Ernst hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:
Auch ganz innerhalb der SRT gibt es einen Zusammenhang zwischen den Eigengeometrien (Ruhegeometrien) von Körpern und den Geometrien derselben Körper, wenn sie bewegt sind, ganz gleich ob geradlinig geichförmig oder um diese oder jene Achse rotierend, geradlinig oder wie auch immer beschleunigt.
Und dieser Zusammenhang ist differentiell nur herzustellen durch die Transformation aus dem differentiellen Ruhesystem des Objektes in das dazu bewegte System.
Genau.
Stellen wir uns einen Würfel in Achsenlage vor, der gemäß der galileischen Bewegungslehre in x-Richtung bewegt ist. Der Würfel bestehe aus infinitesimalen Volumenelementen k = 0,1,2,... . Nun seien die Ortsvektoren p_k(t) aller Volumenelemente gegeben. Die Ableitung der Ortsvektoren nach der Zeit liefert die Geschwindigkeitsvektoren u_k(t). Die Geschwindigkeitsvektoren seien zeitlich stetig (die Ortsvektoren stetig differenzierbar) ansonsten aber beliebig (außer natürlich für unsere Zwecke hier < c).
Gemäß galileischer Bewegungslehre sind die Körper starr. Das bedeutet, dass die Ortsvektoren der Volumenelemente nicht nur zeitlich stetig differenzierbar sind, sondern auch räumlich. Der Ortsvektor eines Volumenelements und der Ortsvektor eines benachbarten Volumenelements sind quasi identisch. Auch die Geschwindigkeitsvektoren benachbarter Volumenelemente sind stetig (sie sind betragsmäßig und richtungsmäßig mindestens quasi gleich).
Nun will ich den zunächst ruhenden o.g. Würfel in Achsenlage in x-Richtung in Bewegung versetzen, so dass er sich gemäß einsteinscher Bewegungslehre bewegt. Dazu möchte ich die obigen Geschwindigkeitsvektoren u_k(t) verwenden. Sind die Geschwindigkeitsvektoren konstant, dann brauche ich den Würfel nur mittels Divison durch den gamma-Faktor zu kontrahieren und dann auf die konstanten Ortsvektoren der Volumenelemente des ruhenden Würfels den Term u_k(t) t addieren. Sind sie nicht konstant, dann ist der gamma-Faktor ebenso wie u_k(t) Funktion von k und t.
Nun kontrahiere ich die konstanten Ortsvektoren der Volumenelemente des Würfels mit gamma_k(t). Da nun u_k(t) zeitlich und räumlich stetig ist, ist auch gamma_k(t) zeitlich und räumlich stetig. Der Würfel wird also verformt, aber benachbarte Volumenelemente bleiben benachbart, sie werden nicht `durcheinandergewürfelt', und der Würfel wird nicht zerrissen oder sonstwie gänzlich entstellt, sondern er bleibt ein Würfel, der sich i.a. stetig verformt. Bei einer Bewegung ausschließlich in x-Richtung wird er in x-Richtung in kontinuierlicher Weise länger oder kürzer. Nach der Anwendung des gamma-Faktors gamma_k(t), wird dem konstanten kontrahierten Ortsvektor des noch ruhenden Würfels u_k(t) t hinzuaddiert, so dass er sich bewegt und jedes Volumenelement des Würfels zu jedem Zeitpunkt t die einsteinsche Kontraktionsbedingung erfüllt: Die Kontraktion ist mittels gamma-Faktor gamma_k(t) jederzeit eindeutig in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit u_k(t) gegeben.
Anstelle der Volumenelemente möge man sich 100x100 Panzer im Quadrat vorstellen, die in x-Richtung losfahren. Beschleunigen sie, dann werden die Panzer kürzer und kürzer und der ganze Block von Panzern ebenso, fahren sie mit konstanter Geschwindigkeit, dann bleibt ihre Kontraktion konstant, bremsen sie, dann werden sie länger und länger und der ganze Block von Panzern ebenso.
Fährt nun eine mehrreihige Panzerflotte in beliebiger zeitabhängiger Richtung, dann ist die Mathematik wie von mir unter dem Link zur Mathematik beschrieben anzuwenden. Fährt sie im Kreis, dann zeigt die Animation des Speichenrades, was passiert.
Ernst hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:
Die Abbildung von G auf E ist also keine Frage der Darstellung, sondern eine Manipulation der Szene selbst. Die Galilei-Szene wird so manipuliert, dass sie einsteinschen Anforderungen genügt.
Über diese Abbildung ist m.Es. die Einsteinsche Anforderung nicht zu bewerkstelligen. Sie kann entfallen.
Ein fahrender Wagen in S ist lediglich durch Transformation aus seinem Ruhesystem S' darstellbar. Also Vorgabe der Ruhelänge und Ruhekoordinaten in S' und zeitabhängige differentielle Transformation nach S bei Verwendung der gerade vorliegenden Relativgeschwindigkeit S zu S'. S' mit Wagen bleibt zeitlos konstant. Wagen wird zeitabhängig in das dazu relativbwegte S transformiert.
Aber genau das macht die Software doch. Die Galilei-Szene wird zunächst so manipuliert, dass sich alle Körper der Szene in x-Richtung bewegen. Dann wird diese Szene so manipuliert, dass alle Körper ruhen. Eine Galilei-Szene, in der alle Körper ruhen, ist ebenfalls eine gültige Einstein-Szene, da ruhende Körper nicht kontrahiert sind. Diese Szene mit ruhenden Körpern wird nun gemäß der einsteinschen Kontraktionsbedingung in nun einsteinsche Bewegung versetzt, wie ich es gerade beschrieben habe.
Gruß
Faber