Gravitation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Gravitation

Beitragvon Kurt Gerhardt » Sa 17. Okt 2009, 16:06

Danke Trigemina,

sehr gut formuliert und völlig zutreffend. Ich gestatte mir folgendes anzufügen:

Es gibt Gemeinsamkeiten und richtige Erkenntnisse auf denen man aufbauen könnte!

1. Ich behaupte man kann das Universum niemals verstehen, wenn man seinen Gesamtprozess in viele Einzelprozesse zerlegt und die dann versucht zusammenzufügen. Dieses Universum ist, so meine ich, nur als ein gigantisch grosser Gesamtprozess darstellbar in dem alles von allem abhängig ist. Nur wenn alle Erklärungen bzw. Deutungen zueinander passen und sich nicht widersprechen, können alle diese Teilprozesse zu einem physikalisch und logisch stimmigen Gesamtbild zusammengefügt werden. Dies ist ein ungeheuer schwieriges Vorhaben und auf keinem Fall für irgendeine Einzelperson möglich! In diesem Sinne halte ich es für sinnvoll nach Gemeinsamkeiten der Pro und Contra Seite zu suchen.

2. Eines der wichtigsten Argumente gegen die Urknalltheorie ist das Alter des Universums. Es soll nach der Pro-Seite ca. 15Milliarden Jahre betragen. Die Frage ist, ob die Berechnung auf der die Aussage dieses Alters basiert richtig ist? Sie basiert ja auf einer rein radialen Expansion mit c! Woher nehmen die Vertreter der etablierten Physik die Gewissheit, dass dem wirklich so ist bzw. womit können sie diese Annahme begründen? Nach meiner Kenntnis mit gar nichts! Ein ganz anders Bild würde sich ergeben, wenn man davon ausgeht das die Expansion auf Geodäten erfolgt. Dann würed sich rein rechnerisch eine weit kleinere und permanent abnehmende Expansionsgeschwindigkeit ergeben und damit ein reales Alter des Universums von weit mehr als 20 Milliarden Jahren! Und exakt dafür sprechen die Argumente Haralds und der von ihm zitierten Wissenschaftler. Das ist aber noch keine Widerlegung der Urknalltheorie, sondern die Widerlegung des postulierten Alters des Universums.

3. Das dies möglicherweise so ist, kann auch mit dem Fakt begründet werden das sich alle Körper, Körpersysteme bzw. Galaxien rotatorisch bewegen. Daraus folgt die Frage woraus der Anfangsimpuls dieser Bewegungen resultiert?? Bis dato kann keine der beiden Denkrichtungen wenigstens eine logisch begründbare Hypothese dazu anbieten. Da diese rotatorischen Bewegungen aber die objektiv beobachtbare Realität sind, muss es für sie einen Anfangsimpuls geben. Wir könnten also eine Schritt weiterkommen wenn wir eine Erkärung hätten, die diesen Anfangsimpuls logisch, physikalisch und mathematisch korrekt begründbar erklärt. Vielleicht ist auch die dann noch nicht restlos fertig und bedarf weiterer Bearbeitung und Präzissierungen, aber wir hätten da erstmal eine gemeinsame Arbeitsgrundlage!

4. Im Gegensatz zur Mainstreamphysik bedingt die Urknalltheorie keineswegs zwingend die Existenz von sogenannter „Dunkler Materie“! Sie wird nur deshalb postuliert, weil sich die flachen Rotationskurven in bestimmten Galaxien angeblich nur damit erklären lassen. Das ist eine Behauptung die eben simpel falsch ist! Es gibt noch andere Erklärungsmöglichkeiten die sich auch korrekt begründen lassen!! Das die etablierte Physik die Existenz dieser „Dunklen Materie“ nicht anders erklären kann liegt daran, dass sie ihre eigenen theoretischen Grundlagen nicht modifizieren und den neuen Erkenntnissen anpassen mag. Sie mag nicht einräumem, dass das Newtonsche Gravitationsgesetz und die auf ihm basierende ART möglicherweise fehlerhaft sind und besteht desahlb auf dogmatische Art auf sie, um ihre eigenen Fehldeutungen der empirischen Beobachtungen zu retten. Es geht in der ganzen Diskussion nicht um darum klare empirische Erkenntisse zu bestreiten, sondern um ihre physikalisch korrekte Interpretation!! Auf Grund dessen ist es dem Fortschritt zur Lösung der Probleme nicht dienlich, so gut begründbare Argumente wie die von Harald zitierten einfach beseite zu schieben. Auch die Urknalltheorie als solche kann ohne „Dunkle Materie“ auskommen. Ein logisch folgerichtiger Ansatz dazu ist die Modifikation des Newtonschen Gravitationsgesetzes von Mordehai Milgram. Ich persönlich würde dabei jedoch noch weiter gehen und das Newtonsche Gesetz nach heutigen Erkenntnissen als prinzipiellen Irrtum zu betrachten, ohne die Leistung Newtons zu seinem Lebzeiten disqualifizieren zu wollen. Damals waren die heutigen Erkenntnisse eben noch gar nicht existent. Er konnte seine Theorie nur auf dem damaligen Erkenntnisstand entwickeln, der heute eben überholt ist. Ist das wirklich so schwer zu begreifen?

5. Ein weiter Knackpunkt sind die Erhaltungssätze und insbesondere der Energiesatz. Es ergibt sich die Frage: Ist Energie als solche endlich oder unendlich? Wieso ist das ein Frage? Sie ist beides zugleich!
Hier ergibt sich der Zusammenhang mit der oft belächelten Erklärung des expandierenden Universums mit einen aufzublasenden Luftballon, die ich allerdings ebenso für extrem fragwürdig halte. Denn wenn überhaupt etwas expandiert dann muss man auch sagen, dass es einen Ausgangspunkt der Expansion geben muss und der kann nur der Mittelpunkt des Universums sein. Gleichzeitig sagt die etablierte Physik, dass das Universum keinen Mittelpunkt hat und die Astronomie stellt eindeutig fest, dass die Materieverteilung im Universum asymtotisch flach ist. Das heisst das gesamte Universum ist ein extrem flacher Rotationsellipsoid! Sieht so ein aufgeblasener Luftballon aus und hat ein aufgeblasener Luftballon etwa keinen geometrischen Mittelpunkt?
In beiden Fällen jedoch hat das System klare Grenzen! Es ist ein geschlossenes System!! Darauf weisst auch die kosmische Hintergrundstrahlung hin, die isotrop verteilt ist und keinerlei feststellbare Richtung hat. Innerhalb dieses geschlossenen Systems ist eine mit 1 definierte Energiemenge existent, die in vielen unterschiedlichen Formen auftritt und wirksam ist. Sie kann niemals grösser oder kleiner werden und ist in diesem Sinne endlich. Aber alle diese verschiedenen Energieformen können permanent ineinander umgewandelt werden, so das innerhalb dieses geschlossenen Systems eben permanent Energie in Materie und Materie wieder in Energie umgewandelt werden. In diesem Sinne ist Energie also gleichzeitig unendlich. Und damit ergibt sich ein energetischer Kreisprozess in einen pulsierenden System!! Es entwickelt sich vom Urknall aus expandierend von strahlungsdominierten Universum bis zum Expansionsmaximum zum materiedominierten Universum. Und mit seiner Kontraktion umgekehrt bis zum nächsten Urknall, also einem System das periodisch expandiert und kollabiert. Diese System ist ewig, weil Materie und Energie ewig sind und niemals sich in Nichts auflösen. In diesen Sinn hat auch Harald sehr recht wenn er ebenso wie Hawking sagt, dass das Universum eben ewig ist und einfach existiert! Aber daraus folgt noch nicht, dass es immer im heute beobachtbaren Zustand existiert haben muss und ewig so weiter existieren wird!
Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass in ein derart geschlossenes System nichts, auch keine Strahlung, von aussen eindringen kann. Könnte Strahlung von aussen eindringen, wäre das Universum kein geschlossenes sondern ein offenes System und alle gemessene Strahlung hätte eine definierbare Richtung, weil Strahlung immer von irgendetwas emittiert wird und damit eine Richtung haben muss. Die Theorie von Harald postuliert eine existente Strahlung von aussen. Hat sie eine definierbare Richtung? Offensichtlich nein! Also kommt sie aus allen Raumrichtung und trifft im Mittelpunkt des Universums aufeinander?? Aber da haben wir doch schon eine Richtung und den Mittelpunkt des Universums???
Für mich ist das im Augenblick ein Paradoxon. Aber eventuell kann man auch dies auflösen. Wie ist mir allerdings unklar.

