Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » Sa 10. Mai 2025, 10:26

Lagrange hat geschrieben:Mich interessiert nicht, was nach Einstein geschrieben wurde, sondern vor Einstein.

Such' selber. Du schaffst es doch sonst auch überall alte Kamellen auszugraben. Wieso hier nicht?

Mir reicht Newton und etwas Hirn: Das 3. Gesetz von Newton besagt, dass zu jeder Kraft an einem Körper eine Gegenkraft an einem anderen Körper existieren muss. Auf einen Himmelkörper wirkt aber lediglich die Zentripetalkraft ohne Gegenkraft an einem anderen Körper.

Zur Beschreibung der gleichförmigen Kreisbewegung benötigt
- der Beobachter im Laborsystem nur die Zentripetalkraft
- der Beobachter im rotierenden System die Zentripetalkraft und die Zentrifugalkraft

Die Zentrifugalkraft wird nur im rotierenden Bezugsystem beobachtet. Solche Kräfte heißen Scheinkräfte. Zieht man ein Tischtuch schnell genug vom Tisch, dann bleiben alle Gegenstände darauf stehen. Es wirkt keine Kraft auf sie. Im Bezugsystem des Tuchs bewegen sie sich aber und es wirkt scheinbar eine Kraft: Die Trägheitskraft als Scheinkraft.

So ist das nun mal. Klassische Mechanik.

Wahrscheinlich meint ihr jetzt, dass das etwas mit Einstein und der RT zu tun hätte, weil von Bezugsystemen die Rede ist. Bezugsysteme gab's aber auch schon vorher in der klassischen Mechanik, allen voran das sog. Inertialsystem, schon von Galileo beschrieben.
 
Zuletzt geändert von Frau Holle am Sa 10. Mai 2025, 12:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » Sa 10. Mai 2025, 10:39

Frau Holle hat geschrieben:...
Zur Beschreibung der gleichförmigen Kreisbewegung benötigt
- der Beobachter im Laborsystem nur die Zentripetalkraft
...

Blödsinn! Zentrifugal- und Zentripetalkraft sind zwei gleich große Kräfte, die sich gegenseitig aufheben. Das hat mit dem Bezugssystem nichts zu tun.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » Sa 10. Mai 2025, 10:50

Lagrange hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:...
Zur Beschreibung der gleichförmigen Kreisbewegung benötigt
- der Beobachter im Laborsystem nur die Zentripetalkraft
...

Blödsinn! Zentrifugal- und Zentripetalkraft sind zwei gleich große Kräfte, die sich gegenseitig aufheben. Das hat mit dem Bezugssystem nichts zu tun.

Blödsinn! Ohne Bezugsystem kann man Kraft und Bewegung gar nicht beschreiben.

Zieht man ein Tischtuch schnell genug vom Tisch, dann bleiben alle Gegenstände darauf stehen. Es wirkt im Bzugsystem des Tisches keine Kraft auf sie. Im Bezugsystem des Tuchs bewegen sie sich aber und es wirkt scheinbar ein Kraft: Die Trägheitskraft als Scheinkraft.


Für dich gilt das gleiche wie für bumbumpeng: Das Wort Physik solltest du gar nicht in den Mund nehmen. Sonst meint noch jemand du wüsstest was du redest. :P
 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » Sa 10. Mai 2025, 10:57

Frau Holle hat geschrieben:...
Zieht man ein Tischtuch schnell genug vom Tisch, dann bleiben alle Gegenstände darauf stehen. Es wirkt im Bzugsystem des Tisches keine Kraft auf sie. ...

...
 

Auf die Gegenstände wirkt die Trägheitskraft, die die Reibungskräfte überwindet.
Lagrange
 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Rudi Knoth » Sa 10. Mai 2025, 11:20

Lagrange hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:...
Zur Beschreibung der gleichförmigen Kreisbewegung benötigt
- der Beobachter im Laborsystem nur die Zentripetalkraft
...

Blödsinn! Zentrifugal- und Zentripetalkraft sind zwei gleich große Kräfte, die sich gegenseitig aufheben. Das hat mit dem Bezugssystem nichts zu tun.


Dann müssen aber einige Physikbücher geändert werden. Nehmen wir einen schnell rotierenden Schleifstein, an dem ein Stück Metall (Eisen) gehalten wird. Die Funken fliegen dann vom Beobachter, der daneben steht, geradeaus, weil keine Kraft auf die Metallteilchen wirkt. Für einen Beobachter auf dem Schleifstein wirkt eine Kraft, die die Teilchen auf eine gekrümmte Bahn sich bewegen lässt. Diese ist aus der Zentrifugalkraft (nach außen) und der Corioliskraft (entgegen der Drehrichtung) zusammengesetzt.

Gruß
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » Sa 10. Mai 2025, 11:40

Lagrange hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:Zieht man ein Tischtuch schnell genug vom Tisch, dann bleiben alle Gegenstände darauf stehen. Es wirkt im Bzugsystem des Tisches keine Kraft auf sie. ...

