Highway hat geschrieben:Natürlich nicht. Der sich aufblähende Ballon muss, meiner Meinung nach, betrachtet im System S' selbst, immer kugelrund bleiben. Der Ballon wird zur Ellipse wenn man diesen von S aus betrachtet/vermisst.
Ich weiß, dass der Ballon aus S betrachtet im gestrichenen System kontrahiert (ellipsoid) erscheint. Offenbar habe ich mich schlecht ausgedrückt. Eine Licht-Kugelwelle bleibt nur dann/deshalb eine Kugelwelle, wenn sie sich mit w=c ausbreitet. Ein Ballon, der sich mit w=c aufblähen würde, bliebe gleichermaßen kugelförmig ( gesehen aus dem anderen Bezugssystem). Weil c nicht möglich ist, wäre immerhin annähernd c, etwa 0,998 c möglich. Der Ballon fiele deshalb annähernd kugelförmig aus. Annähernd kugelförmig wäre aber nicht übereinstimmend ellipsoid im Sinne der Lorentzkontraktion.
Beispiel:
Ein Ballon wird mit 0,7 c aufgeblasen. Gleichzeitig breitet sich eine Lichtsphäre aus. Nach 1 Sekunde hat die Lichtsphäre einen Durchmesser von 599584,916 km, der Ballondurchmesser beträgt zur gleichen Zeit 419709,4412 km. Im mit 0,8 c relativ bewegten BS wird der Ballon lt. LK in Bewegungsrichtung geschrumpft auf 251825,66472 km Durchmesser wahrgenommen. Das sind etwa 60 % des Durchmessers im Ruhesystem.
Im Plot von Trigemina (c:=1; a:=0.7; v:=0.8*c; z_:=0; t_:=1) ergibt sich eine Schrumpfung des Kreises um ca. 70 %. Differenz = ca.10 %.
Das passt also mit der LK nicht zusammen. Das kann es auch nicht. Beträgt die Aufblähgeschwindigkeit des Ballons nahezu c, so hat er nach 1 Sekunde eine wesentlich geringere Abweichung von der Kugelform als mit 0,7 c, die LK sagt aber immer nur eine Schrumpfung um 60 % voraus, wenn v nach wie vor 0,8 c beträgt.
Wie erklärt sich der Widerspruch? Ist der Plot von Trigemina falsch oder gilt die LK für Luftballone nicht?
Oder gibt es einen Denkfehler meinerseits?
Grüße
Harald Maurer
