Das ständige Beharren von Solkar und dem Dicken auf der rel. Addition ist falsch. Die SRT ist richtig und vollständig angewandt, wenn man die Lorentztransformation benutzt. Diese berücksichtigt die rel. Geschwindigkeiten automatisch! Hier geht es darum, dass jeder der Beobachter in 2 relativ zueinander bewegten IS diese Lorentztransformation benutzt und von
seinem ruhenden Koordinatensystem ausgeht - denn jeder sollte sich gleichberechtigt als ruhend definieren können. Dann ruhen auch seine Koordinaten und erstrecken sich nicht über eine Bewegungsstrecke - wie dies aus dem anderen IS gesehen und berechnet wird. Diese Möglichkeit besteht aber in der SRT gar nicht.
Highway hat mit den Lorentztransformationen deutlich aufgezeigt, wie sehr damit die SRT das Relativitätsprinzip verletzt. Denn ist einmal eines der IS ausgewählt und als ruhend definiert, dann ist das Ereignis nicht mehr im Sinne des RP umkehrbar, d.h. das bewegte IS kann sich nicht mehr als ruhend definieren und
seine eigenen Ruhekoordinaten einsetzen, sondern soll jene Koordinaten übernehmen, die sich aus dem ruhenden IS per LT errechnen ließen. Das sind aber die Koordinaten eines
bewegten IS und können daher nicht richtig sein, wenn sich dieses IS als ruhend definiert. Denn die mit der LT berechneten Koordinaten sind eben nicht jene, die das bewegte IS
in seinem Ruhesystem aufstellen würde. Definiert es sich als ruhend, und ist nun das andere IS das bewegte und wendet das nun ruhende die LT an, um die Koordinaten des bewegten IS zu berechnen, so ergibt es sich, dass die Uhren beim Eintreffen des Lichtsignals unterschiedliche, also
bezugssystemabhängige Zeiten anzeigen müssten, was sie natürlich gar nicht können. Das bedeutet, das
zuerst als ruhend definierte IS ist
ausgezeichnet und bleibt es auch, denn der objektive Wechsel in das andere IS führt zu Widersprüchen und es ist daher nur eine
Rücktransformation vom bewegten IS ins ruhende IS möglich. Das ist aber keine direkte LT von einem IS ins andere IS unter Verwendung eigener Koordinaten!
Das Dilemma wurzelt in der Synchronisationsmethode der Uhren.
Sind in einem ruhenden IS zwei voneinander entfernte Uhren vorhanden und es besteht nun die Aufgabe, diese Uhren zu synchronisieren, so macht man das lt. Einstein mit einem Lichtsignal, das von der ersten Uhr zur zweiten Uhr läuft und wieder zurück, wobei es unter Anahme einer konstanten Lichtgeschwindigkeit kein Problem ist, die Uhren zu übereinstimmenden Zeitanzeigen zu bringen. Sind die Uhren mal synchron, so ist es auch möglich, die Laufzeit des Lichtsignals von der ersten Uhr zur zweiten Uhr zu messen. Sind die Uhren 299792,458 km voneinander entfernt, so beträgt die Laufzeit eine Sekunde, und die Uhr wird das auch beim Eintreffen des Signals anzeigen.
Aus der Sicht eines relativ bewegten IS funktioniert diese Methode nicht, wenn man davon ausgeht, dass auch hier c=const gilt. Denn im Ruhesystem dieses IS bewegen sich die beiden Uhren während des Synchronisationsvorgangs, und die eine Uhr läuft dem Lichtsignal davon und die andere entgegen! Das hat zur Folge, dass in diesem IS die Uhr, welche dem Signal entgegenläuft, dieses
früher erhält, als dies im anderen IS der Fall ist. Die Uhr wird daher eine dementsprechend kürzere Laufzeit anzeigen müssen! Und damit wird die Zeitanzeige der Uhr abhängig vom Bezugssystem, d.h. sie müsste die Erwartungen der beiden Beobachter bei ein und demselben Ereignis, nämlich dem Eintreffen des Lichtsignals, erfüllen - und das kann sie nicht, denn sie kann nicht zwei unterschiedliche Zeiten im selben Moment anzeigen!
Mit solch absurden Beispielen erklären die Relativisten die Relativität der Gleichzeitigkeit - und es ist unglaublich, dass ein derartiger Unsinn von Physikern unbedenklich angenommen wird und sie nicht bemerken, dass sich hier ein gewaltiger Widerspruch ergibt.
Dass das rel. Additionstheorem in der LT schon drinsteckt, lässt sich leicht zeigen. Ist die zu synchronisierende Uhr im Ruhesystem 299792,458 km entfernt, so zeigt sie beim Eintreffen des Lichtsignals 1 s an. Im dagegen bewegten IS müsste sie ohne Anwendung der LT bei 0,5 c nun eine Laufzeit von 0,66... s anzeigen. Transformiert man das Ereignis mit der LT, dann findet dieses im bewegten IS bei x=173085,25... statt und die Uhr zeigt 0,57735... s ! Selbstverständlich wird für v in die Formeln der LT

