Versuch zur wechselseitigen Zd

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Das Spacerat-szenario

Beitragvon julian apostata » Mi 15. Apr 2015, 09:45

Spacerat hat geschrieben:0,4c eine ZD von 458,258s zu 500s, wahrnehmen kann ich jedoch keine. Allerdings kann ich von beiden Booten aus, welche gegenüber der Boje mit 0,2c unterwegs sind,


Es fängt ja allein schon mal mit der Wahl der Geschwindigkeit an! Wenn wir zwischen den Booten 0,4*c haben, dann hätten wir zwischen Boot und Boje ~0,20871*c.

Entschieden wir uns für 0,2*c für die kleinere Geschwindigkeit, dann hätten wir zwischen den Booten ~0,3846*c (siehe mein letztes Posting)

Und dann ignoriert er auch noch die RdG. Boote starten also gleichzeitig im System Boje. Das heißt, in jedem anderen BS geht diese Gleichzeitigkeit verloren.

Startet also eines der beiden Boote, so misst es in seinem Bezugsystwem zum eigenen Startzeitpunkt, dass das andere Boot schon schon 20s unterwegs war. Die ersten 20 s beim anderen Boot werden quasi ausgeblendet.

Mit anderen Worten: Von den 260s bis zur Begegnung werden nur 240s beim anderen Boot wahrgenommen.

Spacerat führt uns wieder einen beliebten Trick der "SRT-Kritik" vor Augen. Weil man keine Argumente gegen die SRT hat, führt man die eigene Privatphysik vor und gibt sie als "SRT" aus.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Das Spacerat-szenario

Beitragvon julian apostata » Do 16. Apr 2015, 10:02

Spacerat hat geschrieben:Stell dir mal vor: Wenn die Boje nicht vorhanden ist, misst man keine relativistischen 0,3846c zwischen den Booten.


Wie soll man derartige Negativsinnaussagen noch kommentieren?

Na klar, nimmt man das Objekt zwischen den Booten weg, dann haben sie nicht mehr die Geschwindigkeit 0,3846c relativ zueinander.


Wie schaut's nun mit der realen messtechnischen Wahrnehmbarkeit aus?

Klar, es müssen zwei "Paradoxa" zusammenkommen.

Das eine Boot startet früher als das Andere. Und das andere Boot startet frührer als das Eine!

Nur so ist das nächste "Paradox" möglich.

Die eine Borduhr geht langsamer als die Andere und die andere Borduhr geht langsamer als die Eine.

Real messen kann man bislang hingegen nur den Effekt aus dem perfekt symmetrischen Szenario der hier in Zeile 2 und 3 dargestellt ist. (Zeile 1 und 4 sind messtechnisch nicht realisierbar)

Eine Flugzeug oder Erduhr sitzt in seinem Bezugsystem unverändert fest auf x=0 und stellt fest:
Die Zeit im Erdmittelpunktsystem läuft ja schneller!

Bild

Danach vergleicht man Flugzeug und Erduhr und stellt fest.

Die Uhren sind genauso gelaufen, wie es die Rt voraus gesagt hat.

In Ostrichtung negative Zd und in Westrichtung positive Zd.

Und von Seiten der "SRT-Kritik" kommt außer nichtssagendem blabla keinerlei Begründung.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon julian apostata » Fr 17. Apr 2015, 11:16

Solange du noch nicht mal die relativistische Geschwindigkeitsaddition kennst, macht es keinen Sinn, mit dir über die SRT zu reden.

Über das Spaceratszenario lässt sich auch das Born'sche Gedankenexperiment simulieren.

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Relativit%C3%A4tstheorie_Einsteins_(Max_Born)

Mittels der relativistischen Additionstheoreme für Geschwindigkeiten und der Analyse des unelastischen Stoßes wird zunächst die Geschwindigkeitsabhängigkeit der Masse aufgezeigt und darauf aufbauend die Trägheit der Masse, das heißt die Äquivalenz von Masse und Energie hergeleitet,


Dazu beenden wir das Szenario bei der Begegnung der beiden Boote, sprich wir lassen sie perfekt unelastisch kollidieren.

Im Bezugsystem des rechten Bootes ruhe nun ein zweites Boot, welches an der Kollision nicht beteiligt ist. Dieses wird nun folgende Beobachtung machen.

Die Boje kommt mit 0,2*c entgegen und das linke Boot mit 5/13~0,3846*c.

Der Bootscluster wird dann mit 0,2*c (Bojengeschwindigkeit) weiter ziehen.

Die linke Masse wird also von 0,3846*c auf 0,2*c abgebremst und das obwohl die beiden Boote im Ruhezustand die gleiche Masse haben!

