Das Prinzip des Seins

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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Sa 1. Mai 2010, 20:11 
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Registriert: Mi 1. Jul 2009, 16:19
Beiträge: 1662
Harald Maurer hat geschrieben:
Was denn jetzt? Ist das nur im Äthersystem so oder ist es nur bei Gültigkeit der SRT richtig?

Im Äthersystem ist es immer richtig. Wir befinden uns in einem zum Äthersystem bewegten System. Zumindest ist das wahrscheinlich und wird durch die Messungen von Smoot nahegelegt. In zum Äthersystem bewegten Systemen ist Ernsts Aussage nur unter der Voraussetzung der Gültigkeit der SRT gegeben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Sa 1. Mai 2010, 20:24 
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Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
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<em>fb557ec2107eb1d6</em> hat geschrieben:
In einem dazu bewegten System (Erde/Jupiter z.B.) ist das z.B. bei Anwendung der Galilei-Transformation ist die Richtung der Ausbreitungsgeschwindigkeit nicht identisch mit der Richtung des Wellenvektors.

Du nimmst an, dass die Wellenfront zwar dieselbe Lage hat wie lt. SRT, aber die Sichtachse einen bestimmten Winkel dazu einnimmt? Hat sie nicht, wenn c=const in Bezug zum Äther, sondern die Wellenfront wird schräg. Dass die Alternative zu Einstein Lorentz heißt (wenngleich nicht im vollen Umfang), ist für mich keine Frage!

Grüße
Harald Maurer


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: So 2. Mai 2010, 09:21 
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Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Beiträge: 3221
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fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
In Bezug auf welche Position wurde der optische Durchgang des Jupiters durch den Südmeridian ermittelt? A oder B? Und womit wurde er ermittelt? Von einem Teleskop und einem Theodoliten habe ich nirgendwo etwas gelesen.


zur Frage 1: Weder A noch B, sondern genau die Mitte zwischen A und B !

zur Frage 2: Diese Arbeit wurde uns von den Astronomen längst abgenommen. Abgesehen davon, dass wir von der NASA umfangreiche Programme zur Ermittlung der Daten erhielten, gibt es sehr gute Astronomieprogramme, die teils gratis teils kostenpflichtig für jedermann erhältlich sind. Beispielsweise haben wir auch die Programme "Das Planetarium" und "Easy Sky" verwendet. Beide Programme geben dieselben Daten aus und stimmen auch mit den NASA-Programmen überein. Ich erhalte zum Beispiel mit heutigem Tag und den Koordinaten von München von "Das Planetarium" die Zeit für den Durchgang mit:
Dateianhang:
planetarium.JPG
planetarium.JPG [ 38.59 KiB | 5535-mal betrachtet ]

Also 10:13:00, Easy Sky ist genauer mit:
Dateianhang:
easy_sky.JPG
easy_sky.JPG [ 30.54 KiB | 5573-mal betrachtet ]

Die in den Foren kolportierte Behauptung, Easy Sky würde falsche Angaben liefern ,ist unrichtig! Mit dem Einsatz mehrerer Programme und den NASA-Daten haben wir den Durchgang des Jupiter sehr genau feststellen können. Da die zu erwartende Differenz im Bereich von bis zu 16 Sekunden lag, hätte die Genauigkeit des Zeitfensters im Bereich von einer Sekunde ausgereicht!
Wir haben an unterschiedlichen Standorten und über mehrereTage jeweils über einen mehrere Minuten währenden Zeitraum gemessen und aufgezeichnet, sodass die Daten unter Berücksichtigung der Korrekturen hinsichtlich geographischer Lagen- und Höhenunterschiede auch nachträglich ausgewertet werden und die nötigen Berechnungen durchgeführt werden können. Die in den Vorveröffentlichungen angegebenen Daten waren alle nur vorläufig und überhaupt nur der Anschaulichkeit wegen angeführt worden, denn die genaue Auswertung samt Fehlerrechnung ist extrem zeitraubend und noch immer nicht abgeschlossen.

Grüße
Harald Maurer


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: So 2. Mai 2010, 10:23 
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Registriert: Do 1. Jan 2009, 13:35
Beiträge: 1224
Hallo Harald Maurer,

Dein Experiment scheint immer noch sehr viele zu interessieren:

Zitat:
Der Besucherrekord liegt bei 20 Besuchern, die am Fr 30. Apr 2010, 13:58 zeitgleich online waren


Ein neuer Besucherrekord!

Gruß

Sebastian


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: So 2. Mai 2010, 19:23 
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Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58
Beiträge: 11188
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Die Wellenfront verläuft stets senkrecht zur Sichtachse.

