Mikesch hat geschrieben:
Man sollte schon mal stutzig werden, wenn Lichtgeschwindigkeiten über c rechnerisch möglich sind.
Eidadaus...Was heißt das denn?

Dann werd' du ruhig stutzig. Ich hingegen behaupte derweil, dass man maximal 1c messen kann, weil darüber jede Uhr aussteigt. Alles darüber kommt einem wie eine Quantenverschränkung vor. Außerdem solltest du das PDF noch mal genau lesen, denn darin wird der Lorentz-Faktor per

berechnet, wobei v' die jeweils höhere der gemessenen und gegenseitig übermittelten Geschwindigkeiten ist. Damit dürfte klar sein, dass wenn die höhere Geschwindigkeit 1c ist, die nierigere nur 1/wurzel(2)c also etwa 0,707c sein kann. Ist die kleinere Geschwindigkeit höher als etwa 0,707c, ist die höhere der beiden Geschwindigkeiten (also die, die auf dem tatsächlich bewegten Objekt gemessen werden würde) bereits außerhalb des messbaren Bereichs. Ich benötige jedenfalls keine Lorentz-Transformation um einen Lorentz-Faktor zu ermitteln. Ich messe lokal eine Geschwindigkeit und übermittle diese. Wenn das bewegte Objekt dies genauso macht, weiß ich, dass, wenn sich tatsächlich nur eines der beiden Objekte absolut bewegt, eine Geschwindigkeit empfange, die entweder kleiner, größer oder gar nicht meßbar ist. Empfange ich eine höhere Geschwindigkeit, ist das andere Objekt bewegt, empfange ich eine niedrigere, bin ich selbst bewegt.
Ich messe also 0,6c und dann weiß ich, dass von dem gemessenen Objekt nur
^2}\approx0.6997c)
oder
^2}}=0.48c)
empfangen werde. Empfange ich nichts von beidem, weiß ich, dass ich selbst auch bewegt bin und meie eigene Uhr durch diese Bewegung beeinflusst ist. Empfange ich gar 0,6c, dann weiß ich, dass sowohl ich mich selbst als auch das andere Objekt gegenüber einem dritten Bezugssystem bewegen.
Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass dich das Alles gründlich überfordert, also versuch' erst gar nicht drüber nachzudenken.