DerDicke hat geschrieben:
Daß allerdings Parmenides, Maxwell und MacCullagh an den Äther GLAUBTEN darf bezweifelt werden.
Sie glaubten nicht an den Äther, sondern waren davon überzeugt, dass es ihn geben muss!
Dazu aus Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84ther_(Physik)#Elektromagnetischer_.C3.84ther"Eine Interpretation dieses Zusammenhangs gelang dann zuerst Michael Faraday. Dieser schloss, dass es Kraftlinien im Äther gibt, welche die elektromagnetischen Wirkungen mit endlicher Geschwindigkeit übermitteln. Durch die Maxwellschen Gleichungen, die James Clerk Maxwell 1861 bis 1864 entwickelt hatte, konnte schließlich die Vereinigung der Optik und Elektrodynamik erreicht werden. Der Äther wurde dadurch zum Träger aller elektromagnetischen Phänomene einschließlich der Optik,
von dessen Wirksamkeit Maxwell fest überzeugt war. In dem von ihm verfassten Eintrag in der Encyclopædia Britannica stellt er am Ende zusammenfassend fest:
„Welche Schwierigkeiten wir auch haben, eine konsistente Vorstellung der Beschaffenheit des Äthers zu entwickeln: Es kann keinen Zweifel geben, dass der interplanetarische und interstellare Raum nicht leer ist, sondern dass beide von einer materiellen Substanz erfüllt sind, die gewiss die umfangreichste und vermutlich einheitlichste Materie ist, von der wir
wissen.“
Das Bindeglied zwischen den elektrodynamischen und optischen Phänomenen war die Lichtgeschwindigkeit, welche als Grenzgeschwindigkeit relativ zum Äther galt. Maxwell selbst und andere formulierten mehrere mechanische Äthermodelle wie z. B. das weithin diskutierte Modell der Molekularwirbel von Maxwell. Damit konnten, wie auch Maxwell selbst feststellte, nur Teilaspekte erklärt werden, denn diese Modelle widersprachen sich häufig gegenseitig – was feststand waren die mathematischen Ergebnisse, die in Maxwells Gleichungen kulminierten."
Ende des Zitats.
Es kann kaum bezweifelt werden, dass Maxwell seine Gleichungen entwickelte und dabei ein Medium voraussetzte!
DerDicke hat geschrieben:
Herr Maurer Sie wollten uns Sommerfeld Gläubigen des Äthers präsentieren, aber Ihre Trickserei ist aufgeflogen.
Ich präsentierte Sommerfeld nicht als Äthergläubigen, sondern wies auf auf die Arbeit Sommerfelds hin, der eben zeigte, dass Maxwells Gleichungen auf der Basis eines Mediums heraus kommen können. Dass der Relativist Sommerfeld gleichzeitig betonte, dass man dazu eine absolute Richtungsorientierung des Mediums gegen den Raum annehmen müsse und es fern liege, diesem "'Athermodell" irgendeine physikalische Realität beizulegen, ist ja wohl keine Überraschung.
Albert Einstein 1909: "Heute müssen wir wohl die Ätherhypothese als einen überwundenen Standpunkt ansehen."
Albert Einstein 1920: "Gemäß der allgemeinen Relativitätstheorie ist ein Raum ohne Äther undenkbar."
Der große Meister war also selbst von einem Medium überzeugt und wenn er gleichzeitig sagte, welche Eigenschaften dieser Äther
nicht haben dürfe, heißt das ja nicht, dass damit ein Medium mit
anderen Eigenschaften nicht existiert. Es hat eben Eigenschaften, die seinen Nachweis schwierig machen. Beweisen, dass es etwas nicht gibt, ist ohnehin unmöglich!

Es spricht zwar vieles dafür, dass es die eierlegende Wolfsmilchsau nicht gibt,
beweisen kann man es jedoch nicht!
Grüße
Harald Maurer