Relativität der Gleichzeitigkeit

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Ernst » Mi 17. Mär 2010, 15:15

Hallo Hannes,
Hannes hat geschrieben:Es sei dir unbenommen, mir eine Antwort zu geben. Welchen Beobachterstandort willst du auswählen ?

Dazu sag ich nichts mehr :)

Kannst dir ja lt. SRT aussuchen

Im Rahmen der SRT sind rotierende Bezugssysteme tabu. Denn darin läuft das Licht nicht geradlinig, sondern in Kurven, und das auch noch mit größer c. Die sind keine Heimat des Postulats der konstanten LG.
Wenn Du nichtrotierende nehmen möchtest, ist es schnurz, welches Du nimmst. Meinetwegen. Aber dann bekommst Du Zoff mit jemandem. :)

Gruß
Ernst
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Hannes » Mi 17. Mär 2010, 15:28

Hallo Ernst !

    "Wenn Du nichtrotierende nehmen möchtest, ist es schnurz, welches Du nimmst. Meinetwegen. Aber dann bekommst Du Zoff mit jemandem. "

Ich hab dich doch nicht gefragt, welches Bezugssystem ICH nehmen soll,
sondern dich gebeten, mir zu sagen welches System DU nehmen willtst,
ohne ZOFF mit jemandem zu bekommen.Wer ist der Jemand ?
Wo ist das System SCHNURZ ?

Hannes
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Ernst » Mi 17. Mär 2010, 15:54

Hannes hat geschrieben: sondern dich gebeten, mir zu sagen welches System DU nehmen willtst...
ohne ZOFF mit jemandem zu bekommen.Wer ist der Jemand ?

Hannes, hast du hier denn gar nicht mitgelesen? Ich habe "mein System" hundertmal beschrieben. Einstein, Harald und Tria benutzen das gleiche. Und den jemand... dreimal darfst Du raten. Es ist ein lieber Mensch ;)

Wo ist das System SCHNURZ ?

Schnurz, also piepegal ist es, welches nichtrotierende System man nimmt. Da ergeben sich immer gleiche Geschwindigkeitsdifferenzen. Egal, ob man den Mittelpunkt der Erde, der Sonne, unserer Galaxis oder Andromeda nimmt.

Gruß
Ernst
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Hannes » Mi 17. Mär 2010, 16:30

Hallo Ernst !

    "Und den jemand... dreimal darfst Du raten. Es ist ein lieber Mensch "

Der wirst du doch nicht selbst sein ?

    "Schnurz, also piepegal ist es, welches nichtrotierende System man nimmt. Da ergeben sich immer gleiche Geschwindigkeitsdifferenzen. Egal, ob man den Mittelpunkt der Erde, der Sonne, unserer Galaxis oder Andromeda nimmt. "

Die Systeme, die du anbietest, sind doch lauter rotierende Systeme !

Der Mittelpunkt der Erde rotiert um die Sonne,der Mittelpunkt der Sonne um die Galaxis usw.................................

Zum Mittelpunkt der Erde hat weder der Satellit noch die Bodenstation eine
Geschwindigkeit.
Du meinst wohl den Weg, den der Satellit beschreibt und den Weg, den
die Bodenstation beschreibt? Aber wo liegt dieser Weg ?
Liegt der auf der Erdoberfläche ? Liegt der Weg im Weltraum rund um die Erde ?

    "Hannes, hast du hier denn gar nicht mitgelesen? Ich habe "mein System" hundertmal beschrieben. Einstein, Harald und Tria benutzen das gleiche. Und den jemand... dreimal darfst Du raten."

Das ist genau das System, das ich nicht akzeptieren kann, weil es unlogisch ist.

Mit Gruß Hannes
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 17. Mär 2010, 17:25

Gerhard Kemme hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Nur die Verantwortlichen im Bildungssystem können also die leider weit verbreiteten Fehlinterpretationen der Theorie korrigieren lassen. Diskussionen und Darstellungen von verschiedenen Interpretationen in Foren haben darüber absolut keine Wirkung, auch wenn sie noch 100 Jahre geführt werden sollten... :?


