Yukterez hat geschrieben:Tja dazu sag ich nur nochmal, dass offenbar die Abwesenheit eines Grundes der es am Entstehen hindert vermutlich schon Grund genug ist dass es entsteht
Nein, Grund genug, dass es existiert! Entstehen konnte es an keinem Ort und zu keiner Zeit!
Yukterez hat geschrieben:Der Moment wo nichts war hat in der Urknalltheorie nicht ewig lang existiert, sondern es ist der Nordpol der Zeit !
Der Nordpol ist ein beliebiger Punkt auf einer Kugel. Auf der Oberfläche einer Kugel ist ein Punkt an jedem beliebigen Ort in der Mitte!
Yukterez hat geschrieben:Eben das heisst doch, dass aus dem Nichts alles entsteht !
Aus dem Nichts kann nichts entstehen! Ein Nichts ist ohne ein Dasein nicht einmal definierbar! Ein Nichts ohne Universum ist daher nicht einmal Nichts und kann eigenständig nicht existieren. Dann war vor dem Urknall nicht einmal ein Nichts, aber dann konnte daraus auch weder Raum noch Zeit entstehen. Also woraus sollte das alles entstanden sein?
Yukterez hat geschrieben:Ich meine aber, eine Balance muss da drin sein, die nenne ich die 0 in der Mitte. Wenn die nicht wäre, dann gäb´s keinen Anhaltspunkt, und damit keine Basis für irgendetwas das in diesem Universum existieren soll...
Es gibt keine Größe im Universum mit einer Null in der Mitte. Alle Anhaltspunkte sind von uns willkürlich gesetzt!
contravariant hat geschrieben:Dieses Argument hat einen Haken. Angenommen, Raum und Zeit sind unendlich und das Universum ist isotrop, dann gäbe es keinen dunkelen Nachthimmel. In jeder beliebigen Richtung würde sich (sehr weit weg) ein Stern befinden. Und da das Licht von diesem Stern beliebig lange Zeit hatte zur Erde zu gelangen, wäre der Nachthimmel komplett erleuchtet. Das ist offensichtlich nicht der Fall. Das Universum ist also zumindest nicht isotrop. Das bedeutet aber auch, dass nach deiner Argumentation das Universum unendlich lange einfach nur leer gewesen ist. Und dann ganz plötzlich haben sich die Sterne gebildet, die wir sehen können. Das klingt auch nicht besonders logisch.
Ja, das Olberssche Paradoxon... Es hat einige Dinge übersehen. Erstens nimmt die Intensität des Lichts mit dem Quadrat der Entfernung ab. Die scheinbare Helligkeit eines Sterns unterscheidet sich daher von seiner absoluten Helligkeit und ist umso schwächer, je weiter er entfernt ist. Nur aus diesem Grund erfordert die Fotografie entfernter Galaxien sehr lange Belichtungszeiten. Unsere Augen können das nicht! Die Lichtintensität sehr weit entfernter Objekte geht daher gegen Null. Zweitens leuchten Sterne nicht ewig. Und drittens ist der Himmel gar nicht dunkel, denn da ist eine Menge Strahlung, die nur unser Auge nicht sieht. Viertens ist der Raum nicht leer, sondern auch von Dunkelwolken erfüllt, deren Anzahl ebenso mit der Entfernung ansteigt wie die Anzahl der hintereinander oder nebeneinander stehenden Sterne oder Galaxien. Es gibt also gar keinen Grund anzunehmen, dass der Nachthimmel taghell sein müsste. Jeder noch so helle Scheinwerfer wird zu einem kläglichen Fünkchen, wenn man sich weit von ihm entfernt, und irgendwo wird er gar nicht mehr zu sehen sein. Und da ändert sich auch nichts daran, wenn unsichtbare Scheinwerfer nebeneinander oder hintereinander stehen.
Also mit dem Olbersschen Paradoxon zu argumentieren, hat mit Logik auch nicht viel zu tun!
Grüße
Harald Maurer