Highway hat geschrieben:
Wenn sich die Mediengeschwindigkeit ändert gilt:
1.) Die Frequenz bleibt konstant
2.) in der Folge bleibt die Kreisfrequenz bzw. der überstrichene Winkel pro Zeiteinheit konstant
3.) in der Folge bleibt die Phasendifferenz konstant
Auch wenn Du behauptest, mich zu ignorieren, antworte ich trotzdem, denn ich weiß, dass Du das lesen wirst:
Deine Behauptung ist falsch. Du hast ja mehrfach nach Tonbändern gefragt, darum gehe ich drauf ein. Wenn es sich beim Medium um ein magnetisches Band handelt, dann gilt folgendes: Wenn Du eine Sinuswelle auf einem magnetischen Band auf zwei Spuren aufnimmst (das nennt man "Stereo") und das Band danach wieder abspielst, dann hängt die Frequenz von der Mediengeschwindigkeit ab, die Phasendifferenz beider Spuren bleibt aber zunächst konstant. Teilst Du das Band längs in der Mitte und spielst beide Spuren auf unterschiedlichen Tonbandgeräten ab, dann ändert sich bei beiden Bändern sowohl die Frequenz abhängig von der Mediengeschwindigkeit und die Phasendifferenz
zueinander (das ist wichtig) abhängig vom Geschwindigkeitsunterschied beider Tonbandgeräte. Phasendifferenz bzw. Phasenverschiebung heißt nicht, dass sich die Differenz zwischen zwei Wellenbergen (also Lambda in Deinen Formeln) verändert hat, sondern dass zwei Signale in ihrer Phase gegeneinander verschoben sind. Wenn das eine Signal seinen Wellenberg/tal nach + oder - erreicht hat, ist das andere irgendwo dazwischen. Die Phasendifferenz bezeichnet nicht den Unterschied zwischen den Wellenbergen (horizontal), sondern zwischen den Ausschlägen
zweier oder mehrerer Wellen (vertikal). Wenn es nur um eine Welle geht, ist die Aussage " in der Folge bleibt die Phasendifferenz konstant" sowieso sinnfrei, weil es keine andere Welle gibt, zu der man die Differenz berechnen kann. Phasendifferenzen treten nur zwischen zwei (oder mehreren) vergleichbaren Wellen auf, die ursprünglich phasengleich (also identisch) waren und dann durch äußere Einflüsse "gegeneinander aus der Phase" gebracht wurden. Nur in diesem Zusammenhang ist es überhaupt sinnvoll, von Phasendifferenzen zu reden.