6. Ein weiterer sehr umstrittener Punkt ist die Kosmologische Konstante. Auch darin argumentiere ich gegen die Behauptungen der etablierten Physik und untestütze ihre Kritiker! Ich meine das diese Konstante nicht existent ist! Aber auch ihre Nichtexistenz widerlegt nicht die Urknalltheorie, sondern stützt sie! Es gibt 4 Kurven wie sich das Universum in der Zeit verändert. Die 3 ersten gehen auf Alexander Friedmann zurückt und basieren auf der postiven (+1) bzw. der negativen (-1) Raumkrümmung und dem flachen Raum also einer Krümmung von Null. Dazu kommt die vierte Kurve die eine zunehmende Geschwindigkeit darstellt, mit der sich alle Galaxien von einander entfernen. Diese Kurve verzeichnet eine Beschleunigung der Entfernungsgeschwindigkeit ab dem Rekombinationspunkt und daraus resultiert das kosmische Koinzidenzproblem, nämlich die Frage warum diese Geschwindigkeit ab diesen Punkt eben zunimmt, obwohl sie vorher abnahm. Das heisst die Kurve geht von einer degressiven in ein progressive über! Auf Grund dessen folgert und postuliert man die Existenz einer kosmologischen Konstante. Tatsächlich ist die gemessene und dargestellte Kurve zweifellos richtig, aber sie ist eben nur die halbe Dualität. Man kann diese Kurve auch logisch korrekt anders interpretieren, womit sich einerseits das kosmische Koinzidenzproblem lösen lässt und andererseits eine kosmologische Konstante gar nicht notwendig ist!
Ein besonders paradoxer Widerspruch besteht in der Behauptung das die Expansion des Universums aus der Wirksamkeit einer Energie des Vakuums resultiert, die nicht an das Vorhandensein von Materie gebunden sein soll. Das genau ist der unglaubliche Unsinn und hier unterstütze ich die Feststellung von Harald ganz entschieden! Einerseits postuliert man eine Energie die nicht an das Vorhanden sein von Materie gebunden sein soll und andereseits behauptet man, dass das Universum zu 80-90% aus dunkler also unsichtbarer Materie bestehen soll!?? Folglich ist dort wo die Expansionsenergie wirkt überhaupt keine Materie vorhanden??? Aber die Expansion wirkt auf das gesamte Universum weil es ja in alle Richtungen expandiert. Folglich ist die Expansionsenergie ebenso gleichmässig verteilt wie das materielose Vakuum auch. Nur sollen plötzlich in diesen Vakuum gigantische Mengen von „Dunkler Materie“ angeblich existieren?? Also was denn nun, jede Menge „Dunkle Materie“ oder jede Menge Energie die nicht an Materie gebunden sein soll?? Beides zugleich kann mit Sicherheit ausgeschlossen werden.
Zusätzlich dazu definiert die etablierte Physik im Zusammenhang mit der kosmologischen Konstante auch noch eine kritische Materiedichte! Die jedoch wieder nur auf der Grundlage der sichtbaren also beobachtbaren Materie und behauptet, dass bei Überschreitung des kritischen Wertes das Universum wieder kollabieren muss und falls dieser Wert nicht erreicht wird es für immer expandiert. Wenn man diesen kritischen Wert jedoch auf der Grundlage der sichtbaren Materie definiert muss er ja falsch sein, denn 80-90% der „Dunklen Materie“ die existieren soll, ergeben ja eine weit grössere Materiedichte und damit müsste das Universum schon längst wieder kollabiert sein, weil sich die Gravitationskräfte dieser Materiemengen mit der der sichtbaren Materie addieren müsste. Wie man sieht passen die Theorien der etablierten vorn und hinten nicht zusammen.
Folglich stellt sich die drängende Frage: Wie verhält es sich nun mit der kinetischen Energie der bewegten Materie?? Kein Mensch, weder die etablierte Physik noch ihre Kritiker haben bis dato auch nur einen Gedanken daran verschwendet, dass kinetische Energie auch eine reale Energieform ist und im energetischen Kreisprozess des Universums als ebenso wirksame Energieform wie alle anderen auch eine beachtenswerte Rolle spielt. Was bitte ist daran esoterisch oder unsachlich wenn man behauptet, dass kinetische Energie ein Kraftfeld erzeugen kann. Die etablierte Physik wie auch alle ihre Kritiker gehen davon aus das jede Energieform ein Kraftfeld erzeugt! Ist kinetische Energie etwa keine allgemein anerkannte Energieform??

7. Ein weiterer viel zu wenig beachteter Fakt sind die viefältig rotatorischen Bewegungen von allem im Universum. Das es dafür eine Anfangsimpuls gegeben haben muss wurde schon gesagt. Es gibt jedoch einen noch wichtigeren Aspekt den vermutlich auch noch kaum jemand bedacht hat. Da Gravitation überall im Universum mit örtlich unterschiedlicher Stärke wirksam ist, stehen alle Gravitationsfelder in Wechselwirkung mit allen. Somit wirken Attraktionskräfte in örtlich unterschiedlichen Grössenordnungen auf Planeten und Galaxien generell. Wie kann man da prinzipiell von kräftefreien Bewegungen sprechen. Allein die Existenz von Gravitation und ihrer realen Attraktionskräfte schliesst kräftefreie Bewegungen definitiv aus! Mit diesen Kraftwirkung werden Planeten real und permanent beschleunigt, denn die Schwerebeschleunigung wirkt ja permanent. Da diese wirksamen Kräfte durch irgendetwas übertragen werden müssen, entstehen zwingend Übertragungsverluste wie bei allen Energieumwandlungprozessen auch. Wie könnten die ausgeglichen werden? Das setzt nämlich ein offenes System voraus dem von aussen Energie zugeführt wird. Wenn also das Universum offen unendlich sein könnte gibt es kein innen oder aussen, sondern nur innen und ist damit wieder ein geschlossenes System. Und hiermit begründet sich, dass das Universun zwar ewig existiert aber seinen Zustand periodisch ändern muss! Denn wenn die Erhaltungsätze richtig sind, und ich meine sie sind es definitiv(!), dann kann nach E = mc2 Energie in Materie umgewandelt werden. Aber dieser Prozess der Umwandlung in Materie ist beendet, wenn alle Energie in Materie umgewandelt ist! Dann ist die Energie als solche in Form der kinetischen Energie der Materie noch da, aber keinerlei Strahlung mehr. Und wenn keine Strahlung mehr existiert, gibt es auch keinen Strahlungsdruck mehr. Das ist wahrscheinlich der Punkt an dem aller Fussionsbrennstoff in schwere Elemente umgewandelt ist und keine neuen Sterne mehr entstehen können. Damit entfällt der Strahlungsdruck und die Freisetzung von thermischer Energie. In diesem Stadium würde die mikroskopisch kleine Gravitationswirkung der bewegten Materie zum erneuten Kollaps des Universum führen. Damit bewegt sich alle Materie in grossen wie kleinen Körpern auf den Ausgangspunkt der Expansion zu und si kollidieren dort mit c. Mit dieser gigantischen Kollision verwandelt sich die kinetische Energei augenblicklich in eine ungeheure Temperatur, mit welcher alle Materie in ihre allerkleinsten Teilchen zerlegt wird. Aus dieser gigantischen Temperatur und dem ebenso gigantischen Druck resultiert der nächste Urknall. Mit der erneuten Abkühlung bilden sich wieder chemische Elemente und später ebenso Strukturen. Ob die identisch zu denen sind die wir kennen, ist nicht darstellbar. Nur der Vorgang der Expansion mit abschliessender Kontraktion beginnt vom Neuen. Die Materie, die Energie und das Universum bleiben auf ewig!! Aber wir eben nicht!!

Grüsse Icabaru
Kurt Gerhardt
 
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Re: Gravitation

Beitragvon Trigemina » Sa 17. Okt 2009, 19:54

Die Kosmologie ist nach wie vor noch nicht abgeschlossen. Der Spekulationen gäbe es viele, welche zu diskutieren lohnenswert wären. Doch wohin führt das? Das Olbersche Paradoxon wird mit der hyperinflationären Phase der Raum-Zeit erklärt. Das heute unter Astronomen beliebteste Modell stammt von Alan Guth, welches ich kurz skizziere:


Vakuum t<1e-43s (Planckzeit)

Die Quantenfluktuation des Vakuums erzeugt auf der Basis der Unschärferelation des Produktes Energie mal Zeit im Gebiet mit der räumlichen Ausdehnung einer Plancklänge 1e-35m Energiequanten mit 1e19GeV --> T=5.1e31K (Planck-Temperatur in Kelvin).

Für kleinere Zeiten wird die durch die Ausdehnungsrate bedingte kleinere Grösse des Universums kleiner als die aus Strahlungstemperatur und Kreisfrequenz der Strahlungsquanten resultierende Quantenwellenlänge. Für kleinere Zeiten können also solche Energiequanten nicht existiert haben (ihre Energiefluktuationen hätten noch grösser sein müssen).

In dieser Anfangsphase ist die Energie des Universums in einem hypothetischen Higgsfeld konzentriert, das auch als "falsches Vakuum" bezeichnet wird. Das Higgsfeld besitzt im Zustand des falschen Vakuums eine konstante Energiedichte und deshalb einen negativen Druck und eine daraus abzuleitende negative Gravitation.


Inflationäre Expansion t<1e-32s, T=1e28K

Die negative Gravitation des falschen Vakuums beschleunigte die Expansion des Universums exponentiell, wobei mit konstantbleibender Energiedichte des Higgsfeldes die Gesamtenergie des Higgsfeldes stark anwuchs und parallel dazu sich in dem anwachsenden Volumen ein normales Gravitationsfeld mit negativer Gravitationsenergie aufbaute, so dass die Summe der Energien Null blieb. Die Beschleunigung dauerte bis zu dem Moment an, in dem durch eine Art Tunneleffekt das falsche Vakuum die Energieschwelle zum echten Vakuum an einer Stelle durchbrach. Infolge der dabei freigesetzten Energie des Higgsfeldes breitet sich dieser Übergang in einer mit nahezu Lichtgeschwindigkeit sich ausdehnenden Blase im gesamten sichtbaren Universum aus, wobei am Rande der Blase die aus dem Higgsfeld freiwerdende Energie sich in das Teilchengemisch der Urmaterie (Quarks, Elektronen, Neutrinos, Photonen, Gluonen, X(W und Z)-Partikel, Gravitonen) verwandelt und das gesamte sichtbare Universum innerhalb der Blase nahezu homogen ausfüllt.