Die Ausführungen deines Beitrages waren sehr klar und entsprechen auch der eigenen Meinung zur RT. Deine abschließende Folgerung kann ich dann allerdings nicht im vollem Umfange nachvollziehen. Denn wie wären die Verhältnisse, wenn nicht weltweit Wissenschaftler und physikalische Fachleute ihre kostbare Zeit - unbezahlt - damit verbringen würden, die Absurditäten der SRT in all ihren Variationen kritisch zu erörtern? Diese Theorie hätte sich zu einem unhinterfragbaren physikalischen Dogma entwickelt, welches sogar per Gesetz gegen Kritik immunisiert würde. Ich verwende nur Gedanken aus der GOM-Dokumentation - ohne Kritik hätten Wissenschaftler und wissenschaftliche Fachleute noch nicht einmal den Gedanken, dass an der RT irgendetwas nicht stimmt und der wissenschaftliche Apparat von Schule bis Uni würde selber unbewusst immer neue Absurditäten entwickeln. Die daraus entstehenden Wirkungen will ich hier nicht ausbreiten - jedoch die Meinung kundtun, dass es Menschen noch nie gut bekommen ist, einer falschen Lehre unbewusst und kritikunfähig zu folgen.


Ja, das stimmt schon, das ist nicht sinnlos mit Relativisten in Foren kontrovers zu diskutieren, zumindest solange einem persönlich nicht überdrüssig wird, weil die Gespräche sich jahrelang im Kreise drehen (es handelt sich weitgehend um eine ganz kleine Szene von aktiven Diskutanten aus beiden Lagern) und sich immer wieder wiederholen. Kontroverse Diskussionen haben jedoch den entscheidenden Vorteil, dass Leser, die noch nie von einer Kritik der RT gehört haben – und die sind unzählig, das ist ja die Mehrheit der Menschen in der breiten Öffentlichkeit – zumindest merken, dass mit dieser Theorie irgendetwas nicht stimmt und dass die Kritik im Bildungssystem und in der Öffentlichkeit komplett ausgeblendet wurde. Das überrascht sehr und das macht auch stutzig - und das ist sehr gut so. ;) So ist auch das überwältige Interesse zu erklären, das diese Thematik im Internet mit dem gewaltigen und einmaligen GOM-Projekt auslöst: Die Leute sind völlig platt, dass so vielen Kritiker und eine so hartnäckige und tief greifende Kritik weltweit existieren und dass sie nie davon etwas gehört haben. Ich war auch platt, als ich zum ersten Mal vor ein paar Jahren von einer Kritik der RT gehört habe, das hat mich auch sehr neugierig gemacht, unabhängig davon, dass ich schon naturwissenschaftlich interessiert war. Überall, wo die Relativitätstheorie kritisiert wird brechen die Threads die Rekorde der Aufrufe, und zwar seit Jahren. Nicht etwa, weil die RT unbedingt die Leute fachlich interessiert, sondern weil einem plötzlich bewusst wird, dass irgendwas nicht stimmt, sowohl fachlich als auch gesellschaftlich. Zum Beispiel ist das Interesse für das GOM-Projekt seit 5 Jahren im Internet ungebrochen und in der Tendenz steigend, obwohl weder Ekkehard Friebe noch GOM in Foren diskutieren, und ich mich gezielt weitgehend aus intensiven Diskussionen zurückziehe: Gesprächsbedarf mit Forenrelativisten habe ich lange nicht mehr, ich habe ja mein Part geleistet, ich halte mein Einsatz in Diskussionen auf Sparflamme.


Gerhard Kemme hat geschrieben:
Bei den Amtsträgern der Universitäten und wissenschaftlichen Institutionen handelt es sich, wenn man so will, um den staatlichen Apparat. Diese Personengruppe wird sich nach den globalen und lokalen Machtverhältnissen ausrichten - und diese Verhältnisse werden auch durch "uns" selber beeinflusst, wobei die Anmahnung von Wahrhaftigkeit in Forschung und Lehre durchaus nicht unterschätzt werden soll. Allerdings verfügen die RT-Kritiker über wenig finanzielle Ressourcen und haben wenig Einfluss auf die Direktvergabe von Forschungsgeldern, da sind die Relativisten einfach haushoch überlegen - allerdings zeigt die Erfahrung, dass Wahrheit auch ihre Durchsetzungskraft besitzt, so dass die Situation langfristig zumindest offen gehalten werden kann.