Auf die Gegenstände wirkt die Trägheitskraft, die die Reibungskräfte überwindet.

Nein. Denk dir die Reibung einfach weg, im Gedankenexperiment. Es wirkt keinerlei echte Kraft auf den Tisch und die Gegenstände, lediglich auf das Tuch, weil es gezogen und beschleunigt wird, von einer echten Kraft.
 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon bumbumpeng » Sa 10. Mai 2025, 12:07

Frau Holle hat geschrieben:
bumbumpeng hat geschrieben:
Man Holle, du warst es doch, der behauptet hat, dass auf die ISS keine Kraft wirkt, weil die schwerelos ist.
Das warst du !!

Das war gelogen. :lol:

Also nicht direkt gelogen – das würde ich nicht machen – aber es ist nur die halbe Wahrheit. Eben der Teil der Wahrheit, der in dem Zusammenhang wichtig war. Wenn man immer alles sagen wollte, dann müsste man bei Adam und Eva anfangen und ein Buch schreiben, das dicker als die Bibel ist. Aber Lehrbücher liest du ja eh nicht.

Die ganze Wahrheit ist: Natürlich wirkt da die Gravitationskraft nach Newton, aber sie wird durch eine entgegengesetzte Kraft aufgehoben, die Zentrifugalkraft. Diese ist übrigens nur eine Scheinkraft, um deine Verwirrung komplett zu machen. Und das ist jetzt nicht gelogen.

bumbumpeng hat geschrieben:Es wirken 2 Kräfte, aber keine Beschleunigung !!!!!

Wo Kraft ist, ist auch Beschleunigung. Ein Naturgesetz.
Die Frage ist aber, was ist, wo 2 Kräfte sind, die sich gegenseitig aufheben, so dass wir Schwerelosigkeit haben? Die ISS ist nicht beschleunigt.

Die andere Frage ist, wenn du auf festem Boden stehst, wo soll da Beschleunigung sein? Da wirkt eine Kraft auf deinen Körper, deine Füße, aber keine Beschleunigung.
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Skeptiker » Sa 10. Mai 2025, 13:14

bumbumpeng hat geschrieben: aber keine Beschleunigung.

Es wirkt die Beschleunigung von 1g auf dich. Ca. 9,81m/s2
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Frau Holle » Sa 10. Mai 2025, 14:28

bumbumpeng hat geschrieben:Die ISS ist nicht beschleunigt.

Wenn das stimmen soll, dann muss folgendes gelten:
1. Die ISS bewegt sich auf einer perfekten Kreisbahn.
2. Einstein hat recht und es gibt keine Gravitationskraft.

Bei Punkt 1 könnte man noch sagen "naja egal, ist halt nur fast perfekt".
Bei Punkt 2 steigst du ja sicher aus, bumbumpeng.

Wenn also die RT nicht in Betracht kommt, bleibt nur die klassische Mechanik mit Gravitationskraft: Auf die ISS wirkt die Gravitationskraft der Erde, auch Schwerkraft genannt.

Und da ist es eben so: Wo Kraft ist, ist auch Beschleunigung: F = mg.

Ohne die Schwerkraft wäre die ISS nicht auf einer Kreisbahn. Sie würde sich von der Erde nicht beeindrucken lassen und sich einfach schnurgerade (tangential) an ihr vorbei bewegen. Dabei würde sich ihr Abstand zur Erdmitte immer mehr vergrößern.

Es passiert aber folgendes: Die Schwerkraft zieht permanent an der ISS und beschleunigt sie dadurch so in Richtung Erdmitte, dass sie den größeren Abstand, den sie eigentlich im Vorbeiflug gewinnen würde, nicht erreichen kann. Sie wird permanent zurückgezogen und weicht dabei vom schnurgeraden Kurs ab, den sie am liebsten beibehalten würde, träge wie sie nun mal ist, die faule Sau. ;)

Das ist die Beschleunigung, die du zwar nicht siehst, weil ja der Abstand zur Mitte gleich bleibt, aber der bleibt nur deshalb gleich, weil sie permanent zur Mitte hin bewegt ist. Sonst würde er sich vergrößern, und diese Vergrößerung des Abstands wird durch eben durch permanente Bewegung zur Mitte hin gerade ausgeglichen. Bewegung mit Richtungsänderung nennt man nun mal Beschleunigung. 8-)

Eine Zentrifugalkraft braucht man für diese Beschreibung nicht. Das ist hier nur eine Scheinkraft, eben weil sie gar nicht mitspielt, d.h. gar nicht echt ist.
 
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Re: Wie versteht man gegeneinander fangsamer gehende Uhren

Beitragvon Lagrange » Sa 10. Mai 2025, 14:44

Frau Holle hat geschrieben:...
Eine Zentrifugalkraft braucht man für diese Beschreibung nicht. Das ist hier nur eine Scheinkraft, eben weil sie gar nicht mitspielt, d.h. gar nicht echt ist.

Wieso denn nicht, die beiden Kräfte sind im Gleichgewicht.
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