Das Prinzip des Seins

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Lichtuhr
BeitragVerfasst: Sa 31. Okt 2009, 01:55 
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Registriert: So 11. Jan 2009, 14:30
Beiträge: 954
Das gebundene Proton zerfällt im Beta+ Zerfall (z.B. Fe45) in ein Neutron, ein Positron und ein Elektron-Neutrino.

Bei Protonenkollisionen bilden sich für eine kurze Zeit Quark-Antiquark-Paare. Eines dieser Antiquarks reagiert mit einem Valenzquark des anderen Protons und bildet ein Z-Boson, falls es sich um denselben Quarktyp handelt

u- u, d- d

oder ein W-Boson falls es sich um verschiedene Typen handelt:

u- d, d- u


Chief hat geschrieben:
Bertozzi hat Elektronen auf Überlichtgeschwindigkeit (3*10^8m/s) beschleunigt, ohne dass ihre Masse unendlich groß geworden ist.


Bertozzis Experiment zeigte eindrücklich über den Zusammenhang von Beschleunigerspannung und Elektronengeschwindigkeit die Grenzgeschwindigkeit c auf.

Übrigens wird Materie nicht schwerer, sondern träger!

Gruss


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Lichtuhr
BeitragVerfasst: Sa 31. Okt 2009, 11:28 
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Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56
Beiträge: 3201
Hallo Trigemina !

Übrigens wird Materie nicht schwerer, sondern träger!

Dass die Höchstgrenze der Weiterleitungsgeschwindigkeit der el-mag Wellen im Vacuum "c" beträgt, ist auch meine Ansicht.
Deine Aussage, dass Materie nicht schwerer, sondern träger wird, ist eine interessante
Feststellung, denn in der SRT wird lt. Albert Einstein schwere und träge Masse gleichgesetzt.
Diese Feststellung bedeutet daher eine Entkopplung von schwerer und träger Masse.
Ich möchte dir dabei nicht unbedingt widersprechen, aber deine Beobachtung sollte ganz genau analysiert werden.
Sie hat Auswirkung auf das Verständnis des Begriffes "Masse" und könnte helfen
den fast nicht verstandenen Massebegriff ein wenig zu verstehen.
Es wird interessant, was die Versuche im LHC, der ja in ein paar Tagen wieder
in Betrieb gehen soll, herausfinden können.Dort versucht man ja, das
"Higgs-Teilchen", das für "Masse" verantwortlich sein soll, zu finden.

Mit Gruß
Hannes


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Lichtuhr
BeitragVerfasst: Sa 31. Okt 2009, 13:27 
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Registriert: So 11. Jan 2009, 14:30
Beiträge: 954
Hallo Hannes

Schwere Masse ist eine Eigenschaft der Gravitation und tritt in der SRT (Dynamik von Körpern unter Vernachlässigung der Gravitation) nicht auf. Die schwere und träge Masse können beim freien Fall von Körpern verglichen werden. Im Vakuum fallen alle Körper gleich schnell. Daraus folgt die Proportionalität von schwerer und träger Masse.

Demnach ist die schwere Masse die Gewichtskraft F_g = m*g (zur Vereinfachung wird eine konstante Beschleunigung angenommen), die auf einen im Gravitationsfeld ruhenden Körper gemessen werden kann. Lasse ich ich den Körper fallen (wiederum die selbe konstante Beschleunigung angenommen), berechnet sich seine träge Masse mit F_t = m*g, woraus sich
F_g = F_t ergeben.

Kurz: Die schwere Masse beschreibt die auf einen im Gravitationsfeld ruhenden Körper wirkende statische Kraft (z.B. eine an einem Faden aufgehängte Eisenkugel). Schneide ich den Faden durch, wird die Eisenkugel über die träge Kraft kinematisch beschleunigt und schlägt mit einer Geschwindigkeit v auf dem Boden (oder meinen Zehen :x ) auf.

Gruss


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Lichtuhr
BeitragVerfasst: Sa 31. Okt 2009, 18:58 
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Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56
Beiträge: 3201
Hallo Trigemina !
Danke !
    Kurz: Die schwere Masse beschreibt die auf einen im Gravitationsfeld ruhenden Körper wirkende statische Kraft (z.B. eine an einem Faden aufgehängte Eisenkugel). Schneide ich den Faden durch, wird die Eisenkugel über die träge Kraft kinematisch beschleunigt und schlägt mit einer Geschwindigkeit v auf dem Boden (oder meinen Zehen ) auf.