Die relativistische Geschwindigkeitsaddition zwingt uns also noch, einen relativistischen Impuls einzuführen (der dann auch im Teilchenbeschleuniger beobachtet wird).

Deutlich zum Vorschein kommt das auch, wenn wir die Energieimpulsvektoren anschauen.

Masse=wurzel(e²-p²). Geschwindigkeit=p/e

Zunächst aus Bojensicht. Vor dem Stoß zwei Einzelmassen jeweils 1.
Nach dem Stoß Bootscluster mit Masse 2,04

Bild

Dieselbe Clustermasse auch aus Sicht des rechten Bootes. Nur sieht man bei dieser Rechnung, dass das linke Boot von 0,3846+c auf 0,2*c abgebremst wird.


Bild

Warum Clustermasse > Einzelmassen? Klar, kinetische Energie kondensiert zu Zusatzmasse. Wie willst du dieses Phänomen im Teilchenbeschleuniger ohne relativistische Geschwindigkeitsaddition erklären?
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon julian apostata » Fr 17. Apr 2015, 12:50

Chief hat geschrieben:Born interessiert hier nicht,


Na ja, vielleicht interessiert sich aber jemand für seine Enkelin

(banks of ohio)
https://www.youtube.com/watch?v=MilfP2fVLhU

Noch ein Wort zur obiger Energie-Impuls-Beziehung. Da hab ich nämlich für Highway und Chief eine schöne Nullnullrechnung parat

Bild

Man nehme also die beiden Gleichungen für Energie und Impuls und forme sie so um, dass links gamma² stehen bleibt. Bei v=c haben wir eine hübsche Division durch Null.

Macht aber nix. Der Faktor verschwindet ja wieder bei der Eliminierung und es kommt die Gleichung zum Vorschein, die ich auch bein Spaceratszenario verwendet habe.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon julian apostata » Fr 24. Apr 2015, 11:35

Und wie ist das nun mit der Zd auf rotierenden Scheiben?

http://de.wikipedia.org/wiki/Bellsches_Raumschiffparadoxon
Bild

Ist klar, dass das Seil reißen muss, wenn man beide Raumschiffe in System S' gleichzeitig beschleunigt. Denn in S greift ja wegen der RdG die wirkende Kraft im vorderen Raumschiff zuerst an.

Und so ist es auch, wenn man eine Scheibe in Rotation versetzt (welche exakt in ein Loch im Laborsystem passt).

http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenfestsches_Paradoxon

Aufgrund des Bellschen Raumschiffparadoxons vergrößert sich dann deren Umfang, während der Radius gleich bleibt. Bei beschleunigten Systemen gilt eben die euklidische Geometrie nicht mehr.

Also angenommen die Scheibe hat im Ruhezustand einen Umfang von 60 Ls, so vergrößert sich sein Umfang auf 100Ls bei 0,8*c.

Aus Sicht des Laborsystems bleibt es aufgrund der Längenkontraktion bei einem Umfang von 60Ls. Die Rotationsdauer beträgt im Laborsystem 75s. (60/75=0,8)

Im Scheibensystem ist nun das Loch im Laborsystem ebenfalls verkürzt.
60Ls*0,6=36Ls.

Die raumzeitlich gekrümmte Scheibe von 100 Ls Umfang passt also exakt in ein flaches Loch mit 36 Ls Umfang.

36Ls/45s=0,8*c.

Aufgrund der unterschiedlichen Geometrien haben wir also eine einseitige Zd.

Rotationsdauer auf Scheibe 45s und im Laborsystem 75s.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon julian apostata » Fr 24. Apr 2015, 12:52

Du Kindskopf, mach einen Schnitt durch einen bestimmten Breitengrad, was hast du dann?

Wie ihr seht, war die HK-Mathematik 1910 schon fertig und konnte 60 Jahre später auch gemessen werden.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon julian apostata » Sa 25. Apr 2015, 11:11

Chief hat geschrieben:Die Erde rotiert um die Sonne! Wo bleibt die ZD?


Ja, wo bleibt sie denn?

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=713&start=360#p90986
Bild

Tipp. Setz die Zd gegenüber der Sonne in Zeile 1 und Zeile 2 ein.

Was kommt bei der Nettogleichung raus? (Zeile2-Zeile1)

Spacerat hat geschrieben:Aber die bestätigte HK-Mathematik beschränkt sich auf die LT und bestätigt die SRT in keinster Weise.


Nein, sie bezieht sich auf die gesamte Rt und da gehört das Ehrenfestparadoxon seit 1910 dazu.

Jetzt aber mal eine ganz simple Testfrage, ob du überhaupt einfachste Zusammenhänge kapierst.

Wir lassen das Flugzeug exakt in Nordsüdrichtung fliegen.

