Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon julian apostata » Fr 31. Aug 2012, 20:49

Solkar hat geschrieben:Sorry, julian, aber dies
julian apostata hat geschrieben:
Solkar hat geschrieben:Was auf einer mit B mitbewegten Uhr bei (1.15 -0,58)_B tatsächlich angezeigt würde, ist unbestimmt,

Allein dieser Satz ist halt schon ein derart sinnloser Schmarrn, dass man den Rest des Textes gar nicht mehr lesen braucht. Anhand der LT lässt sich dieser Wert exakt bestimmen, auch wenn er völlig unwichtig ist.
julian apostata hat geschrieben:A x=1 t=0s ® B x’=1,15 t’=-0,58s
ist mir ein qft wert, das hat das Zeug zum Dauerburner.

Btw - wie geht's eigentlich den Impulsen in Deiner Privatphysik? Immer noch "spontan verschwindend"? :mrgreen:


Erst mal vor der eigenen Haustür kehren, bevor man mit dem Finger auf Andere zeigt!

“Was auf einer mitbewegten Uhr angezeigt würde ist unbestimmt.” Was soll das :?: :?: :?:

“Spontan verschwindende Impulsbeträge beim unelastischen Stoß”

So, ich hab vor meiner Haustür gekehrt, wie steht es mit dir?
julian apostata
 
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon Harald Maurer » Fr 31. Aug 2012, 21:21

Highway hat geschrieben:Ist es das nun, oder zeigt die Uhr an der Koordinate, wie zuvor von dir behauptet, 0s? Ja oder nein? Wenn ich es richtig einordne, dann ist DerDicke ebenfalls für 0s.

Die LT ergibt an der Koordinate x'=1,115; t'=-0,577 s zum Startzeitpunkt in B, da hat die Uhr natürlich kein Minuszeichen auf dem Zifferblatt, sondern dieses Minus bedeutet, dass die Uhr um 577 s früher mit der Messung beginnt als sie das in A macht. Rdg! Sie startet die Messung mit der entsprechenden früheren Zeitangabe und ist daher, wenn in A die Messung beginnt, schon 0,577 s lang gelaufen. SIe läuft über Null und nochmal 0,577 s und sollte mit dieser Anzeige stehen bleiben. Sie hat zum gleichen Zeitpunkt (der aber nur für A der Startzeitpunkt ist) die Nullstellung in beiden IS. Nur dass sie eben im IS_B schon einen Vorsprung von 0,577 s hat! Das gibt die LT mit -0577 s an. Das Messergebnis für B muss eben so ausfallen, dass sich in diesem IS die LG mit c ergibt.

Ernst hat geschrieben:Die veränderte Skalierung bedeutet eine veränderte Realität.

Eine Koordinatentransformation darf weder Realitäten verändern noch neue Realitäten erschaffen. Es werden nicht Realitäten oder Ereignisse transformiert, sondern bloß Koordinaten! Die Transformation bedeutet lediglich den Wechsel auf einen anderen Beobachterstandpunkt und verändert daher alle Werte, die vom Beobachterstandpunkt abhängen können. Also Geschwindigkeiten, Perspektiven etc, ohne dass auf das Ereignis oder die Realität Einfluss genommen werden kann. Ein Kirchturm verändert je nach Beobachterstandpunkt seine wahrzunehmende Größe - das bedeutet natürlich keine Veränderung der Realität, denn der Kirchtum verändert sich dadurch ja nicht.
Die LT verändert auch keine Realität, sondern ausgehend von der Annahme der SRT, dass in zueinander bewegten IS unterschiedliche Realitäten herrschen (unterschiedlicher Raum, unterschiedliche Zeit) ist sie nur ein Instrument zur Umrechnung von einer Realität zur anderen. Diese unterschiedlichen Realitäten sind aber nur ein künstliches Produkt aus dem Postulat verbunden mit einer bestimmten Methode der Uhrensynchronisation. Der Gang einer Uhr hat aber mit dem natürlichen Lauf der Zeit gar keinen Zusammenhang, da die Uhr kein Zeitmessgerät ist, sondern ihr Gang willkürlich auf die Erdrotation abgestimmt ist und sie gar kein Sensorium für "Zeit" hat. Synchronisiert man den Gang von Uhren mit einem natürlichen periodischen Vorgang, etwa mit den Signalen eines sehr weit entfernten Pulsars, fällt die Annahme, Uhren müssten in bewegten IS langsamer laufen, sofort in die Tonne. Und die SRT dann gleich dazu.
Ernst hat geschrieben:Schreib auf die Uhr an der ursprünglichen Zeigerstellung eine rote 0 und eine blaue -0,577 unn an der Endstellung eine rote 1 und eine blaue +0,557 und schon hast du für unseren Fall die beiden erläuterten Zeitskalen.