Es geht darum gegenüber den Amtsträgern und den Verantwortlichen, einen Druck zu erzeugen und immer wieder aufrecht zu halten. Eine direkte Einflussnahme auf die Entscheidungen der Verantwortliche haben die Bürger nicht, sie können aber mit dem öffentlichen Druck arbeiten. Verantwortung ist rein individuell und lässt sich nicht abgeben, das wissen auch alle Verantwortliche. Man soll also diese Möglichkeit nicht unterschätzen. Auch wenn sie hartnäckig schweigen, verspüren die Verantwortlichen den Druck und handeln lang- und mittelfristig und so unauffällig wie möglich danach. Der gute Prof. Dr. Jürgen Richter zum Beispiel, der im Rücken der Ministerin Schavan seine Aufgabe verschlampt und schwerwiegende Vorwürfe der Forschungsgruppe G.O. Mueller sowohl unter dem wissenschaftlichen als auch dem bügerrechtlichen Standpunkt nicht prüfen lassen hat, wird den Druck verspüren, wenn er seinen Namen bei Google aufruft und unter den Top-Ten offene Vorwürfe der Schlamperei lesen darf. So können auch Verhältnisse durch „uns“ beeinflusst werden. Auch soll sich Prof. Dr. Jürgen Richter die Frage öffentlich gefallen lassen, warum er im Bildungssystem eine falsche Auslegung der SRT lehren lässt, wobei die Experte vom Albert Einstein Institut, die er den Kritikern zur Klärung von strittigen Fragen genannt hat, ausgerechnet einen strittigen Punkt im Sinne der Kritiker geklärt haben: Dr. Markus Pössel erklärt nun mal die Effekte der SRT als Messeffekte, also als nicht real im Sinne von nicht materiell. Seit Jahren monieren die Kritiker weltweit, dass die absurde Interpretation mit realen Effekten sich fälschlicherweise durchgesetzt hat und gelehrt wird. Was gedenkt Prof. Dr. Jürgen Richter zu unternehmen, um diesen Fehler im Bildungssystem zu korrigieren und angemessen in den Medien zu kommunizieren? Verantwortung ist immer individuell. Er schweigt zwar, aber den Druck soll man nicht loslassen. Man soll ihn immer wieder mit der Frage konfrontieren. Je mehr Bürger es tun und je öfter, umso wirksamer. Irgendwann kommt immer eine Schwelle, wo das Schweigen irgendwie gebrochen wird. Dann erzielt man Fortschritte.

Der jahrzehnte lange Ausschluß der Kritik der Relativitätstheorie aus Lehre und Forschung ist ein Skandal im Fachbereich der theoretischen Physik. Und er muss öffentlich wie ein Skandal aufgedeckt und behandelt werden, siehe z.B. G.O. Mueller: Bilanz und Ergebnis des Vergleichs der Skandale

Bilanz und Ergebnis des Vergleichs mit den anderen landesüblichen Skandalen

Die Bilanz des Forschungsprojekts kommt gegenwärtig (Januar 2009) zu dem Ergebnis, daß wir in drei Adressatengruppen vier sehr verschiedene Reaktionsweisen beobachten, nämlich die Schreckstarren, die seltenen Ausnahmen, die Bibliotheken und das Internet.

Die Adressaten in der Offline-Welt sind alle informiert und fast alle in Schreckstarre verfallen; dagegen haben die seltenen Ausnahmen sachlich bedeutende Fortschritte gebracht. Die Bibliotheken akzeptieren die knappe Hälfte der Geschenke. Im Internet besteht ein eindeutiges und starkes Bedürfnis nach Information und Diskussion. Damit hat sich die Situation für die Kritiker und ihre Beiträge zur Theoriekritik seit 2001 deutlich zum besseren gewandelt.

