Ernst hat geschrieben:Mirko hat geschrieben:Jocelyne hat geschrieben:Dieses Prinzip ist nämlich von kinematischer Natur, die Ursachen (Kräfte) bei der Bestimmung einer Relativgeschwindigkeit zwischen zwei Körpern werden nicht behandelt. Behandelt werden nur die Parameter bzw. die Meßergebnisse Zeitdauer, Strecken, Geschwindigkeiten.
Das haben schon andere versucht dir zu erklären, das probiere ich gar nicht erst.
Eventuell gelingt´s ja doch noch. Eventuell gelingt es doch jemandem, eine entsprechende Animation für jenes Bezugssystem zu erstellen, in welchem die schwarze Masse vor dem Stoß ruht. Einfach um in der Gegenüberstellung zu zeigen, daß der Impuls eine relative Größe ist und sich in diesem Fall die Impulse der Massen ändern und die Impulsrichtung durch Wechsel des Bezugssystem umdreht.
Das solte ihr dann doch noch die Augen öffnen.
Vielleicht sollte sich bei Dir die Augen noch öffnen... ziehst Du etwa diese Richtung des Erkenntnisprozesses gar nicht in Erwägung?
Bei Dir gelingt nämlich offensichtlich immer noch nicht Kinematik und Dynamik auseinander zu halten, es gelingt Dir offensichtlich immer noch nicht zu verstehen, dass ein und der selbe Impuls sich nicht in zwei Richtungen beliebig auswirken kann, dass ein Impuls eine einmalige, vorgegebene Bewegungsrichtung relativ zu seinem Bezugssystem hat ...
Gelingt Dir in meiner konkreter dargestellten Konstellation mit den zwei relativ zu einander bewegten Uhren, eine auf dem Boden festgeschraubte (die ruhende Uhr) und eine, die davor zum Beispiel durch Muskelkraft bewegt wird (die bewegte Uhr) Dir vorzustellen, dass die Muskelkraft, die die bewegte Uhr bewegt, sich in der Wirklichkeit nicht auf der festgeschraubten Uhr auswirken kann, um sie aus der Verankerung zu lösen? Kannst Du nicht verstehen, dass dieses Ereignis in der vorgegebenen Konstellation nicht stattfindet und dass es nicht vorgegeben ist, dass eine bestimmte Muskelkraft sich auf der festgeschraubte Uhr auswirkt? Kannst Du nicht erkennen, dass der Impuls hier nicht relativ existiert, sondern absolut? Kannst Du eine Vorgabe nicht akzeptieren? Kannst Du nicht verstehen, dass ein Impuls einmalig ist, sich nur mit einer bestimmten Energie, zu einem bestimmten Zeitpunkt und an einem bestimmten Ort abspielen kann? Kannst Du nicht verstehen, dass der Impuls, der die Relativbewegung zwischen den zwei Uhren ausgelöst hat sich nur einmal an der bewegten Uhr ausgewirkt hat und auswirken kann? Kannst Du nicht verstehen, dass die Person, die die mitgeführte Uhr vor der festgeschraubten Uhr bewegt, die Uhr nicht wechselt und nicht auf einmal versucht, die festgeschraubte Uhr vor der anderen Uhr zu bewegen, das diese Konstellation nicht existiert?
Kannst Du ganz und gar nicht erkennen, dass bei der dynamischen Berücksichtung der Ursachen der relativen Bewegung und bei deren Auswirkungen die beiden Uhren nicht gleichberechtigt sind wie in der kinematischen Betrachtung? Kannst Du Dich von der reinen kinematischen Betrachtung nicht lösen? Dabei hat Dir Harald, als ein Gesprächspartner, dessen Qualifikation und Kompetenz Du ausdrücklich anerkennst, die dynamische Betrachung von Bewegungen mehrmals erklärt. Das finde ich nach wie vor sehr... hmm... seltsam, das Du es partout nicht verstehen kannst, vor allem wie gesagt für einen Ingenieur.
Aber na ja, macht nichts, es gibt wohl auch solche Ingenieure und das stört auch nicht den Lauf der Dingen in der Empirie, also in der konkreten, dynamischen Welt in der wir leben, was noch einmal zeigt, dass die kinematische Betrachtung mit Wechsel der Perspektive nur eine mentale Operation ist, die keine Relevanz für den Verlauf der physischen Prozesse hat - wie eben die komplette SRT.
Viele Grüße
Jocelyne Lopez