Harald Maurer hat geschrieben:Doch die RdG entstammt einer Uhrensynchronisation von einem System in das andere, die mit Postulat gar nicht real funktionieren könnte (
http://www.mahag.com/srt/1905_2.php ). Schon das zeigt die Irrationalität der Theorie ausreichend auf.
Grüße
Harald Maurer
Ich hab mir den Link noch mal angeschaut (ist schon lang her, dass ich das gelesen habe) und ich hab das Gefühl, das Du Dich irrst.
2013 hab ich eigentlich wegen eines ähnlichen Verständnisproblems hier im Forum - da ging's irgendwie darum, dass man meiner Meinung nach ja 2 Photonen bräuchte um die Forderungen der SRT zu erfüllen - damals hast aber Du mit mit viel Geduld aufgezeigt warum ich da falsch liege.
Genau kann und will ich das nicht mehr beschreiben - musste da alles von 2013 nochmals nachlesen. Ich hab das Gefühl, das Du nun aber genau den selben Auffassungsfehler machst.
Daher nun zu dem Text auf Deiner Seite, Du schreibst:
Die Lorentztransformation ergibt, dass im bewegten IS das Licht die Uhr daher schon nach 0,58 Sekunden erreichen würde, wogegen im ruhenden IS das Licht 1 Sekunde bis zur Uhr brauchen müsste - das Ereignis fände demnach also nicht gleichzeitig statt. Wir sehen aber sofort, dass das nicht funktionieren könnte, denn die beiden eingezeichneten Photonen sind ja ein und dasselbe Photon, das in einem IS nach 0,58 s und im anderen nach 1 s die Uhr erreichen sollte - was aber gar nicht mehr möglich ist, wenn die Uhr schon nach 0,58 s vom Photon getroffen und zum Stehen gebracht wurde!
Hier findet meiner Meinung nach schon eine unzulässige Vermischung von Zeiten statt.
Du beginnst schon damit, dass
ein Ereignis in
einem System nach 0,58 s eintritt und im
anderen IS nach 1 s und stellst fest, dass das nicht gleichzeitig ist.
Na und? Ich kann nicht nachvollziehen, warum es ein Problem sein sollte, dass relativ zueinander bewegte Beobachter, bei denen eben - wie es die SRT aussagt - die Zeit nicht identisch verläuft, ein Ereignis daher nicht mit dem selben Zeitpunkt beurteilen.
Das, meiner Meinung nach selbstverschuldete, Problem entsteht doch erst wenn man die beiden "Zeiten" dann miteinander vermischt.
Du argumentierst damit, dass die Uhr
nicht auch nach 1 Sekunde vom Photon getroffen werden kann, wenn sie ja schon nach 0,58 Sekunden getroffen wurde.
Dieser Argumentation kann ich eben nicht mehr folgen. Es gibt ja nur
ein System in dem die Uhr
ruht und in diesem System wird die Uhr nach 1 s vom Photon getroffen.
Ich tu mir wahrscheinlich ein wenig schwer das so zu beschreiben, dass es auch wirklich allgemein verständlich rüberkommt.
ich sags mal so:
Wenn in Deinem Beispiel im System A der Sekundenzeiger pro Sekunde eine Umdrehung macht, dann wird die Uhr dann stehenbleiben wenn der Zeiger wieder auf der Ausgangsposition steht. Damit ist also nachweislich im Uhrensystem A eine Sekunde vergangen bis die Uhr vom Photon getroffen wurde.
Wenn der bewegte Beobachter B auch seine eigene Uhr hat, wird er feststellen, dass auf seiner Uhr B nur 0,58 Sekunden vergangen sind, bis er das Eintreffen des Photons bei der für ihn bewegten Uhr A sieht - aber der Zeiger der für ihn bewegten Uhr A hat auch für den bewegten Beobachter B eine ganze Umdrehung gemacht und steht wieder in der Ausgangsposition.
Der Zeiger der Uhr A steht daher auch für den Beobachter B nicht bei 0,58 Sekunden sondern bei einer Sekunde.Also ich seh da keinen Widerspruch, oder sonst einen Grund warum das nicht so sein kann.