Hallo Hannes,
„Ich kann mir nicht vorstellen, wo du die Phasenverschiebung hernimmst.“
Von daher: Was zieht die Feder weiter nach unten.
„Die Trägheitskraft als latente Kraft ist immer um eine Spur kleiner als die bewegende oder bremsende Kraft.“
Etwas missverstehst Du: Hier gibt es keine 3 Kräfte, es gibt nur eine bewegende (Trägheitskraft) und eine bremsende (Federkraft) bei der Bewegung nach unten. Trotz steigende Federkraft, schafft die Trägheitskraft die Feder weiter nach unten zu ziehen, sie ist also größer. Im unteren Punkt ist keiner der Kräfte verschwunden, sondern sie sind gleichgroß geworden, gleich danach (Impuls verbraucht) fällt die Trägheitskraft, so dass jetzt die Federkraft die „federführende“ wird und die Kugel wird nach oben beschleunigt. Über dieser Übergang wird diskutiert – dort existiert ein Zeitpunkt, wo die beiden Kräfte gleich sind, wo die Geschwindigkeit = 0 ist.
Die Frage und Streit ist, ob diese Zeitspanne eine kleine Weile dauert (dt), oder wird instantan überwunden t = 0. Meine Meinung nach ist eine kleine Weile und somit ist auch dv für diese dt = 0. Demzufolge ist auch die Beschleunigung in dieser Zeitspanne = 0.
@ Highway
„Sein Gedanke, wenn ich den richtig verstanden habe, ist der, dass zwischen Aktion und Reaktion eine zeitliche Verzögerung liegen muss. Woher sollte die Reaktion sonst wissen, dass sie zu reagieren hat, wenn die Aktion noch nicht aktiv war?“
Auch überlegungswert, das meine ich aber nicht. Aktion-Reaktion ist hier fehl am Platz. Es geht nur um den Unterschied zwischen bewegenden Kräften. Siehe ganz oben bei Max – seine Kraft ist offensichtlich größer als die der Feder, er dehnt die Feder weiterhin bis zu dem Punkt, wo seine Kraft nicht mehr ausreicht – das ist die Kurve, die etwas höher als die Kurve der Federkraft liegt. Im UTP schwindet seine Kraft aber, so dass die Federkraft jetzt oben liegt. Diese Übergang entspricht in weitesten Sinne eine Phasenverschiebung, die dann auch die Abflachung einer Sinusuide in UTP nach sich zieht.
@ Kurt
„Also ich finde das mit der Phasenverscheibung gut.
Denn sie ist es letztendlich die den "Sinus" ergibt.“
Danke, ist aber nicht richtig. Diese Phasenverschiebung verzerrt den „Sinus“. Die reine Sinuskurve wird von der gleichmäßigen Rotation abgeleitet. Ich meine jedoch, dass die realen Schwingungen durch diese Phasenverschiebung keinem idealen Sinus entspricht.
@ rmw
„Die Feder wird einfach solange gedehnt bis die Bewegungsenergie der Masse verbraucht ist.“
Sage ich ja, Du umgehst die Problematik. Eine Bewegungsenergie dehnt keine Feder, nur eine Kraft kann das. Und diese Bewegungsenergie, oder Impuls ist in die Kugel enthalten, wirken tut sie aber durch die Trägheitskraft. Oder die „Bewegungsenergie“ bzw. Impuls produziert eine größere Kraft, die die Feder weiterhin dehnt.
„Die Dämpfung verbraucht einen Teil der Federkraft,“
Jain und trotzdem nicht richtig. Die Dämpfung verbraucht nur Energie, Kraft kann man nicht „verbrauchen“, aber ich verstehe schon, was Du meinst.
„Wenn der Springer in der Luft ist wird er konstant mit g verzögert (Bewegung nach oben) bzw. beschleunigt. Da Gravitation und Massenträgeit auf beliebig kleine Materieteilchen wirken und sich dort aufheben merkt der Springer nichts davon, er fühlt sich schwerelos.“
Der Fehler lag bei mir – gerade beim Gummiseilspringer sollte ich den OTP nicht erwähnen, habe automatisch geschrieben, ohne zu überlegen. Nur UTP müsste angegeben werden und dort ist er bestimmt nicht schwerelos. Dort ist er nach meiner Meinung nur mit g beschleunigt und nicht wie Ihr meint mit g + max. a.
Schwerelos ist der Springer nur in der Phase des freien Falls, in dem Moment als das Seil zu ziehen beginnt, nicht mehr.
Viele Grüße und einen Guten Rutsch!