Arrakai hat geschrieben:Stelle dir eine Reihe von Uhren vor, die sich auf einer Geraden zwischen der Erde und Alpha Centauri (und ggf. noch darüber hinaus) befinden und sich in Ruhe ggü. Erde und Alpha Centauri befinden. Alle diese Uhren bilden inkl. Erde und Alpha Centauri ein gemeinsames Inertialsystem S. Die Uhr B ist kein Teil dieses Inertialsystems, da sie sich relativ zu den anderen Uhren bewegt, und zwar mit gleichförmiger Geschwindigkeit an allen Uhren vorbei. Sie befindet sich in ihrem eigenen Inertialsystem S'. Jetzt vergleicht die Uhr B bei jeder der aufgereihten Uhren die Zeit. Und wird feststellen, dass jede einzelne Uhr etwas schneller gelaufen ist als sie selbst.
Warum steht das nicht im Widerspruch zur SRT? Das liegt an der Relativität der Gleichzeitigkeit. Du hast alle Uhren in S synchronisiert, aber eben nicht in S'. Die aufgereihten Uhren waren in S' von Anfang an nicht korrekt mit Uhr B synchronisiert. Eben das ist es, was aus Sicht von Uhr B dann dafür sorgt, dass alle Uhren auf dem Weg schneller laufen (und zwar jede einzelne davon noch ein Wenig schneller als die vorherige).
Okay, ich stelle mir eine Reihe Uhren zwische Erde und Alpha Centauri vor, die alle synchon laufen und alle die selbe Zeit (A) anzeigen. Uhr B kann ich aber auf der Erde nun auch auf diese Uhren synchronisieren, aber sie ist zu diesen sofort wieder asynchron, sobald sie sich in Bewegung setzt - sie geht langsamer und das tut sie solange, bis sie bei Alpha Centauri angekommen ist. Wenn man dort nun die Uhren vergleicht, zeigt Uhr B weniger vergangene Zeit an, als die Uhren A und zwar alle Uhren A, weil diese ja immer noch synchron sind. Das selbe gilt btw. auch für den Rückweg. Und nun? Natürlich steht das im Widerspruch zur SRT, weil eindeutig nur eine einzige Uhr nachging und nicht beide irgendwie wechselseitig und das ist immer so. Für die Symmetrie beim relativistischen Doppler-Effekt, laut welchem man die Uhr des relativ zu sich bewegten Obkjekts stets langsamer gehen sieht, hat einen völlig anderen Grund, nämlich jenen, dass Frequenzmessgeräte von Bewegungen ebenso beeinflusst werden, wie Uhren und deswegen Frequenzen höher messen. Das ist alles Folge der asymmetrischen Clock-Retardation und nicht irgend einer postulierten symmetrischen (also wechselseitigen) Zeitdilatation und da könnt ihr euch wichtigtuerisch in eure Relativistentaschen schwurbeln und euch damit selbst belügen, so viel ihr wollt.
Im Übrigen: Wenn man über eine festgelegte Trägerfrequenz (rel. berechnet) Bilder von Uhrenständen sendet, dann weiß man sofort, wessen Uhr langsamer und wessen Uhr schneller geht, denn der Abstand der gesendeten Bilder ändert sich ja nicht, wohl aber die Rate, mit der sie bei der Gegenstelle gezählt werden.