Lübecker hat geschrieben:Die Uhren auf der Oberfläche gehen dilatiert. Wird eine nach oben gebracht, nimmt die Dilatation der Uhr gegenüber der auf der Oberfläche ab.
Und das heißt im Klartext, dass die Uhr schneller läuft!
Lübecker hat geschrieben:Dadurch wird die Frequenz von 10,229999995453Mhz welche vom Sender (noch) auf der Oberfläche gemessen wurde, steigend gemessen.
Dadurch wird die Frequenz von 10,229999995453Mhz welche vom Sender (noch) auf der Oberfläche gemessen wurde, steigend gesendet!
Lübecker hat geschrieben: Sind der Sender und die Uhr im Orbit angelangt, wird durch die auf der Oberfläche stärker dilatierten Uhr, die Sendefrequenz von 10,229999995453Mhz mit 10,23Mhz gemessen.
Die Frequenz 10,23 MHz wird gemessen, weil sie so von der schnelleren Uhr im Orbit gesendet wird. Die Uhr, die ihren Gang verändert hat, ist jene im Orbit. Demnach ist die Bodenuhr nicht langsamer geworden, sondern die Uhr im Orbit schneller, denn nur diese hat ihren Ort bzw. das Grav.Potenzial gewechselt. Es ist also logisch falsch, wenn man den Effekt nun der Bodenuhr zuschreibt, denn da müsste sie ihren Gang geändert haben. Hat sie nicht - infolgedessen kann man die Urache nur an der Orbituhr festmachen.
Lübecker hat geschrieben:Kein Effekt wäre, wenn der Sender unten weiter mit der Sendefrequenz von 10,229999995453Mhz empfangen würde. Der Effekt liegt im unterschiedlichen Gang der Uhren begründet.
Richtig. Nur muss man die Ursache für den unterschiedlichen Gang jener Uhr zuschreiben, die durch Wechsel ihrer Gangart den unterschiedlichen Gang verursacht - und das ist jene Uhr, die in den Orbit geschickt wird. Nicht die Bodenuhr verändert die Zeitintervalle für die Messung, sondern die Orbituhr verändert diese für die Sendung - indem sie schneller geworden ist! Das erhöht die Frequenz, und nicht die Messung am Boden. Die Bodenuhr misst immer gleich. Entweder entsteht der Effekt, weil die Sendeuhr schneller wurde, oder er entsteht, weil die Bodenuhr langsamer wurde. Letzteres ist aber ausgeschlossen, weil die Bodenuhr - so wie alle Uhren auf dem Erdboden - ihr Gravitationspotenzial nicht verlassen hat. Die Gangänderung - und damit die Frequenzänderung - kann daher nur jener Uhr ursächlich zugeschrieben werden, die das Gravitationspotenzial gewechselt hat. Also der Sendeuhr! Demnach kann nur ihr schnellerer Gang für den Effekt die Ursache sein - weil sie die Frequenz dadurch erhöht sendet!
Lübecker hat geschrieben:Gäbe es keinen Effekt, würden Uhren durch Gravitation nicht dilatiert gehen. Bewegt sich ein Beobachter von einem Sender auf eine große Masse zu, geht seine Uhr gegenüber der des Senders immer langsamer. Dadurch misst er die Frequenz des Senders steigend. Je näher er der Masse kommt, um so höher wird er die Frequenz des Senders messen.
Ja, richtig, denn Sie beschreiben nun eine Empfängeruhr, die das Gravitationspotenzial wechselt und deshalb die Intervalle für die Messung ändert. In diesem Fall bleibt der Sender unverändert, und die Beobachteruhr erzeugt den Effekt durch Messung. Im GPS ist es aber umgekehrt. Hier entsteht der Effekt nicht durch die Messung, sondern durch die Sendung! Weil die Empfängeruhr unverändert bleibt, die Sendeuhr aber schneller im Orbit läuft.