Kann ich nicht deiner Meinung sein !

Ich sehe das so: Die Trägheitskraft ist der Schwerkraft um 180 Grad entgegengesetzt.
Wenn ich jetzt den Faden durchschneide, dann wirkt die Gravitation Richtung
Erdmittelpunkt, die Trägheit hält dagegen und verzögert den Fall.
Und beide Kräfte sind nur proportional.
Und diese Proportionalität verändert sich bei der Grenzgeschwindigkeit c nach deiner Aussage.
Habe ich mich da richtig ausgedrückt ? Stimmt meine Ansicht ?

Könnte es sein, dass die Trägheitskraft erst dann zur Kraft wird, wenn
irgendeine Beschleunigung ansetzt ?
Dann wäre die Trägheitskraft auch zu jeder anderen Krafteinwirkung proportional.
Und wenn keine Beschleunigungskraft ansetzt,wäre auch die Trägheitskraft verschwunden.
Die Trägheitskraft wäre also nur eine Scheinkraft, genau so wie die Fliehkraft.
Immer nur abhängig von der auf den Körper wirkenden Beschleunigung.

Wie ist das aber in einem Beschleunigerring ?
Gelten dort andere Gesetze?

Ich bin der Meinung, dass die Elektromagneten eine begrenzte Wirkgeschwindigkeit haben und deswegen auch die Geschwindigkeit der umlaufenden Teilchen die Höchstgeschwindigkeit c nicht übersteigen kann.

Wenn sich also die Masseträgheit der Teilchen in der Grenzgeschwindigkeit trotzdem überproportional erhöht, dann ergibt sich daraus eine Aussage auf den Begriff "Was ist Masse?" Da wir bis heute nicht wissen, was "Masse" eigentlich ist, wäre eine solche
Aussage schon sehr viel wert.
Vielleicht können die neuen Versuche am LHC etwas Licht ins Dunkel bringen.

Mit Gruß Hannes


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Lichtuhr
BeitragVerfasst: So 1. Nov 2009, 12:34 
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Registriert: So 11. Jan 2009, 14:30
Beiträge: 954
Hallo Hannes

Hannes hat geschrieben:
Ich sehe das so: Die Trägheitskraft ist der Schwerkraft um 180 Grad entgegengesetzt.


Schwere und träge Masse sind einander äquivalent und zeigen immer in die gleiche Richtung zur Gravitationsquelle hin. Die Körper werden ebenfalls in Richtung Gravitationsquelle hin beschleunigt. In der Newton-Mechanik ist die Geschwindigkeit eines im Gravitationsfeld frei fallenden Körpers proportional zum Impuls p=m*v.
Die benötigte Kraft ist die Impulsänderung pro Zeit F = dp/dt.

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84quiv ... 8Physik%29

Zitat:
Wie ist das aber in einem Beschleunigerring ?
Gelten dort andere Gesetze?


Nein. Aber die Gravitation spielt dort eine untergeordnete Rolle. Die Trägheit der Ionen nimmt relativistisch zu. Es muss eine grössere Kraft auf sie angewendet werden um sie einerseits im Ring zu halten und andererseits noch weiter zu beschleunigen.



Hallo Chief

Chief hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:
Das gebundene Proton zerfällt im Beta+ Zerfall (z.B. Fe45) in ein Neutron, ein Positron und ein Elektron-Neutrino.

So ein Blödsinn habe ich selten gehört. Dass ein leichteres Teilchen in ein schwereres und einige weitere dazu zerfallen kann, glauben nicht einmal die relativen Esoteriker.


http://de.wikipedia.org/wiki/Radioaktiv ... 2B-Zerfall

Mit Ignoranz kommst du auch nicht weiter. Gerade Wikipedia ist dafür bekannt, die Mainstream-Physik zu repräsentieren.

Gruss


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Lichtuhr
BeitragVerfasst: So 1. Nov 2009, 15:21 
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Beiträge: 954
Hallo Chief

Jetzt bezichtigst du mich der Wichtigtuerei, obwohl du den Beta+ Zerfall zuerst in Frage gestellt hast, dann räumst du immerhin die zweite Variante der Protonenumwandlung über den Elektroneneinfang ein, der auch Epsilon-Zerfall genannt wird.