Du meinst das womöglich tatsächlich ernst! Ich dachte zuerst, das sei nur ein Scherz!
Sagt der Beobachter A zum Beobachter B "Welche Relativgeschwindigkeit haben wir uns denn für heute vorgenommen?" "Wieso fragst Du?", sagt der andere. "Naja, ich muss dann doch die Uhr mit der richtigen Doppelskala auswählen!"

Grüße
Harald Maurer
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon Ernst » Fr 31. Aug 2012, 22:08

Harald Maurer hat geschrieben:Du meinst das womöglich tatsächlich ernst! Ich dachte zuerst, das sei nur ein Scherz!
Sagt der Beobachter A zum Beobachter B "Welche Relativgeschwindigkeit haben wir uns denn für heute vorgenommen?" "Wieso fragst Du?", sagt der andere. "Naja, ich muss dann doch die Uhr mit der richtigen Doppelskala auswählen!"

Es ist mir unverständlich, daß du das nicht nachvollziehen kannst. Genauso wie es zwei Ortsmaßstäbe gibt, gibt es zwei Zeitmaßstäbe. Das ist doch das Wesen der LT. Für die gleich zu behandelnde Ortsposition gilt das schon in der GT:

Bild

Fragt der Beobachter B den Beobachter A "Wo befinden wir uns denn heute?". "Wieso fragst Du?" sagt der andere. "Naja, ich muß dann doch das Maßband mit der richtigen Doppelskala auswählen!".
Unfug, nicht wahr?

Leg unter das Bild eine Maßstab und trage die Position des Objektes ein. Da mußt du auch an der Position des Objektes zwei x-Werte eintragen. Einmal x_objekt (z.B. 1LS) und darunter x'_objekt (z.B. 0,5 LS) :!: Auch hier benötigst du eine Doppelskala. Ist das auch ein Scherz?

Es ist mir unbegreiflich, daß dir nicht geläufig ist, daß ala SRT der Zeitenlauf und die Ortszeit einer bewegten Uhr eine andere ist als die derselben Uhr in Ruhe. Und wenn eine einzige Uhr beide Zeiten anzeigen soll, dann muß die Uhr entweder zwei Zeiger oder zwei Skalen haben. Genauso wie der Ortsmaßstab.
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon Kurt » Fr 31. Aug 2012, 22:21

Ernst hat geschrieben:
Und wenn eine einzige Uhr beide Zeiten anzeigen soll, dann muß die Uhr entweder zwei Zeiger oder zwei Skalen haben.
.


Ist es nicht so dass die Uhr (laut Aufgabe) das anzeigen soll was war als das Licht sie traf?
Den Zeigerstand also der in diesem Moment bestand.

Gruss Kurt
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon DerDicke » Sa 1. Sep 2012, 00:54

Chief hat geschrieben:
DerDicke hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:es ist gefordert, sie müsse die jeweilige Zeit anzeigen, die sich in den IS nach LT ergibt.
Diese Forderung ist Ihre ureigenste Erfindung und keineswegs Teil der SRT.
Nein, das ist eine der Hauptforderungen der SRT.

Schlechte Zeiten für Uhrenhersteller. Auch Billiguhren können seit 1905 nicht mehr falsch gehen.
Scherz beiseite: wie kommen Sie zu dieser Absurdität?


Highway hat geschrieben:Ist es das nun, oder zeigt die Uhr an der Koordinate, wie zuvor von dir behauptet, 0s? Ja oder nein? Wenn ich es richtig einordne, dann ist DerDicke ebenfalls für 0s.

Aber ja doch! Das Ereignis "Uhr zeigt 0" wird durch die LT nicht transformiert, nur dessen Zeitkoordinate.



Chief hat geschrieben:Durch die Verschiebung der Zeitskala entstehen in der klassischen Mechanik keine Widersprüche!

Damit ist klar, daß es auch klassisch eine Regel, eine Uhr müsse in jedem IS die dort gültige Zeit anzeigen nicht geben kann.
In der SRT gibt es die genausowenig.



