Faber hat geschrieben:Ich habe gerade im Forum gestöbert und folgende Ausführungen von Joachim (wieder-) gefunden:
Joachim hat geschrieben:In der SRT tritt solch ein Effekt [kontinuierliche mechanische Verformung eines rotierenden, lorentzkontrahierten, ellipsenförmigen Rades aus Sicht eines entsprechenden Beobachters] nicht auf. Im Ruhesystem der Nabe ist das rotierende Rad schon aus Symmetriegründen rund. Jedes andere Koordinatensystem stellt lediglich eine Umbenennung der Raum- und Zeitkoordinaten dar und eine Umbenennung von Punkten ändert (ich wiederhole mich) an der Kinematik gar nichts. Die Ellipsenform des Rades in anderen Koordinaten resultiert tatsächlich nur daher, dass man die Zeitachse anders legt. man schneidet die Rad-Weltlinien-Wurst einfach in einem anderen Winkel an. Eine kreisrunde Wurst wird auch nicht zu einer elliptischen, nur weil man sie anders anschneidet. Aber die Scheiben sind (sogar real) größer. Ebenso erscheinen die Räder, in einem zu ihnen bewegten Koordinatensystem, beschrieben elliptisch, ohne dass sie deshalb verformt werden müssten.
Dies bedeutet nichts anderes, als dass ein Beobachter, der ein relativ bewegtes Objekt mittels einsteinscher Lichtmessmethode vermisst, Mist misst.
Im berühmten Beispiel mit der Wurst misst der Relativist nicht nur Mist, er misst zwei verschiedene Objekte und stellt sich vor, er habe nur eins gemessen… Hier hat Dr. Joachim Schulz sogar das gedankliche Hokuspokus selbst herausgearbeitet, in dem er beschreibt, dass der Beobachter eine elliptische Scheibe aus einer kreisrunden Wurst abschneidet, so dass dann zwei Objekte mit jeweils verschiedenen intrinsischen Formen und Maßen vorliegen: Eine kreisrunde Wurst und eine elliptische Scheibe. Dr. Schulz meint, dass man dieses Ergebnis erzielt, indem man „
die Zeitachse anders legt und die Rad-Weltlinien-Wurst in einem anderen Winkel anschneidet“. Die Normalsterbliche würden hier sagen, man legt dabei nicht die „
Zeitachse“ anders, sondern das Messer...

Aber die Relativisten verweilen am liebsten in einer fiktiven, mathematischen 4. Dimension, zusammen mit "
Rad-Weltlinien-Würsten", unsere alltäglichen drei Dimensionen sind ihnen wohl zu biedern.
Obwohl der Schöpfer der „
Weltlinien-Wurst“ von Dr. Joachim Schulz, der Relativist und Nobelpreisträger Max Born, mit der Längenkontraktion in der 4. Dimension wohl auch nicht ganz gut zurecht kam und mit seiner Wurst-Aufklärung eben nicht erkannt hat, dass er von den Maßen zweier verschiedenen Objekten sprach, von der Wurst und von der Scheibe, das hat Harald Maurer in einem Beitrag hier im Forum ganz gut herausgearbeitet, siehe
Es geht nicht um die Wurst, Herr Max Born.
Auch Wolfgang Herrig ist auf die peinliche Aufklärung der Längenkontraktion von Max Born eingegangen, siehe:
Peinlich, peinlich, Herr Nobelpreisträger Max Born… und schreibt darüber in seinem Blog
11. Brief aus meiner Mühle:
Zitat Wolfgang Herrig:
Einen besonderen Leckerbissen gedanklicher Pirouetten bietet der Nobelpreisträger Max Born in seinen Buch: Die Relativitätstheorie Einsteins (Springer-Verlag, 1969) an. Demnach handelt es sich bei all den Kontraktionen, Dilatationen und Massenzunahmen gar nicht um „Realitäten“. Die Kommentare zu seinem Text (in Klammern) sind von mir:
„Aber die Einsteinsche Theorie gibt keine Ursache an, behauptet (nanu, kein „Beweis“?) vielmehr, dass die Kontraktion (gemeint ist die Lorentz-Kontraktion) von selbst (!), als Begleitumstand der Tatsache der Bewegung einträte (wieso Tatsache? Bewegung ist angeblich doch völlig relativ und kann durch Koordinatentransformation in „Ruhe“ verwandelt werden), ….Die Kontraktion ist also nur eine Folge der Betrachtungsweise, keine Veränderung einer physikalischen Realität (was versteht Born unter „Realität“, wenn man es doch beliebig sehen kann? Aber immerhin: die Veränderungen sollen nicht real (?) sein). Also fällt sie nicht unter die Begriffe von Ursache und Wirkung (das haben meines Wissens sonst nur Wunder und angeblich auch gewisse Effekte der Quantentheorie so an sich). Durch diese Auffassung wird auch jene berüchtigte Streitfrage erledigt, ob eine Kontraktion „wirklich“ oder nur „scheinbar“ ist. Wenn ich mir von einer Wurst eine Scheibe abschneide, so wird diese größer oder kleiner, je nachdem ich mehr oder weniger schief schneide. Es ist sinnlos, die verschiedenen Größen der Wurstscheiben als „scheinbar“ zu bezeichnen und etwa die kleinste, die bei senkrechtem Schnitt entsteht als die „wirkliche“ Größe.“
Hier ist Max Born in absoluter Hochform! Man schneidet in der Tat eine Wurst „schief“ an, um größere Scheiben zu erhalten. Wer käme denn auf den Gedanken, die großen Scheiben als nur „scheinbar groß“ anzusehen? Oh, je, Max, seufz(!). Aber, zu seiner Ehrenrettung sei gesagt: man merkt ihm schon auf den Seiten vorher die Verzweiflung an und glaubt zu spüren, dass er das Manuskript am liebsten in die Ecke werfen würde. Aber was half’s? Als Professor musste er seine Studenten damit traktieren. So blieb der alte Fuchs- wie immer- stur in Deckung. Nicht er selbst wollte das alles seinen Lesern oder Hörern vorgegaukelt haben, nein, Einstein war’s.
Nicht nur ich - und eine Vielzahl von qualifizierten Autoren, sowohl Relativisten als auch Kritikern - haben also Schwierigkeiten mit der (richtigen?) Interpretation der Natur der Längenkontraktion in der SRT (siehe zum Beispiel allein
hier insgesamt 30 Autoren), sondern sogar die Väter der Relativitätstheorie selbst hatten offenbar damit große Probleme. Na ja, sie sind zumindest alle außer Gefahr vom Albert Einstein Institut wegen falscher Interpretation der Längenkontraktion vor Gericht angeklagt zu werden, das steht mir noch bevor.

(siehe
Dr. Markus Pössel bricht die Korrespondenz ab).
Viele Grüße
Jocelyne Lopez