet die Lichtgeschwindigkeit als eine aus zwei Geschwindigkeiten zusammengesetzte Geschwindigkeit. Betrachten wir ertmal eine ebene Welle, die sich in einer Richtung ausbreitet. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit ist dann die Lichtgeschwindigkeit c. Diese kann man natürlich in einem Kartesischen Koordinatensystem in drei Geschwindigkeiten in den drei Achsen aufteilen. Die Summe der Quadrate der Projektionen auf die drei Achsen ergibt dann nach Pythagoras dann das Quadrat der Lichtgeschwindigkeit. Dies ist die Aussage der Maxwellgleichung.

Nach der Theorie von Einstein (und auch schon Woldemar Voigt) soll diese Maxwellgleichung unabhängig davon sein, ob sich das Koordinatensystem gegenüber einem anderen nicht beschleunigt bewegt. Daraus kann man die Forderung für eine Transformation der Wellengleichung stellen, daß diese Gleichung bei der Transformation sich nicht ändert.

Einstein wie Lorentz (von Poincare angeregt) führten dann das Relativitätsprinzip ein, das beschreibt, daß man gleiche Ergebnisse bei Messungen in beiden Koordinatensystem bekommt. Diese Transformation nennt man auch Lorentz-Transformation, weil sie Lorentz früher veröffentlicht hat.

Gruß
Rudi Knoth
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