Der Vergleich mit den landesüblichen Skandalen hat mehrere allgemeine Erkenntnisse darüber gebracht, was für die Skandale typisch ist, wie weit die Relativitäts-Katastrophe ihnen entspricht und worin sie eigene Qualitäten entwickelt hat.

Damit ein Skandalunternehmen wie die Relativitäts-Katastrophe sich erfolgreich über einen längeren Zeitraum aufbauen kann, braucht es gewöhnlich mehrere Komponenten:

(1) Eine Betrugsidee, die das Vorstellungsvermögen der Allgemeinheit übersteigt und daher allen als unmöglich erscheint.
(2) Einfachen oder mehrfachen ergänzenden Betrug, um den ersten Betrug abzusichern.
(3) Befreiung der Akteure von hinderlichem Rechtsbewußtsein und Verantwortlichkeit.
(4) Ein komplizenhaftes Umfeld, das informiert ist und trotzdem längere Zeit dichthält.
(5) Kontrollinstanzen, die – entgegen ihrem Auftrag – durch Nicht-Kontrollieren den Betrug absichern helfen.
(6) Eine Gleichschaltung der Presse ist gewöhnlich gar nicht erforderlich, würde aber natürlich einen wahren Triumph für ein Skandalunternehmens darstellen. Hierin liegt die Eigenart und der langfristige überragende Erfolg der Relativitäts-Katastrophe. Es genügt gewöhnlich, daß die über “Tabus” und die “Freiheit ihrer Presse” entscheidenden gesellschaftlichen Kräfte von den ungeheuren Vorteilen des Skandalunternehmens überzeugt werden. Diese “Überzeugung” vom Nutzen des Skandalunternehmens kann auch die Aufdeckung des Skandals selbst durchaus überleben, wie die berichtete interessante Stellungnahme von Martin Walser zu den Siemens-Schmiergeldern beweist.
(7) Die Informierung der Öffentlichkeit über einen Skandal erfolgt durch nicht vorhersehbare und nicht planbare Vorgänge und Konstellationen.
(8) Ist die Öffentlichkeit informiert worden, so hängt die Entscheidung zur Aufarbeitung wesentlich davon ab, daß die Allgemeinheit, also jeder Bürger den aufgedeckten Betrug sofort versteht. In den Vergleichsskandalen war dies der Fall. In der Relativitäts-Katastrophe zeichnet sich hier ein gewisser Vorteil für die Betrüger ab durch die Entlegenheit des Themas und des Faches “theoretische Physik”, das sich ohnehin durch priesterliches Gehabe und absoluten Autoritätsanspruch gegen jede gesellschaftliche Kontrolle von außen abzuschirmen versucht.


Ich bin persönlich zuversichtlich, dass innerhalb des laufenden Jahrzehntes sich in dieser Situation etwas bewegen wird.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Harald Maurer » Mi 17. Mär 2010, 17:34

Hannes hat geschrieben:Zum Mittelpunkt der Erde hat weder der Satellit noch die Bodenstation eine
Geschwindigkeit.

Hannes, der Mond hat eine mittlere Geschwindigkeit von 1,023 km/s. Die Erde hat eine mittlere Geschwindigkeit von 29,78 km/s. Die Sonne hat eine Geschwindigkeit von ca. 250 km/s. Worauf beziehen sich denn diese Geschwindigkeiten?

Grüße
Harald Maurer
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Hannes » Mi 17. Mär 2010, 21:00

Hallo Harald !

    "Hannes, der Mond hat eine mittlere Geschwindigkeit von 1,023 km/s. Die Erde hat eine mittlere Geschwindigkeit von 29,78 km/s. Die Sonne hat eine Geschwindigkeit von ca. 250 km/s. Worauf beziehen sich denn diese Geschwindigkeiten?"

