Solkar hat geschrieben:Ein Uhr die in B ruht, würde aus Sicht von B unter unserer Eichung 1.155 s anzeigen, wenn aus Sicht von B die in A ruhende Uhr 1s anzeigt.
Das ist richtig. Denn wenn ich im IS_A wissen will, welche Werte meinen Koordinaten im IS_B zugeordnet werden, transformiere ich diese ins IS_B. Diesem IS_B gegenüber bin ich aber mit meinem IS_A bewegt - und daher ist meine Zeit dilatiert und meine Länge kontrahiert! Wenn ich also meine Koordinaten ins IS_B transformiere, erfahre ich, dass dieses IS_B länger ist als meines und die Zeit dort nicht dilatiert!
Wenn es also darum geht, lediglich eine Laufzeit von 1 Sekunde meines IS_A ins IS_B zu transformieren, darf es nicht überraschen, dass es dort 1,115 s sind und sich 1 LS in 1,115 LS verwandeln. Was aber an meinem Beispiel offenbar übersehen wird (Ausnahme Highway und Julian) ist, dass nicht einfach eine Laufzeit zu transformieren ist, denn die Laufzeiten sind von vornherein unterschiedlich. In meinem IS_A ist die Uhr stationär, also im IS_A ruhend. Das ist sie im IS_B aber
nicht, da bewegt sie sich mit 0,5 c zum Koordinatenurssprung von IS_B bzw. bewegt sich dieser Richtung Uhr! Im IS_A bewegt sich das Licht vom Koordinatenursprung des IS_A mit c zur Uhr, im IS_B bewegt sich das Licht aber ebenfalls mit c (!) vom Koordinatenursprung von IS_B (!) zur Uhr, die währenddessen dem Licht
entgegenkommt. Dadurch wird die Laufzeit im IS_B kürzer sein - was gar nichts mit ZD zu tun hat. Da sich also Uhr und Licht im IS_B zueinander bewegen, kann die Laufzeit dort keinesfalls 1,115 s betragen, so als wäre sie auch in diesem IS_B stationär ruhend!
Die LT sagt genau, wie groß die Laufzeit im IS_B ist, nämlich 0,577 s und zwar deshalb, weil sich Licht und Uhr an der Koordinate 0,577 LS treffen und das Licht sich aufgrund des Postulats im IS_B so verhalten hat, als käme es vom Koordinatenursprung von IS_B ! Eben weil auch in diesem IS_B c=const gilt! Dass im IS_B eine Laufzeit von 0,577 s zustande kommt und nicht 0,5 s hängt damit zusammen, dass hier die Zeit nicht dilatiert und die Längen nicht kontrahiert sind, wie im IS_A. Die LT berücksichtigt alle rel. Effekte von selbst. Irgendwelche zusätzlichen Berechnungen einer ZD sind also nicht zulassig!
Wer den Zusammenhang erkannt und die LT richtig gedeutet hat (Julian, Highway, aus dessen Animation dies alles erkennbar ist) wird nicht daran zweifeln können, dass die Laufzeiten sich unterscheiden mit 1 s und 0,577 s und die Uhr daher abhängig vom Bezugsystem mit diesen Anzeigen stehenbleiben müsste. Da das unmöglich ist, erweist sich die SRT samt LT nur als eine mathematische Spielerei!
Grüße
Harald Maurer