„Ich denke, dass da eher Problem mit der klassischen Formel Ekin=1/2m*v² besteht.“
Ja, bei den Relativisten sicher. Diese Formel ist eine Axiom. Durch Basteleien aus dieser Formel ist auch E = m*c² „entstanden“.
„Relativistisch berechnet man die kinetische Energie aus der Differenz der Gesamtenergie(E=m*c²) und der Ruheenergie(E0=m0*c²).“
Wie relativistisch berechnet wird, ist mir bekannt. Nach der Begründung ist gefragt.
Eges = Ekin + Eruhe.
Oder, was interessiert mich in diesem Fall Eges, wenn nur Ekin gefragt ist, und wenn Ekin für sich schon spezifiziert ist = Axiom.
Eruhe = m_0*c² - ist Dir bekannt, dass diese Formel nur für Körper mit v << c gilt? Nein? – siehe dann die Ableitung von Einstein – nur erster Term der Taylor-Entwicklung.
Wir haben hier jedoch Körper mit v = 0,8c, bzw. 0,98c, jede Rechnerei, in der Eruhe = m_0*c² „eingesetzt“ wird, kann nur zu falschen Ergebnissen führen.
@ contravariant
„Wo genau ist in ZEBK von eine Relativgeschwindigkeit zwei Objekte bzgl. eines Dritten die Rede? Und wie genau würdest du die 1,6c messen?“
In t = L/(c+/-v) – was leitest Du dann daraus?
Messen – ganz einfach – die Geschwindigkeiten beider Körper rel. z. Erde sind ja gegeben – also, aus der Erde gemessen – z.B. nach der Radarmethode, oder nach zurückgelegten bekannten Strecken in Delta t. Wie wäre es, wenn man einen Lichtstrahl (c rel. z. Erde) aus A zum C schickt, bei C reflektiert und wieder in A empfangen wird? Welche Geschwindigkeit wird zwischen A und C aus Erdsicht gemessen? Wie wird das berechnet?
Die SRT behandelt bewegte Objekte in einem IS genauso, wie nach Galilei & Newton, wobei keine v_rel zum Beobachter c überschreiten darf. Objekt und „messendes“ IS sind zu unterscheiden. Bildung von Differenzgeschwindigkeiten bis 2c ist nichts besonderes. Erst aus Sicht eines dieser Objekte (jetzt messendes IS, wenn von „Sicht“ des Objekts die Rede ist) wird die rel. Geschw.-Addition und rel. z. anderen „bewegten“ Objekt verwendet, und das nur nach Meinung des Erdbeobachters. Die im Erdsystem angegebenen (gemessenen) Geschwindigkeiten und Strecken gelten in „bewegten“ Systemen nicht mehr, wegen der Invarianz der LG (Licht-Messstrahl).
Vielleicht wäre besser verständlich, wenn ich Differenzgeschwindigkeitsbildung aus zwei Relativgeschwindigkeiten, statt Relativgeschwindigkeit zwischen den Objekten aus Sicht der Erde geschrieben hätte.
Gruß
Ljudmil
