nocheinPoet » Di 08. Jun 2010, 16:21 hat geschrieben:Wenn man nun eine Rechnung macht, dann muss man sich auch fragen, was will ich da überhaupt berechnen, gibt es das eigentlich wirklich. Hier in dem Von Frau Lopez aufgeführten Beispiel sollen also zwei RG nach dem relativistischen Additionstheorem addiert werden. Was setzt das denn nun voraus? Man braucht drei IS, nehmen wir mal die Erde und dort steht nun ein Beobachter, der von links und rechts zwei Objekte aufeinander zufliegen sieht, und für jedes die Geschwindigkeit erst einmal für sein IS bestimmt.
Hier setzt nun Frau Lopez für ein Objekt v = c an. Und hier ist schon der erste Fehler, es gibt in der SRT kein IS das eine RG von c hat. Damit fällt die ganze Annahme schon in sich zusammen. Der Hokuspokus beruht also auf eine völlig falsche Annahme.
Mal weiter, wenn es in der SRT nicht ein IS mit v = c gibt, dann gibt es auch nicht zwei davon, es ist also unmöglich, das sich zwei IS mit je v = c relativ zu einem anderen IS entgegen kommen. Wenn es das nicht gibt, macht es auch keinen Sinn, zu versuchen zwei IS mit v = c aufeinander zu jagen. Hier ist schon mal ein großer Denkfehler, man kann nicht der SRT aufgrund von Unverständnis etwas aufs Auge drücken, was diese so nie behauptet.
Noch mal ganz deutlich, man kann in der SRT nie zwei IS mit einer RG von v = c haben und diese aufeinander zufliegen lassen. Klar kann man, wenn man die SRT nicht versteht, in den relativistischen Additionstheorem zwei RG von v = c einsetzten, und dann c rausbekommen, aber das ist einfach nur Humbug.
Und wie gesagt, es gibt nicht ein IS das sich mit v = c zu einem Beobachter bewegen kann. Ein Beobachter kann also immer nur ein IS messen, das v < c als RG hat. Es macht also in der SRT überhaupt keinen Sinn, ein IS_1 zu postulieren, das eine RG von v = c hat, und dann ein anders IS_2 mit v < c und dann die RG zwischen IS_1 und IS_2 zu berechnen. Das gibt es einfach nicht. Wer nun so eine Rechnung macht, bekommt natürlich ein Ergebnis, aber das ist einfach für die Tonne, weil die Aufgabe einfach schon völlig falsch gestellt ist.
Was kann man dann nun aber machen?
Nehmen wir mal unsere Erde (IS_erde) und beobachten zwei andere IS, also IS_1 und IS_2. Wir normieren damit es einfacher ist alle RG mit c. Wir können also von IS_erde immer nur IS_1 und IS_2 mit v < c messen. Machen wir das mal wie Frau Lopez und setzten hier v1 (IS_1 relativ zu IS_erde) mal immer auf einen festen Wert, also mal auf 0.5c.
Für v2 nehmen wir mal 0.6c, 0.7c, 0.8c und 0.9c. Die Formel ist mit c normiert:
v = (v1 + v2) / (1 + v1
×v2)
v = (0.5 + 0.6) / (1 + 0.5
×0.6) =
0.846cv = (0.5 + 0.7) / (1 + 0.5
×0.7) =
0.888cv = (0.5 + 0.8) / (1 + 0.5
×0.8) =
0.929cv = (0.5 + 0.9) / (1 + 0.5
×0.9) =
0.966c(Anmerkung: Hab ich mir damals gut gemerkt)Wenn man also nicht irgendwelche völlig irren Annahmen trifft, macht das auch alles schon einen Sinn. Zwei Objekte die eine RG zu einem anderen haben, können ohne Probleme ihre RG zueinander berechnen. Man kann also die RG zwischen allen IS wunderschön hin und her transformieren. Der Punkt ist eben der, man muss sich wirklich richtig mit einer Theorie auseinander setzen, und die Aussagen dieser erstmal wirklich verstehen. Wenn man das nicht hat, kann man auch nicht wirklich erwarten das man was Vernünftiges raus bekommt, wenn man einfach wild um sich rum rechnet.
Genauso könnte man sich dann auch fragen, welches Lied hört ein Blauwal wenn er Stepptanz übt. Und sich dann darüber streiten. Blauwale üben nun aber eben keinen Stepptanz. Und in der SRT gibt es kein IS mit v = c, also braucht man sich nicht fragen, was wohl passiert, wenn man ein solches mit einem anderen verrechnen will. Das ist und beleibt einfach nur Unsinn.
Natürlich kann man mit so einem Unsinn auch nicht zeigen, dass die SRT selber Unsinn ist, denn den hat man ja nun selber verzapft.