Das ist nur im Äthersystem so. In einem dazu bewegten System (Erde/Jupiter z.B.) ist das z.B. bei Anwendung der Galilei-Transformation ist die Richtung der Ausbreitungsgeschwindigkeit nicht identisch mit der Richtung des Wellenvektors. Bei der SRT hingegen sind die beiden Vektoren auch in bewegten Systemen parallel. Deine Behauptung ist demnach nur bei Gültigkeit der SRT richtig.

Ernst hat geschrieben:
Das ist so banal, daß auch mich die Zweifel daran immer wieder verwundern.

So banal ist das eben nicht. Siehe oben.

Du hast recht. Ganz so banal ist es tatsächlich nicht, da muß ich mich korrigieren.
Nach erstem Überdenken meine ich, bei Aberration ist tatsächlich die Sichtachse gegenüber den parallelen Wellenfronten geneigt.
Aber wie gesagt ; erstes grobes vorläufiges Nachdenkresultat.

Gruß
Ernst


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: So 2. Mai 2010, 22:17 
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Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Beiträge: 3221
Wohnort: Graz
Ernst hat geschrieben:
Nach erstem Überdenken meine ich, bei Aberration ist tatsächlich die Sichtachse gegenüber den parallelen Wellenfronten geneigt.

Das ist nicht möglich, weil das Licht vom Emissionsort sich sphärisch mit c ausbreitet! Nicht die Sichtachse neigt sich, sondern die Wellenfront ist geneigt.

Dateianhang:
wellenfront.JPG
wellenfront.JPG [ 8.74 KiB | 5638-mal betrachtet ]


Jede Wellenfront befindet sich stets dort, wo das Licht dieselbe Strecke mit derselben Geschwindigkeit hinter sich gebracht hat. Eine Wellenfront kann daher nicht dort entstehen, wie im Bild mit ( 1 - 2 ) angedeutet, weil das Licht zu 1 und 2 unterschiedliche Strecken bzw. unterschiedliche Geschwindigkeiten haben müsste (rote Linien). Man wird jede Wellenfront daher dort finden, wo das Licht gleichzeitig ankommt ( 3 - 4 )! In Bezug zur Erdoberfläche neigt sich deshalb die Wellenfront und nicht die Sichtachse. Die bleibt stets senkrecht zur Wellenfront und zeigt im Aberrationsfall nicht direkt auf den wahren Ort des Jupiter, sondern auf den Punkt, wo er zum Zeitpunkt der Emission der Kugelwelle war. Denn während sich die Sphäre ausgebreitet hat, ist der Planet weitergezogen!

Die Galileitransformation funktioniert deshalb in diesem Fall nicht, weil wir eine konstante Grenzgeschwindigkeit c in Bezug zum Medium haben! Die GT funktioniert nur in der Emissionsthese; da würde sich die Geschwindigkeit des Jupiter zur Lichtgeschwindigkeit addieren und je nach Richtung tatsächlich unterschiedliche Lichtgeschwindigkeiten verursachen. Nur hier würde sich die Sichtachse neigen! Die Emissionsthese als allerschönste Lösung aller Probleme ist aber vermutlich zu schön um wahr zu sein ;)

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Wir befinden uns in einem zum Äthersystem bewegten System. Zumindest ist das wahrscheinlich und wird durch die Messungen von Smoot nahegelegt.

Smoot konnte das messen, weil der Satellit Cobe sich gegen das Licht bewegte. Der Michelon Morley Versuch hingegen suggeriert, dass so etwas nicht möglich ist. Es ist aber nicht einzusehen, wieso sich Licht gegenüber dem Satelliten anders verhalten sollte als im MM-Versuch, bloß weil es 900 km höher vorbei zieht. Auch da wäre frelich die Emissionsthese die Lösung des Problems. Das Argument, Licht sei als Wellenerscheinung unabhängig von der Quelle ist übrigens gar nicht so schwerwiegend, wie man meinen könnte. Von Versuchen mit Solitonen weiß man, dass Wellen mit der Geschwindigkeit weiterziehen, mit welcher sie in die Wellenmaschine eingebracht werden. Das letzte Wort wird daher noch lange nicht gesprochen sein...