In dieser Phase wuchs das Universum enorm schnell an. Das heisst der Raum explodierte auf ein Vielfaches der ursprünglichen Grösse, dies entspricht einer Ausbreitung von 1e-27m auf eine Grösse von 0.1m, wobei sich die Ausdehnung mit einer Überlichtgeschwindigkeit vollzog, sonst wäre das Feld in sich wieder zusammengestürzt. Diese Überlichtgeschwindigkeit verstösst nicht gegen den Grundsatz, dass keine Strahlung schneller sein kann als das Licht, da sich Raum und Zeit selbst ausdehnten. In diesem sogenannten Higgs-Feld vergrösserte sich die Energie bis zu einem Phasenübergang (Energie-Materie), in dem sich die eingesperrte Energie durch einen Urknall befreite. Hierbei ging die Inflationsphase in einer verlangsamten Expansion über. Aus der thermischen Energie entstand jetzt der kosmische Stoff "Materie".

Dieser Prozess der Materiebildung dauert noch heute am Rande der Blase an, die Gravitation innerhalb der Blase aber wird positiv und beschleunigt die Expansion des Universums nicht mehr, sondern bremst diese. Da die ursprüngliche Beschleunigung der Expansion proportional zur Energiedichte des Higgsfeldes erfolgte, stimmt die Materiedichte des Universums genau mit der Massendichte überein, bei der das Universum als ganzes flach und nicht gekrümmt ist und ein späterer Gravitationskollaps gerade nicht erfolgt (kritische Massendichte). Ausserhalb der Blase verbleibt das falsche Vakuum im Zustand exponentieller Ausdehnung, bis erneut irgendwo ein Tunneleffekt eintritt und ein weiteres Universum gebildet werden kann, das jedoch für immer ganz ausserhalb der Sichtweite "unseres" Universums verbleibt. Bildung und Ausdehnung von weiteren Quantenfluktuationen und Entstehung bzw. Abspaltung weiterer paralleler Universen mit abweichenden Eigenschaften sind möglich.

Bei Annahme beschleunigter Ausdehnung ist jedoch deren Dauer nicht bekannt, der Beginn der Ausdehnung und damit der Zeitpunkt Null ist unbestimmt. Der theoretische Verlauf der Inflation hängt von den zugrundegelegten Teilchentheorien ab und wird z.Zt. noch sehr unterschiedlich angegeben.

Die Differenzierung der 4 Grundkräfte, das Quarks-Photonen-Gas, die Quarks-Annihilation, Nukleonenbindung, Neutrino-Abkopplung, Brechung der Neutronen-Protonen und der Elektronen-Positronen-Symmetrie, die Kernsynthese und Atombildung erfolgten erst später.

Gruss
Trigemina
 
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Re: Gravitation

Beitragvon Sebastian Hauk » Sa 17. Okt 2009, 20:48

Hallo maser

was meinen sie, als profi, wird ein halber liter im mondschein besprochenes wasser mein erkältung lindern helfen?


wenn es draußen nicht zu kalt ist, dann gilt, dass frische Luft noch jedem gut getan hat. :)

Und die Texte von Trigemina und auch von icabaru sind wirklich lesenswert. Bezieht sich jetzt auf meinen Beitrag der damit so gar nichts zu tun hat. :oops:

Gruß

Sebastian
Zuletzt geändert von Sebastian Hauk am Sa 17. Okt 2009, 21:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gravitation

Beitragvon Kurt Gerhardt » So 18. Okt 2009, 04:41

Guten Tag,

Die Kosmologie ist nach wie vor noch nicht abgeschlossen. Der Spekulationen gäbe es viele, welche zu diskutieren lohnenswert wären.


Volle Zustimmung dazu. Eine dieser Spekulationen, aber eine mit Zahlem begründete, stammt auch von mir.


Doch wohin führt das? Das Olbersche Paradoxon wird mit der hyperinflationären Phase der Raum-Zeit erklärt. Das heute unter Astronomen beliebteste Modell stammt von Alan Guth, welches ich kurz skizziere:


Ja wohin das führt ist eine gute Frage. Ich würde anders fragen: Worin besteht das Ziel? Zumindest soweit es mich betrifft würde ich sagen, dass das Ziel darin besteht die Spekulationen zu vermindern und dafür daran zu arbeiten die gesicherten Erkenntnisse zu mehren. Die TP ist heute in vielen Fragen starker Kritik ausgesetzt, der sie sich im Gegenteil zur dir so gut wie gar nicht stellt. Ich gebe zu, dass die Kritik oft unsachlich und von so gut wie keinerlei Sachkenntniss getragen ist. Aber das ist keineswegs immer so und es gibt auch Kritiker mit akademischer Bildung nicht nur in Theoretischer Physik! Daneben gibt es Laien wie mich, die sich bemühen sachlich begründete Argumente in die Diskussion zu tragen und dafür ohne Kenntnissnahme der Argumente sofort disqualifiziert werden. Das erzeugt natürlich Gegendruck und dient keinesfalls der Glaubwürdigkeit der etablierten Schulphysik. Und ich vermute auch andere ernsthaft Interessierte kennen das Olbersche Paradoxon. Es ist akzeptiert, das die hyperinflationäre Phase der Raum-Zeit damit erklärt wird. Auch das dieses Modell unter Astronomen das heute beliebteste ist will ich anerkennen.

Vakuum t<1e-43s (Planckzeit)

Die Quantenfluktuation des Vakuums erzeugt auf der Basis der Unschärferelation des Produktes Energie mal Zeit im Gebiet mit der räumlichen Ausdehnung einer Plancklänge 1e-35m Energiequanten mit 1e19GeV --> T=5.1e31K (Planck-Temperatur in Kelvin).

Für kleinere Zeiten wird die durch die Ausdehnungsrate bedingte kleinere Grösse des Universums kleiner als die aus Strahlungstemperatur und Kreisfrequenz der Strahlungsquanten resultierende Quantenwellenlänge. Für kleinere Zeiten können also solche Energiequanten nicht existiert haben (ihre Energiefluktuationen hätten noch grösser sein müssen).

In dieser Anfangsphase ist die Energie des Universums in einem hypothetischen Higgsfeld konzentriert, das auch als "falsches Vakuum" bezeichnet wird. Das Higgsfeld besitzt im Zustand des falschen Vakuums eine konstante Energiedichte und deshalb einen negativen Druck und eine daraus abzuleitende negative Gravitation.


Ich möchte dir hier nicht widersprechen. Die Quantenphysik ist ein hochkompliziertes Spezialgebiet, in das ich bei weitem nicht genügend Einblick habe um hierzu korrekte Aussagen machen zu können. Ich bin Techniker und habe mich auf die Bewegungsgesetze bzw. das Gravitationgesetz gestürzt. Beides gehört zu den Grundlagen auch der Quantenmechanik obwohl ich selbst eben kein Quantenexperte bin und auch nicht als solcher gelten mag. Das Higgs-Feld bzw. die Higgs-Skalar-Tensor-Theorie sind eine Hypothese und ob diese Hypothese sich als richtig erweist oder nicht kann nur die Zukunft zeigen. Ich selbst ziehe es vor anhand empirisch gesicherter Fakten und Messdaten zu argumentieren und mich auf die Grundlagen zur Beschreibung der Gravitation zu konzentrieren. Und diese Grundlagen bestehen anerkanntermassen im Newtonschen Gravitationsgesetz bzw. der ART. Ich frage mich ob die von dir beschriebenen Theorien überhaupt richtig sein können, wenn sie von fehlerhaften Grundlagen ausgehen bzw. darauf aufgebaut sind. Und da gibt es meiner Ansicht nach gewichtige und gut begründbare Argumente, die diese Grundlagen zweifelhaft erscheinen lassen.


Inflationäre Expansion t<1e-32s, T=1e28K

Die negative Gravitation des falschen Vakuums beschleunigte die Expansion des Universums exponentiell, wobei mit konstantbleibender Energiedichte des Higgsfeldes die Gesamtenergie des Higgsfeldes stark anwuchs und parallel dazu sich in dem anwachsenden Volumen ein normales Gravitationsfeld mit negativer Gravitationsenergie aufbaute, so dass die Summe der Energien Null blieb. Die Beschleunigung dauerte bis zu dem Moment an, in dem durch eine Art Tunneleffekt das falsche Vakuum die Energieschwelle zum echten Vakuum an einer Stelle durchbrach. Infolge der dabei freigesetzten Energie des Higgsfeldes breitet sich dieser Übergang in einer mit nahezu Lichtgeschwindigkeit sich ausdehnenden Blase im gesamten sichtbaren Universum aus, wobei am Rande der Blase die aus dem Higgsfeld freiwerdende Energie sich in das Teilchengemisch der Urmaterie (Quarks, Elektronen, Neutrinos, Photonen, Gluonen, X(W und Z)-Partikel, Gravitonen) verwandelt und das gesamte sichtbare Universum innerhalb der Blase nahezu homogen ausfüllt.

In dieser Phase wuchs das Universum enorm schnell an. Das heisst der Raum explodierte auf ein Vielfaches der ursprünglichen Grösse, dies entspricht einer Ausbreitung von 1e-27m auf eine Grösse von 0.1m, wobei sich die Ausdehnung mit einer Überlichtgeschwindigkeit vollzog, sonst wäre das Feld in sich wieder zusammengestürzt. Diese Überlichtgeschwindigkeit verstösst nicht gegen den Grundsatz, dass keine Strahlung schneller sein kann als das Licht, da sich Raum und Zeit selbst ausdehnten. In diesem sogenannten Higgs-Feld vergrösserte sich die Energie bis zu einem Phasenübergang (Energie-Materie), in dem sich die eingesperrte Energie durch einen Urknall befreite. Hierbei ging die Inflationsphase in einer verlangsamten Expansion über. Aus der thermischen Energie entstand jetzt der kosmische Stoff "Materie".