Highway hat geschrieben:Friendly reminder:

Was ist damit? Kommt da noch was?

nMdD korrekt:

BC/AB:=v/c=sin(alpha)
cos(alpha)=sqrt(1-v^2/c^2);
A0B0=EF*cos(alpha) bzw. A0B0=EF*sqrt(1-v^2/c^2);
das gibt genau die Formel für die Fitzgerald Lorentz Kontraktion mit
A0B0 für L und EF für L0

Zeigt doch schön, daß die Längenkontraktion auf der Projektion beruht.
Veranschaulicht ebenfalls, daß man den Besenstil der Länge EF um 60 Grad gegen die Türebene drehen muß um durch eine Türe der Breite A0B0 zu kommen.



Harald Maurer hat geschrieben:In der klassischen Mechanik sind Zeit und Gleichzeitigkeit absolut. Es gibt mit der GT keine Verschiebungen der Zeitachse. So einen Unsinn gibt es nur in der SRT, notwendigerweise, weil das Postulat gewahrt werden muss. Das führt aber leider zu paradoxen Situationen, die nicht erklärbar sind.

Die Zeitachse wird in der klassischen Mechanik selbstverständlich verschoben wie man's braucht. Wenn ein Güterwgaen den Berg abirollt legt man den Zeitnullpunkt nicht auf Christi Geburt, und auch nicht auf Amtszeitbeginn des Japanischen Kaisers, sondern auf den Startzeitpunkt.


Solkar hat geschrieben:Was auf einer mit B mitbewegten Uhr bei (1.15 -0,58)_B tatsächlich angezeigt würde, ist unbestimmt,

... und bleibt solange unbestimmt, wie es nicht im Rahmen der Szenarienbeschreibung gesondert definiert wird.


Harald Maurer hat geschrieben: Es werden nicht Realitäten oder Ereignisse transformiert, sondern bloß Koordinaten!

Die Anzeige Ihrer Uhr ist also keine Realität, sondern eine Koordinate? Gilt das nur bei Rolex? AB welcher Preisklasse?



Harald Maurer hat geschrieben:Sagt der Beobachter A zum Beobachter B "Welche Relativgeschwindigkeit haben wir uns denn für heute vorgenommen?" "Wieso fragst Du?", sagt der andere. "Naja, ich muss dann doch die Uhr mit der richtigen Doppelskala auswählen!"

Beide Beobachter kommen trotz ihrer verschiedenen Zeit- und Längenskalen zur (betragsmäßig) selben Relativgeschwindigkeit (wenn man nach SRT richtig rechnet)
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon Harald Maurer » Sa 1. Sep 2012, 01:43

Ernst hat geschrieben:Leg unter das Bild eine Maßstab und trage die Position des Objektes ein. Da mußt du auch an der Position des Objektes zwei x-Werte eintragen. Einmal x_objekt (z.B. 1LS) und darunter x'_objekt (z.B. 0,5 LS) Auch hier benötigst du eine Doppelskala. Ist das auch ein Scherz?

Ja, das ist ein noch größerer Spaß!
Mit der GT zeigt die Uhr eine für beide IS gültige Zeit an. Vergleicht man die Maßstäbe miteinander, auf denen der Ort der Uhr markiert ist, gibt es keinen Widerspruch, sondern den für jedes IS wahren Sachverhalt: eine Markierung auf dem einen bei 0,5 LS und eine auf dem anderen bei 1 LS. Das Ereignis ist damit räumlich und zeitlich widerspruchsfrei beschrieben.
Nun kann man ja im Abstand von 1LS eine Uhr hinstellen.Ich besteige ein Raumschiff und rase mit 0,5 c auf die Uhr zu, gleichzeitig mit dem Start wird ein Lichtstrahl zur Uhr geschickt. Ich will einfach wissen, ob dieser Lichtstrahl nun auch in meinem Raumschiff-BS die Lichtgeschwindigkeit c hat. Ist das der Fall, dann erreicht der Strahl die Uhr nach 0,577 s - und sie bleibt stehen. Einen Beobachter auf der Strecke frage ich dann, wie lange der Strahl bis zu den 1 LS gebraucht hat, und er wird sagen "Offenbar 0,577s, denn sie blieb bei Ankunft des Lichts bei 0,577 s stehen. Ich beweise damit, dass die LG 2c beträgt! Das Postulat ist offenbar falsch!"
(Bleibt die Uhr aber trotz meiner Bewegung zu ihr nach 1 s stehen, dann weiß ich, dass das Postulat falsch sein muss und in meinem Raumschiff-System die LG c-v betragen haben muss.)
Und die LT ergibt tatsächlich, dass die Uhr einerseits nach 0,577 s und andererseits nach 1 s stehenbleiben müsste. Aber wenn man das Phänomen nicht messen kann, dann gehört es in die Esoterik, aber nicht in die Physik!

