Lieber Harald,
„Diese Tabelle betrifft die Poincare-Ellipse und zeigt, dass die LT zur Ellipse führt, wobei x,y (!) und t transformiert werden mit
x'=gamma*(x-v*t); y'=sqrt(c^2*t^2-x^2); t'=gamma*(t-v*x/c^2)
So ist es auch m.E. richtig und entspricht meiner Aussage, dass nichts bewiesen ist, wenn man nur x und t transformiert, wie dies mit der LT-Transformation der Sphärengleichung von Einstein praktiziert wird.“
So weit richtig. y = sqrt(c²t² - x²) = y´ - in der y- und z-Werte ändert sich ja nichts. Dort ist keine LK, bleibt nur langsamer laufendes Licht – dafür sind aber die Uhren auch mit Gamma langsamer. Nachdem in den Raumkoordinaten sich nichts ändert, dann kann man sie in der Kreisgleichung belassen und nicht transformieren, bzw. als fertig transformiert betrachten.
„Von einer Projektion der zu unterschiedlichen Zeiten existierenden Oberflächenpunkte des Ellipsoids auf eine gemeinsame Zeit ist bei Einstein keine Rede und in der Transformation der Kugelgleichung auch nichts zu sehen, da bleibt y=y' und z=z'!“
Richtig! Erkläre das mal den großen SRT-Versteher!
„Die RdG ist ja die Ursache für die rel.Effekte.“
Umgekehrt – die rel. Effekte sind die Ursache für die RdG, und deswegen, wie Du auch mehrmals angabst, eine LT enthält bereits die rel. Effekte und somit automatisch die RdG. Irgendwelche „Korrekturen“ dann vorzunehmen und die RdG zu „berichtigen“, bedeutet die rel. Effekte rückgängig zu machen – d.h. Rücktrafo – d.h. dann GT.
„Fest steht, dass die Transformation der Kugelwelle eine Ellipse ergibt und der Beobachter im bewegten System könnte genau so gut mittels LT errechnen, dass es sich dabei um eine Kugelwelle im ruhenden System handelt. Das ist aber nicht die Aussage von Einsteins Beweis.“
Richtig! Gerade das hat aber Ernst die ganze Zeit getrieben – Rücktrafo – sein Schmarrn mit
x´(t´) und t´(t´) um dann zu frohlocken, er habe irgendwas bewiesen.
„Er transformiert die Sphärengleichung mittels LT und davon wird eben bloß x und t verändert. Man kann daher auch nur diese Werte in die transformierte Gleichung einsetzen und prüfen, ob sie funktioniert. Und da kann sie eben nicht mehr funktionieren. Zu Recht, weil es ein Ellipsoid und keine Kugelwelle ist, was da im bewegten System wahrgenommen wird.“
Nach wie vor machst Du den gleichen Fehler, wie die meisten hier, Ernst inklusive. Eine Sphärengleichung wird zu keiner Zeit transformiert. Es werden nur die Koordinaten eines einzigen Punktereignisses transformiert – das und nichts anderes macht die LT. Steht implizit bei Einstein – ein Punkt (x,y,z) wird durch die vorgegebene Kugelwelle ergriffen. Einstein behauptet nicht, dass die vorgegebene Kugelwelle um S auch als Kugelwelle von S´ gesehen wird. Das geht nicht. Er behauptet, dass ein Punkt, der von dieser Kugelwelle um S (x,y,z,ct), auch von S´ gesehen von einer Lichtkugelwelle um S´ (x´,y´,z´,ct´) ergriffen wird. Das kann nur dann der Fall sein, wenn die transformierten Koordinaten des Punktes die Bedingung einer Lichtkugelwelle um S´ erfühlen. Schau in meiner Animation – S´ sieht die Lichtkugelwelle um S als eine Elipsoidwelle (s. unten), dagegen seine eigene Lichtwelle, d.h. um S´, als kugelförmig sich ausbreitend. Die Lichtwelle ist aber eine einzige – nur jeder der Beobachter meint, diese einzige Kugelwelle ist nur um ihn und nur zu ihm mit c sich ausbreitend. So was, wie gesehene Kugel- oder Ellipsoidwelle im fremden IS, wie ich oben schrieb, existiert nicht. Deswegen ist hier viel Glas zerbrochen. Was man im fremden IS „sieht“ sind immer Koordinaten von welchen Reflektionspunkten = Punktereignisse. Und genau das „sieht“ S´ - die kugelförmig um S angeordneten Punkte als elipsoidförmig und versetzt angeordnet. Diese Punkte werden aus S´-Sicht auch nicht gleichzeitig ergriffen. Die Bewegung der „Photonen“ in meiner Animation wäre, wenn man es genau nimmt, nicht richtig. Ich wollte aber wegen der Geschichte mit sich aufblasenden Ballons oder egal auch was, was eine Vorgabe ist und hier eigentlich nicht gehört, zeigen, dass die Vorgabe zu jeder Zeit unabhängig von irgendwelcher Aufblasgeschwindigkeit ist. Deswegen habe ich auch nur die realen Photonen und nicht die, die S´ „sieht“, gezeichnet.
„Wenn die zu unterschiedlichen Zeiten existierenden Oberflächenpunkte der Ellipse (das ist ein Ergebnis aus der Forderung c=const!) zu einer gemeinsamen Zeit transformiert werden, um eine Kugel zu ergeben, kann c=const nicht beibehalten sein.“
Ganz richtig!
„Einsteins Behauptung, im gestrichenen System ergäbe sich ebenfalls eine Kugelwelle mit Ausbreitungsgeschwindigkeit c ist daher falsch.“
Eben nicht, wie ich oben geschildert habe – es ist eine andere, rechnerische, angebliche Kugelwelle.
„Wenn ich die rel. Effekte beseitige, indem ich die RdG beseitige, kann ich natürlich "beweisen", dass eine bestimmte Länge im ruhenden System dieselbe Länge im bewegten System bleibt. Das macht Trigemina mit der zusätzlichen Forderung nach einheitlicher Zeit.“
Absolut richtig! Und weil Trigemina, wie auch Ernst nicht verstehen, was Einstein meinte und dass Punktereignisse unbewegt zu allen IS sind – dann ist es egal, wenn die Raumkoordinaten zu verschiedenen Zeiten wahrgenommen werden. Das sind die alten Tricks – wenn was nicht so funktioniert, wie die SRT angeblich aussagt, dann kommen sofort die Oberschlauen und fangen mit RdG etwas auszurichten, so dass am Ende passt.
„Einstein will aber beweisen, dass nur durch die LT alleine eine Kugelwelle in beiden Systemen wahrgenommen wird. Und dieser Beweis ist faul.“
Bei Einstein ist jede Menge faul, das aber hier ausnahmsweise nicht. Und das ist kein Wunder, wie ich mehrmals angab und Du auch genau weißt.
Liebe Grüße
Ljudmil