Lübecker hat geschrieben:In der konträren Betrachtung hier, müsste der zurückgebliebene Sender nun stetig seine Sendefrequenz ändern und immer genau mit der senden, welche vom Beobachter auf seinen Weg gemessen wird. Noch kurioser wird diese Betrachtung, wenn es mehr als nur einen Beobachter des Senders in unterschiedlichen Entfernungen zur Masse gibt. Jeder Beobachter kann dann behaupten, sein Bezugssystem sei entscheidend, der Sender sende „tatsächlich“ mit der Frequenz die er empfängt. Gibt es keine Frequenzveränderung auf dem Weg vom Sender zum Empfänger, muss der Sender logischerweise mit der Frequenz senden, welche empfangen wird. Bedeutet, empfangen drei Beobachter denselben Sender mit drei unterschiedlichen Frequenzen, sendet der Sender gleichzeitig mit drei unterschiedlichen Frequenzen. Das ist nicht wirklich überzeugend. Da hilft auch:
Da verdrehen Sie den Sachverhalt. Sie müssen sich entscheiden, ob der Sender oder der Beobachter das Gravitationspotenzial wechselt. Begibt sich der Sender in unterschiedliche Potenziale, wird er unterschiedlich senden. Begibt sich der Empfänger in unterschiedliche Potenziale, wird er unterschiedlich empfangen, ohne dass sich der Sender verändert, der im gleichen Potenzial verbleibt. Befinden sich gegenüber dem Sender mehrere Beobachter in unterschiedlichen Potenzialen, dann werden sie unterschiedliche Frequenzen messen, weil ihre Uhren den Potenzialen entsprechend laufen. Sie werden daher nicht annehmen müssen, dass der Sender für jeden eine eigene Frequenz sendet. Sondern dieser sendet immer dieselbe Frequenz, eben jene, die dem Gang seiner Uhr in seinem Grav.Potenzial entspricht.
Lübecker hat geschrieben:Ändert der Beobachter seine Höhe auf der Oberfläche muss der Sender im Orbit auch die Frequenz ändern. Oder der Beobachter ändert sein BS mit jeder Höhenänderung. Dann ist es aber nicht mehr nur ein BS. Und bei drei Beobachtern sind es dann drei BS. Hier einen beliebig zu bevorzugen und dessen Uhr für alle Beobachter als Referenzuhr vorzugeben, nur damit die Frequenz an jedem Ort und Entfernung von der Masse gleich bleibt, hilft da nicht
Wieder alles verdreht und verkorkst. Ändert der Beobachter seine Höhe auf der Oberfläche, wird das dem Sender im Orbit völlig egal sein und nach wie vor die Frequenz unverändert senden. Aber der Beobachter wird sie verändert empfangen, denn nun befindet er sich in einem anderen Gravitationspotenzial und seine Empfängeruhr hat den Gang verändert, was dann zur veränderten Frequenzmessung führt - obwohl sich am Sender absolut nichts verändert hat. Das gilt für jeden Beobachter, der sich in andere Potenziale begibt.
Lübecker hat geschrieben:Die ZD ist ja ein Effekt, der durch die ART beschrieben wird. In der konträren Betrachtung hier, wird die ZD als gegeben vorausgesetzt um die ART zu falsifizieren. Gibt es denn nun die ZD, oder nicht? Und wenn, beschreibt die ART den Effekt nur falsch? Und wie wäre er richtig zu beschreiben?
Was es gibt und experimentell bewiesen ist, ist der vom Gravitationspotenzial abhängige Gang von Uhren. Das hat nichts mit einer Dilalation der ZEIT zu tun, sondern mit dem Einfluss der Gravitation auf die Lichtgeschwindigkeit, die in den Atomuhren eine Rolle spielt (weil man mit Planck jedes Atom als Oszillator betrachten kann). Die Lichtgeschwindigkeit ist gravitationsabhängig nach
c'=c*(1+Φ/c²)
und es wird nicht überraschen, dass sich das zur Frequenzänderung proportional verhält
f'=f*(1+Φ/c²) !