Grüße
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 1. Sep 2012, 06:04

Chief hat geschrieben:
Die Uhr zeigt in beiden Systemen zum Startpunkt 0s an. Wie ist die Anzeige bei Signalankunft?


Man kann meiner Meinung nach auch ohne Mathematik, ohne LT und ohne Messung zeigen, dass die Relativität der Gleichzeitigkeit bzw. die Zeitdilatation Unfug sind. Das habe ich im Blog der Bundeskanzlerin „Zukunftsdialog – Wie wollen wir lernen?“ dargelegt.

Ich habe dort ein Gedankenexperiment vorgeschlagen, das meiner Meinung nach die Zeitdilatation bei dem Zwillingsparadoxon widerlegt:

Es reicht dazu eine andere Meßmethode zu verwenden und die Trennung der Zwillinge mit nur einer einzigen Uhr zu messen um festzustellen, dass sie bei der Wiedervereinigung nach der Trennung ganz genau gleichaltrig sind:

Beide Zwillinge stoppen die Uhr gleichzeitig und Zwilling B fliegt gleich auf Reise. Wenn er zurückkommt, stoppen beide wieder gleichzeitig die Uhr. Die Reise hat also mit dieser Messmethode genauso lange gedauert für beide Zwillinge, die Uhr zeigt die gemeinsame Dauer der Trennung, beide treffen sich ganz genau gleichaltrig wieder. Diese Meßmethode widerlegt experimentell die Zeitdilatation und löst das Zwillingsparadoxon. Das ist auch im Sinne Einsteins, der gesagt hat: “Die Zeit ist, was die Uhr anzeigt“.

Wie aussagekräftig ist denn eine Meßmethode mit zwei Uhren und was ist sie denn Wert, wenn sie mit einer anderen Messmethode widerlegt werden kann? Sollen etwa biologische Vorgänge wie die Alterung sich nach der Meßmethode richten? Das ist doch völlig absurd, oder?

Welche Einwände gibt es gegen die Aussagekraft dieses Gedankenexperiments mit nur einer Uhr?

Viele Grüße
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon Harald Maurer » Sa 1. Sep 2012, 12:56

Der Dicke hat geschrieben:Aber ja doch! Das Ereignis "Uhr zeigt 0" wird durch die LT nicht transformiert, nur dessen Zeitkoordinate.

Aha, die Uhren sind also gar nicht in der Lage, diese verschobenen Zeitkoordinaten anzuzeigen, d.h. im bewegten IS ist die Zeitkoordinate zwar verschoben (weil lt. Einstein der Zeitverlauf hier verändert ist), aber Uhren ist das ganz egal? Dann hätten Hafele & Keatings Uhren von vornherein die angeblich durch ZD verschobenen Zeitkoordinaten auch gar nicht durch ebenfalls unterschiedliche Zeitanzeigen aufweisen können? Da wird doch behauptet, die Zeitkoordinaten seien aufgrund der ZD verschoben- und man hätte das auch tatsächlich an den Uhren ablesen können.
Sie reduzieren mit dieser Interpretation die SRT ebenfalls auf eine Anwendung unterschiedlicher Skalen. Das bedeutet dann, das die physikalischen Effekte, LK, ZD, rel. Masse, RdG gar nicht real vorliegen, sondern durch verschobene Skalen vorgetäuscht sind? Wenn Sie die Ontologisierung der Effekte ablehnen, sehen Sie in der SRT bloß eine mathematische Übung und keine Naturbeschreibung?
Der Dicke hat geschrieben:Chief hat geschrieben:
Durch die Verschiebung der Zeitskala entstehen in der klassischen Mechanik keine Widersprüche!

Damit ist klar, daß es auch klassisch eine Regel, eine Uhr müsse in jedem IS die dort gültige Zeit anzeigen nicht geben kann.
In der SRT gibt es die genausowenig.