Ich habe nicht die Absicht hier wie gesagt die HSTT zu beurteilen. Ich gebe aber zu, dass ich zur Zeit Material sammle diese zu studieren. Jedoch ohne diese Bewertung vorzunehmen, ergeben sich aus deinen Worten grundsätzliche Widersprüche, die du entweder vergessen hast zu erklären oder die auch die HSTT nicht erklären kann.
Wir sind uns einig darüber, dass der Anfang eine gigantische Explosion war. Das ist unsere Meinung und soll nicht heissen, dass man auch über Argumente nachdenken sollte die dieser (unserer) Meinung begründbar widersprechen. Es gibt auch ernstzunehmende Wissenschaftler, wie z.B. Bekenstein oder Milgrom, die eben andere Ansichten bzw. Interpretationen vertreten. Selbst Hawking deutet in seine Schriften an, dass die mehrheitlich vertretenen Interpretationen nicht unbedingt richtig sein müssen und nicht zuletzt verweise ich nochmals auch Prof. v. Weizsäcker der sogar das Trägheitsgesetz bezweifelt. Seine Zweifel sind schon anhand der klassischen Bewegungsgesetze und den Bewegungsgleichungen der Theorie der Mechanik (Kreiseltheorie!!) gut begründet. Wörtliches Zitat aus seinem Buch „Die Einheit der Physik“: „ Die Physik steht heute an der Grenze ihrer Möglichkeiten, ein Paradigmenwechsel ist unausweichlich!“ Und mit diesen Paradigmenwechsel meint er nicht die QM sondern die Grundlagen der klassischenh Mechanik!!! Ich bin der Ansicht, dass diese Physiker nicht gerade als unbedarfte Anfänger zu betrachten sind!!

Wenn man also überhaupt von einer derart gigantischen Explosion ausgehen kann, so muss es eine Energie geben die das Universum vorher soweit komprimiert hat, dass eine solche Explosion überhaupt erst möglich ist! Woher kommt die? Aus dem Nichts? Wie verträgt sich diese Annahme mit den Erhaltungssätzen? Die als negative Gravitation bezeichnete Kraft ist einfach ausgedrückt thermische Energie bzw. daraus resultierender imenser Druck. Ich bestreite vehement die Existenz eines falschen Vakuums. Das diametrale Gegenteil des Vakuums ist eine gigantische Dichte! Und wenn diese Expansion exponentiell erfolgte, so fehlt für mich der konkrete Exponent! Die konstant bleibende Energiedichte des expandierenden Higgsfeldes ist weiter nichts als eine Hypothese, die allen Regeln der Thermodynamik widerspricht. Und wenn bei konstanter Energiedichte eines expanddierenden Systems die Gesamtenergie anwuchs, bedingt dies einen Energieinput von ausserhalb des Feldes. Falls das so sein könnte, kann die Temperatur gar nicht sinken und sich ab dem Rekombinationspunkt Dichtefluktuationen, Materie und Strukturen bilden. Obwohl du schreibst, dass sich dann weiter die negative Gravitationsenergie aufbaute, aber ich vermute du hast dich vertippt und meinst die positive Gravitationsenergie. Denn wenn am Anfang die negative des „falschen(???)“ Vakuums existent war kann heute bei echten Vakuum nur die positive gemeint sein. Ist das korrekt? So gesehen könnte sich aus beiden Null ergeben. Das bedeutet aber nicht das die Summe aller Energien im heutigen Zustand des Universums auch Null ist, es sei denn die Theoretiker können dies auch für den heutigen Zustand korrekt begründen, was ich aber erheblich bezweifele.
Wenn also die Beschleunigung bis zu den Moment anhielt an dem eine Art Tunneleffekt eintrat, so setzt das irgend ein Hindernis oder eine Potentialgrenze voraus die überwunden werden musste. Die Existenz des Effektes bestreite ich nicht, aber ich bezweifele dass es diese Potentialgrenze im Raum gab bzw. gibt. Erst ab diesen Punkt, so verstehe ich deine Beschreibung, erfolgte also der Urknall. Wenn ich das richtig verstanden habe, so liege ich mit meiner Schlussfolgerung wie im Kapitel 21 meiner Arbeit geschrieben doch gar nicht so falsch! In diesen Fall will ich mich in die quantenmechanische Diskussion gar nicht weiter einmischen und überlasse das anderen. Aber ab diesen Punkt des Urknalls betrachtet die TP die Expansion tatsächlich als eine rein radiale Expansion. Nur müsste dann das Universum nicht asymptotisch flach sondern kugelförmig sein, weil sich Druck in alle Richtungen vom Mittelpunkt weg entspannt aber niemals ausschlieslich radial! Da es aber nun einmal klar flach ist kann dies nur erklärt werden indem man davon ausgeht, dass das Universum als Ganzes rotiert. In einem rotierenden System sind die radialen Expansionsgeschwindigkeiten immer grösser als die axialen! Nur so kann mit Millarden Jahren der Expansion ein nahezu flaches System entstehen. Gleichzeitig erklärt sich damit der Drehimpuls aller Materie darin. Alle Teilchen hatten und haben von Anfang an diesen Drehimpuls. Indem sich mit abnehmender Temperatur ab dem Rekombinationspunkt Dichtefluktuationen bildeten, haben sich gigantische Teilchenmengen verdichtet und eben zu Planeten und Sternen entwickelt. Deren zigtrillionfache Einzeldrehimpulse haben sich bis heute (Impulssatz!) in Planeten, Sternen und Galaxien erhalten. Newton und Einstein wussten davon gar nichts und haben ihre Theorien auf dem damaligen Erkenntisstand aufgebaut. Hat sich der heute nicht weiterentwickelt??

Dieser Prozess der Materiebildung dauert noch heute am Rande der Blase an, die Gravitation innerhalb der Blase aber wird positiv und beschleunigt die Expansion des Universums nicht mehr, sondern bremst diese.


Hier stelle ich eine erfreuliche Übereinstimmung zwischen uns fest, die mich eigentlich ein wenig wundert. Denn es ist die etablierte Physik die von einer z.Z. beschleunigten Expansion ausgeht! Desahlb spekuliert sie auch mit einer kosmologischen Konstante (Lambda) die sie erneut in die Energiegleichung der ART als linear im metrischen Tensor (einführt). Das auffallende dabei ist, dass sie exakt der spiegelbillichen Umkehr der Einsteinschen Konstante (kappa, rechts als algebraischer Vorfaktor vor dem Tuv) entspricht. Ich behaupte diese kosmologische Konstante ist nicht existent und dennoch ist die 4. Kurve der Expansionsbewegung korrekt. Sie definiert aber nicht die Expansionsbewegung, sondern nur die Geschwindigkeit mit der sich die Galaxien tatsächlich voneinander entfernen. Das ist jedoch nicht die Expansionsgeschwindigkeit des Universums!! Der beobachtete Effekt ist zweifellos real, aber er ist auf Gezeitenkräfte zurückzuführen und kann ohne Lambda erklärt werden (Kap.19 meiner Arbeit).

Da die ursprüngliche Beschleunigung der Expansion proportional zur Energiedichte des Higgsfeldes erfolgte, stimmt die Materiedichte des Universums genau mit der Massendichte überein, bei der das Universum als ganzes flach und nicht gekrümmt ist und ein späterer Gravitationskollaps gerade nicht erfolgt (kritische Massendichte). Ausserhalb der Blase verbleibt das falsche Vakuum im Zustand exponentieller Ausdehnung, bis erneut irgendwo ein Tunneleffekt eintritt und ein weiteres Universum gebildet werden kann, das jedoch für immer ganz ausserhalb der Sichtweite "unseres" Universums verbleibt. Bildung und Ausdehnung von weiteren Quantenfluktuationen und Entstehung bzw. Abspaltung weiterer paralleler Universen mit abweichenden Eigenschaften sind möglich.


Da du hier mehrfach von einer Blase sprichst, verstehe ich das so das man allgemein von einem geschlossenen Universum ausgeht. Ist das korrekt? Dies wäre wichtig für die weitere Argumentation. Was ausserhalb der Blase (des Universums?) ist wage ich derzeit nicht zu spekulieren und meine das wir das wohl niemals erfahren werden. Wenn man jedoch davon ausgeht das irgendwann erneut ein Tunneleffekt eintritt begiebt man sich komplett ins Reich der Fantasie. Das setzt wieder eine Potentialgrenze oder Potentialbarriere wie du es nennst voraus, die niemand auch nur hypothetisch begründen oder definieren kann. Zudem setzt die Bildung bzw. Abspaltung weiterer Universen voraus, dass Materie und Energie sich immer wieder und unendlich aus aus Nichts entwickeln können. Wollen uns Leute die ernsthaft behaupten dass dies seriös ist etwa erklären, dass damit die Erhaltungssätze dennoch richtig sind??? Falls sie das tatsächlich wollen und belegen können behaupte ich ganz ernsthaft und ohne jeden Trick(!), dass wir ein Perpetuum Mobile real bauen können!! Das ist aber keinesfalls als Witz und auch nicht sarkastisch gemeint!

Bei Annahme beschleunigter Ausdehnung ist jedoch deren Dauer nicht bekannt, der Beginn der Ausdehnung und damit der Zeitpunkt Null ist unbestimmt. Der theoretische Verlauf der Inflation hängt von den zugrundegelegten Teilchentheorien ab und wird z.Zt. noch sehr unterschiedlich angegeben.


