Trigemina hat geschrieben:Die RdG ist eine Folge der LT
Ach so, die relativistischen Effekte sind die Folge einer Koordinatentransformation! Na, wunderbar, dann wenden wir die LT einfach nicht an und die Effekte bleiben folglich aus!
Trigemina hat geschrieben:Nach Deiner Logik, worin der Bewegungszustand von B einen Einfluss auf die Parameter von A haben soll, müsste man sich die Frage stellen, um wieviel die Uhr in A früher gestoppt würde, wenn mehrere unterschiedlich dazu bewegte Bezugssysteme vorlägen?
Ja, die Frage müsste man sich tatsächlich stellen, aber zum Glück sind die ganzen Effekte nur die Folge einer bestimmten Koordinatentransformation. Man wendet einfach eine andere Transformation an und die Folgen sind dann einfach auch anders, nicht wahr?
Ist die Folge des Bewegungszustandes von B jene, dass synchron laufende Uhren in A nun zu asynchron laufenden in B werden, was ja ziemlich lästig sein kann, dann sollte man die LT wohlweislich vermeiden! Mit der GT bleiben die Uhren nämlich in beiden Systemen synchron - ist doch viel praktischer, oder nicht?
Liebe Trigemina, die LT zieht keine Folgen nach sich, sondern versucht bei der Transformation von einem Bezugssystem zum anderen einem Naturphänomen gerecht zu werden, von welchem man meint, dass es tatsächlich existiert: c=const in allen IS. Das Postulat ist keine Folge der LT, auch die RdG ist keine Folge der LT und LK und ZD auch nicht, das alles soll naturgegeben vorliegen und die LT berücksichtigt das bei der Transformation. Sind Relativisten wirklich schon so abgehoben, dass sie glauben, mathematische Formeln erschaffen die Wirklichkeit?
Und Uhren im Ruhesystem A werden nicht bloß wegen einer "Betrachtung" aus dem bewegten System B asynchron, sondern deshalb, weil sie wegen des Postulats in B zu anderen Zeitpunkten gestartet werden als in A. Und wenn sie zu anderen Zeitpunkten gestartet werden können, dann können sie auch zu anderen Zeitpunkten gestoppt werden, und auch das ist keine Folge der LT, sondern eine Folge des zauberhaften Umstands, dass ein und derselbe Lichtstrahl in beiden Systemen konstant c beibehält. Das ist angeblich von Natur aus so - und die LT berechnet diese anderen Zeiten in B, die auch keine Folge der LT sind, sondern wegen des Postulats tatsächlich vorliegen müssten. Die LT ist daher eine Folge des Postulats. Und die RdG ist ebenfalls eine Folge des Postulats, nach welchem das Licht auf die Uhren bezugssystemabhängig sowohl gleichzeitig als auch ungleichzeitig einwirkt und sie sowohl gleichzeitig startet oder stoppt als auch ungleichzeitig startet oder stoppt. Und da diese unterschiedliche Einwirkung des Lichts eben von relativ bewegten Inertialsystemen und ihrem postulatsgehorsamen Licht darin abhängt, kann man nur wirklich hoffen, dass nicht unterschiedlich bewegte Inertialsysteme vorliegen, wenn man versucht, eine Messung mittels Licht durchzuführen!
Grüße
Harald Maurer