In der klassischen Mechanik wird die einmal festgelegte Zeitskala in der Transformation ja nicht für das andere IS verschoben, sondern sie gilt stets für beide IS. Weil die Zeit absolut ist. Die LT operiert mit unterschiedlichen Zeitskalen und das führt zwangsläufig zu Widersprüchen. Wobei der bekannteste Widerspruch das unterschiedliche Altern der Zwillinge ist. Was man dann prompt mit der Herumschieberei unterschiedlicher Zeitskalen zu erklären versucht. Selbst ein Narr, wer solchen Unsinn glaubt.
Der Dicke hat geschrieben:Harald Maurer hat geschrieben:
In der klassischen Mechanik sind Zeit und Gleichzeitigkeit absolut. Es gibt mit der GT keine Verschiebungen der Zeitachse. So einen Unsinn gibt es nur in der SRT, notwendigerweise, weil das Postulat gewahrt werden muss. Das führt aber leider zu paradoxen Situationen, die nicht erklärbar sind.

Die Zeitachse wird in der klassischen Mechanik selbstverständlich verschoben wie man's braucht. Wenn ein Güterwgaen den Berg abirollt legt man den Zeitnullpunkt nicht auf Christi Geburt, und auch nicht auf Amtszeitbeginn des Japanischen Kaisers, sondern auf den Startzeitpunkt.

Ich habe geschrieben: "Es gibt mit der GT keine Verschiebungen der Zeitachse!" D.h. die GT verschiebt keine Zeitachsen, im Gegensatz zur LT. Wann man den Zeitnullpunkt einer GT festlegt, ist völlig egal. Legt man ihn zu Christi Geburt fest, wird diese Zeitskala oder Achse bis zum heutigen Tag auch für ein galilei-transformiertes BS gelten.
Der Dicke hat geschrieben:Harald Maurer hat geschrieben:
Es werden nicht Realitäten oder Ereignisse transformiert, sondern bloß Koordinaten!

Die Anzeige Ihrer Uhr ist also keine Realität, sondern eine Koordinate? Gilt das nur bei Rolex? AB welcher Preisklasse?

Das behaupten Sie doch selbst, wenn Sie bloß von verschobenen Zeitachsen ausgehen, ohne Auswirkung auf die Zeitanzeige einer Uhr. Läuft nun eine bewegte Uhr langsamer, oder nicht? Ist die Wahrnehmung einer bewegten und verlangsamt laufenden Uhr aus einem ruhenden IS nur der Effekt aufgrund einer anderen Zeitskala, dann könnte sich ja auch nicht herausstellen, dass sie tatsächlich langsamer gelaufen ist. Wie begründet man dann die Langlebigkeit relativistischer Myonen? Bloß mit einer anderen Zeitskala? Ist ja super: Ich lasse eine Uhr im Wohnzimmer mit einer verschobenen Zeitskala laufen und gegenüber der Uhr in der Küche nachgehen. Ich brauche dann nur von der Küche in das Wohnzimmer zu gehen und bin damit schlagartig jünger? Muss ich gleich mal ausprobieren... ;)
Der Dicke hat geschrieben:Harald Maurer hat geschrieben:
Sagt der Beobachter A zum Beobachter B "Welche Relativgeschwindigkeit haben wir uns denn für heute vorgenommen?" "Wieso fragst Du?", sagt der andere. "Naja, ich muss dann doch die Uhr mit der richtigen Doppelskala auswählen!"

Beide Beobachter kommen trotz ihrer verschiedenen Zeit- und Längenskalen zur (betragsmäßig) selben Relativgeschwindigkeit (wenn man nach SRT richtig rechnet)


Es stellt sich die Frage, verstehen Sie meine Argumente wirklich nicht oder ist es Absicht. Die in meinem Szenario angeführten Werte gelten nur für die Relativgeschwindigkeit 0,5 c. Aber das Szenario kann ja mit jeder anderen Relativgeschwindigkeit ablaufen, und dann braucht man eben die gerade entsprechende Doppelskalenuhr. Also müsste man zuvor wissen, welche Relativgeschwindigkeit vorgesehen ist, um die geeignete Uhr einzusetzen. Abgesehen davon, dass die Idee mit der Doppelskalenuhr nicht ernstzunehmen ist, auch wenn sie von Ernst ist ;)

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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 1. Sep 2012, 18:18

Solkar hat geschrieben:
...............


:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Ist die Spezielle Relativitätstheorie falsifizierbar?

Beitragvon Harald Maurer » Sa 1. Sep 2012, 20:30

Highway hat geschrieben:Wer schneller fährt lebt länger. Leider haben die Verantwortlichen welche die Verkehrsschilder auf den Straßen und Autobahnen aufstellen lassen davon noch nichts gehört. Die behaupten stur das Gegenteil diese SRT-Ignoranten.

Wir altern überhaupt nur deswegen, weil es rundum im Universum so viele beschleunigte Bezugssysteme gibt. Ich finde, die sollten sofort damit aufhören! :D

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