Die Frequenzdifferenz zwischen zwei unterschiedlichen grav.Potenzialen ergibt sich (in schwachen Feldern) einfach mit
fB/fA= 1+(ΦA-ΦB)/c². Wird ein Sender in ein anderes Potenzial gebracht, wird er eine zuvor bestimmte Frequenz dementsprechend verändert senden. Wird ein Empfänger in ein anderes Potenzial gebracht, wird er eine bestimmte Frequenz dementsprechend verändert empfangen. Auf den Lichtstrecken dazwischen geschieht gar nichts mit der Frequenz. Da unterschiedliche Frequenzen unterschiedliche Energie bedeuten, wird hier offenbar Energie aus Zeit gewonnen bzw. in Zeit verloren. Daher muss die ART noch eine zweite Erklärung liefern und mit einem Widerspruch leben.
Ein Beobachter, der sich in einer Raumstation befindet und dessen Uhr hier schneller läuft, hat noch eine andere Uhr vor sich, nämlich die Erdrotation (aus welcher unser Zeitnormal abgeleitet ist). Wird er glauben, dass die Erde sich nun plötzlich langsamer dreht, oder wird ihm klar sein, dass es seine Uhr ist, die schneller und somit falsch gegenüber dem Erdzeitnormal läuft? Wird er glauben müssen, dass in seiner Raumstation die Zeit schneller vergeht, obwohl er mit astronomischer Methode feststellen kann, dass der Tag nach wie vor 24 Stunden dauert? Welcher Zeitenlauf wird gelten - jener einer falsch gehenden Uhr oder jener der Erdrotation, die dafür verantwortlich ist, dass wir überhaupt auf die Idee gekommen sind, Ereignisse mit ihr in Beziehung zu bringen und damit "Zeit" zu definieren. Denn messen kann man die Zeit nicht. Und deshalb betreiben gravitationsabhängige Uhren keine Messung der Zeit und schon gar nicht eine Messung einer Zeitdilatation.
Die ART wird allgemein überschätzt. Man kann mit ihr ohne Newton gar nichts anfangen, weil sie für jede Berechnung keine Anfangsparameter liefern kann. Da müssen stets Newton und Kepler zuerst her. Die ART beschreibt auch nur Bewegungen masseloser Punkte auf Geodäten und handelt es sich um zwei wechselwirkende Massen, muss wieder Newton hilfreich zur Seite stehen. Die ART gibt vor, die kleine Abweichung der Periheldrehung des Merkur zu berechnen, ist aber nicht in der Lage, den Hauptanteil dieser Drehung zu begründen, der mit Newton auf den Einfluss von Venus und Jupiter zurückgeführt werden kann. Aber man kann auch die Rosettenbahn des Merkur mit Newton erklären. Über die Mängel der ART und die Probleme mit den Feldgleichungen, die aufgrund ihrer Nichtlinearität keine analytischen Lösungen zulassen und bei Vorliegen nichtsphärischer Massenbeziehungen jeden Mathematiker zur Verzweiflung bringen, der ohne Approximationen und zusätzlichen Algorithmen und Anleihen von Newton gar keine Chance hat, irgendetwas mit der ART zu berechnen, kann man Bücher vollschreiben. Und diese Bücher gibt es. Es ist daher nicht sonderlich erstaunlich, dass die ART hinsichtlich der grav. Rotverschiebung mit zwei gegensätzlichen Erklärungen hantieren muss. Einerseits mit dem unterschiedlichen Gang von Uhren - da bleibt aber das Äquivalenzprinzip nicht erfüllt, das immerhin das Fundament der ART darstellt, und andererseits der Energieansatz mit Fallbeschleunigung und allem Drum und Dran, der von vornherein bei masselosen Teilchen, die man nicht beschleunigen kann (!) ein verwegenes Fantasieprodukt ist und zugleich die Erklärung mit den Uhren ausschließt, weil bei beiden Ursachen zugleich die doppelten Werte herauskämen, als sie sich aus den Gleichungen der ART ergeben.
Irgendeine Theorie unserer Wissenschaft für endgültig und wahr zu halten, ist nun mal ein Fehler. Besonders bei den Relativitätsheorien...
Grüße
Harald Maurer