Ja so ist das! Er wird sehr unterschiedlich angegeben, aber von niemand konkret nachgewiesen oder begründet! Selbstvertändlich ist es imens schwer das exakt nachzuweisen. Aber gerade deshalb wissen wir eben nicht ob das auch wirklich so ist. Sie behaupten nur, dass die Mehrheit diese Meinung vertritt, aber diese Mehrheit kann nichts beweisen. Und weil das so ist können alternative Ansätze nicht einfach als Unsinn bezeichent werden, nur weil sie eine andere Meinung als die Mehrheit vertreten. Was bitte hat das mit wissenschaftlicher Diskussion oder Argumentation zu tun? Heisst das etwa, weil die Mehrheit anderer Meinung ist als die Kritiker mit ihren Argumenten hat sie auch die Wahrheit und Objektivität für sich allein gepachtet?? Ist das etwa gesetzlich festgelegt?

Die Differenzierung der 4 Grundkräfte, das Quarks-Photonen-Gas, die Quarks-Annihilation, Nukleonenbindung, Neutrino-Abkopplung, Brechung der Neutronen-Protonen und der Elektronen-Positronen-Symmetrie, die Kernsynthese und Atombildung erfolgten erst später.


Einverstanden.

Grüsse Icabaru
Kurt Gerhardt
 
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Re: Gravitation

Beitragvon Trigemina » So 18. Okt 2009, 19:40

icabaru hat geschrieben:Wenn also die Beschleunigung bis zu den Moment anhielt an dem eine Art Tunneleffekt eintrat, so setzt das irgend ein Hindernis oder eine Potentialgrenze voraus die überwunden werden musste. Die Existenz des Effektes bestreite ich nicht, aber ich bezweifele dass es diese Potentialgrenze im Raum gab bzw. gibt. Erst ab diesen Punkt, so verstehe ich deine Beschreibung, erfolgte also der Urknall. Wenn ich das richtig verstanden habe, so liege ich mit meiner Schlussfolgerung wie im Kapitel 21 meiner Arbeit geschrieben doch gar nicht so falsch! In diesen Fall will ich mich in die quantenmechanische Diskussion gar nicht weiter einmischen und überlasse das anderen. Aber ab diesen Punkt des Urknalls betrachtet die TP die Expansion tatsächlich als eine rein radiale.


Das kosmologische Prinzip beschreibt ein homogenes Weltall unabhängig von der Beobachterposition voraus, sowie ein isotropes Weltall unabhängig von der Bewegungsrichtung des Beobachters.
Ein zusätzliches Prinzip ist auch das "Perfekte kosmologische Prinzip", das neben der räumlichen auch eine zeitliche Homogenität verlangt. Allerdings gelten diese Prinipien nur über eine sehr grosse Ausdehnung von etwa 100 Mio. Lichtjahren.

Bis jetzt erfüllt das Standardmodell diese Kriterien recht gut; es führt auch nicht zu Widersprüchen wie etwa dem Olberschen Paradoxon (strahlend heller Himmel).
Dummerweise wird nun diese Fluchtbewegung grossräumiger Strukturen im Weltall gemessen. Dass durch Schwerkraftseinflüsse innerhalb lokaler Gruppen Abweichungen auftreten (Blauverschiebung), ist normal und kein Indiz gegen die Fluchtbewegung.

Ausserdem gerätst du mit deinem Modell in Konflikt mit der komsmischen Hintergrundstrahlung, die ebenfalls mit der Fluchtbewegung erklärt wird.
Das Horizontproblem mag vorerst eine Schwäche des kosmologischen Standardmodells sein, doch als das Weltall durchsichtig wurde (für Chief: damit ist das gesamte elektromagnetische Spektrum gemeint) und einzelne Gebiete nicht mehr miteinander wechselwirken konnten, also auch kein Temperaturausgleich erfolgen konnte, zeigte sich seine Stärke darin, dass ein vollständig korrespondierendes Universum sich zu einer verzerrten Blase verformen müsste und die Hintergrundstrahlung anisotrop wäre. Von kleinen Abweichungen abgesehen ist sie aber zweifellos isotrop.

Zudem müsste gemäss deinem Modell die Gravitationsrotverschiebung als Folge der im Weltall ungleichmässig verteilten Massen (Cluster und galaxienfreie Gebiete) entsprechend ihrer Lichtwege unterschiedlich verteilt sein. Zwar werden diese unterschiedlichen Rotverschiebungen tatsächlich auch gemessen, aber nur in Abhängigkeit zur Entfernung des beobachteten Objekts. Der Lichtweg spielt allenfalls im Zusammenhang mit Gravitationslinsen durch ihre Vergrösserungswirkung (wie eine Lupe) eine erwünschte Rolle.

Die Veranschaulichung mit dem aufgeblasenen Ballon zeigt den wahren Sachverhalt der kosmischen Expansion nicht korrekt an. Nicht die Galaxien fliehen auseinander, sondern der Raum dazwischen dehnt sich aus, je mehr Raum dazwischen, desto grösser die Fluchtgeschwindigkeit. Die Galaxien werden dabei auch nicht grösser wie auf der Aussenhaut der Ballons, sondern werden durch die Expansion des dazwischenliegenden Raumes auseinander getrieben.

Die Grundfrage der Kosmologie ist, wie aus dem unglaublich heissen Brei aus Materie und Strahlung unmittelbar nach dem Urknall das heute hoch strukturierte Universum entstehen konnte. Der Kosmos ist heute alles andere als ein Einheitsbrei. Es gibt Sterne und Galaxien, Galaxienhaufen und grosse Leerräume. Wie konnten sich diese Strukturen bilden?

Die Variationen der Hintergrundstrahlung, wie sie sich 400'000 Jahre nach dem Urknall herausgebildet haben, scheinen die Grundlage der heutigen Strukturen zu sein, aus denen sich Galaxien geformt haben. Die neuen Daten passen am besten zur so genannten Inflationstheorie (dunkle Energie). Nach dieser Theorie hat sich das Universum ganz kurz nach dem Urknall in einem winzigen Moment von nicht einmal atomarer Grösse auf enorme Ausmasse aufgebläht. Danach ging dann die Ausdehnung des Kosmos im "normalen" Tempo weiter. Diese zunächst etwas skurril anmutende Theorie löst auf elegante Weise ein fundamentales Problem der Astronomie: das Kausalitätsproblem. Weit entlegene und entgegengesetzte Gebiete können keine Signale austauschen. Trotzdem beobachtet man da die gleichen Sterne, man misst da die gleichen Temperaturen und diese Gebiete haben offensichtlich Information gemeinsam. Die Inflationstheorie hat nun den Vorteil, und das Olbersche Paradoxon ist noch das wenigste, dass das Universum zuvor klein war; weit entlegene und entgegengesetzte Gebiete waren also Nachbarn, und die lagen innerhalb ihres Horizontes und konnten Lichtstrahlen austauschen. Was auch immer in der Frühphase des Kosmos in jenem heissen Urbrei passiert ist, ob, und - wenn ja - wie die kosmische Inflation stattgefunden hat: Es hat sich als Fleckenmuster in der 3-Kelvin-Mikrowellenstrahlung verewigt - wenn auch nur äusserst schwach.

Lösen wir das Galaxienproblem mit den zu schnellen Relativgeschwindigkeiten der einzelnen Sterne zueinander rein über die Allgemeine Relativitätstheorie (was sicher möglich ist durch Renormierung ihrer Geschwindigkeiten), verhindern wir zwar modellmässig das Auseinanderdriften ihrer Mitglieder, lassen aber die Schwankungen der 3K-Hintergrundstrahlung aussen vor, die meiner Meinung nach einen wenn nicht den wesentlichen Einfluss auf die sich herausbildenden Strukturen ausüben. Ähnlich sehe ich das auch bei der MOND-Theorie von Pilgrim.

Damit ist nun aber das Geheimnis der dunklen Materie keineswegs geklärt. Lediglich dass es sie geben müsste. Das Universum wies ca. hunderttausend Jahre nach dem Urknall nur äusserst geringe Unebenheiten von ca. 0.005% in der Verteilung der Atome auf. Nimmt man an, dass das Universum nur aus der uns bekannten Materie besteht, so kann man durch relativ einfache theoretische Überlegungen zeigen, dass diese Unebenheiten nur sehr langsam mit der Zeit wachsen, zwischen damals und heute um ungefähr einen Faktor Tausend. Das bedeutet aber, dass auch heute die Fluktuationen in der Verteilung der Atome nur ungefähr 5% betragen sollten. Somit sollte das heutige Universum lediglich mit einer etwas welligen, dünnen Wasserstoff-Helium-Suppe angefüllt sein (das sind die einzigen Elemente, die im Urknall gebildet wurden). Die heutigen Galaxien sind aber eine Million mal dichter als ihre Umgebung, d.h. es sollte sie also gar nicht geben! Ebenso wenig dürften Sterne und Planeten existieren, da sie nur in Galaxien gebildet werden können. Offensichtlich kann dieses einfache Modell der Galaxienentstehung nicht stimmen. Auf irgendeine Weise muss es möglich gewesen sein, die sehr geringen Anfangsfluktuationen um wesentlich mehr als einen Faktor tausend zu verstärken. Den bisher einzig plausiblen Ausweg bietet hier die dunkle Materie. Waren die Dichtefluktuationen der dunklen Materie hunderttausend Jahre nach dem Urknall wesentlich grösser als diejenigen der Wasserstoff-Helium-Suppe (wofür es indirekte Hinweise gibt), so könnten erstere als eine Art 'Schwerkraftfalle' gewirkt haben. In diesen Dunkle-Materie-Fallen konnten sich die Wasserstoff- und Helium-Atome erheblich schneller ansammeln, als dies in einem Universum ohne dunkle Materie möglich ist. Aus dem konzentrierten Wasserstoff-Helium-Gas entstanden dann die Galaxien, die im Rahmen dieses Modells auf natürliche Weise in Halos aus dunkler Materie eingebettet sein sollten.