(Die beiden Cosina in der Nettogleichung beziehen sich auf Breitengrad und Flugrichtung) (Ost=0°)

Bei welcher Geschwindigkeit und Flughöhe erwartet die Rt keine Zd?

Oder etwas spezieller gefragt. Flughöhe 5 000 m. Wie schnell muss das Flugzeug dann fliegen?
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon julian apostata » Sa 25. Apr 2015, 12:04

Spacerat hat geschrieben:Bla bla bla... Rechnungen Rechnungen, Rechnungen...


Pass mal auf. Du willst doch, dass die Rt nicht wahr ist? Hast du irgendeinen Plan für ein Experiment, welches die Rt falsifiziert, wenn sie tatsächlich falsch wäre?

Wie willst du sie ohne Mathematik falsifizieren?

Also, wenn bei 5000 m Flughöhe (Erdumrundung in Nordsüdrichtung) bei einer bestimmten Geschwindigkeit eine Zd außerhalb des Bereiches +-10ns aufträte, so wäre sie widerlegt.

Welche Geschwindigkeit wäre das?
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon fallili » Sa 25. Apr 2015, 12:18

Spacerat hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:Jetzt aber mal eine ganz simple Testfrage, ob du überhaupt einfachste Zusammenhänge kapierst.
Bla bla bla... Rechnungen Rechnungen, Rechnungen... Du siehst deine Zahlen und beobachtest nichts!

Kapierst du den Zusammenhang, dass wenn sich eines meiner Boote, egal in welcher Richtung, in einer Umgebung mit 0,2c bewegt, für ein anderes, welches sich ebenfalls darin mit 0,2c, ebenfalls egal in welche Richtung, bewegt, für diese Boote die selben Gesetze gelten? Und wenn auf diesen Booten wegen ihrer Bewegung Uhren langsamer gehen, gehen sie auf beiden Booten gleichmässig langsamer und auf keinem von denen kann man eine ZD lt. SRT feststellen. Erst wenn man den Uhrenvergleich mit einer in der Umgebung ruhenden Uhr hat, kann man erkennen, dass die Uhren auf gleich bewegten Objekten gleichmässig langsamer bewegen und dass kann nur einseitig gemessen werden, denn für die bewegten Boote geht die ruhende Uhr natürlich schneller. Da kannst du rechnen, was du willst, solange du das nicht schnallst, schnallst du (und deine relativistischen Kumpane) gar nichts!

Das bleibt ein "alter Hut", auch wenn Du das noch 1000 mal hinschreibst, oder wenn Chief ewig fragt welche Uhr nun langsamer geht.
Und wenn das auch den normalen Erfahrungshorizont übersteigt, bleibt es dabei, dass bewegte Uhren - also beide Uhren - langsamer gehen.
Und wenn man die Uhren dann direkt gegeneinander vergleicht (dazu müssen die Uhren wieder an einem Ort sein) oder auch wenn man sie mit einer 3ten Uhr ebenfalls an einem Ort nebeneinander vergleicht, passt dann wieder alles und man sieht, dass eben eine Uhr langsamer gegangen ist.

Wie gesagt - seit 100 Jahren bekannt und seit 100 Jahren kann man daraus keinen Widerspruch der SRT konstruieren.
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

Re: Versuch zur wechselseitigen Zd

Beitragvon fallili » Sa 25. Apr 2015, 12:42

@spacerat
Wenn die Kritiker wirklich davon überzeugt wären, dass H&K nur "Blödsinn gemessen haben und die SRT nicht stimmt, wäre ein Beweis "relativ" kostengünstig möglich.
Wir haben das Jahr 2015, Atomuhren gibt's wie Sand am Meer und die sind enorm genau geworden, so ein Jet kostet etwa 5000 € je Flugstunde. Das Experiment wäre also durchaus finanzierbar und man kann in Ost-West (und andersrum) Achse und wenn man das auch noch unbedingt will in Nord- Süd Achse (und andersrum) fliegen.
Ich glaub schon, dass ein damit ausgeführter Beweis, dass die SRT falsch ist in der derzeitigen Medienwelt die aufzuwendenden Kosten locker wieder reinbringt.

Solche Experimente macht aber keiner - und als einziger Grund fällt mir eben ein, dass niemand wirklich davon überzeugt ist, dass die dabei gemessenen Zeiten mit den Voraussagen der RT nicht übereinstimmen werden.
Bei HK kann man noch darüber streiten, ob die damaligen Ergebnisse wirklich genau genug waren (die Korrekturen waren enorm und Harald hat durchaus recht, wenn er da auf diese Probleme aufmerksam macht) - aber es gab ja auch Folgeexperimente mit deutlich bessere technischer Ausrüstung und diese haben auch die Aussagen der RT nachgewiesen.
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 16 Gäste