Raumzeitkrümmung als Ursache für Gravitation?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Raumzeitkrümmung als Ursache für Gravitation?

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Mo 17. Sep 2018, 22:34

Kurt hat geschrieben:Du hast selber gesagt das es nur eine Realität gibt, du brauchst aber mehrere.
Natürlich brauche ich nur eine objektive Realität und das ist im Zweifelsfalle meine und nicht deine! Sieh mal... meine objektive Realität ist so gut wie möglich wohldefiniert, wozu auch die Definitionen von Raum, Zeit und Existenz sowie die Definition der Art und Weise, wie das Alles existiert, gehört. Du aber sagst nur, dieses und Jenes existiert nicht und kannst nicht mal begründen, warum. Deine Realität ist demzufolge eine sehr subjektive und deswegen sehr viel näher an einer Traumwelt. Klar soweit?
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Re: Raumzeitkrümmung als Ursache für Gravitation?

Beitragvon Hantierer » Mo 8. Okt 2018, 14:09

Ernst hat geschrieben:Mit der Einführung einer "Raumkrümmung" wird der fatale Fehler gemacht, die geometrische Kategorie Raum zu einer physikalischen Kategorie zu machen. Das heißt, eine mathematische Größe zu materialisieren.

Zudem bringt das gegenüber Newton keinen erkenntnistheoretischen Fortschritt. Ob nun Anziehungskräfte oder Raumkrümmungseffekte wirken; warum das so ist, vermag keine der beiden Thesen beantworten.

Da bleib ich lieber bei Newton, weil die Differentialgleichungen viel einfacher sind. Wie auch die Raumfahrt; oder hat schon jemand gehört, daß die dort anstelle von Newton auf Raumkrümmungsberechnungen übergegangen sind :?:
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Ja, da hast nicht ganz Unrecht. Aber seit die Gravitationswellen detektiert wurden, hat die Raumzeit auch als physikalisches Medium an Bedeutung gewonnen. Das Ding ist tatsächlich zu harmonischen Schwingen fähig, muss also auch einer gewissen Spannung unterliegen und kann Wellen übertragen. Deswegen brauch ich auch keine Photonen, das Medium der EM-Wellen kann die Raumzeit sein.

Und ich habe einen Ansatz, um mit der Raumzeitkrümmung die Beschleunigung von Objekten zu erklären. Ich konnte mir immer gut vorstellen, wie ein gekrümmter Raum die Bahnen von Objektbewegungen beeinflusst, aber nicht wie ein gekrümmter Raum Objekte in Bewegung versetzt. Da die ART ja sagt, dass es durch Gravitation zu Längenkontraktionen kommt, nehme ich das als Ansatz.

Die Gravitation wird mit dem Quadrat der Entfernung schwächer. Das heißt, sie wirkt auf ein Objekt immer ungleichmäßig, die vom anderen Objekt abgewandte Seite wird schwächer kontrahiert als die zum anderen Objekt zugewandte Seite...das schafft eine asymmetrische Form der Atome und bewirkt, dass die Bauteile der Atome auf der einen Seite schneller sind, als auf der anderen. Dadurch beschreiben die Bauteile eine Spiralbewegung auf der Raumzeit, die dann auch den Atomkern in Bewegung in Richtung der stärker verzerrten Seite versetzt.

Mir fehlen da aber leider die mathematischen Fähigkeiten, um das durchzurechnen und einen theoretischen belastbaren Beweis zu führen. Jedenfalls ist das die beste Vorstellung, wie Gravitation zustande kommen könnte, die mir bis jetzt eingefallen ist. Die gekrümmte Raumzeit finde ich durchaus auch physikalisch attraktiv, auch wenn sie mehr ein mathematisches Konstrukt ist. Ich komme damit weiter als ich es brauche. ;)

Mein Ansatz hätte dann aber zur Folge, dass Gravitation und Trägheit nicht mehr ganz so äquivalent sind, wie es definiert ist. Bei Trägheit findet zwar auch eine Längenkontraktion statt, diese wirkt aber symmetrisch auf die Atome und erzeugt so keine eigene Energieveränderung - während die Gravitation asymmetrisch auf die Atome wirkt und deshalb Beschleunigungen verursachen kann.

So, viel Spaß beim Rechnen! Ich kanns nicht. 8-)
Hantierer
 
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Re: Raumzeitkrümmung als Ursache für Gravitation?

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Mo 8. Okt 2018, 16:20

Hallo Hantierer

Hantierer hat geschrieben:Aber seit die Gravitationswellen detektiert wurden...

Vor den Gravitationswellen wurde etwas ganz Anderes detektiert, nämlich erstens das, was Ernst sagt (Raumzeit=verstofflichte Mathematik) und zweitens dass Wellen miteinander interferieren können. Das Schwingen in dieser verstofflichten Mathematik kann durchaus auch auf Phasenverschiebungen gleich ausgerichteter Wellen im CMB zurückzuführen sein, was weitaus mehr sinn macht, als Raum, Zeit oder beidem zusammen eine physikalische Stofflichkeit anzudichten, weil mans so für die Erklärung der Gravitation braucht.