Bis heute ist die Natur der Dunklen Materie unklar. Planeten und gestorbene Sterne (kalte weisse Zwerge, Pulsare und schwarze Löcher) sind sicher ein Teil von ihr. Massive Neutrinos könnten auch Dunkle Materie sein, wenn sie eine Masse haben (Laboruntersuchungen konnten bis jetzt diese Frage nicht beantworten). Die beliebtesten Kandidaten für die Dunkle Materie sind aber die sogenannten WIMPs (weakly interacting massive particles, schwach wechselwirkende massive Teilchen), in der Form von sogenannten "Photinos" oder "Axione". Diese exotischen Teilchen sind eine der Voraussagen der supersymmetrischen Feld-Theorie, eine der modernsten Theorie der theoretischen Physik. Allerdings keines dieser Teilchen wurde bislang im Labor gefunden.

Gruss
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Re: Gravitation

Beitragvon Sebastian Hauk » So 18. Okt 2009, 19:50

Hallo,

Den bisher einzig plausiblen Ausweg bietet hier die dunkle Materie.


und die HSTT (die HSTT kommt nach eigener Aussage ohne Dunkle Materie aus). Vielleicht auch noch die MOND-Theorie.

Gruß

Sebastian
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Re: Gravitation

Beitragvon Trigemina » So 18. Okt 2009, 20:34

Sebastian Hauk hat geschrieben:Hallo,

Den bisher einzig plausiblen Ausweg bietet hier die dunkle Materie.


und die HSTT (die HSTT kommt nach eigener Aussage ohne Dunkle Materie aus). Vielleicht auch noch die MOND-Theorie.

Gruß

Sebastian


Hallo Sebastian

Pilgrims MOND-Theorie der erweiterten Gravitationswirkung berücksichtigt, wie ich weiter oben beschrieb, die Schwankungen der 3K-Mikrowellenhintergrundstrahlung nicht. Die HSTT liefert dazu auch keine Hinweise.

Gruss
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Re: Gravitation

Beitragvon Sebastian Hauk » So 18. Okt 2009, 20:45

Hallo Trigemina,

Seite 119:

In dieser Form wäre sie dann auch mit der Dunklen Materie DM gekoppelt, da wie hier auch
gezeigt, die Dunkle Materie aus dem Higgspotential folgt.


wie ich das hier verstehe folgt die Dunkle Materie aus dem Higgspontial, was auch immer damit gemeint ist.

Gruß

Sebastian
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Re: Gravitation

Beitragvon Kurt Gerhardt » Mo 19. Okt 2009, 14:26

Guten Tag, Trigemina,

also zuerst einmal meinen Respekt für dich, weil du dich so sehr bemühst die bestehenden Modelle und Theorien hier zu erklären. Vor allen auch deshalb weil du offensichtlich eine sehr positive Ausnahme im Gegensatz zu vielen deiner Physikerkollegen darstellst und du dich einer argumentativen Auseinandersetzung nicht entziehst. Das ist schon ganz schön was. Deshalb richten sich meine Argumente auch nicht an dich persönlich sondern an die etablierte Physik, als deren Stellvertreterin du dich hier dankenswerterweise bemühst.

Das kosmologische Prinzip beschreibt ein homogenes Weltall unabhängig von der Beobachterposition voraus, sowie ein isotropes Weltall unabhängig von der Bewegungsrichtung des Beobachters.


Erste Gemeinsamkeit auf deren Grundlage wir aufbauen können.

Ein zusätzliches Prinzip ist auch das "Perfekte kosmologische Prinzip", das neben der räumlichen auch eine zeitliche Homogenität verlangt. Allerdings gelten diese Prinipien nur über eine sehr grosse Ausdehnung von etwa 100 Mio. Lichtjahren.

Bis jetzt erfüllt das Standardmodell diese Kriterien recht gut; es führt auch nicht zu Widersprüchen wie etwa dem Olberschen Paradoxon (strahlend heller Himmel).
Dummerweise wird nun diese Fluchtbewegung grossräumiger Strukturen im Weltall gemessen. Dass durch Schwerkraftseinflüsse innerhalb lokaler Gruppen Abweichungen auftreten (Blauverschiebung), ist normal und kein Indiz gegen die Fluchtbewegung.


Bis hierher keinerlei Einwände.

Ausserdem gerätst du mit deinem Modell in Konflikt mit der komsmischen Hintergrundstrahlung, die ebenfalls mit der Fluchtbewegung erklärt wird.


Das sehe ich jedoch nicht. Ich kann nicht nachvollziehen wie ich in Konflikt mit der Hintergrundstrahlung komme. Kein Zweifel, dass sie isotrop ist. Aber sie ist, ich meine die von Penzias und Wilson entdeckte, rein thermischer Art. Ich meine nur das ihre Isotropie ein sehr starkes Argument dafür ist, dass das Universum ein geschlossenes System sein muss. Der Zusammenhang mit der Gravitation ist hier erst einmal sekundär, denn soviel mir bekannt ist wechselwirken Gravitationsfelder nicht mit thermischer Strahlung. Was mit der thermischen Strahlung im Zusammenhang steht ist die Volumenänderung des expandierenden Raumes. Da ich das Universum als ein geschlossenes System verstehe und definiere ergibt sich, dass sich eine darin enthaltene thermische Strahlung bei numerisch konstanter Grösse immer mehr verdünnt, das heisst die Temperatur muss umgekehrt proportional zur Volumenzunahme sinken (abnehmende Entropie). Die Isotropie wird davon ja gar nicht berührt und auch nicht bezweifelt.
In Bezug auf die Fluchtbewegung selbst unterscheide ich klar in die zunehmende Entfernungsgeschwindigkeit der Galaxien zueinander und die reale (absolute) Expansionsgeschwindigkeit des Universums. Ich betone nochmals, das sind zweierlei Geschwindigkeiten!

Das Horizontproblem mag vorerst eine Schwäche des kosmologischen Standardmodells sein, doch als das Weltall durchsichtig wurde (für Chief: damit ist das gesamte elektromagnetische Spektrum gemeint) und einzelne Gebiete nicht mehr miteinander wechselwirken konnten, also auch kein Temperaturausgleich erfolgen konnte, zeigte sich seine Stärke darin, dass ein vollständig korrespondierendes Universum sich zu einer verzerrten Blase verformen müsste und die Hintergrundstrahlung anisotrop wäre. Von kleinen Abweichungen abgesehen ist sie aber zweifellos isotrop.


Halt Moment mal! Wir kommen langsam dahin wo ich hinmöchte. Wenn man davon ausgehst, dass einzelne Gebiete nicht miteinander wechselwirken konnten bzw. können, so halte ich das für in sich widersprüchlich. Gerade dann wenn einzelne Gebiete nicht miteinander wechselwirken können, müsste sich eine Anisotropie ergeben. Da jedoch mittels Licht Informationen übertragen werden, können bzw. müssen auch andere Wechselwirkungen gegeben sein. Zudem gibt es noch den Zusammenhang mit der Wechselwirkung der Gravitationsfelder, wobei die Aussage der TP im Raum steht, dass sie unbegrenzte Reichweite bzw. Wirkungsradius hat! An genau diesen Punkt sollte man die Wirkungsweise der Gravitation als solcher in die Überlegungen einbeziehen. Denn ich behaupte und kann das auch rechnerisch begründen, dass Gravitationsfelder einen räumlich begrenzten Radius haben, aber hierarchisch bis zum alles überlagernden Feld des Universums geordnet sind. Innerhalb dieses einen grossen Gravitationsfeldes de Universums stehen entsprechend der hirarchischen Ordnung alle mit allen in Wechselwirkung. Hier sprechen ja auch nicht wenige Vertreter der etablierten TP von einem unsichtbaren Informationsaustausch der gleichzeitig über Distanzen von Millionen Lichtjahren bestehen soll und rätselhaft ist. Deshalb muss sich ein vollständig korrospondierendes Universum keineswegs zu einer verzerrten Blase verformen. Viel wahrscheinlicher ist die regelmässige Form eines extrem flachen Rotationsellipsoiden!

Zudem müsste gemäss deinem Modell die Gravitationsrotverschiebung als Folge der im Weltall ungleichmässig verteilten Massen (Cluster und galaxienfreie Gebiete) entsprechend ihrer Lichtwege unterschiedlich verteilt sein. Zwar werden diese unterschiedlichen Rotverschiebungen tatsächlich auch gemessen, aber nur in Abhängigkeit zur Entfernung des beobachteten Objekts. Der Lichtweg spielt allenfalls im Zusammenhang mit Gravitationslinsen durch ihre Vergrösserungswirkung (wie eine Lupe) eine erwünschte Rolle.


Auch in diesen Punkt argumentierst du meiner Meinung nach zu kurz. Ich argumentiere nirgendwo damit, dass die Gravitationsrotverschiebung mit der ungleichmässigen Masseverteilung bzw. mit dem Lichtweg (im Sinne einer konstanten Distanz) zu tun hat. Insoweit ist deine Argument richtig. Die Gravitationsrotverschiebung hat zum ersten etwas mit der Gravitationswirkung des jeweiligen Feldes des lichtemittierenden Körpers (Sternen bzw. Galaxien) zu tun und zweitens mit der Geschwindigkeit mit welcher sich die Lichtquelle von uns entfernt. Beides hat Auswirkung auf die Wellenlänge. Der zurückgelegte Weg selbst jedoch nicht.

