Harald Maurer hat geschrieben: Mit einer ballistischen Auffassung der Lichtausbreitung kann man den Effekt nicht erklären, weil die Lichtlaufstrecke in Rotationsrichtung um den Faktor 1+(v/c) zunimmt, aber sich auch die LG um denselben Faktor erhöht, in entgegen gesetzter Richtung verkürzt sich die Strecke mit 1-(v/c) und die LG wird um denselbe Faktor langsamer. Dadurch bleibt die LG im Bezugssystem des Messgerätes konstant und die Rotation kann nichts bewirken.
Wenn Du meinst, Licht breite sich auf einer Kreisbahn aus, dann hast Du Recht. Allerdings ist die einschlägige Erkenntnis, daß Licht sich stets geradlinig ausbreitet. Und wenn das richtig ist, dann trifft Deine Beschreibung überhaupt nicht zu. Dann ist die aus Geraden zusammengesetzte Bahn zwischen den Spiegeln nach den ballistischen Gesetzen einschließlich der Reflexionsbedingungen zu analysieren. Und dann ergibt sich der Sagnaceffekt.
Gruß
Ernst