Mein Ansatz beruht auf der inzwischen längst bewiesenen Tatsache, dass Objekte um so träger werden, je mehr Elementarteilchen darin verklumpt sind. Diese Trägheit wirkt der Anziehungskraft anderer Objekte entgegen. Während sich also zwei Elementarteilchen noch mit

anziehen, trifft dies auf zwei Objekte, in denen Elementarteilchen verklumpt sind, schon nicht mehr zu. Je nachdem, wieviele Teilchen verklumpen sinkt der Faktor

vom Wert der Coulombkonstanten auf den Wert der Gravitationskonstanten wenn nicht sogar noch weiter.
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Re: Raumzeitkrümmung als Ursache für Gravitation?

Beitragvon Mikesch » Mo 8. Okt 2018, 18:02

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:Vor den Gravitationswellen wurde etwas ganz Anderes detektiert, nämlich erstens das, was Ernst sagt (Raumzeit=verstofflichte Mathematik).

Ernst sagt eigentlich nur, daß er lieber nach Newton rechnet, weil das einfacher ist. Was verstofflichte Mathematik (oder physikalische Stofflichkeit usw.) sein soll, erklärt er ja nicht. Das jetzt als Erklärung für (oder gegen) die Gravitationswellen heranzuziehen ist zu viel der Ehre.
Die Erklärung der Gravitation ist jedenfalls eine andere.
Nicht von Bedeutung hat geschrieben:Je nachdem, wieviele Teilchen verklumpen sinkt der Faktor

vom Wert der Coulombkonstanten auf den Wert der Gravitationskonstanten wenn nicht sogar noch weiter.
Ein Konstante, deren Wert sich ändert ist keine Konstante...
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Re: Raumzeitkrümmung als Ursache für Gravitation?

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Di 9. Okt 2018, 02:19

Mikesch hat geschrieben:Die Erklärung der Gravitation ist jedenfalls eine andere.
Na dann erklär mal.
Mikesch hat geschrieben:Ein Konstante, deren Wert sich ändert ist keine Konstante...
Das ist richtig. Die Gravitationskonstante ist ja deswegen auch keine Konstante. Aber wärst du auch auf Gravitation gekommen, wenn ich Gravitationsfaktor geschrieben hätte?
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Re: Raumzeitkrümmung als Ursache für Gravitation?

Beitragvon Mikesch » Di 9. Okt 2018, 05:57

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:Die Erklärung der Gravitation ist jedenfalls eine andere.
Na dann erklär mal.
Sorry, aber die Richtigkeit deiner Behauptung
Nicht von Bedeutung hat geschrieben:Vor den Gravitationswellen wurde etwas ganz Anderes detektiert, nämlich erstens das, was Ernst sagt (Raumzeit=verstofflichte Mathematik) und zweitens dass Wellen miteinander interferieren können. Das Schwingen in dieser verstofflichten Mathematik kann durchaus auch auf Phasenverschiebungen gleich ausgerichteter Wellen im CMB zurückzuführen sein, was weitaus mehr sinn macht, als Raum, Zeit oder beidem zusammen eine physikalische Stofflichkeit anzudichten, weil mans so für die Erklärung der Gravitation braucht.
solltest du erst nachweisen, bevor wir hier bekannte Dinge weiterdiskutieren. Die Erklärung für die Gravitation, die ich meine, findet sich bei Newton oder Einstein, je nach dem welche der Gravitationstheorien einem da im konkretem Fall weiterhilft.
Nicht von Bedeutung hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:Ein Konstante, deren Wert sich ändert ist keine Konstante...
Das ist richtig. Die Gravitationskonstante ist ja deswegen auch keine Konstante. Aber wärst du auch auf Gravitation gekommen, wenn ich Gravitationsfaktor geschrieben hätte?
Das mit der Gravitätskonstanten G googelst du besser noch mal nach. Wäre mit dem G.-Faktor jedenfalls schon mal keine Konstante, sondern eine Eigenschaft des Körpers.
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Re: Raumzeitkrümmung als Ursache für Gravitation?

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Di 9. Okt 2018, 06:02

Mikesch hat geschrieben:Sorry, aber die Richtigkeit deiner Behauptung solltest du erst nachweisen, bevor wir hier...
Dann lass es halt. Den Scheiß, den du hier bringen könntest, kannst du ja weit weniger nachweisen, als ich meinen. Von daher habe ich dir nichts mehr zu sagen und du nichts mehr gegen meine Hypothesen einzuwenden.
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Re: Raumzeitkrümmung als Ursache für Gravitation?