Fortsetzung
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Re: Gravitation

Beitragvon Kurt Gerhardt » Mo 19. Okt 2009, 14:36

Fortsetzung

Die Veranschaulichung mit dem aufgeblasenen Ballon zeigt den wahren Sachverhalt der kosmischen Expansion nicht korrekt an. Nicht die Galaxien fliehen auseinander, sondern der Raum dazwischen dehnt sich aus, je mehr Raum dazwischen, desto grösser die Fluchtgeschwindigkeit. Die Galaxien werden dabei auch nicht grösser wie auf der Aussenhaut der Ballons, sondern werden durch die Expansion des dazwischenliegenden Raumes auseinander getrieben.


Genauso sehe ich das auch, aber am Resultat dass sich die Galaxien von uns und voneinander entfernen ändert sich damit nichts. Auch werden die Galaxien damit sicherlich nicht grösser. Aber mit dem expandierenden Raum wird auch die Wellenlänge des Lichtes eben zwingend langwelliger und damit rotverschoben. Da c konstant ist muss es ja bei expandierenden Raum ein grössere Distanz überwinden. Könnte seine Wellenlänge konstant bleiben, so müsste sich seine Geschwindigkeit proportional zur Expansionsgeschwindigkeit verhalten und damit mit der Expansion steigen. Die absolute Konstanz der LG im Vakuum stünde dann sehr in Frage. Auch diese Zusammenhänge habe ich im Kapitel 15 (Eigenschaften der Lichtbewegung) und im Kapitel 19 (kosmol. Konstante, zunehmende Distanzen bei Expansion) erklärt. Man muss nun diese Interpretation nicht unwidersprochen akzeptieren, aber diskutieren können wir doch darüber. Oder nicht?

Die Grundfrage der Kosmologie ist, wie aus dem unglaublich heissen Brei aus Materie und Strahlung unmittelbar nach dem Urknall das heute hoch strukturierte Universum entstehen konnte. Der Kosmos ist heute alles andere als ein Einheitsbrei. Es gibt Sterne und Galaxien, Galaxienhaufen und grosse Leerräume. Wie konnten sich diese Strukturen bilden?

Die Variationen der Hintergrundstrahlung, wie sie sich 400'000 Jahre nach dem Urknall herausgebildet haben, scheinen die Grundlage der heutigen Strukturen zu sein, aus denen sich Galaxien geformt haben. Die neuen Daten passen am besten zur so genannten Inflationstheorie (dunkle Energie). Nach dieser Theorie hat sich das Universum ganz kurz nach dem Urknall in einem winzigen Moment von nicht einmal atomarer Grösse auf enorme Ausmasse aufgebläht.


Bis hierher gilt Quantenphysik und hier möchte ich mich enthalten. Auf dieser Strecke bin ich noch längst nicht fit genug. Aber dass sich das Universum aus einem winzigen Etwas von der Grösse eines Atoms entwickeln konnte, halte ich doch für eine recht verwegene Hypothese!

Danach ging dann die Ausdehnung des Kosmos im "normalen" Tempo weiter. Diese zunächst etwas skurril anmutende Theorie löst auf elegante Weise ein fundamentales Problem der Astronomie: das Kausalitätsproblem. Weit entlegene und entgegengesetzte Gebiete können keine Signale austauschen. Trotzdem beobachtet man da die gleichen Sterne, man misst da die gleichen Temperaturen und diese Gebiete haben offensichtlich Information gemeinsam. Die Inflationstheorie hat nun den Vorteil, und das Olbersche Paradoxon ist noch das wenigste, dass das Universum zuvor klein war; weit entlegene und entgegengesetzte Gebiete waren also Nachbarn, und die lagen innerhalb ihres Horizontes und konnten Lichtstrahlen austauschen. Was auch immer in der Frühphase des Kosmos in jenem heissen Urbrei passiert ist, ob, und - wenn ja - wie die kosmische Inflation stattgefunden hat: Es hat sich als Fleckenmuster in der 3-Kelvin-Mikrowellenstrahlung verewigt - wenn auch nur äusserst schwach.


Eben! Auch hierzu keine andere Meinung. Nur das heute beobachtete Fleckenmusster hat eine niedrigere Temperatur als vor 10 Mio. Jahren und diese Temperatur wird mit fortschreitender Expansion weiter abnehmen. Das Fleckenmuster selbst bleibt dabei sicherlich erhalten, jedoch mit abnehmender Dichte.

Lösen wir das Galaxienproblem mit den zu schnellen Relativgeschwindigkeiten der einzelnen Sterne zueinander rein über die Allgemeine Relativitätstheorie (was sicher möglich ist durch Renormierung ihrer Geschwindigkeiten), verhindern wir zwar modellmässig das Auseinanderdriften ihrer Mitglieder, lassen aber die Schwankungen der 3K-Hintergrundstrahlung aussen vor, die meiner Meinung nach einen wenn nicht den wesentlichen Einfluss auf die sich herausbildenden Strukturen ausüben. Ähnlich sehe ich das auch bei der MOND-Theorie von Pilgrim.


Folglich liegt dieser Interpretation nicht die ART zugrunde sondern was? Die Schwankungen der Hintergrundstrahlung betreffen ihre örtlichen Temperaturdiffrenzen. Das belegen klar die Infarotaufnahmen die auch Highway schon hier eingestellt hat. Das kann man anhand der anisotropen Verteilung der Masse bzw. der Galaxien durchaus nachvollziehen. Im Durchschnitt kann man dennoch von einer isotropen Verteilung auf das Gesamtuniversum ausgehen. Ich kann hier aber den Zusammenhang mit der MOND-Theorie von Mordehai Milgrom (nicht Pilgrim?) und damit der Gravitation keineswegs erkennen. Die MOND-Theorie steht mit der isotropen Hintergrundstrahlung in keinerlei Zusammenhang, sondern vielmehr mit den flachen Rotationskurven in den Galaxien. Milgrom geht davon aus, dass das Gravitationsgesetz Newtons nicht korrekt ist, was auf Grund der gesicherten beobachteten Realität sehr naheliegend ist. Er hat deshalb die Modifizierung des Newtonschen Gesetzes vorgeschlagen. Die besteht darin, dass F = ma erweitert wird und somit F = m ∙μ(a/a0)∙a heissen soll. Den konzeptionellen Ansatz dazu halte ich für logisch folgerichtig. Jedoch stellt er damit das Newtonsche Gesetz selbst noch nicht grundsätzlich in Frage. Ich meine erbleibt damit auf halben Wege stehen und ist damit noch nicht konsequent genug. Ich kann mir auch gut vorstellen warum. Ich gehe bewusst noch weiter und bezweifele das Newtonsche Gravitationsgesetz prinzipiell! Und für den Fall, dass das Gravitationsgesetz Newtons sich als falsch erweist, so fällt die ART damit auch ebenso denn sie basiert ja prinzipiell darauf! Und dafür dass die ART falsch sein muss, können ihre angeblich klassischen Beweise sehr gute Hinweise liefern. Also möchten wir bitte nicht mit Hypothesen sondern mit klar nachprüfbaren Zahlen argumentieren. Hypothesen sind eventuell begründbare Meinungen bzw. Interpretationen. Klar nachprüfbare Zahlen sind objektive Fakten! Was bitte kann sachlicher sein?

Damit ist nun aber das Geheimnis der dunklen Materie keineswegs geklärt. Lediglich dass es sie geben müsste. Das Universum wies ca. hunderttausend Jahre nach dem Urknall nur äusserst geringe Unebenheiten von ca. 0.005% in der Verteilung der Atome auf. Nimmt man an, dass das Universum nur aus der uns bekannten Materie besteht, so kann man durch relativ einfache theoretische Überlegungen zeigen, dass diese Unebenheiten nur sehr langsam mit der Zeit wachsen, zwischen damals und heute um ungefähr einen Faktor Tausend. Das bedeutet aber, dass auch heute die Fluktuationen in der Verteilung der Atome nur ungefähr 5% betragen sollten. Somit sollte das heutige Universum lediglich mit einer etwas welligen, dünnen Wasserstoff-Helium-Suppe angefüllt sein (das sind die einzigen Elemente, die im Urknall gebildet wurden).


Selbstverständlich sind Wasserstoff und Helium die einzigen Elemente die sich im Resultat des Urknalls gebildet haben. Aus ihnen sind ja die ersten Sterne entstanden, die eine imense Grösse und damit ein relative kurze Lebensdauer hatten. Aus den damit einsetzenden Fusionsprozessen entstanden ja erst die schwereren Elemente. Das ist ein nicht gerade unwichtiger Aspekt der Gravitation, denn auch die Atome des Wasserstoffs und des Heliums bewegten sich im Raum und übertrugen ihren Bewegungsimpuls mit ihrer Verdichtung zu Sternen (Sonnen) an die Körper die sich aus einer Unzahl dieser Atome zusammensetzten.

Die heutigen Galaxien sind aber eine Million mal dichter als ihre Umgebung, d.h. es sollte sie also gar nicht geben! Ebenso wenig dürften Sterne und Planeten existieren, da sie nur in Galaxien gebildet werden können. Offensichtlich kann dieses einfache Modell der Galaxienentstehung nicht stimmen. Auf irgendeine Weise muss es möglich gewesen sein, die sehr geringen Anfangsfluktuationen um wesentlich mehr als einen Faktor tausend zu verstärken.