keine aus dem rel. Additionstheorem ermittelte Geschwindigkeit eingesetzt, sondern eben 0,5 c also 149896,229 km/s.
Warum 0,57735 s und nicht 0,66... s? Weil die Uhr verlangsamt läuft und aus den 0,66... s mit

diese 0,57735... s herauskommen! Dies sind bei x=173085,25... 0,57735... Lichtsekunden und man erkennt, dass die LT nicht die galileisch addierte Relativgeschwindigkeit der Uhr zum Licht mit 449688,687 km/s einsetzt, sondern genau das Ergebnis aus dem rel. Additionstheorem,

demnach sich die Relativgeschwindigkeit mit 299792,458 km/s ergibt. Und so muss es nach dem Willen der SRT auch sein, denn auch im bewegten IS muss die LG mit 299792,458 km/s erhalten bleiben.
Man muss sich also um das rel. Additionstheorem gar nicht kümmern, denn die LT erledigt das alles mit einem Schlag. Will nun der Beobachter im bewegten System, in welchem sich aufgrund dieser Bewegung die Koordinaten
aus der Sicht des ruhenden IS über die Laufstrecke von 173085,25... ausdehnen, sich selbst als ruhend ansehen und von
seinen Ruhekoordinaten ausgehen (die er ja stets mit sich führt) und damit ins andere, nun relativ bewegte IS mit der LT transformieren, dann kommt das Schlamassel heraus, wie es Highway aufgezeigt hat. Der Beobachter
muss die vom anderen IS berechneten Koordinaten nehmen, um zu erfahren, was im anderen IS gemessen wird, und das ist keine direkte LT ins andere IS, sondern eine Rücktransformation mit

Nur wenn er die im
anderen IS berechneten Koordinaten für x' und t' einsetzt, erhält er auch die Werte, die im anderen IS vorliegen. Seine
eigenen Koordinaten darf er
nicht verwenden, und daher ist von Gleichberechtigung der beiden IS nichts mehr zu sehen!
Nur, diese von einem ruhenden IS ins bewegte IS transformierten Koordinaten kennt der Beobachter im bewegten IS gar nicht. Er kennt nur
seine Koordinaten, in welchen er
ruht. Es wird also jeder Beobachter immer nur von seinen Koordinaten aus ins andere IS transformieren, und machen das beide, so ergibt sich der eklatante Widerspruch, dass eine Uhr abhängig von den Bezugssystemen blitzartig ihre Anzeige verändern müsste. Diese Uhr wurde bislang noch nicht erfunden, und daher ist der SRT der größte Unsinn, den die Physik jemals hervorgebracht hat und hat schon gar nichts mit dem Relativitätsprinzip zu tun. Denn das einmal gewählte Ruhesystem ist stets
ausgezeichnet, weil ein objektiver Wechsel ins andere IS nicht möglich ist, sondern nur eine Rücktransformation, die auch nur der ruhende Beobachter vornehmen kann, weil er die dafür nötigen Koordinaten mit der LT berechnet hat und daher kennt. Der andere hat davon keine Ahnung, denn er ruht in seinem eigenen Koordinatensystem und hat seine eigene Uhr. Und die läuft hier nicht verlangsamt!
Highway liegt mit seiner Analyse völlig richtig. Er zeigt unter Anwendung der LT, was herauskommt, wenn sich das IS D als ruhend ansieht und von
seinen eigenen Koordinaten aus transformiert. Das Ergebnis ist eine Katastrophe für die SRT, die offenbar gar wunderbar funktionierende Uhren benötigt, wogegen die Galileitrafo diese nicht braucht, weil hier die Zeit absolut ist!
Grüße
Harald Maurer