Das sind Berechnungen,um sich eine Vorstellung des Sonnensystems machen zu können.
1.Die Geschwindigkeit des Mondes errechnet sich wahrscheinlich aus seiner Umlaufbahn
um die Erde, Oder rechnet man nach den Fixsternen ?
2,Die Geschwindigkeit der Erde wird relativ zur Ekliptik berechnet.
3. Die Geschwindigkeit der Sonne wird nach ihrer berechneten Umlaufzeit um den
Mittelpunkt der Galaxie berechnet.

Das hat aber mit der Zeitdilatation nichts zu tun. Ich könnte ja die Geschwindigkeit des Mondes auch zur Ekliptik oder sogar zur Galaxie berechnen, weil er sich mit dem Sonnensystem mitbewegt.Dann hätte ich auf einmal eine viel größere ZD !

Der Mond hat also mindestens 3 Relativgeschwindigkeiten,eigentlich sogar fast unendlich viele zum Galaxienhintergrund.

Ich könnte zur Geschwindigkeit der Sonne um die Galaxie die Geschwindigkeit der Annäherung zur Andromeda-Galaxie dazunehmen. Was hätte ich da für eine ZD ?

Mich hindert doch keiner, ein anderes Bezugssystem zu wählen. Oder nicht ?
Wo steht in der SRT, dass ich nicht die Andromedagalaxie als Bezugssystem nehmen darf ?

Oder ist die gesamte ZD Humbug ?

Mit Gruß
Hannes
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Harald Maurer » Do 18. Mär 2010, 00:03

Chief hat geschrieben:Harald Maurer hat geschrieben:
Hannes, der Mond hat eine mittlere Geschwindigkeit von 1,023 km/s.
Relativ zu was?


Relativ zum Mittelpunkt der Erde als nicht mitrotierendes Bezugssystem!

Chief hat geschrieben:Die Erde hat eine mittlere Geschwindigkeit von 29,78 km/s.
Relativ zum nichtrotierenden System der Sonne.


Richtig!

Chief hat geschrieben:Die Sonne hat eine Geschwindigkeit von ca. 250 km/s.
Relativ zu was?


Relativ zum Mittelpunkt der Galaxie, als nicht mitrotierendes Bezugssystem!

Chief hat geschrieben:Du versuchst die SRT zu begründen, also warum rechnest Du relativ zum Erdmittelpunkt und nicht relativ zu jedem Auto auf der Erdoberfläche (im Falle von GPS)?


Ich versuche nicht, die SRT zu begründen, sondern zeige völlig konsistent mit der SRT auf, dass die ZD sich nicht in konkreten Gangänderungen von Uhren niederschlägt, sondern ein Messeffekt ist, der auch nur dann zustande kommt, wenn man Einsteins RdG und Synchronisation anwendet!
Die GPS-Korrekturen beziehen sich auf den Erdmittelpunkt - und ich habe schon darauf hingewiesen, dass es fragwürdig ist, wenn diese Korrekturen auch in Bezug zu jedem Auto funktionieren. Aber das GPS ist nicht in der Lage, solche Fragen zu beantworten. Es funktioniert nicht wegen der hohen Qualität der Messungen, sondern wegen der Quantität der Messvorgänge und der angewandten mathematischen Methode.

Chief hat geschrieben:Was fordert die SRT?


Die SRT beschreibt Ereignisse in Inertialsystemen. Bezugs- bzw. Koordinatensysteme sind aber frei definierbar. Nichts verbietet es, den Mittelpunkt der Erde auch als Mittelpunkt eines nicht rotierenden Bezugssystems zu definieren und Ereignisse wie die Bewegungen eines Satelliten darauf zu beziehen. Für die SRT ist das insofern problematisch, als sich dadurch ZDs in allen Uhren auf unterschiedlichen Radien ergeben müssten und sich nichts dergleichen feststellen lässt! Wenn die vielen Atomuhren jedoch keine der SRT entsprechenden Gangänderungen aufzeigen, dann kann der Hafele & Keating-Versuch nur glatter Betrug gewesen sein! Das ist das, was ich sagen will, indem ich zeige, dass zwischen Erdboden und sogar einem "geostationären" Satelliten sich Unterschiede im Gang einer Uhr zeigen müssten, oder Unterschiede zwischen Uhren in Paris und München etc. Von einer konkreten ZD kann daher keine Rede sein, sondern nur von ganz bestimmten Messeffekten, die natürlich keine der philosophischen und physikalischen Bedeutungen stützen, die man der SRT weltweit zugeschrieben hat!