Grüße
Harald Maurer


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Mo 3. Mai 2010, 11:47 
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Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58
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Hallo Harald,
Harald Maurer hat geschrieben:
Man wird jede Wellenfront daher dort finden, wo das Licht gleichzeitig ankommt ( 3 - 4 )! I

Ohne Frage. Wenn allerdings der Beobachter sich nahe der Wellenfront 3-4 parallel zu dieser Wellenfront bewegt, dann bleibt für ihn die Richtung dieser Wellenfront erhalten; der Entstehunsort, d.h. die zu sehende Quelle kippt aber infolge der Aberration weg.
Wie nehmen doch an, daß die Wellenfront wegen ihres großen Durchmessers beim Beobachter praktisch als Gerade erscheint.

Gruß
Ernst


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Mo 3. Mai 2010, 13:21 
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Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Beiträge: 3221
Wohnort: Graz
Ernst hat geschrieben:
Wie nehmen doch an, daß die Wellenfront wegen ihres großen Durchmessers beim Beobachter praktisch als Gerade erscheint.

Das ist schon richtig, deshalb wird die Wellenfront auch als ebene Welle betrachtet. Der Beobachter kann die Messstrecke allerdings nur dann ganz genau parallel zur Wellenfront ausrichten, wenn er sich an der Sichtachse orientiert. Da geht er immer auf Nummer sicher! Die Wellenfront ist ja nicht unabhängig vom Entstehungsort und auch nicht direkt erkennbar. Wenn der Beobachter aber senkrecht zur Sichtachse misst, erwischt er immer Photonen, die quasi "gleich alt" sind, also dieselbe Strecke mit derselben Geschwindigkeit zurückgelegt haben. In der Praxis ist die dadurch resultierende Abweichung der Wellenfront (ohne Aberration) sehr gering. Immerhin ist Jupiter an die 600 Millionen Kilometer weit entfernt.

Während der Bewegung parallel zur Wellenfront kippt die Sichtachse deswegen nicht zusätzlich weg, weil Jupiter selbst sich parallel zur Erde mit derselben Geschwindigkeit bewegt. Seine Lichtsphäre wandert deshalb mit. Anders wäre es, wenn er eine Relativbewegung zur Erde hätte (die hat er ja in geringem Ausmaß in die entgegen gesetzte Richtung, weil er sich langsamer als die Erde um die Sonne bewegt). Das würde tatsächlich den Winkel der Wellenfront zur Sichtachse ändern. Nach der SRT kippt die Wellenfront dann sowieso wegen der RdG. Beide Argumente fallen aber im vorliegenden Fall weg.

Grüße
Harald Maurer


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Mo 3. Mai 2010, 14:14 
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Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58
Beiträge: 11188
Harald Maurer hat geschrieben:
Während der Bewegung parallel zur Wellenfront kippt die Sichtachse deswegen nicht zusätzlich weg, weil Jupiter selbst sich parallel zur Erde mit derselben Geschwindigkeit bewegt. Seine Lichtsphäre wandert deshalb mit.

Keine Frage.

Zitat:
Anders wäre es, wenn er eine Relativbewegung zur Erde hätte... Das würde tatsächlich den Winkel der Wellenfront zur Sichtachse ändern

Ich hatte diesen Fall einer Aberration gemeint. Daß die Relativbewegung Erde-Jupiter vernachlässigbar klein ist, war mir nicht bewußt.

Gruß
Ernst


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Mo 3. Mai 2010, 18:28 
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Registriert: So 11. Jan 2009, 14:30
Beiträge: 954
Hallo Harald

Das gleichzeitige Eintreffen der in der Magnetosphäre des Jupiters erzeugten Kugelwellen (Radiosignale) an den Endpunkten der Messbasis gälte nur in einem rotationsfreien Bezugssystem. Dass dem im Rotationssystem der Erde nicht so ist, verdeutlicht der Sagnac-Effekt, der für die Lichtlaufstrecke der Messbasis (mit Breitengrad 46°N47’) von A nach B und von B nach A einen Unterschied von fast einer Nanosekunde mit der zugrundegelegten Basislänge von 14355m ausmacht.

Zudem dreht sich infolge der Erdrotation die Messbasis relativ zum Jupiter zur Zeit des Transits um knapp einen Meter pro Sekunde ab und verursacht dadurch einen Fehler von 3.2ns, weshalb es mir unmöglich erscheint, alleine aus der Differenz der Primär- und Sekundärsignale – selbst bei korrektester Ausrichtung der Messbasis - den genauen Transitzeitpunkt für die Basismitte nachträglich zu berechnen.

Um sämtliche Zweifel am Konzept des Jupiter-Experiments zu entkräften, wären synchronisierte Oszis im Nanosekundenbereich notwendig und der Bruchteil einer Sekunde des Transitzeitpunktes zu bestimmen.

Gruss


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