Harald Maurer hat geschrieben:Nun kann man ja im Abstand von 1LS eine Uhr hinstellen.Ich besteige ein Raumschiff und rase mit 0,5 c auf die Uhr zu, gleichzeitig mit dem Start wird ein Lichtstrahl zur Uhr geschickt.
Das ist weiter Ihr Julian-Maurer-Szenario, wobei das System B nun ein "Raumschiff" ist, oder zaubern Sie hier nun ein verändertes Szenario aus dem Hut?
Harald Maurer hat geschrieben: Einen Beobachter auf der Strecke frage ich dann, wie lange der Strahl bis zu den 1 LS gebraucht hat, und er wird sagen "Offenbar 0,577s, denn sie blieb bei Ankunft des Lichts bei 0,577 s stehen.
Hier wird nun ein weiterer Beobachter aus dem Hut gezaubert, von dem wir nicht wissen, ob er in A oder B ruht.
Harald Maurer hat geschrieben:Und die LT ergibt tatsächlich, dass die Uhr einerseits nach 0,577 s und andererseits nach 1 s stehenbleiben müsste.
Wie Sie selbst schon mehrfach schrieben transformiert die LT Koordinaten und keine Ereignisse.
Ihre Argumentation scheint aber wohl dahinzugehen, daß dieser Unsinn nötig sei, um die SRT zu "retten"
Harald Maurer hat geschrieben:(Bleibt die Uhr aber trotz meiner Bewegung zu ihr nach 1 s stehen, dann weiß ich, dass das Postulat falsch sein muss und in meinem Raumschiff-System die LG c-v betragen haben muss.)
Das wäre dann genau der Punkt, den Sie zu zeigen hätten. Dann aber bitte mit konkreten Werten. Denn wie längst mehrfach vorgerechnet liefert die korrekt angewandte LT für beide Systeme die Lichtgeschwindigkeit c:
Eckpunkte nach Julian-Maurer Szenario
(1) Lichtstrahl passiert Marke x_A=0: (0,0)_A transformiert nach (0,0)_B
(2) Uhr Start: (1,0)_A transformiert nach (1.155, -0.577)_B
(3) Strahl trifft Uhr: (1,1)_A transformiert nach (0.577, 0.577)_B
Highway hat geschrieben:dass es sich lediglich um eine künstlich willkürliche Skalierung handelt,
So ganz willkürlich ja auch nicht. "IS" meint: die Skalierung wird do gewählt, daß die Naturgesetze in jedem System diselbe Form haben.
Highway hat geschrieben:An diesem Beispiel siehst du aber auch recht plastisch, dass es nicht reicht den Besenstiel zu verdrehen, sondern auch die Relativgeschwindigkeit der Systeme zueinander muss im Winkel ebenfalls verändert werden, so wie ich es in der Vergangenheit schon mal beschrieben hatte.
DerDicke schrieb doch schon: wo das Besenstielbeispiel hinkt, das ist der Punkt, daß dieses eine Drehung in 3D, die FL-Kontraktion jedoch eine Drehung in 4D beinhaltet.
Die Drehung in 4D findet laut LT ALLEIN durch die Relativgeschwindigkeit statt, eine Drehung des Geschwindigkeitsvektors in 3D hat damit nichts zu tun.
Harald Maurer hat geschrieben: Dann hätten Hafele & Keatings Uhren von vornherein die angeblich durch ZD verschobenen Zeitkoordinaten auch gar nicht durch ebenfalls unterschiedliche Zeitanzeigen aufweisen können? Da wird doch behauptet, die Zeitkoordinaten seien aufgrund der ZD verschoben- und man hätte das auch tatsächlich an den Uhren ablesen können.
Wenn die Uhren sich um die Zeit auf der Erde scheren würden, dann könnte die von HK gemessene Zeitdilatation nicht stattfinden.
Haefele-Keating: die Uhren zeigen ihre Eigenzeit an, laufdn laut Erdzeit falsch
Julian-Maurer: die in A ruhende Uhr zeigt die A-Zeit an, läuft laut B falsch.
Harald Maurer hat geschrieben:"Es gibt mit der GT keine Verschiebungen der Zeitachse!"
jedoch in der klassischen Mechanik ist die Verschiebung der Zeitachse eine vielfach genutztes Werkzeug. Mit Ihrer unsinnigen Forderung die Anzeige einer Uhr transformieren zu wollen würden Sie auch die klassische Mechanik kippen.
Harald Maurer hat geschrieben: Ist die Wahrnehmung einer bewegten und verlangsamt laufenden Uhr aus einem ruhenden IS nur der Effekt aufgrund einer anderen Zeitskala, dann könnte sich ja auch nicht herausstellen, dass sie tatsächlich langsamer gelaufen ist. Wie begründet man dann die Langlebigkeit relativistischer Myonen? Bloß mit einer anderen Zeitskala?
Sie haben meine Diskussion mit Highway zum Thema Projektion wohl nicht mitverfolgt. Verschiedene Skalen resultieren ala LT aus verschiedenen Projektionen.
Sie sollten auch den Unterschied zwischen Platon/Kantscher Ontologie und Physik beachten. Kant fragt nach dem "Ding an sich". Die Physik fragt danach welche Projektion/Skala für welche Anwendung relevant ist. Hierzu das Besenstiel Beispiel DesDicken: Wenn Sie durch die Tür wollen ist die Länge des Besenstils skaliert gemäß Projektion in die Türebene relevant. Wenn sie ihn als Meterware verkaufen wollen wäre es empfehlenswert die Projektion in die Längsachse Ihrer Berechnung zugrundezulegen.
Harald Maurer hat geschrieben:Ist ja super: Ich lasse eine Uhr im Wohnzimmer mit einer verschobenen Zeitskala laufen und gegenüber der Uhr in der Küche nachgehen. Ich brauche dann nur von der Küche in das Wohnzimmer zu gehen und bin damit schlagartig jünger? Muss ich gleich mal ausprobieren...
Nein, Sie kommen nicht durch die Tür, wenn Sie ein Zollmaßband neben den Besen legen. Sie müssen ihn schon "tatsächlich" drehen um die verkürzte Längenskalierung der Projektion in die Türebene zu erreichen. "Drehen" eines Zeit, oder Längenintervalls passiert in der LT durch Relativgeschwindigkeit.