Das sind jedoch keine zwei widerstreitenden Modelle, sondern zwei verschiedene Prozesse. Es geht auch ohne Elektroneneinfang. Die Umwandlungen im Kern sind übrigens bei beiden Kernprozessen die selben, die Reaktionsgleichungen logischerweise (mit oder ohne Elektroneinfang) verschieden.

Gruss


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Lichtuhr
BeitragVerfasst: So 1. Nov 2009, 16:48 
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Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56
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Hallo Trigemina !

Du solltest dir nicht immer selbst widersprechen.
Einerseits sagst du:

    Schwere und träge Masse sind einander äquivalent und zeigen immer in die gleiche Richtung zur Gravitationsquelle hin.

was ich auch nicht bestreite !

Dann sagst du:

    Die Trägheit der Ionen nimmt relativistisch zu. Es muss eine grössere Kraft auf sie angewendet werden um sie einerseits im Ring zu halten und andererseits noch weiter zu beschleunigen.

Auch das bestreite ich nicht.

Denn meine Frage war ja: Wenn durch einen Vorgang
die Masse eines Teilchens verändert wird, sagt diese Beobachtung doch etwas über
das Wesen der geheimnisvollen „Masse“ aus.
Was geschieht da, wenn sich die Masse eines Teilchens ändert ?
Es gibt schon einige konkrete Hinweise auf das Wesen der „Masse“.
Zum Beispiel, wenn sich Elektronen und Positronen unter Abgabe eines genau definierten
Lichtquants zu virtuellen e+e- Paaren zusammenschliessen, geben sie den größten Teil ihrer Masse ab und sind ab dem Zeitpunkt nicht mehr detektierbar.
Über das Wesen der Masse wird aktuell viel diskutiert, denn man versucht ja,
mit dem LHC die ominösen Higgsteilchen zu finden, die für Masse verantwortlich sein sollen.
Das war eigentlich mein Thema , das mich interessiert hat.

Mit Gruß

Hannes


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Lichtuhr
BeitragVerfasst: So 1. Nov 2009, 17:08 
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Beiträge: 954
Hannes, vorher hast du noch aber etwas anderes gesagt:

Hannes hat geschrieben:
Ich sehe das so: Die Trägheitskraft ist der Schwerkraft um 180 Grad entgegengesetzt.


Und wo liegt jetzt der Widerspruch in meinen Ausführungen? Freier Fall im Gravitationsfeld ist nicht das Gleiche wie durch ein magnetisches Feld im Kreisring gehaltene Ionen.

Es ist immer problematisch vom einen Gebiet aufs andere zu schliessen.

Gruss


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Lichtuhr
BeitragVerfasst: So 1. Nov 2009, 17:55 
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Beiträge: 3201
Hallo Trigemina !

    Hannes hat geschrieben:
    Ich sehe das so: Die Trägheitskraft ist der Schwerkraft um 180 Grad entgegengesetzt.

Stimmt das etwa nicht ? Die Kräfte werden wohl als Äquivalent bezeichnet.
Die Wirkungsrichtung ist aber logischerweise entgegengerichtet.
Sonst würden sich Schwerkraft und Trägkeitskraft doch addieren !
Hast du als Mathematikerin so wenig Vorstellungskraft ?
Mit Gruß
Hannes


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Lichtuhr
BeitragVerfasst: So 1. Nov 2009, 19:36 
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Beiträge: 954
Hallo Hannes

Wenn nun, wie du sagst, die Schwerkraft und die Trägheitskraft eines frei fallenden Körpers entgegengesetzt wären, so würden sie sich zu Null aufheben und ein losgelassener Körper schwebte still und regungslos im Raum wie im Variété eines Magiers.

Im Ruhesystem des frei fallenden Körpers hast du allerdings recht. Dort heben sie sich auf, man spürt keine Kräfte. Dennoch wirken Kraft als Impulsänderung pro Zeit in Richtung Erdmittelpunkt, da ohne Impulsänderung keine Geschwindigkeitsänderung möglich ist.

In seiner einfachsten Form besagt die Äquivalenz von schwerer und träger Masse, dass ein Körper mit doppelter Gewichtskraft die doppelte Masse haben muss als ein anderer Körper.

Gerne verweise ich auf diesen Wiki-Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84quiv ... 8Physik%29


Gruss


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