Titus hat geschrieben:Wenn das Licht zum Zeitpunkt t'=0 bei U1 startet (während U2 bereits 0,5 anzeigt) und von jetzt an die Lichtlaufzeit zu der entgegenrasenden U2 ebenfalls weitere 0,577s dauert (also weitere zeitdilatierte 0,5s auf U2) bis das Signal U2 erreicht und diese veranlasst stillzustehen - wie kannst du da was anderes als eine Sekunde rauskriegen? Sorry, das finde ich nicht mehr lustig.
EDIT: (Und unter "Weg abschneiden" meine ich "deutlich verkürzen" im Vergleich zur Strecke im A-Sytem, nicht "völlig zum verschwinden bringen")
Das meine ich auch so. Die Strecke wird verkürzt auf eine halbe LS. Die Fragestellung bei diesem Szenario war unter der Voraussetzung, dass die Uhr mit der gerade gegebenen Anzeige stehenbleibt, wenn sie vom Licht getroffen wird: mit welcher Zeitanzeige bleibt sie stehen?
Da im IS_B die auf eine halbe LS verkürzte Strecke vom Licht mit c durchlaufen wird, kommt es nach 0,577 s (im IS_A sind das 0,5 s wg. der ZD) an: die Uhr bleibt mit dieser Anzeige stehen!
Im IS_A beträgt die Strecke hingegen 1 LS und das Licht würde bis zur Uhr 1 s brauchen. Die Uhr ist aber schon mit der Anzeige 0,577 s stehengeblieben!!!
Das muss man richtig sehen: die Uhr, die sich im IS_A im Abstand 1 LS vom Koordinatenursprung befindet, läuft mit der Uhr am Startpunkt synchron. DIese Start-Uhr steht daher beim Start auch auf 0. Eine im IS_B befindliche Uhr am Start wird ebenfalls auf 0 gestellt. Somit unterscheidet sich in der Folge der Lauf der Zeit in den IS nur durch die ZD. Deshalb ergibt die LT auch als Zeitpunkt für die Lichtankunft im IS_B 0,577 s. Zu diesem Zeitpunkt ist das Licht im IS_A erst auf halber Strecke und müsste noch eine halbe Sekunde weiter laufen. Das kann sie nicht mehr, weil sie vom Licht bereits getroffen wurde und mit der Anzeige von einer halben Sekunde stehen geblieben ist!
Ist das so schwer zu verstehen? Das Licht durchläuft einmal 1 LS in 1 s, aber auch auf gleicher Linie eine halbe LS in einer halben Sekunde. Da beim Start für beide IS gilt t=t'=0 wird die Uhr im IS_B vom Licht getroffen, ehe dieses das Ende der Laufstrecke von 1 LS im IS_A erreicht, wo in diesem IS die Uhr steht! Es handelt sich um ein und dieselbe Uhr! Und das ist natürlich eine absurde SItuation und zeigt, dass das Postulat unsinnig ist! Die Zeit unterscheidet sich - wie schon betont - in den beiden IS nur durch die ZD. Damit die Laufzeit des Lichts im IS_B richtig ausfällt, kommt die RdG ins Spiel und die Uhr läuft hier um o,577 s früher los! Sie müsste 1 s lang laufen können, bis im IS_B das Licht ankommt und die Uhr müsste dann 1 s anzeigen, denn solange wäre sie ja gelaufen. Das geht aber nicht, weil sie schon mit der Anzeige 0,5 s steht !!!
Das Licht kommt im IS_B früher an die Uhr, weil sich hier die Uhr dem Licht genähert hat! Im IS_A macht sie das nicht- und der Widerspruch entsteht durch das Postulat! Das Licht durchläuft die kurze Strecke mit c und die lange Strecke mit c und der Startpunkt für die Koordinatenursprünge beider IS ist x=x'=0, t=t'=0. Was soll da anderes herauskommen als ein Widerspruch, eine absurde Situation, weil im IS_B die LG c-v verboten ist.
Ohne Postulat und mit GT entsteht dieser Widerspruch nicht, weil die Laufzeit dann in beiden IS 1 s beträgt.
Es ist halt so: wenn jemand an die Richtigkeit der SRT glaubt oder meint, man könne sie mit sich selbst nicht widerlegen, wird er sich eher die Zunge abbeißen als zuzugeben, dass die LT ein absurdes Resultat liefert. Aber das ist nun mal der Fall!
Grüße
Harald Maurer