Eben! Nur wer kann mit Sicherheit sagen das dieser Verstärkungsfaktor ausschliesslich aus der Existenz von dunkler Materie resultiert? Wenn im Resultat des Urknalls nur Wasserstoff und Helium entstanden sind, wobei ich diese Schlussfolgerung unterstütze, ergibt sich die Frage aus welchen Elementen die Dunkle Materie bestehen könnte. Sie muss dann ja ebenso aus dem Urknall entstanden sein, womit Wasserstoff und Helium eben nicht die einzigen Elemente waren??? Ist sie aber erst danach wie andere Elemente ebenso im Resultat der bekannten Fusionsprozesse entstanden, so müsste sie aus bekannten Elementen bestehen. Dann jedoch müsste sie auch optisch sichtbar sein. Das Ganze ist wie du schon sagst eine Spekulation, die ich dazu noch für nicht angemessen halte. Mit solchen Spekulationen möchte ich nicht argumentieren. Deshalb argumentiere ich lieber mit Gleichungen die Klarzahlen anstatt lediglich anonyme Formelzeichen enthalten.

Den bisher einzig plausiblen Ausweg bietet hier die dunkle Materie. Waren die Dichtefluktuationen der dunklen Materie hunderttausend Jahre nach dem Urknall wesentlich grösser als diejenigen der Wasserstoff-Helium-Suppe (wofür es indirekte Hinweise gibt), so könnten erstere als eine Art 'Schwerkraftfalle' gewirkt haben. In diesen Dunkle-Materie-Fallen konnten sich die Wasserstoff- und Helium-Atome erheblich schneller ansammeln, als dies in einem Universum ohne dunkle Materie möglich ist. Aus dem konzentrierten Wasserstoff-Helium-Gas entstanden dann die Galaxien, die im Rahmen dieses Modells auf natürliche Weise in Halos aus dunkler Materie eingebettet sein sollten.


Diese Meinung teile ich nicht. Eine alternative Erklärung könnte z.B. darin bestehen, das die Wasserstoff-Helium-Suppe mit dem Gesamtsystem, wie heute ebenso, rotierte. Dieser Bewegungsimpuls bleibt auf Ewigkeiten erhalten und ist an den real überall beobachtbaren Rotationen existent. Mit der Rotation des Gesamtsystems resultieren zwischen den einzelnen Teilchen nicht nur Ahäsionskräfte, sondern es wirken gleichzeitig die radiale Zentrifugalbeschleunigung und der rotatorische Drehimpuls um den Mittelpunkt des Gesamtsystems. Damit resultieren zwingend auch Criolisbeschleunigungen die auch heute noch an der zwar im Detail unterschiedlichen geometrischen Masseverteilung bzw. der Form von Galaxien klar beobachtbar sind und dennoch auf das identische Prinzip hindeuten. Damit wirken simultan auch gewisse Zentripedalbeschleunigungen in örtlich unterschiedlicher Stärke womit sich Schwerkraftfallen auch erklären lassen.

Bis heute ist die Natur der Dunklen Materie unklar. Planeten und gestorbene Sterne (kalte weisse Zwerge, Pulsare und schwarze Löcher) sind sicher ein Teil von ihr. Massive Neutrinos könnten auch Dunkle Materie sein, wenn sie eine Masse haben (Laboruntersuchungen konnten bis jetzt diese Frage nicht beantworten). Die beliebtesten Kandidaten für die Dunkle Materie sind aber die sogenannten WIMPs (weakly interacting massive particles, schwach wechselwirkende massive Teilchen), in der Form von sogenannten "Photinos" oder "Axione". Diese exotischen Teilchen sind eine der Voraussagen der supersymmetrischen Feld-Theorie, eine der modernsten Theorie der theoretischen Physik. Allerdings keines dieser Teilchen wurde bislang im Labor gefunden.


Richtig! Die Natur der Dunklen Materie ist unklar, also eine Hypothese die bis dato nicht erwiesen ist. Eben deshalb sind andere Erklärungen bzw. Hypothesen mindestens gleichwertig! Ich will diese Hypothesen gar nicht weiter kritisieren, denn sie werden sich sowieso bestätigen wenn die von dir genannten Teilchen tatsächlich gefunden und klar nachgewiesen werden? Und wenn sie aber nicht gefunden werden? Was dann?
Ausserdem möchte ich auf gewissen Paralellen zu den diversen Äthertheorien hinweisen, in denen eine Vielzahl von Teilchen eine Rolle spielen. Denn wenn diese Teilchen irgendwann tatsächlich nachgewiesen werden, so ergibt sich erneut ein Widerspruch zu der von der TP vehement bestrittenen Existenz eines Raumäthers. Und wenn diese Teilchen in Form von Dunkler Materie wirklich existent wären so sollte man auch die Frage beantworten, warum sie nur im Halo der Galaxien existieren soll und nicht ebenso gleichmässig über das Universum verteilt ist wie die Hintergrundstrahlung auch?? Denn wenn sie z.B. in unserem Sonnensystem tatsächlich nicht vorhanden ist, wie die TP behauptet, kann man sie auch in Labors nicht finden. Es sei denn man hat einen Rucksack von Proben aus anderen Galaxien zur Verfügung??? Das Argument das man sie in Teilchenbeschleunigern eventuell erzeugen kann, kann dabei nicht als Nachweis gelten, weil sie dann aus einer technisch erzeugten Kollision resultieren. Und diese Beschleunigung ist kein natürlicher bzw. beobachtbarer Prozess im Universum. Wäre er beobachtbar könnte man aus den Kollisionen resultierende Lichterscheinungen beobachten und eben das ist auch nicht der Fall.

Zum Schluss möchte ich noch auf einen meiner Ansicht nach wichtigen Aspekt hinweisen. Das Thema hier ist Gravitation! Ich respektiere deine Bemühungen die Erkenntnisse der TP hier möglichst verständlich zu erklären und stelle gleichzeitig fest, dass du den wichtigen Kernfragen wie alle deine Kollegen elegant auszuweichen versuchst. Die Motivation dessen verstehe ich sehr wohl. Aber es bringt nichts wenn wir über unstrittige Dinge hier immer weiter diskutieren und ich räume ein, dass ich da möglicherweise unangenehm hartnäckig bin. In diesem Sinne verweise ich auf die in meinem letzten Beitrag aufgeworfenen Kernfragen, die du in deinen Beiträgen bisher sehr elegant umgangen hast. Es geht hier:

1. Um die reale Wirkungsweise der Gravitation als solcher, also um ihr Wesen bzw. kausale Ursache. Dafür hat die TP keinerlei konkrete Erklärung wenn man von der überholten und widerlegbaren Newtonschen Hypothese absieht. Alle ernstzunehmenden Physiker sind sich darüber einig, dass die Gravitation eines der grössten Rätsel der modernen Physik ist und so ist das auch in der Literatur nachzulesen. Ich gestatte mir daher die etablierte Physik mit einem Koch zu vergleichen, der uns allen nur ungeniessbare Gerichte zumuten will. Die Gerichte sind hier die von dir genannten Theorien. Die Gravitation ist eine der 4 Grundkräfte der Natur überhaupt also das Fundament auf dem ausnahmslos alle Theorien aufbauen. Nur sind diese Theorien mit 3 der 4 bekannten Zutaten gestrickt, weil die vierte nicht erklärbar ist und nicht in sie integriert werden kann. Man läuft daher ganz realistisch Gefahr, dass diese Theorien glatt in sich zusammenbrechen wenn die vierte Grundkraft hier korrekt integriert werden kann. Das wäre der ultimative Supergau für die moderne TP! Mir ist daher durchaus verständlich wenn du diesen Fragen beharrlich aus dem Weg gehen willst denn ich bin davon überzeugt, dass sich nicht wenige dieser Gefahr bewusst sind. Gehörst du auch dazu?
2. Du hast auch mit keinem Wort auf die Fragen nach den Erhaltungssätzen Bezug genommen. Kann es sein das hier gewisse Unsicherheiten und Fehlinterpretationen aufgedeckt werden könnten oder täusche ich mich da? Denn für mich sind die Erhaltungssätze bzw. ihre definitive Gültigkeit fundamentale Grundlage der Argumentation. Aus den Formulierungen in deinem letzten Beitrag jedoch geht klar hervor, dass die Erhaltungssätze gewaltige logische Widersprüche in den von dir beschriebenen Theorien offenbaren! Ist das der Grund weshalb du darauf nicht eingehst? Die Physiker an den Unis und Instituten denen ich diese Fragen vorgetragen habe, glänzen jedenfalls durch absolutes Schweigen. Keine Antwort ist eben auch eine Antwort, aber die TP wird es auf Dauer nicht schaffen diesen Fragen immer nur aus dem Weg zu gehen.

Fazit:
Ich habe zum Thema Gravitation bzw. zu den theoretischen Grundlagen klare Fragen zu ihren sachlich und logisch korrekt begründbaren Widersprüchen und würde eben diese Fragen eben mit dir oder anderen gern diskutieren. Dabei argumentiere ich nicht mit irgendwelchen Hypothesen oder Annahmen sondern mit Fakten, Messwerten und klar nachprüfbaren Zahlen. Ich habe auch keinerlei Probleme damit wenn du dir in dieser Diskussion Untersützung von Kollegen besorgst und würde das sogar empfehlen. Dabei gehe ich bewusst das Risiko ein am Ende der Unterlegene zu sein, wenn ihr meine Argumente korrekt widerlegen könnt. Ich werde dann meine Meinung selbstverständlich revidieren und meine schriftlichen Aussagen korrigieren.
Aber die Widerlegung will ich erst genau wissen. Stellt sich die etablierte TP, die du hier angenehm sachlich vertrittst, dieser Diskussion oder kneift sie weiter wie bisher. Die Antwort würde vermutlich nicht nur mich interessieren!

Grüsse Icabaru
Kurt Gerhardt
 
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