Hannes hat geschrieben:1.Die Geschwindigkeit des Mondes errechnet sich wahrscheinlich aus seiner Umlaufbahn
um die Erde, Oder rechnet man nach den Fixsternen ?


Nein. Die Geschwindigkeit bezieht sich auf den Erdmittelpunkt.

Hannes hat geschrieben:2,Die Geschwindigkeit der Erde wird relativ zur Ekliptik berechnet.


Nein. Die Geschwindigkeit bezieht sich auf den Mittelpunkt des Sonnensystems.

Hannes hat geschrieben:3. Die Geschwindigkeit der Sonne wird nach ihrer berechneten Umlaufzeit um den
Mittelpunkt der Galaxie berechnet.


Richtig!

Hannes hat geschrieben:Das hat aber mit der Zeitdilatation nichts zu tun. Ich könnte ja die Geschwindigkeit des Mondes auch zur Ekliptik oder sogar zur Galaxie berechnen, weil er sich mit dem Sonnensystem mitbewegt.Dann hätte ich auf einmal eine viel größere ZD !


Ja, hättest Du. Du kannst als Bezugssystem wählen, was Du willst, soferne Du es als Inertialsystem definierst - also z.B. nicht mitrotierende Koordinatensysteme! Je nachdem, welchen Bezugspunkt Du wählst, ergeben sich auch andere Geschwindigkeiten und daher auch andere ZDs. Die ZD ist ein Effekt, der von einem Ruhesystem aus in einem bewegten Bezugssystem wahrgenommen wird. Welche zwei Bezugssysteme dies sind, spielt keine Rolle. Eine Uhr auf dem Mond zeigt in Bezug zur Erde eine andere ZD als in Bezug zur Galaxis. Dabei verändert sich die Uhr kein bisschen. Aber wenn Du die Uhr nach den Vorschriften der SRT mit der ruhenden Uhr, genauer: mit den ruhenden Uhren (denn um den Gang der bewegten Uhr zu beurteilen, brauchst Du 2 Uhren!) vergleichst, und dabei die Synchronisation Einsteins mit folgender RdG einsetzt, so wirst Du tatsächlich eine ZD messen. Aus ganz gleichen Gründen wirst Du die Längen im bewegten System verkürzt messen, ohne dass in diesem System sich irgendeine Länge konkret verändert hätte.

Hannes hat geschrieben:Der Mond hat also mindestens 3 Relativgeschwindigkeiten,eigentlich sogar fast unendlich viele zum Galaxienhintergrund.


Richtig. Und in jeder Beziehung von Bezugssystemen tritt daher lt. SRT eine ZD auf. Unendlich viele, wenn Du willst. Will man überprüfen, ob sich ob dieser Vielfalt womöglich Paradoxa ergeben, muss man die LT anwenden und wird überrascht sein, denn da ergibt sich kein Widerspruch. Die SRT ist nicht im gewöhnlichen Sinne "falsch", denn sie funktioniert innerhalb der eigenen Definitionen, sondern sie ist falsch in dem Sinn, dass sie völlig abgehoben von der Natur eine mathematische Konstruktion darstellt, ohne dass die Effekte materiell verwirklicht wären.

Hannes hat geschrieben:Mich hindert doch keiner, ein anderes Bezugssystem zu wählen. Oder nicht ?
Wo steht in der SRT, dass ich nicht die Andromedagalaxie als Bezugssystem nehmen darf ?


Nein, Dich hindert keiner. Du kannst Deine Koordinaten hinstellen wo Du willst. Auch der Mittelpunkt der Andromedagalaxie eignet sich, soferne er als ruhend definiert ist. Du kannst darauf beziehen was Du willst und die SRT anwenden, dass es nur so eine Freude ist. ZDs und LKs in Hülle und Fülle. Und dem Universum bleibt das völlig egal. Denn nichts verändert sich wirklich.