Beitragvon Mikesch » Di 9. Okt 2018, 09:04

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:Sorry, aber die Richtigkeit deiner Behauptung solltest du erst nachweisen, bevor wir hier...
Dann lass es halt. Den Scheiß, den du hier bringen könntest, kannst du ja weit weniger nachweisen, als ich meinen. Von daher habe ich dir nichts mehr zu sagen und du nichts mehr gegen meine Hypothesen einzuwenden.
Geht es vielleicht auch sachlicher? Also ich habe nicht behauptet, das du hier "Scheiß" bringst.
Insofern gibt es keinen Grund, mir nicht deine Hypothesen zu zeigen. Wenn du allerdings nur unbedingte Zustimmung zu deinen Ideen erwartest, dann hast du ein falsches Verständnis von Wissenschaft. Ersteinmal muss du dich gegen das etablierte Theoriegebäude durchsetzen und nachweisen, daß deine Theorie besser ist und widerspruchsfrei sich im Theoriegebäude einbauen lässt, bevor man deine Theorie akzeptiert. Hypothesen reichen da bei Weitem nicht.
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Re: Raumzeitkrümmung als Ursache für Gravitation?

Beitragvon Hantierer » Di 9. Okt 2018, 14:20

Nicht von Bedeutung hat geschrieben:Das Schwingen in dieser verstofflichten Mathematik kann durchaus auch auf Phasenverschiebungen gleich ausgerichteter Wellen im CMB zurückzuführen sein, was weitaus mehr sinn macht, als Raum, Zeit oder beidem zusammen eine physikalische Stofflichkeit anzudichten, weil mans so für die Erklärung der Gravitation braucht.


Nun ja, wenn man aber von Wellen spricht, dann braucht man ein Medium oder einen Träger. Photonen sehe ich als physikalisch nicht gegeben an, das sind nur theoretische Energiebündel, die man ohne Kraftaufwand beliebig teilen kann, bis es nur noch ein Quant ist.

Das war der erste kritische Gedanke als ich von Einstein hörte. Da hat der doch tatsächlich Behauptet, er braucht keinen Äther und kein Medium für die EM-Wellen und dann postuliert er seiner Raumzeit, die sich krümmen kann und dadurch die Physik beeinflusst. Damit verstofflicht er die Raumzeit ja und führt nur eine neue Äthertheorie ein und behauptet im selben Atemzug er braucht keinen Äther. Deswegen kamen die Physiker auch nie auf die Idee, nach den physikalischen Eigenschaften der Ramzeit zu fragen, weil sie sie physikalisch für nicht gegeben halten - ich aber schon.

Ich sehe auch ein Medium durch das planksche Wirkungsquantum impliziert. Kleiner oder weniger geht einfach nicht - irgendwas muss diese Grenze verursachen. Daraus folgt auch, dass die Gravitation zwar theoretisch unendlich weit wirkt, aber irgendwann so klein wird, dass es einfach kein Planck Energie mehr ist und dann nicht mehr übertragen wird. Es wird auf der Quantenebene physikalisch gerundet! Das begründet die Harmonie in unserer Welt bis hin in die Konzerthalle.

Die Raumzeit hat für mich nur zwei mal zwei Dimensionen. Einmal Energie pro Strecke (plancksches Wirkungsquantum und c) - und einmal Spannung durch Wirkung (Lorentzfaktor), beide beeinflussen sich gegenseitig, können aber nur unabhängig voneinander beschrieben werden, deshalb 2x2 Dimensionen und nicht einfach 4D. Also ich denke man kann die maximale Geschwindigkeit auf das planksche Wirkungsquantum zurückführen.

Ich stelle mir das so vor, wie wenn man ein Spannbetttuch spannt Zipfel hochzieht und Knoten reinmacht - nur dass sich die Knoten auf der Raumzeit frei verschieben können und sich quasi fortpflanzen. So wird aus 2D dann 3D und die Knoten erzeugen eine Spannung im Laken, die seine Dehnbarkeit herausfordern. Wenn man das auf einem Bettlaken macht, entstehen da wellenförmige Strahlen die vom Mittelpunkt des Knotens in alle Richtungen auf dem Laken laufen - die Strahlen von zwei Knoten verbinden sich dann...das Bettlaken bleibt immer 2D aber ohne eine 3 Dimension kann man die Knoten und Wellen nicht beschreiben. Der Knoten selbst besteht ja aus nix, der beschreibt nur Geodätenverzerrungen auf dem Laken.

Es ist nicht ganz einfach sich vorzustellen, dass man in einer 3D Welt immer und überall von einer 2D Fläche umgeben ist.
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Re: Raumzeitkrümmung als Ursache für Gravitation?

Beitragvon Lagrange » Di 9. Okt 2018, 14:47

Die Raumzeit wurde erfunden weil Relativisten in x'=x-vt sowohl x als auch t auf der rechten Seite der Gleichung gesehen haben.

Damit es schlau ausschaut haben sie die rechte Seite noch mit Gamma multipliziert.
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