Jocelyne Lopez hat geschrieben:- Wurde c=const bei der Synchronisation der Uhren gemäß SRT zugrunde gelegt?
oder
- Wurde c +/- v bei der Synchronisation der Uhren gemäß Sagnac-Effekt zugrunde gelegt?
Das spielt eigentlich keine Rolle. Der Sagnac-Effekt ist viel zu gering!
Während der Laufzeit der Neutrinos von Cern zum Gransasso (etwa 2,4 ms) würde sich das Ziel um rund 70 cm weiter bewegen und das ergäbe eine Verlängerung der Laufstrecke von etwa 400 nm oder eine größere Laufzeit um gerade mal 1-2 Femtosekunden (1 fs=0,000000000000001 s !). Das kann natürlich eine Laufzeitdifferenz von ca. 60 ns nicht erklären.
Ein falsch bemessenes Kabel müsste schon um mehr als 6 Meter zu lang sein, um die Differenz zu begründen. Und ein lockerer Stecker könnte überhaupt keine Wirkung haben, denn entweder gibt es Kontakt oder keinen... Das klingt also alles nicht sehr überzeugend.
Andere, ähnliche Experimente ergaben Geschwindigkeiten der Neutrinos "im Bereich der Lichtgeschwindigkeit". Sie sind also alle nicht genau genug, um festlegen zu können, ob sie Lichtgeschwindigkeit hatten oder knapp darunter oder darüber - wobei Lichtgeschwindigkeit lt. SRT schon nicht "erlaubt" wäre.
Interessanter im Zusammenhang mit dem Opera-Experiment sind aber die vielen Abhandlungen, Erklärungen und Theorien, die prompt von diversen Gelehrten publiziert wurden, um damit zu erklären, wieso die Neutrinos die SRT nicht widerlegen, wenn sie schneller wären als das Licht. Diese Leute sind die eigentlich Blamierten und haben damit demonstriert, wie stark das Verlangen in der science community verwurzelt ist, Einstein um jeden Preis zu bestätigen!
Dafür war die Methode, einen lockeren Stecker vorzufinden, wohl die einfachste Lösung...
Grüße
Harald Maurer

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