Hannes hat geschrieben:Oder ist die gesamte ZD Humbug ?


Es ist Humbug zu glauben, dass bewegte Uhren langsamer laufen. Es ist kein Humbug zu glauben, dass Uhren im Vergleich unter bestimmten Bedingungen langsamer zu laufen scheinen.
Wenn ein weit entferntes Objekt kleiner erscheint, wäre es ja auch Humbug zu glauben, es wäre tatsächlich kleiner geworden. Aber kein Humbug, dies als Perspektive zu erkennen.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Gerhard Kemme » Do 18. Mär 2010, 09:02

Harald Maurer hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:Zum Mittelpunkt der Erde hat weder der Satellit noch die Bodenstation eine
Geschwindigkeit.

Hannes, der Mond hat eine mittlere Geschwindigkeit von 1,023 km/s. Die Erde hat eine mittlere Geschwindigkeit von 29,78 km/s. Die Sonne hat eine Geschwindigkeit von ca. 250 km/s. Worauf beziehen sich denn diese Geschwindigkeiten?


Ist das nicht eine Frage der Definition, wie "wir" das sehen wollen, damit es am besten zu handhaben ist. Erstmal gehört sprachliche Präzision dazu, wenn dies besprochen wird, d.h. die Aussage "Zum Mittelpunkt der Erde hat weder der Satellit noch die Bodenstation eine Geschwindigkeit" bedürfte der Präzisierung, in dem z.B. ausgesagt würde, dass zwischen Erdmittelpunkt und geostationärem Satellit keine "Relativgeschwindigkeit" vorhanden ist. Oder - bezüglich eines ruhenden v-t-Koordinatensystem, in welchem der Erdmittelpunkt konstant zu jeder Zeit die Geschwindigkeit 0 m/s hat, wechselt die Geschwindigkeit eines geostationären Satelliten von -2617,9938 m/s nach 0 m/s nach 2617,9938 m/s. Man müsste eigentlich von Bahngeschwindigkeiten sprechen, dass der Mond beim Umkreisen der Erde eine Bahngeschwindigkeit von 1,023 km/s hätte und der Erdmittelpunkt in diesem Fall eine "Bahn"geschwindigkeit von 0 km/s. Allerdings wäre die Redewendung Bahngeschwindigkeit des Mondes bezogen auf den Erdmittelpunkt - zwar gewohnt - aber in der Sache nicht korrekt. Man kann da ständig hin und her oszillieren - entweder man geht von einer Sprache aus, die auf den Kontext des gemeinsamen Verständnisses baut "du weißt schon, was ich meine" oder man bemüht sich um eine operationalisierte - eindeutige - Sprache.

mfg
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Re: Relativität der Gleichzeitigkeit

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 18. Mär 2010, 09:21

Highway hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:...Es ist kein Humbug zu glauben, dass Uhren im Vergleich unter bestimmten Bedingungen langsamer zu laufen scheinen.
Wenn ein weit entferntes Objekt kleiner erscheint, wäre es ja auch Humbug zu glauben, es wäre tatsächlich kleiner geworden. Aber kein Humbug, dies als Perspektive zu erkennen...


Das ist aber nichts anderes wie Dopplereffekt.


So sehe ich das auch.
Und die Kritiker sagen auch seit Jahrzehnten nichts Anderes.

Genauso wenig wie sich Längen bei Änderung der Perspektive ändern, laufen Uhren langsamer, die zeitlich versetzt abgelesen werden.

Dies gehört zu solchen fundamentalen, intuitiven und natürlichen Erfahrungen von jedem Mensch, dass man fassunglos und auch entsetzt sein darf, wenn versucht wird, sie durch völlig sinnlose Messungen bzw. naturfremde Gesetze zu ersetzen. Dass die SRT durch die Relativisten selbst als "kontra-intuitiv" bezeichnet wird ist nicht etwa ein Zeichnen ihrer Genialität, sondern im Gegenteil ein Zeichen, dass sie die Genialität der Naturerscheinungen leugnet.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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